Wir sind auf dem Parkplatz der bigBOX Allgäu, vor dem Eingang für die Athletinnen und Athleten. Just in dem Moment, als die Kamera aufschaltet, kommt ein weißer Mercedes Benz Vito mit verdunkelten Scheiben um die Ecke gebogen. Der Wagen hält und James Hightower und Chris Dimer springen heraus.


Chris Dimer: „Echt cool, dieser Fahrservice vom Hotel zur Halle. Das hatte ich bei meinem letzten Engagement in der 5. rumänischen Liga nicht.“

James Hightower: „Na, ich halte das für das Mindeste. Immerhin haben wir heute ein Match. Wenn auch nur gegen irgendwelche dahergelaufenen Buben aus der Provinz. Pah! Unser erster Kampf sollte mehr Gewicht haben.“


Die beiden gehen, bepackt mit riesigen Sporttaschen, in die Halle und laufen durch einen Gang, in dem noch fleißig gearbeitet wird. Allerlei GFCW Staff Member wuseln herum und verlegen Kabel und schieben Flight Cases umher. Die beiden Basketballer bahnen sich ihren Weg zu den Umkleiden. Die Kamera verfolgt die beiden jetzt von hinten. Wir sehen in ca. 20 Metern Entfernung, am Ende des Ganges, wo es um eine Ecke geht, eine Gestalt stehen. Der sehr große, aber auch sehr dünne Typ steht mit verschränkten Armen da und scheint die beiden Neu-Wrestler zu beobachten. Trotz der großen Distanz fällt sofort sein etwas ungepflegt wirkender Kinnbart ins Auge, er trägt einen schwarzen Kapuzenpulli, die Kapuze hat er auf. Jetzt werden Hightower und Dimer auf den Dude aufmerksam.


James Hightower: „Was zum… Beobachtet uns der Typ da?“

Chris Dimer: „Mh, scheint so. Der ist ja riesig, größer als du, James.“

James Hightower: „Grmpf... Hey, HEY MANN. Jaaa, du da hinten.“

Chris Dimer: „Jetzt warte doch mal, vielleicht lungert der da nur so rum. Wir fragen ihn einfach.“


Doch als die beiden sich der Ecke nähern, biegt der Mysteriöse lässig um die Ecke und verschwindet aus dem Sichtfeld. Als Sekunden später das neue Tag-Team an der Stelle ankommt, ist der Fremde weg.


James Hightower: „WAS ZUM… Der Gang ist mindestens 20 Meter lang, der kann doch unmöglich schon weg sein. Wir müssten ihn noch sehen.“

Chris Dimer: „Schnell, die Tür da vorne! Das ist der einzige Ausweg in Reichweite.“

James Hightower: „Das ist die Tür zur Umkleidekabine!“


Die beiden laufen mit schnellen Schritten zu der Tür, die nur wenige Meter entfernt ist, und reißen sie auf:


???: „WAS ZUM TEUFEL… Habe ich mich jetzt erschreckt. Was wollt ihr denn hier?“


In der großen Umkleidekabine, die ähnlich aufgebaut ist, wie man es von früher aus dem Schulsport kennt, befindet sich nicht etwas der mysteriöse Fremde, sondern zwei schmächtige Bürschchen, die sich gerade ihre Turnklamotten anziehen.


James Hightower: „Wir? Ich… äh… Wir wollen uns hier umziehen, natürlich. Wir haben gleich ein Match. Äh, ich meine, das geht euch gar nichts an. Was wollt ihr denn hier, hä?“


???: „Na, wir ziehen uns auch gerade um, du Schnellmerker. Denn wir haben gleich auch ein Match.“


Chris Dimer: „Ach ne, das ist ja witzig. Dann seid ihr wohl unsere Gegner, die beiden Talente aus der Region. Hi, ich bin Chris.“


Chris Dimer hält dem einen der Typen freudestrahlend seine Hand hin, was dieser nur mit einem verächtlichen Blick quittiert.


James Hightower: „WAAAAAS?! Ihr zwei? Ihr seid doch noch Kinder. Wie alt seid ihr denn?“

Talentierter Jungwrestler Nr. 1: „Pass mal auf, duuu. Ich bin 18. Und mein Name ist Erick.“

Talentierter Jungwrestler Nr. 2: „Und ich bin Frantz, und bin schon 19. Außerdem haben wir auch schon gefühlt 19 Jahre mehr Wrestlingerfahrung als ihr.“


Erick und Frantz wirken auf den ersten Blick tatsächlich noch sehr jung, beide sind irgendwie mittelgroß mit helldunklen Haaren. Keine Muskelpakete, aber auch keine Schwächlinge, das sieht man sofort. Beide haben einen gewissen Schalk in den Augen.


