Pete: Soooo Sven…jetzt werde ich nervös…

Sven: Wieso…was ist los? Was macht DICH denn noch nervös.

Pete: Ich sag nur drei Worte…TAG TEAM TITEL…sie sind wieder was in der GFCW

Sven: Pfff…


Es wird unruhig in der Halle. Man spürt das hier gleich etwas Besonderes passieren wird. Irgendwie teilt sich das Publikum Stimmungstechnisch in drei Teile. Genau wie im Ring ein dreieckiger Tisch steht trifft die Energie von den Rängen aufeinander. Auf dem Tisch eine schwarze Mappe in der die Verträge liegen.


Der Candy Man betritt nun die Arena. Jubel ist ihm Gewiss. Er schreitet zum Ring und ruft die Protagonisten für die Vertragsunterzeichnung auf.


Kaum hat der Commisioner die Worte gesprochen ertönt die allseits bekannte Musik und der Innenraum wird in pinkes Licht getaucht. Diejenigen sie es mit den Champions halten sind aus dem Häuschen.


Pete: DA KOMMEN SIE!!! Die Tag Team Champions!!! Wie immer durch das Publikum.

Sven: DA können sie auch gerne bleiben. Niemand will die beiden Fabelwesen im Ring sehen.


Tsuki Nosagi und El Metztli…die TSEizn Ra(re)BBits…bahnen sich ihren Weg über die Tribünen durch die Zuschauer. Dicht gedrängt ist kaum ein Durchkommen für die beiden Hasen. Der Jubel wird größer und größer. Man spürt die Verbindung, die mittlerweile zwischen dem Japaner und dem Mexikaner und den GFCW-Fans herrscht. Überall tragen die Fans die weißen Hasenohren auf ihren Köpfen. Sie sind absolute Lieblinge und geben den Fans das wieder was Ihnen gehört…die Nähe zu den Aktiven. Man sieht das die Verbindung, die vor einigen Monaten noch undenkbar war jetzt da ist. Tsuki und Metztli tragen ihre In Ring Kleidung und die Gürtel dabei um ihre Hüften. Gekonnt geht es über die Ringabsperrung und sofort mit einem Bunny Hop in den Ring. Dort angekommen präsentieren die beiden den Fans die Gürtel.


Pete: Ja man. So muss das sein. Ich liebe DIESE Hasen. Ein wenig mysteriös ist gut. Aber das Gute in Ihnen steht Ihnen wirklich besser.

Sven: Das Gute in Ihnen wird von dem Böse schon ausgetrieben…da kannst du so sicher sein wie das Amen in der Kirche.



Kaum hat Sven Böse gesagt da erklingt auch schon die Musik von T´n´B. Sofort beginnt das BUHEN auf den Rängen. Ein gewisser Teil…hauptsächlich die alten Fans…der ersten Stunde…sind komplett auf der Seite der Altmeister. Das Licht wird gedimmt. Grellweißes Licht flackert auf und verleiht der Atmosphäre eine düstere Stimmung. Tha Bomb und Titan betreten ganz in schwarz gekleidet die Bühne. Auf dem Titantron sind alte Kämpfe und Siege zu sehen. Ausschnitte ihrer Karriere. Monochrom und düster in Szene gesetzt. Arrogant wie eh und je stolzieren die beiden zum Ring. Sie genießen jede Beleidigung, die Ihnen seitens der Fans entgegengebracht werden. Mehr als spöttische Blicke und ein abwertendes Grinsen haben die beiden dafür aber nicht über. Die ersten Tag Team Champions der GFCW-Geschichte steigen in den Ring. Tha Bomb und Titan stellen sich Rücken an Rücken und breiten voller Erwartung die Arme aus. Mit einem Ruck schnellen die Mittelfinger in die Luft und während sich die beiden langsam im Kreis drehen wird jedem Fan liebevoll gezeigt was T´n´B von Ihnen halten. Mit großem Gelächter schieben die beiden Eric Fletcher an die Seite und nehmen auf ihren Stühlen Platz.



Die schweren Techno-Beats von Gesaffelstein erklingen. Die Zuschauer reißt es noch immer von den Sitzen, auch wenn dieses Theme nun mehr 5 Jahre alt ist. Aber der gute Ray Douglas lässt sich in den letzten zwei Jahren nur noch Part-Time blicken, sodass der Überdruss weder des Themes noch des Wrestler massiv eingesetzt hat.


Natürlich ist auch Zereo Killer wieder mit dabei. Der 9-malige Titelgewinner erscheint gut gelaunt neben seinem neuen Team Member. Beide wirken noch etwas gezeichnet von ihrem Match, auch wenn das souverän gewonnen werden konnte. Vermutlich zollen die beiden Mittvierziger eben dann dem Alter etwas Tribut. Beide wirken allerdings dennoch fit und fokussiert hier nun den nächsten Step zu machen.


Morbeus hat dabei seine roten Locken straff nach hinten gekämmt und trägt ein weißes Shirt, welches auch schon besserte Tage gesehen hat. ZK ist in seiner üblichen Gaderobe anzutreffen. Beide recken am Eingang die Arme nach oben und begeben sich dann zum Ring.


Im Ring nehmen die beiden zügig ihre Plätze ein…


Fletcher: „So de le. Alle Fraktionen haben es tatsächlich unfallfrei geschafft Platz zu nehmen. Es sind die kleinen Fortschritte im Leben. Hier aber noch der Hinweis: NIEMAND berührt hier eine andere Partei während der Vertragsunterzeichung. IST DAS KLAR? Andernfalls wird das Team vom Titlematch bei der Anniversary Show AUSGESCHLOSSEN!“


Morbeus und ZK sind alte Hasen und schauen sich den Vertrag an. Dabei geht auch immer wieder der Blick auf das Gold. Auch wenn beide schon mehrere Title in ihrer GFCW-Laufbahn gewannen, scheinen sie beide noch immer nicht abgeneigt einen weiteren Titel gewinnen zu wollen. Doch bevir die Unterschrift erfolgt, lässt sich Ray Douglas noch das Mic geben.

Morbeus: „Tja, TnB. Vieles habt ihr versucht, damit ich hier und heute nicht sitzen kann. Doch es ist euch nicht gelungen, mich aus dem Titelmatch rauszuhalten. Und es wird noch besser: Mein Partner ist einer der größten GFCW-Wrestler ALLER ZEITEN. Eine Ikone. Und wie ikonisch wir beide in zwei Wochen performen werden, muss ich nun nicht weiter prophezeien. Wir haben heute bewiesen, dass wir es noch immer Drauf haben.


YOU STILL GOT IT!

YOU STILL GOT IT!


Schallt es von den Rängen zu Morbeus und Zereo Killer herüber. Insbesondere Zereo scheint direkt gerührt. Ihm haben die Liebkosungen der Fans gefehlt und dafür bedankt er sich artig mit einer Verbeugung. Applaus brandet auf. Aber auch der Rotschopf Ray Douglas scheint fired up zu sein.

Morbeus: „ Die Renegades waren jetzt kein Kaliber für uns. Und gut ist, dass ich sowohl gegen TnB, als auch gegen die Rabbits schon gekämpft habe. Und ich sage euch ehrlich….wir werden auch EUCH schlagen bei der Aniversary! Nicht nur, weil wir es können. Sondern weil wir die Fans im Rücken haben werden. Dortmund wird sich erheben und ihr werdet mit der Stimmung, die ausschließlich uns tragen wird, nicht zurechtkommen. Dazu ist Mike Mackenzie im Ring. Ich sehe es jedem von euch an der Nasenspitze an: Ihr habt Schiss! Schiss vor Zereo, der LEGENDE, Killer!“


Dann gibt Morbeus das Mic an Zereo weiter.


ZK: „ Die Fans sind mein Lebenselixier und die Harmonie im Ring mit Morbeus ist schon heut besser als ich annehmen konnte. Wir sind ready für den Titleshot. Ich bin noch immer hungrig auf Titel. Auch wenn ich schon zwei Mal die Tag Belts in die Lüfte recken konnte, ein drittes Mal würde mich noch mehr freuen. Insbesondere mit einem Wrestler an meiner Seite, mit dem ich das Kriegsbeil endlich begraben konnte. Für mich schließt sich der Kreis beim 25-jährigen Jubiläum dieser großartigen Wrestling-Promotion. Gerechtigkeit wird siegen. Und deswegen wird es ein schwarzer Tag werden für Tha Bomb und Titan!“


Tha Bomb lehnt sich zurück und dreht sich mit dem Stuhl. Er hat die Arme hintern Kopf verschränkt und starrt zur Hallendecke. Immer weiter dreht er seine Kreise. Titan schaut seinen Partner mit zusammengekniffenen Augen an. Von einer Sekunde auf die andere stoppt Tha Bomb und beginnt zu zittern. Die Blicke der anderen werden skeptischer. Es wird still.


Pete: Geht es ihm gut. Was hat er?

Sven: Das macht mir Angst…


Plötzlich hält Tha Bomb sich den Bauch und kippt nach vorne rüber. Ein fieses Geräusch ist aus Tha Bombs Mund zu hören. Titan schaut…lehnt sich rüber…und grinst.


Pete: DER LACHT…DER SCHWEINEHUND LACHT…

Sven: UND ICH AUCH…HAHAHAHAH…


Tha Bomb schaut hoch und nun ertönt das fieseste arroganteste Lachen was je in der GFCW gelacht wurde. Tränen laufen über Tha Bombs Gesicht. Titan stimmt mit ein und gemeinsam zeigen sie Morbeus und Zereo Killer was sie von ihren Worten halten. Die Fans buhen…sie BUHEEEEEEEEEEEEEEEN.


Tha Bomb: Hey…hey..muahahaa…Zereo…Morbeus…es tut mir leid. Puh…aber sowas lustiges habe ich schon lange nicht mehr gehört.


Er dreht sich seinen Partner zu. Beide atmen tief durch und schütteln das letzte Lachen ab. Urplötzlich schnellen die beiden rum und richten sich auf. Die Fäuste auf den Tisch gestemmt.


Tha Bomb: Zereo!!!


Er zeigt mit dem Mittelfinger auf ihn.


Tha Bomb: Morbeus!!!


Auch sein alter Feind kriegt den Mittelfinger gezeigt.


Tha Bomb: Ihr beiden habt irgendwas genommen was euch nicht gut tut. Ihr kommt hier raus und macht auf beste Freunde 4-ever.


Immer wieder wandert sein Blick von rechts nach links.


Tha Bomb: Ihr glaubt das ihr nur auch nur den Ansatz einer Chance habt. PAH!!!


Der Altmeister hat sich zurück auf den Stuhl gesetzt.


Tha Bomb: Ihr beiden wart einzeln eine große Nummer. Das muss man ja neidlos anerkennen. Doch gemeinsam…ohhh der vibe stimmt…geil. SO einen Stuss habe ich noch nie gehört.


Er zeigt auf sich und Titan.


Tha Bomb: Wir beide…wir sind das GRÖSSTE TAG TEAM DER GESCHICHTE…HIER STIMMT DER VIBE…Ihr glaubt nur weil ihr jetzt zwei Wochen gemeinsam geschlafen…gefrühstückt und geduscht habt kennt ihr euch in und auswendig…


Er grinst und nickt beiden zu.


Tha Bomb: Körperlich kann das vielleicht sein.


Titan lacht laut.


Tha Bomb: Doch worauf es ankommt ist das es stimmt wenn es nicht läuft. Wenn ihr Gegnern gegenübersteht die euch brechen werden. Ihr habt es nicht verdient mit uns im Ring zu stehen. Keiner von euch.


Ein abwertender Blick zu den Hasen.


Tha Bomb: Keiner von den sogenannten Fanlieblingen hat es verdient auch nur mit uns in der Halle zu stehen. In zwei Wochen…in Dortmund…zum 25 jährigen Jubiläum.


Der Hühne steht auf und schaut ins Publikum. Eine Runde Mittelfinger für alle. Die Fans zeigen was sie von ihm halten. NICHTS…


Tha Bomb: Ihr alle werdet Zeuge wie wir…das größte und beste Tag Team der GFCW die hier anwesenden…Zereo Killer…Morbeus…Hoppel und Poppel…in die Gesichtsbücher der GFCW prügeln werden. Und wenn wir das getan haben. Wenn wir eure Lieblinge zerstört haben…


Er schaut arrogant und herablassend in die Menge.


Tha Bomb: DANN…Dann dürft ihr euch alle vor uns verneigen und auf die Knie gehen. Uns huldigen und uns vergöttern. Und niemand von euch wird jemals mehr unsere Namen in den Mund nehmen, denn ihr seid es nicht Wert Teil der GFCW Geschichte zu sein. Und


Das Buhen erreicht eine unerreichte Lautstärke. Nur die wenigen GFCW Anfangsfans jubeln ihren Idolen zu.


Pete: Ich..ich glaube ich muss brechen Sven…mir ist schlecht.

Sven: Unfassbar…ich liebe diese Jungs…ICH LIEBE EUCH T´N´B!!!

Tha Bomb: Und damit ihr uns nicht mehr weglaufen könnt…


Er greift sich den Stift und nimmt sich den Vertrag. Ohne zu zucken unterschreibt Tha Bomb und danach sein Partner Titan. Mit Verachtung wirft er die Mappe zurück auf den Tisch. Morbeus will sich die Mappe schnappen doch eine Hand hält diese fest. Es ist Tsuki Nosagi der die Mappe mit einem respektvollen Nicken zu sich zieht. Morbeus hat ihn fest fixiert, und lässt ihn gewehren. Der Japaner nimmt seinerseits den Stift und unterschreibt. Danach ist auch EL Metztli dabei und unterschreibt. Er reicht Morbeus die Mappe und nickt ihm zu. Auch Morbeus und Zereo unterschreiben wortlos. Die Fans sind aus dem Häuschen. Tha Bomb und Titan rollen sich aus dem Ring und stehen auf der Rampe. Beide Mittelfinger ausgestreckt. Kurz bevor sie unterm Titantron verschwinden wollen richtet Tsuki seine Worte an ihn.


Tsuki Nosagi: Bomb….Titan…nicht so schnell.


Die beiden Legenden halten inne. Mit dem Rücken zum Ring bleiben sie stehen.


Tsuki Nosagi: All diese Worte die ihr an die GFCW…an uns…an die beiden Legenden hier gerichtet haben…all die Worte haben nichts zu bedeuten.


Titan dreht sich um. Er schaut grimmig.


Tsuki Nosagi: Ich habe mir all diese Worte angehört und glaube euch nicht eine Silbe davon. Nach all den Buchstaben die ihr aneinander gereiht habt ist mir am Ende eins klar geworden…


Titan kommt einen Schritt näher.