James Hightower: „So ein Bullshit. Das ist doch lächerlich. Wir sollten eigentlich heute gegen IvoRa kämpfen, ein Re-Match. Und selbst diese beiden haben wir vor 4 Wochen bereits ordentlich zerstört, hehe. Die konnten zwar auch nichts, aber immerhin sind es erfahrene Profi-Wrestler und keine Amateure.“


Erick und Frantz kochen vor Wut, doch machen keine Anstalten, hier irgendeine Art von körperlicher Interaktion zu starten.


James Hightower: „Aber egal, das regeln wir gleich. Was viel wichtiger ist: Wo ist dieser Typ hin, ganz in schwarz gekleidet mit einem Kaupzenhoodie? Der muss hier gerade reingekommen sein!“

Frantz: „Ach so, der. Ne, der ist hier nicht, siehst du doch. Man, du scheinst echt nicht der Hellste zu sein. Guck dich doch um, dahinten sind nur noch die Duschen, da versteckt er sich auch nicht.“

James Hightower: „Jetzt wird mal nicht frech, Bürschchen. Mh, der kann doch nicht weg sein, verdammt.“


Erick: „Der war vor ca. 5 Minuten hier. Kam hier rein und hat nach euch gefragt.“


Frantz: „Jo, ein komischer Typ. Der wirkte irgendwie ein bisschen lustlos, fast schon lethargisch. Der hatte riesige Basketballschuhe an, das muss mindestens Schuhgröße 55 gewesen sein.“
Chris Dimer: „Nach uns gefragt? Was wollte der denn?“

Frantz: „Woher soll ich das wissen. Ist mir auch egal. Was mir aber nicht egal ist, ist unser GFCW-Vertrag.“

James Hightower: Was für ein Vertrag? Mach dich nicht lächerlich. Ihr seid nur Amateure, für ein einmaliges Sparringsmatch engagiert.“


Erick: „Da irrst du dich aber. Habt ihr es noch nicht mitbekommen? Nur ein Team darf in der GFCW bleiben. Wenn wir heute gegen euch gewinnen, bleiben wir und ihr werdet gefeuert!“


Chris Dimer: „Neiiiin, das darf doch nicht wahr sein.“

Frantz: „Ist es aber, hehe.“

James Hightower: „Was für eine bodenlose Unverschämtheit! Dieser verdammte Dynamite. Das muss ein Missverständnis sein. Los, komm, Chris. Das klären wir sofort auf.“


Erick und Frantz sind mittlerweile fertig umgezogen und schnappen sich ihre Sportbeutel, in die sie ihre Straßenkleidung und Wertsachen gepackt haben.


Erick: „Macht das gerne. Doch ich an eurer Stelle würde mich lieber fertigmachen. Das Match geht bald los.“


Die beiden Jungwrestler lassen die verdutzten Basketballer stehen und verlassen die Umkleide. Mit den zwei völlig konsternierten Hightower und Dimer fadet die Szene aus.




War Evening, bigBOX Allgäu (Kempten), 17.04.2026


In Kooperation mit



Kempten im Allgäu ist eine heftige Stadt, denn wenn der Wikipedia-Artikel der Stadt einen eigenen Abschnitt nur für die Vielzahl ungeklärter Tötungsdelikte in der Stadt führt, kann das nur eines bedeuten: War Evening wird mordsmäßig geil.

Ein erstes Indiz für diese Theorie ist, dass wir den Anblick unseres Heroen Sven genießen dürfen, dessen weiße Zähne das Ziel einer Kamerafahrt sind, die im Publikum begann und tausende vorfreudige, aufgepeitschte GFCW-Galaxianer zeigte, die mit Plakaten, Laolas und Jubelei eine Hypekulisse erster Güte in der bigBOX-Arena erschaffen haben. Jeder, der hier anwesend ist, wird spätestens jetzt von unbändiger Lust auf 1A-Action erfasst.