Tsuki Nosagi: Ihr habt Angst…


Nun dreht auch Tha Bomb sich um. Wut ist auf seinem Gesicht zu erkennen.


Tsuki Nosagi: Ihr habt Angst…nicht vor uns… Nein.


Die beiden anderen Gegner schauen den Japaner skeptisch an. Morbeus und Zereo beraten sich. Sie scheinen sich einig. Auch Tsuki und Metztli schauen nun Morbeus und ZK an.


Tsuki Nosagi: Ihr seid sicherlich ein starkes Team. Ihr seid zwei der Größten der GFCW. Wir haben es euch zu verdanken in dieser Liga zu sein.


El Metztli: Ihr habt mit allen hier im Ring eine gemeinsame Geschichte. Und dass ihr immer noch hier seid, ist bemerkenswert. Haben wir davor Respekt?


Tsuki Nosagi: Ja…absolut. Euer Lebenswerk ist beachtenswert. Wir El Metztli…Tsuki Nosagi…wir fühlen uns geehrt in zwei Wochen mit euch diesen Ring zu teilen.


Der Japaner und der Mexikaner…die amtierenden GFCW Tag Team Champions…stehen auf…und verbeugen sich…vor Morbeus und Zereo Killer. Dabei zeigen ihre Rückseiten in Richtung T´n`B.


Pete: Da haben die Hasen ihren alten Lehrmeistern gezeigt vor wem die beiden Respekt haben.

Sven: EIN SKANDAL!!!


Morbeus und Zereo schauen respektvoll zu den Hasen. Sie nicken sich zu und zeigen was Ihnen diese Worte wert sind.


Tsuki Nosagi: Und nun zu euch.


Der Japaner dreht sich um. Ohne Wertung schauen die Hasen zur Rampe. Dort stehen voller Zornesröte ihre alten Bekannten.


Tsuki Nosagi: Ihr beiden seid nichts mehr Wert. Wenn wir davon gesprochen haben das hier jemand Angst hat waren die Worte nicht an Zereo und Morbeus gerichtet. Ihr seid es die Angst haben.


Tha Bomb und Titan rufen einige unverständliche Worte in den Ring. Die Fans jubeln jedem Wort was aus Tsukis und Metztlis Mund kommen nach.


Tsuki Nosagi: Ihr beiden sprecht davon die Größten zu sein. Ihr sprecht davon die GFCW zu sein.


T´n`B nicken und grinsen hämisch. Sie zeigen das sie genau das sind was Tsuki gesagt hat.


El Metztli: Doch diese Meinung habt nur ihr von euch. Niemand der hier Anwesenden glaubt nur ein Wort von dem was ihr sagt. Ihr seid Geschichte…damit habt ihr Recht. Ihr habt einiges bewegt hier.


Tsuki Nosagi: Das was sich jedoch geändert hat ist das ihr hier keine Zukunft mehr habt. Ihr seid zurück um etwas zu beweisen. Ihr wollt etwas verhindern wovor ihr Angst habt…


El Metztli: Ihr habt Angst davor vergessen zu werden. Und das wird passieren. Ihr seid die Vergangenheit der GFCW…und niemand wird euch in die Zukunft zurückholen. Es gibt für euch keine Möglichkeit die Zukunft der GFCW zu sein. NEIN!


Tsuki Nosagi: Ihr habt es nicht nur einmal versucht. Ihr habt es nicht zweimal versucht. Doch beim dritten Versuch wird sich eins ändern…Wir werden es nicht zulassen das Ihr Zurück in die Zukunft kommt. Hier ist der Weg vorbei. Ihr seid alt. Ihr gehört hier nicht hin. Wir sind die Zukunft. Wir dürfen den Fans zeigen, was es bedeutet für die GFCW zu leiden. Wir werden Ihnen alles geben. DAS was ihr der GFCW jahrelang gegeben habt.


Dabei zeigt der Japaner auf Zereo und Morbeus. Die beiden Legenden grinsen. Während Tha Bomb und Titan voller Wut auf der Rampe stehen. Die Fans skandieren den Namen der Hasen. Die Fans spüren das sich die Zeiten in der GFCW geändert haben. Drei Zeitalter stehen in der Halle.


Tsuki Nosagi klettert in die Ringecke und zeigt auf seinen Gürtel.


Tsuki Nosagi: THA BOMB….TITAN…

El Metztli: MORBEUS…ZEREO…

Tsuki Nosagi: Egal was in zwei Wochen passieren wird…

El Metztli: Egal was ihr vorhabt…

Tsuki Nosagi: Wir werden die Tugenden der GFCW verkörpern…Wir werden nicht für uns kämpfen…wir WERDEN FÜR DAS WAS DIE GFCW AUSMACHT…DAS WAS DIE GFCW TRÄGT…UND DAS SEID IHR!!!


Dabei zeigen die Hasen ins Publikum. Jubelstürme brechen aus. Die Fans stehen und jubeln den Champions zu. Tha Bomb und Titan schauen wütend in Richtung Ring. Zereo und Morbeus nicken anerkennend…doch voller Tatendrang das zu erobern was sie haben wollen. Mit zwei jubelnden Hasen in der Mitte. Konzentrierten und fokussierten Morbeus und Zereo Killer sowie zwei richtig angepissten Tha Bomb und Titan geht die Vertragsunterzeichnung zu Ende. Eric Fletcher hält gut gelaunt den Vetrag in den Händen. Es scheint so als ob er noch irgendwas im Sinn hat. Fletcher wäre nicht der Commisioner wenn er nicht noch etwas in der Hinterhand hätte.



Der Fokus liegt nicht auf dem Ring, sondern auf dem Publikum.

Der Sprecher beschreibt, dass keine Show, kein Titelgewinn, kein legendäres Match ohne die Fans das gewesen wäre, was es ist.

Archivaufnahmen zeigen kleine Hallen mit dicht gedrängten Zuschauern. Selbstgemalte Schilder. Frühe Fangesänge.

Dann der Schnitt zu großen Arenen, zu Pyro, zu Massenreaktionen. Die Fans sind mitgewachsen. Sie haben jede Phase begleitet – Höhen, Tiefen, Neuanfänge.

Viele von ihnen sind seit Jahren dabei. Manche seit der allerersten Show.

Und bei der Anniversary Show treffen all diese Generationen wieder aufeinander, vereint durch 25 Jahre gemeinsame Geschichte.




Laura: „Meine Damen und Herren. Der folgende Kampf ist ein Title Night 2025 Reeeee-Match!“



YEEEEEEAAAH!“


Diesmal kommt der Publikumsliebling ohne Hund. Und mit ungewohnt ernster Miene.

Etwas hat sich in den gut zwei Monaten verändert, die seit Zac Alonsos letzten Fight in dieser Liga vergangen sind. Er musste Jakes Betrug bei Title Night wegstecken, seine Niederlage auf der größtmöglichen Bühne. Er revanchierte sich, indem er Creed Gibson half, doch letztendlich – und das war der größte Einschnitt von allen – hat er vor zwei Wochen den Beatdown seines bisherigen Wrestler-Lebens erhalten. Iray Burch war über ihn hergefallen, hatte ihn Darragh Switzenberg hingeworfen wie ein Stück Müll. Vor aller Augen wollte Switzenberg ihn beenden. Ihn rauswerfen. So viel hatte Zac, auch wenn er gegen Schmerz und Besinnungslosigkeit kämpfte, zwischen all den Schlägen mitbekommen.

Dynamites Auftreten war seine Rettung in letzter Sekunde. Als er nicht mehr daran glaube. Dyeus Ex Machina. Dieser Kampf ist eine Einladung zur Wiederauferstehung. Aber er weiß auch, dass es nicht einfach wird.

Laura: „Auf dem Weg zum Ring. Aus Los Angeles, Kalifornien, mit einem Gewicht von 90 Kilogramm…“

Alonso schreit den Kampfeswillen heraus, der durch die letzten Wochen in ihm herangewachsen ist. Mit einem mächtigen Satz springt er auf den Apron, zieht sein Shirt aus und schmeißt es ins Publikum. Zwei Kinder und ein Penner beginnen, darum zu balgen. Alle anderen blicken auf einen Fighter, der entschlossen das Top Rope umgreift und auf die Matte springt. Alonso trägt das gleiche Ringoutfit wie schon bei Title Night, offenbar ist er nicht sonderlich abergläubisch. Es sind dunkle Tights, auf denn rechtem Oberschenkel seine Initialen in rot und blau aufgedruckt sind, darunter – deutlich kleiner und nur im Zoom sehbar – der volle Name. Sein definierter Oberkörper ist unbekleidert, doch wird von dutzenden Tattoos geschmückt.


Laura: „Zaaaaac Alonsooooo!“

ZAC!“ „ZAC!“ „ZAC!“


Er kreist den Kopf im Nacken, schüttelt die Arme aus und springt auf der Stelle auf und ab. Warmmachen, nichts dem Zufall überlassen. Dann fadet seine Musik aus. Fehlt nur noch eines für die Rache. Der Gegner.



Das Logo ist auf der Leinwand, die Musik läuft, die Fans buhen. Soll heißen: Alles ist für den Auftritt von Jake vorbereitet.

Nur Jake selbst ist nicht da.


Pete: „Wo bleibt er denn? Ist es Provokation, den Auftritt so herauszuzögern.“

Sven: „Ein Hollywood-Star kommt dann, wenn er soweit ist, Pete.“

Pete: „Jakob Fleestadt aus Riesa in Sachsen.“

Sven: „Und doch ist er ein Holl…“

Pete: „ER KOMMT AUS DEM PUBLIKUM! ACHTUNG!“


Erschrockene Aufschreie in der Halle, als Jake nicht über die Rampe kommt, sondern sich rücksichtslos durch die Front Row drängt, Zuschauer zur Seite stößt und dann über die Rail springt. Er slidet in den Ring und schlägt einen überraschten Zac Alonso rücklings nieder. Genau in dem Moment, als Alonso zu Boden stürzt, würgt die Regie das die Theme ab.


BUUUUUH!“


Pete: „Genau wie bei Title Night wartet Jake nicht den offiziellen Kampfbeginn ab.“

Sven: „Hehe…“

Pete: „Diesmal hatte Zac die Rampe im Blick, über die Jake sich damals angeschlichen hatte, doch mit einem Angriff aus anderer Richtung hat er nicht gerechnet.“


Thorsten Baumgärtner schaut begossen drein. Ihm gefällt es nicht, dass ein von ihm geleiteter Kampf derart unfair startet. Aber es ist wie, wenn Mac Müll attackiert wird: „Was willste machen?“. Er lässt anläuten.


Singles Match:

Hollywood Jake vs. Zac Alonso

Referee: Thorsten Baumgärtner

Kaum ist der Mann offiziell eröffnet, zieht Jake Zac an seinem immer länger werdenden Haarschopf wieder hoch. Er dreht das Gesicht seines Erzfeindes so, dass dieser ihm direkt ins Gesicht schauen muss – und rammt ihm einen Kneeling Uppercut unters Kinn. Alonso klappt mit einem Stöhnen nach hinten weg.

Jake richtet seine Frisur und starrt erst auf Zac, dann ins erzürnte Publikum. Einem besonders laut protestierenden Fan in der ersten Reihe wirft er einen Luftkuss zu. Dann beugt er sich über Zac, packt ihn am Hals und zieht ihn in einen Neck Wrench. Er setzt sich tief, verdreht den Kopf des Kaliforniers mit beiden Armen. Zieht und reißt.


Pete: „Dieser Schuft.“

Sven: „Mensch, dieser Kampf geht schon 20 Sekunden. Das muss für dich eine Ewigkeit sein, Pete. Denn zu diesem Zeitpunkt wird dein lumpiger Bengel schon geschlagen sein. HYPE!“


Zac kniet, eine Hand an Jakes Unterarm, die andere tastet suchend über die Matte. Seine Miene ist verkrampft. Die Anfeuerungsrufe, die das vereint hinter ihm stehende Publikum ihm zukommen lässt, verschwimmen zu einem dumpfen Rauschen. Er stöhnt, während Jake den Griff nachzieht und dabei noch ein paar Worte ins Ohr seines Gegners zischt. Man hört nicht, was er sagt – aber an Zacs verzweifeltem Kiefermahlen kann man zumindest die Richtung ableiten.

Alonso stemmt sich, unter hoffnungsvollem Applaus, langsam hoch. Erst ein Knie, dann das andere Bein. Er schiebt sich Zentimeter für Zentimeter nach oben, während Jake das Gleichgewicht verlagert und den Druck erhöht. Switzenbergs Co-Star hat für sich eine Strategie gefunden und er wird einen Teufel tun, Alonso leichtfertig diesen Plan gefährden doch zu lassen. Doch Zac kämpft. Beißt sich in seine Chance hinein. Eine Spur von Verzweiflung ist auch dabei; er greift blind nach hinten, erwischt Jakes Bein und versucht, ihn aus dem Stand zu bringen. Doch Jake löst blitzschnell, stößt ihn von sich und trifft mit einem Kick exakt in Zacs Kniekehle.

Alonso sackt wieder zusammen. Die Fortschritte der letzten Augenblicke sind dahin. Noch immer ist sein Nacken in Jakes Umklammerung, das Gesicht wird von Sekunde zu Sekunde hummerroter. Aber er hat einmal den Duft der Befreiung gerochen und gibt nicht so schnell hoch. Mit einem Kampfschrei stemmt er sich auf ein Knie zurück. Anstatt Jake zurückzudrängen, zieht er den überraschten dreinblickenden Riesaer nach vorne, auf die Seile zu.

Der Hundefreund nutzt die Seile als Hebel. Stößt sich mit einem Fuß ab, um den hinter ihm stehenden Jake aus dem Gleichgewicht zu kriegen.

Es gelingt. Jake muss loslassen, um nicht hinzufallen.


YEEES! YES! YES!“



Pete. „Zac ist frei. Jetzt darauf aufbauen, come on!“


Alonso kreist den Kopf im nun befreiten Nacken. Dann rennt er in die Seile, holt den Schwung mit und stürmt auf Jake zu. Doch der ist schneller.

Jake ist sofort da, reißt ihn hoch, hebt ihn hoch. Pop-Up Powerslam. Mit Wucht knallt Zac auf die Matte.


Sven: „Oh wow, die Befreiung hat sich für Zac ja so richtig gelohnt!“


Cover.

Eins…

Kickout.


Jake rollt mit den Augen. Nicht, dass er mit einem so schnellen Sieg gerechnet hätte, aber es wäre eine angenehme Überraschung gewesen. Er klopft Zac spöttisch auf die Wange, als würde er einem Kind erklären, dass es die Szene gerade ruiniert hat. Dann zieht er ihn erneut hoch und schleudert ihn in die Ringecke. Alonso prallt hart auf, taumelt einen Schritt nach vorne – Jake greift zu, dreht ihn ein und ballert ihn Reverse DDT in die Matte.