Sven: „Was geht ab, meine Damen und Herren? Wir sind in der südlichsten kreisfreien Stadt Deutschlands und auch wenn ich keine Ahnung habe, was kreisfrei so wirklich bedeutet, respektiere ich diesen FAKT sehr. Heute geben wir allerdings nicht den Kreis frei, sondern unseren Ring und zwar für drei großartige Kämpfe. Das Ganze erlebt ihr mit mir, dem spritzigen Sven und mit dem da neben mir, dem piefigen Pete.“


Pete: „Ich würde mich gerne selbst vorstellen.“

Sven: „Nein. Wir kommen jetzt sofort zum ersten Match.“


Tag Team Match:

Die Basketballer (James Hightower & Chris Dimer) vs. Zwei talentierte Jungwrestler aus der Region

Referee: Karo Herzog


Pete: „Im ersten Match des heutigen Abends tritt das neueste Tag-Team der GFCW gegen zwei hochtalentierte, aber völlig unbekannte Jungwrestler aus der Region an. Dabei sind die Basketballer selbst noch komplett unbeschriebene Blätter. Das könnte interessant werden, gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen, Sven.“

Sven: „Das stimmt, Pete. Heute wurde bekannt, dass die Basketballer nur dann in der GFCW bleiben dürfen und einen vollwertigen Profivertrag bekommen, wenn sie heute gegen Erick und Frantz gewinnen.“

Pete: „Sollten die beiden Jungspunde aus dem Allgäu allerdings siegreich sein, bekommen sie die Chance, sich in der GFCW Tag-Team Division zu beweisen. Was für eine Chance für die beiden.“

Sven: „Und was hat der mysteriöse Fremde, dieser lange Schlaks damit zu tun. Der Hoodie-Mann war auf der Suche nach den Basketballern, hat sich ihnen dann aber nicht gestellt. Hat das irgendetwas zu bedeuten für den heutigen Kampf?“

Pete: „Wir werden es herausfinden, Sven. Heute bei GFCW War Evening.“


6 Men-Tag Team Match:

Iopeka & Bella Venera & Ben Slate vs. Zerbeus (Zereo Killer & Morbeus) & Night Fighter Mad Dog

Referee: Guido Sandmann


Pete: „Aus Bella Venera, Ben Slate und Iokepa hat sich in den letzten Wochen ein richtiges Trio Infernale gebildet. Gemeinsam sind sie eine richtige Plage für Mad Dog und dessen Verbündete…“

Sven: „…und vor zwei Wochen haben sie es geschafft, den Hund so sehr zu triezen, dass er diesen Kampf hier gefordert hat.“

Pete: „Mag sich wie ein Sieg für Ben, Bella und Io anfühlen – aber ob es eine gute Idee ist, sich drei Veteranen zu stellen, muss sich noch zeigen. Es ist ein Kampf mit viel Aussagekraft für die Zukunft: Wenn die Youngster es schaffen, drei Legenden zu schlagen – darunter zwei Champions – werden sie davon noch lange zehren können…doch bei einer Niederlage hat ihre Forderung, die Liga zu verjüngen, kaum noch rationalen Nährboden.“


Non Title Match:
The End vs. Hollywood Jake
Referee: Mike Kontrak


Pete: „Hollywood Jake tritt aus dem Schatten seines Mentors Darragh Switzenberg und erlebt im Main Event die vielleicht größte Challenge seiner Karriere. Doch kann er sich auf diesen Kampf überhaupt konzentrieren? Schließlich scheinen die Nerven im Switziverse blank zu liegen. Darragh Switzenberg hat zuletzt zwei Kämpfe abgeschenkt…“

Sven: „…und wie wir gehört haben, ist er heute nicht einmal anwesend. Was für eine Schwächung, dass der großartige GFCW-Wrestler unsere Show heute nicht bereichert. Ein Trauerspiel.“

Pete: „Aber nicht nur, dass Jake ohne Darragh auskommen muss – er hat zuletzt auch seine Chance auf Rache an Zac Alonso samt Titelmatch vergeben…und musste dann mit ansehen, wie Switzenberg offenbar hinter seinem Rücken einen Deal mit der LPG gemacht hat. Kann Jakes Ego das wegstecken?“