BUUUUUUH!“


Wieder ein Cover.


Eins…

Zwei…

Schulter oben.


Diesmal kickt Alonso mit mehr Nachdruck aus. Ja, es ist eine schwere Phase – aber er will sonnenklar machen, dass er nicht aufgibt. Nicht gegen diesen furchtbaren Typen, den er mal Freund genannt hatte. Alonso klopft auf die Matte, um sich selbst zu pushen. Robbt, geschwächt von zwei Wirkungstreffern, umher, will Distanz zwischen sich und Jake bringen. Instinktiv sucht er die Seile. Jake bleibt auf den Knien sitzen und beobachtet ihn dabei. Dann deutet er auf den schwer angeschlagenen Alonso, klatscht lachend in die Hände und stemmt sich auf. Verfolgt Alonso ohne jede Hast.


Pete: „Zac kommt hier überhaupt nicht rein. Er kann seine Schnelligkeit und Athletik nicht ausspielen.“

Sven: „Wenn man 90% der bisherigen Matchzeit liegend verbringt, kann man gar nichts ausspielen, Peterchen.“


Jake packt Zac am Knöchel und zieht ihn zurück in die Ringmitte. Doch diesmal reagiert Alonso schneller. Vielleicht auch, weil Jakes Selbstsicherheit zu dessen größtem Feind wird. Der Verräter des Switziverse dreht sich auf den Rücken und tritt nach Jakes Oberkörper. Einmal. Zweimal. Beim dritten Tritt stolpert Jake einen halben Schritt zurück und lässt den Knöchel los.

Zac rollt sich auf die Knie, wischt sich mit dem Unterarm über den Mund. Er sieht trotzig aus, neben all den Schmerzen hat sich in den letzten Minuten vor allem Ärger angestaut. Dies sollte SEIN Comeback-Match sein. Seine Revanche. Seine Wiedergutmachung für das, was Switzenberg und Burch ihm in der letzten Show angetan haben. Er ist nicht bereit, diese Bühne dem unfairen Wichser zu überlassen, der mit ihm im Ring steht. Nicht, so lange noch Leben in ihm ist.

Jake stürmt wieder heran, will ihn erneut greifen, doch Zac taucht unter dem Arm hindurch. Beide wenden sich gleichzeitig einander zu.

Zac springt – Cartwheel Kick!

Die Zuschauer springen hoffnungsvoll auf. Zum ersten Mal muss Jake für eine längere Zeit zu haben. Er hält sich das Gesicht, wo Alonsos Stiefel ihn getroffen hatte. Prüft, ob die Nase noch dort sitzt, wo sie sein sollte.


ZAC! ZAC! ZAC!“


Alonso nutzt den Moment, rennt erneut in die Seile, kommt zurück – Running Dropkick! Er sitzt sauber. Jake wird nach hinten weggestoßen. Geht zu Boden, rollt sich sofort zur Seite. Zac kostet jeden Moment nach seiner Entfesselung auf und ist nicht bereit, zu stoppen und sich eine Ruhepause zu gönnen. Er spürt, dass er diesen Rhythmus braucht, den konstanten Jubel der Zuschauer. Der wundervolle Klang in seinen Augen, wenn Jake vor Schmerzen stöhnt. Er zieht seinen Gegner hoch, stemmt ihn mit einem Ruck an.

Front Suplex!

Jake knallt hin, Alonso reckt nur einmal kurz die Faust zum Jubel. Dann macht er weiter. Er blickt zu den Seilen.

Dann sprintet er los, springt aufs mittlere Seil. Dort er bleibt nicht auf der Ringecke stehen, sondern balanciert zwei Schritte auf den Seilen in die Ringmitte hinein. Beeindruckender Gleichgewichtssinn trotz der Schmerzen, die er heute bereits einstecken musste.


Pete: „Ropewalk Moonsault! Was für ein nicer Move. Zac ist jetzt on fire.“

Sven: „Momentaufnahme.“



Cover.

Das Erste von Zac in diesem Match.


Eins…

Zwei…


Jake reißt die Schulter hoch.

Beide bleiben einen Moment liegen. Zac auf dem Rücken, die Brust hebt und senkt sich schnell. Er muss erstmals der Kombination aus den Angriffen zu Beginn und seinem hohen Tempo der letzten Szenen Tribut zahlen und braucht einen Augenblick, um zu verschnaufen. Jake dreht sich auf die Seite, stößt sich ab, kommt gleichzeitig mit Alonso auf die Knie. Sie stehen fast synchron auf. Stehen direkt gegenüber. Keine zehn Zentimeter trennen sie in der Höhe.

Die Augen bohren sich ineinander. Da ist nichts mehr von dem, was vor der Saloon Battle Royal zwischen ihnen war. Keine Erinnerung mehr an gemeinsame, gute Zeiten. An lustige Momente. An Kämpfe, die sie zusammen bestritten. Nur noch gegenseitige Abscheu.

Jake schlägt zuerst. Ein harter Forearm.

Zac antwortet mit einem Schlag gegen die Rippen.

Jake mit einem weiteren Forearm.

Zac mit einem Chop, der durch die Halle hallt.

Keiner verschwendet einen Gedanken an Defensive. Es geht darum, den anderen mit allen Mitteln in eine Zeit der Schmerzen zu schicken. Die Schläge gehen hin und her, ein jeder ist härter und lauter als der vorherige.

Jake versucht, Zac erneut am Kopf zu packen – vielleicht wieder der Neck Wrench – doch Alonso blockt, dreht sich unter dem Arm durch und stößt ihn in die Seile. Jake kommt zurück, duckt sich unter einem Schlag.

Beide stoppen sich gegenseitig mit einem gleichzeitigen Clothesline-Versuch. Niemand fällt. Ein kurzer Moment, in dem sie Stirn an Stirn stehen. Der unfair erkämpfte Vorsprung ist aufgebraucht. Zac ist im Match angekommen.

Jake stößt Zac noch einmal hart gegen die Stirn. Ein letzter Versuch, ihn einzuschüchtern. Alonso blinzelt nicht. Er schüttelt es ab. Und geht in die Offensive. Ein schneller Tritt Zac den Magen, noch einer hinterher – Jake krümmt. Der einstige Switzidogisstant packt ihn am Arm, zieht ihn herum und schickt ihn mit Schwung in die Seile. Beim Zurückkommen empfängt ihn Alonso mit einem Back Body Drop.


YEEEEEAH!“


Pete: „Jetzt ist er drin! Jetzt ist er wirklich drin!“

Sven: „So erfreut, dass er drin ist, ist sonst nur deine Mu…“

Pete. „RUHE! Match ist jetzt.“


Jake robbt Richtung Ecke, orientierungslos. Er zieht sich mit letzter Kraft hoch. Alonso ist sofort da, feuert einen Chop nach dem anderen gegen die Brust. Die Halle geht jedes Mal begeistert mit. Der Anblick der sich immer mehr verfärbenden Brust Jakes ist für sie ein wundervoller Moment. Jake versucht, sich mit einem Satz nach vorne zu retten – Zac fängt ihn ab, zieht ihn aus der Ecke und hämmert ihn mit einer weiteren Clothesline um. Diesmal bleibt Jake liegen. Und Alonso auf ihm.

Eins…

Zwei…

Kickout.

Kein Nearfall, aber deutlich späterer Kickout als zuvor bei Zac.