Sven: „Sein Ego wird größer denn je, wenn er heute The End wegballert.“

Pete: „Hältst du das für realistisch oder war das Sarkasmus?“

Sven: „Habe ich je etwas Unernstes gesagt?“

Pete: „Nun, vielleicht hilft es Jake, dass auch The End ein anderes Thema im Hinterkopf hat. Seit letzter Show steht Iray als sein neuer Herausforderer ist. Und ich bin mir sicher, es gibt schönere Dinge, an die man denken kann als daran, mit dem Big Bad Bastard bei New Level in den Ring zu müssen…“

Sven: „Er soll sich nicht so anstellen. The End redet immer von großen Herausforderungen, nun hat er eine. Und es nicht Aldo Nero, gegen den er antritt, also ist er nicht einmal chancenlos.“

Pete: „Dies und vieles mehr – liebe GFCW-Fans – erleben wir heute in Kempten. LET’S GO!“



Hollywood Jake. Vor der Halle. Er steht auf dem Asphalt und nippt gedankenversunken an einer Wasserflasche. Über ihm der Abendhimmel. Eine Atmosphäre, um den Kopf freizubekommen.

Zumindest bis hinter ihm das Klacken hochhackiger Schuhe die Stille zerreißt.


Shelly Nafe: „17. April. Wir sind mitten im Frühling.“


Jake wendet sich um. Shelly Nafe ist bis auf wenige Schritte herangekommen. Ihre dunkel umrandeten Augen liegen ohne jede Scheu auf ihm. Sie scheint vor nichts Angst zu haben, nicht einmal vor einem bedrückenden Schweigen. Und so ist es Jake, der das Gespräch beginnen muss, während sie ihn aus mandelbraunen Augen interessiert beobachtet.


Hollywood Jake: „Es stand nicht auf meiner Bucket List, mit dir über das Wetter zu reden, Shelly.“


Er leert die Wasserflasche und stellt sie auf dem Asphalt ab. Mit den Fußspitzen scharrt er über den Boden, ein untrügliches Zeichen tiefliegender Nervosität. Angesichts des heutigen Events kann man es nachvollziehen. Nicht jeden Tag wartet der GFCW-Champion im Hauptkampf auf ihn.


Shelly Nafe: „Jahreszeit.“

Hollywood Jake: „Bitte?“

Shelly Nafe: „Frühling ist eine Jahreszeit, kein Wetter. Und ohnehin war es als Symbol gemeint. Für die verstreichende Zeit.“


Sie kommt einen Schritt näher. Die Finger an ihrer perfekt – aber zurückhaltend – manikürten Hand malen vor Jake eine Zahl in die Luft.


Shelly Nafe: „Der 08. März liegt nun seit sechs Wochen hinter uns, Jake. Die Anniversary Show. Ich bin mir sicher, du erinnerst dich an diesen Tag.“


Betretende Stille bei Jake. Darauf läuft es also hinaus. Natürlich erinnert er sich daran. Wie könnte er es vergessen? Der Tag, an dem er mit Iray Burch in den Ring gezwungen wurde.


Hollywood Jake: „…“


Nafe lässt nicht zu, dass Jakes Grummeln als Antwort gewertet wird. Geduldig harrt sie aus, bis er ausspricht, was sie hören will.


Hollywood Jake: „Ja.“


Nur ein überraschender Handtuchwurf Nafes hat an besagtem Tag verhindert, dass Jake gänzlich von Burchs animalischer Rohheit zerrissen wurde. Es war für den Big Bad Bastard das Signal, den Kampf einzustellen. Von selbst hätte es der neue No. 1-Challenger nie getan.


Shelly Nafe: „Es war der Tag, an dem ich dir ein Angebot gemacht habe.“

Hollywood Jake: „Nachdem du minutenlang zugesehen hast, wie Iray über mich hergefallen ist. Wie ein Tier.“

Shelly Nafe: „Ein Test. Nichts weiter. Der Schmerz, den du erleiden musstest, wäre nichts im Vergleich zu den Möglichkeiten, die sich dir eröffnen würden.“


Mit ihrer Fußspitze schiebt sie die von Jake abgestellte Wasserflasche zur Seite, ohne sie umzuwerfen. Dann tritt Shelly einen Schritt vor, an genau jene dadurch freigewordene Stelle. Jake blickt in ihr Gesicht, die Nähe ist ihm unangenehm. Sie nimmt ihm die Gelegenheit, sich von der Situation zu distanzieren, zwingt ihn in die Pflicht, sich mit dem auseinanderzusetzen, was er seit der Anniversary Show verdrängt hat.

Die Entscheidung, ob jenseits des Switziverses das Gras noch grüner sein könnte.