Jake schlägt im Liegen nach Zacs Bein, trifft aber nur die Luft. Alonso hebt ihn erneut hoch, setzt zu einem normalen Suplex an – hält ihn einen Moment vertikal in die Luft und lässt ihn dann nach hinten kippen. Jake windet sich. Ein Struggle zwischen Alonso und Jake beginnt. Einer will den Move durchführen, der andere ihn mit aller Macht durchziehen.

Alonso gewinnt. Sein Feind klatscht auf die Matte. Könnte das der Anfang vom Ende sein? Der Saat für die erfolgreiche Revance?

Dann wird es laut in der Halle.

Auf der Rampe steht Darragh Switzenberg.


BUUUUUUUH!“


Pete: „Was will er hier? WAS MACHT ER HIER?“

Sven: „Er beobachtet einfach nur ganz friedlich. Sieht man doch.


Zac hat Jake gerade am Handgelenk gepackt, will ihn erneut in die Seile schicken – doch er merkt, dass etwas anders ist. Er schaut zur Seite. Sieht Switzenberg. Das Gesicht verzieht sich in Sekundenbruchteilen.

Switzenberg marschiert Richtung Ring. Nicht offen bedrohlich. Er steigt nicht einmal in den Ring. Er bleibt draußen stehen. Schließlich lehnt er sich mit beiden Händen auf den Apron, nur wenige Meter von Zac entfernt.


Sven: „Siehst du, Pete, er greift überhaupt nicht ein. Er guckt einfach zu. Wie nett, dass sich unser Champion für das Ligengeschehen interessiert. Zac steht wie eingefroren. Für einen Moment ist nicht Hollywood Jake sein Gegner, sondern die Erinnerung. Der Beatdown. Das Gefühl, ausgenutzt worden zu sein. Jake nutzt genau diesen Moment.


Er stürmt heran, packt Zac von hinten – Schoolboy!


Eins!

Zwei!


Alonso rollt durch!

Er löst den Griff, kommt hinter Jake auf die Füße, dreht sich mit einem Ruck.


SUPERKICK!


Der Fuß trifft Jake frontal am Kopf. Switzenbergs Co-Star geht vor den Augen des Switziverse-Gründers benommen wie zu Boden, stürzt wie ein gefällter Baum.

In der Halle ist Partystimmung. Switzenberg verzieht keine Miene.

Zac atmet schwer. Er schaut kurz wieder zum noch immer inaktiven Switzenberg, als wolle er sich vergewissern, dass er sich dessen Anwesenheit nicht einbildet. Dann richtet er den Blick nach oben zum Turnbuckle. Kein langes Fackeln. Zac weiß, was er zu tun hat. Er steigt entschlossen aufs Top Rope. Schritt für Schritt. Das Publikum steht längst und manche sehen aus, als würden sie am liebsten mit ihm zusammen klettern wollen, ihm zu diesem Move tragen. Jake liegt reglos in der Ringmitte.


Pete: „Das ist seine Chance! MOVIE STAR BOMB! Wenn er seine Swanton trifft, war’s das!“


Alonso richtet sich oben auf. Er breitet die Arme aus. Sein Finisher. Am Pult kann sich Pete ein Lachen nicht verkneifen.


Pete: „Ist das nicht wundervoll ironisch? Jake, der sich selbst den Beinamen Hollywood gibt – und dann von einer Movie Star Bomb ausgeschaltet wird? Let’s gooooo, Zaci!“

Zac macht sich bereit—

Doch im selben Moment bewegt sich unten etwas. Switzenberg ist nicht mehr nur Beobachter. Er ist auf den Apron gesprungen. Und Alonso trifft eine Entscheidung. Er springt nicht auf Jake, sondern auf Switzenberg. Noch im Flug verändert er die Richtung und den Move.


Pete: „Flying Kick gegen Darragh!“


Fuß trifft Switzenberg voll am Oberkörper. Der ehemalige Boss verliert das Gleichgewicht und kracht rückwärts vom Apron auf den Hallenboden. Die Halle tobt.


Sven: „Dumm, Zac, dumm.“


Zac landet auf dem Apron, leicht verdreht, noch halb mit dem Blick nach draußen gerichtet. Er kann nicht anders, als Switzenberg ein grimmiges Lächeln schicken, wie dieser vor dem Ring auf dem Rücken liegt. Nach der gemeinsamen Vergangenheit, spätestens aber nach dem, was vor zwei Wochen geschehen ist, hat er diesen Moment herbeigesehnt. Die Gelegenheit zu bekommen, ist wie ein Sechser im Lotto.

Klug war es trotzdem nicht. Denn da ist Jake wieder. Er hat sich hochgekämpft, taumelnd, aber wach genug. Er greift Zacs Kopf und Arm von innen aus dem Ring, stemmt sich mit aller Kraft hoch – und zieht ihn mit einem harten Suplex vom Apron zurück auf die Matte. Die Luft wird Alonso hörbar aus den Lungen gepresst.

Jake bleibt neben ihm liegen, beide erschöpft, beide gezeichnet. Dem Publikum wird lanfsam klar, dass bei aller Freude über den Angreiff auf Switzenberg ihr Favorit hier grad einen möglichen Sieg gefährdet hat. Sie stehen von den Stühlen auf und applaudieren.


LET’S GO ZAC!“ „LET’S GO ZAC!“ „LET’S GO ZAC!“


Draußen richtet sich Switzenberg langsam wieder auf. Eine Hand am schmerzenden Rücken, der den Großteil des Bumps genommen. Der Blick weiterhin fest auf Zac gerichtet.

Im Ring beginnt Jake, sich als Erster wieder zu bewegen. Wankend, aber mit diesem verbissenen Ausdruck im Gesicht, der sagt: Ich lasse mir das nicht mehr nehmen. Er packt Zac am Kopf, zieht ihn brutal nach oben – und ohne Umschweife hämmert er ihn mit einem…


DDT


in die Matte. Einfach, aber effektiv. Cover.


Eins…

Zwei—

Zac reißt die Schulter hoch.

OOOH!“


Pete: „Das war verdammt knapp! Komm schon, Zac. Mach es für den Huuuund.“


Jake schlägt wütend auf die Matte. Kein Grinsen mehr, kein Hollywood. Jetzt ist Zeit für Frust und Verbissenheit Er zieht Alonso erneut hoch, diesmal entschlossen, es sauber zu beenden. Er hakt ihn ein, hebt ihn an – Vertical Suplex. Doch Zac bleibt nicht passiv.

In der Luft beginnt der Amerikaner, mit den Beinen zu schlagen. Er kann sich aus dem Move nicht befreien, aber gefährdet das Gleichgewicht der Hebefigur, die Jake angesetzt hat. Switzenbergs Co-Star gerät ins Wanken, verliert die saubere Balance, die er braucht, um durchzuziehen. Er flucht, versucht es noch ein paarmal. Aber Alonso ist nicht beizukommen. Jake geht die Kraft. Er trägt Zac stattdessen nach vorne und setzt ihn unsanft auf das Top Rope in der Ecke ab.

Jake klettert hinterher.


Pete: „Das wird gefährlich…“


Jake steht erst auf dem zweiten Seil, dann auf dem obersten, hakt Zac ein. Superplex-Position. Das kann Alonso nicht zulassen. Er schlägt mit der Faust in Jakes Magen. Einmal. Zweimal. Dreimal.

Jake verzieht das Gesicht, aber er bleibt oben. Dann – Kopfstoß von ihm gegen Zac. Jake nimmt nun gar keine Rücksicht mehr auf sein hübsches Gesicht. Eine weitere Kopfnuss von seiner Stirn gegen Alonsos. Dessen Schlagarm sackt ab. Sein Blick wird glasig. Jake richtet sich auf, setzt den Griff neu an, hebt an—

Doch Zac denkt mit.

Im letzten Moment verhakt er sein Bein im obersten Seil. Fest. Unsichtbar für viele, aber hochwichtig. Jake stemmt. Zieht. Versucht den Grund zu finden, warum Alonso auf einmal so schwer ist und er ihn nicht zum Superplex hochbekommt. Er bemerkt Zacs Fuß im Seil nicht. Nichts bewegt sich.

Er versucht es, mit mehr Gewalt. Nutzt sein eigenes Gewicht für mehr Schwung. Das ist der Fehler. Er verliert die Balance – und er stürzt allein vom Turnbuckle zurück in den Ring. Ein dumpfer Aufprall.


Pete: „Das war klug! Das war richtig klug von Zac Alonso! Guter Junge.


Jake liegt auf dem Rücken, keuchend. Hilflos hält er seinen Arm in die Luft. Aber er schafft es nicht, sich wieder aufzurappeln. Aus seinem geplanten Superplex ist ein Fiasko geworden.

Zac bleibt oben sitzen. Er braucht einen Moment. Atmet tief. Schaut hinunter. Manchmal gibt einem das Leben eben doch zweite Chancen. Movie Star Bomb. Die Position ist perfekt. Langsam richtet er sich auf dem Top Rope auf. Die Halle steht wieder. Ein kollektives Gefühl macht sich breit: Jetzt oder nie.

Zac breitet die Arme aus—

Und plötzlich ist eine Hand an seinem Bein. Darragh Switzenberg steht erneut auf dem Apron. Diesmal nicht nur als Zuschauer. Seine Miene ist noch entschlossener. Er hält ihn fest. Kein Schlag. Kein Stoß. Nur ein Zurückhalten, damit Zac nicht losspringen kann. Zac versucht, sich loszureißen. Switzenbergs Griff ist eisern. Ihre Blicke treffen sich.

Thorsten Baumgärtner tritt heran. Er gestikuliert. Redet auf Darragh ein und versucht, diesen vom Apron wegzubekommen,. Doch erfolglos. Er zögert. Ist das ein aktiver Eingriff? Reicht das für eine DQ? Switzenberg schlägt schließt nicht zu. Er hält nur ein Bein fest, ohne Alonso dabei wehzutun. Die Sekunden dehnen sich.

Dann ein Aufschrei aus der ersten Reihe. Jemand springt über die Fanabsperrung.

Eine dunkle Kapuze. Sprint Richtung Ring. Switzenberg dreht den Kopf. Zu spät. Der Unbekannte springt auf die Ringtreppe, nutzt sie als Rampe, springt hoch ab und speart Switzenberg mit einem Flying Spear vom Apron.


Pete: „Yooooo! WER IST DAS?“


Angreifer und Switzenberg krachen vor dem Ring auf den Hallenboden. Thorsten Baumgärtner weicht erschrocken zurück. Zac blickt ratlos drein, bleibt aber oben stehen. Scheinbar ist ihm der Mann mit der Kapuze wohlgesonnen.

Noch bevor jemand die Szene richtig verarbeiten kann, springt eine zweite Gestalt über die Absperrung. Ebenfalls Kapuze. Sie packen Switzenberg gemeinsam hoch.

Double DDT gegen Switzenberg auf den Hallenboden!

Die Halle steht vor Freude Kopf.

Zac wartet oben auf dem Turnbuckle und starrt nach draußen. Die beiden Unbekannten richten sich auf. Langsam ziehen sie die Kapuzen zurück.


Pete: „ANDREW COSTALAGO! CREED GIBSON!“


Der Cirque du Tonnerre. Costalago, der den Angriff gestartet hatte, klatscht Gibson ab. Gibson schaut hoch zu Zac. Sie geben ihm ein Thumbs Up. Ein stummes „Gern getan“. Dann verschwinden sie so schnell, wie sie gekommen sind, Richtung Backstage.

Im Ring versucht Jake, sich aufzurichten. Er weiß nicht einmal genau, was draußen passiert ist. Zac schaut noch einen Moment den Zirkusmännern hinterher – dann richtet sich sein Blick nach unten.

Auf Jake. Der ist kurz vor dem Aufstehen. Jetzt ist die letzte Chance, das Zeitfenster zu nutzen. Keine Ablenkung mehr. Keine Hand von Switzenberg, die ihn zurückhält. Er springt.


Movie Star Bomb.


Er dreht sich sauber durch die Luft, kommt perfekt herunter, trifft Jake mit voller Wucht in der Ringmitte und treibt diesen mit Wucht zurück auf die Matte.

Thorsten Baumgärtner wirft sich auf die Matte.


Eins!


Zwei!


Drei!


Es glockt. Die Revanche ist geglückt.


Sieger des Matches durch Pinfall: Zac Alonso!




Die Sekunden nach Alonsos Sieg ist ein Moment der Euphorie. Es wurde viel gebangt und gelitten in den zurückliegenden Minuten. Der Angriff vor dem Matchbeginn, Jakes starke Phase, dann die Ablenkungen durch Switzenberg: Alles waren Zutaten, die gut und gerne eine weitere Niederlage des Fanlieblings hätten ergeben können.

Aber heute sind die Fäden des Schicksals einmal dem Guten und Schönen wohlgesonnen. Zac Alonso hat gesiegt, allen Hürden zum Trotz. Er steht auf der Matte inmitten eines Doms aus Jubel. Das ist keine Siegefeier, das ist G-E-I-L. Für ihn und die Zusehenden. Selbst die Anwesenden, die noch nicht dem Charme Zacs verfallen sind, werden von der Stimmung mitgezogen.


Zac Alonso: „Das Leben ist schön. Und es wird noch viel schöner, wenn man zwei Arschlöchern zugucken kann, wie sie geschlagen davontrotten.“


Fingerzeig in Richtung Switzenberg und Jake. Das Switziverse hatte vor, sich schnell nach dem Ertönen von Zacs Theme in den Backstagebereich zurückzuziehen. Ohne den Spott und die Schadenfreude der Zuschauer ertragen zu müssen.

Doch Alonsos Ansprache führt sie zurück ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Jetzt muss Switzenberg erleben, wie die hässlichen Gesichter von Zac Alonso-Fans ihn anstarren. Und dabei auslachen.


Zac Alonso: „Aber nicht so schnell, Darragh, nicht so schnell. Ich habe noch etwas mit dir zu klären, bevor du deine Wunden lecken gehst.“


Der Intercontinental Champion bleibt stehen. Er bekommt zwar von einem aufmerksamen Mitarbeiter ein Mikrofon gereicht, doch schafft es nicht, eine clevere Erwiderung zu finden. Mit grimmiger Miene steht er auf der Rampe und starrt Richtung Squared Circle.


Zac Alonso: „Vor zwei Wochen, als du Iray Burch für deine Bestrafung gegen mich eingespannt hast und du mich anschließend entlassen wolltest, hast du dich sicher so geil gefühlt wie ich jetzt gerade, nachdem der Cirque und ich euch verdammt nochmal den Arsch versohlt haben.“


YEAAAAAH!“


Trotz der Anstrengungen des zurückliegenden Kampfes ist Alonso on fire. So viel Intensität steckt in ihm, dass er während seiner Rede nicht auf einem Fleck stehen bleibt. Er tigert im Ring hin und her, mal auf die linke, mal auf die rechte Seite. Nur Switzenberg lässt er dabei nicht aus dem Blick. Niemals.


Zac Alonso: „Doch aus deinem Plan wurde nichts. Und heute habe ich mich gerächt. Ich habe den Pisser besiegt, der noch immer nicht verstanden hat, dass an der Seite von Darragh Switzenbergs nichts außer Demütigung und Unterdrückung wartet. Allerdings weiß ich eins, Darragh…“


Er kommt näher an die Seile. Lehnt sich nach draußen, um die Distanz zu Switzenberg zu verringern. Der tut ihm nicht den Gefallen, zurück in den Ring zu kommen.


Zac Alonso: „Meine Rache ist nicht komplett, bevor ich nicht der Schlange den Kopf abgeschlagen hast. Und der Kopf des Ganzen bist du. Jetzt, Darragh, habe ich dich als Ziel. Ich will dir nehmen, was dir heilig ist – und das so schnell wie möglich. Schau mal dort hin, Darragh…“


Alonsos Finger geht in Richtung Hallendecke. Es dauert einen Moment bis die Zuschauer verstanden haben. Dort flattert ein Banner, das für die Anniversary Show wirbt. Vorfreudiger Jubel legt sich als Klangteppich über die Halle.


Zac Alonso: „Ich will deinen Intercontinental Title. Bei der Anniversary Show.“


Die Herausforderung steht. Und jetzt liegt es an Switzenberg.

Darragh blickt Zac an. Überlegt. Dann schaut er zu Zac. Nach endlos erscheinenden Sekunden dann…

beginnen Darragh und Jake zu lachen.


Darragh Switzenberg. „Nö.“


Es amüsiert Switzenberg dermaßen, dass er sich aufs Knie schlägt. Die Schmach der zurückliegenden Minuten ist wie weggeblasen.


Darragh Switzenberg: „Ist das nicht lustig, Zac? Du laberst hier von einem Rachefeldzug – und ich kann ihn mit zwei Buchstaben beenden. Nö. N-Ö.“


Wie ein Papagei ist auch Jake – ohne Mikrofon – damit beschäftigt, die zwei Buchstaben immer und immer wieder zu rufen. Er klatscht freudig in die Hände, schließt sich Darraghs hysterischem Lachen an.


Darragh Switzenberg: „Damit wäre das geklärt. Schönen Tag noch. Tschüss.“


Er dreht sich um und läuft auf den Vorhang zu.


Zac Alonso: „Warte, warte, warte. Ich war noch gar nicht fertig. Du hast noch nicht gehört, was ich dir für diesen Kampf anbiete.“

Darragh Switzenberg: „Du hast NICHTS, was ich will. Du bist ein lächerlicher Kerl, der einen treulosen Hund gestohlen hat. Ich kann mir einfach einen neuen kaufen. Zwei Neue. Fünf Neue. Hundert.“

Zac Alonso: „Oh doch, Darragh. Ich habe etwas, wonach du dich sehnst…“


Der Tonfall Alonsos wird ruhiger. Er leckt sich über die Lippen und lehnt sich aufs Top Rope, um eine Geschichte zu erzählen.


Zac Alonso: „Vor zwei Wochen, als ich von Burch in den Ring gebracht wurde, habe ich nicht viel mitbekommen. Ich war benommen. Hatte zugeschlagene Augen von hunderten Punches. Aber eines, eines habe ich trotz allem hinter meinem Schleier ganz klar gesehen: Wie sehr du dich danach gesehnt hast, mich zu beenden. Du willst Macht, Darragh Switzenberg. Als du verkündest hast, meinen Vertrag aufzulösen, war das für dich beinahe orgasmisch. Aber dann kam Dynamite…und hat dir deinen Höhepunkt versaut. Indem er dir gesagt hat, dass du nicht die Macht hast, mich zu beenden. Es war eine ziemlich Pleite für dich, dass dein Plan im letzten Moment gescheitert ist.“


Keine Widerrede von Switzenberg. Ihm liegen zwar dutzende Dinge auf der Zunge, doch mit keinem guten Argument könnte er die Wahrheit hinter Alonsos Worten abstreiten.


Zac Alonso: „Doch was wäre, wenn ich dir die Macht gebe, nach der du dich sehnst?“

Darragh Switzenberg: „Sprich weiter.“

Zac Alonso: „Du willst mich beenden. Du willst, dass ich meinen Vertrag verliere. Du bist der Meinung, dass du mich erschaffen hast…und ich jetzt kein Recht mehr habe, hier zu sein.“

Darragh Switzenberg: „Du hast Recht.“

Zac Alonso: „Ich biete dir diese Chance.“

WAS?


Alonso zeigt auf Switzenbergs Title.


Zac Alonso: „Du setzt deinen Titel aufs Spiel. Aber ich…ich setze alles aufs Spiel, was ich habe. Anniversary Show. Title vs. Career. Was sagst du?“


Schweigen. Weil Switzenberg einen Moment braucht, um die Situation zu verstehen. Dann jedoch, mit einem Schwall, bricht sich eine Welle der Euphorie in ihm Bann, die dem nahekommt, was er vor zwei Wochen erlebt hat.


Darragh Switzenberg: „Wenn das dein Vorschlag ist, Zac, dann bist du noch dümmer, als ich immer dachte.“

Zac Alonso: „Damit kann ich leben. Komm schon, Darragh. Title vs. Career.“


Switzenberg lässt Alonso und die Zuschauer noch ausharren. Neben viel Begeisterung ist im Publikum auch hier und da ein angstvolles Gesicht zu vernehmen. Hat sich ihr Favorit dort nicht viel zu viel in den Kopf gesetzt.

Den eigenen Vertrag gegen Switzenbergs Titel aufs Spiel zu setzen erscheint manchen wie russisches Roulette. Wenig Siegchancen, extremes Risiko.


Darragh Switzenberg: „Es ist, als hättest du mir grad ein schönes, rot verpacktes Geschenk gegeben. Ich gebe zu: Als ich vor zwei Wochen plante, dich zu entlassen, da fühlte ich mich wirklich gut. Aber eine Sache war nicht perfekt. DU konntest dein Ende nicht so bewusst miterleben, wie es sein sollte. Es war brutal, aber es war demütigend genug für einen wie dich. Du solltest es bei vollem Bewusstsein erleben. Du sollst die Liga mit dem Gefühl verlassen, dass du selbst Schuld daran bist. Und all diese Dinge…bietest du mir jetzt.“


Nun geht auch Switzenbergs Hand zum Anniversary-Banner.


Darragh Switzenberg: „In zwei Wochen. Anniversary Show. Title vs. Career. Ich akzeptiere.“



Der Spot beginnt im Hansesaal Lünen, zeigt historische Aufnahmen aus der Heimat der Liga.

Der Sprecher erzählt, wie die GFCW dort ihre Identität formte. Wie Nähe zum Publikum, Intensität und Leidenschaft zum Markenzeichen wurden.

Dann folgen Bilder aus immer größeren Venues aus dem Archiv. Mehr Zuschauer. Größere Bühnen. Aufwendigere Produktionen.

Doch egal, wie groß die Hallen wurden – der Kern blieb derselbe. Wrestling, Emotionen, Geschichten.

Die Westfalenhalle steht nun symbolisch für diese Entwicklung. Für den Weg von regionalen Wurzeln zu einer Liga, die Jubiläen vor 14.000 Fans feiern kann.