Shelly Nafe: „Wo wir beim Stichwort sind. Nicht jede Möglichkeit ist…für immer. Und es könnte der Zeitpunkt kommen, an dem ich dein langes Schweigen als Absage interpretiere. Dann, ja dann…“


Sie beendet ihren Satz mit einem Zungeschnalzer, ohne konkret zu werden. Auch so bemerkt Jake, welche Drohung im Raum steht. Iray Burch. Ihm fröstelt. Der Riesaer schnaubt und wechselt das Thema, um dem Gedanken zu entkommen.


Hollywood Jake: „Warum kommst du jetzt damit an?“

Shelly Nafe: „Ich habe dir lange Zeit zum Nachdenken gegeben. Du scheinst an Darragh Switzenberg zu hängen, das verstehe ich sogar. Schließlich wärst du ohne ihn nicht hier. Doch ich hoffe, die letzten Ausgaben von War Evening haben dir die Augen geöffnet.“


Jene Augen senkt Jake nun nachdenklich gen Fußboden.


Shelly Nafe: „Darragh ist geflohen. Vor Iray. Zwei Shows in Folge.“

Hollywood Jake: „Er hat taktische Entscheidungen getroffen.“

Shelly Nafe: „Er ist ein Feigling.“


Ein Satz wie aus der Pistole geschossen. Er kommt mit solcher Überzeugung, dass Jake nicht einmal daran denkt, seinen Anführer reflexhaft zu verteidigen. Er schweigt weiter – und gibt dadurch Nafe die Gelegenheit, mit ihrer rhetorischen Nadel noch tiefer unter ihre Haut zu gelangen.


Shelly Nafe: „Einer wie du sollte nicht mit einem Feigling assoziiert sein. Du könntest es besser haben.“

Hollywood Jake: „Ich denke darüber nach, Shelly.“

Shelly Nafe: „Du denkst schon lange nach. Sehr lange. Vielleicht zu lange. Mir gefällt es nicht, doch damit können wir arbeiten. Doch auch Iray scheint es nicht zu gefallen und…nun ja.“


Ein zweites Mal die gleiche Andeutung. Diesmal noch weniger versteckt. Jake macht einen Schritt zurück, und ärgert sich im nächsten Augenblick darüber, eine solche Schwäche bei laufender Kamera gezeugt zu haben.

Also flüchtet er sich wieder in einen Themenwechsel. Verdrängung.


Hollywood Jake: „Ich habe heute anderes im Kopf. Du weißt, welcher Kampf bevorsteht. Heute gehe ich da raus und schlage den Champion.“

Shelly Nafe: „Ein guter Punkt.“


Ein feines, wissendes Lächeln tritt auf Nafes Lippen. Als hätte sie schon die ganze Zeit darauf gesetzt, dass Jake zu diesem Thema kommt.


Shelly Nafe: „Wir könnten dir helfen, Jake. Wenn du noch nicht davon überzeugt bist, im falschen Team zu spielen, würde dir vielleicht ein Ausblick auf deine Rolle im richtigen Team helfen. Eine Art Probelauf. Heute Abend. Was sagst du, hm? “

Hollywood Jake: „Ihr wollt mir gegen The End helfen.“

Shelly Nafe: „Wenn du es willst.“

Hollywood Jake: „Ich denke darüber nach.“


Nafe stößt Luft aus ihren Nasenlöchern aus. Ein Zeichen von Ungeduld? Oder davon, dass unter der eiskalten Hülle der Mittfünfzigerin doch eine Person steckt, die Emotionen wie Ärger empfindet?


Shelly Nafe: „Das Gleiche hast du eben schon mal gesagt.“

Hollywood Jake: „Bei einem anderen Punkt. Ich denke über beides nach.“


Sie straft seine Unsicherheit mit Schweigen. Jake steht da wie ein Schüler, der keine Antwort auf die Antwort einer Lehrerin weiß. Tritt von einem Fuß auf den anderen.

Mit jeder Sekunde, in der geschwiegen wird, ist die Situation für ihn unangenehmer.


Hollywood Jake: „Okay?“

Shelly Nafe: „Du bist ein wirklich unentschlossener junger Mann, Jake. Aber amüsant.“


Sie betrachtet ihn. Von oben bis unten. Jake fühlt sich wie unter dem Mikroskop. Er zieht seinen Pelzmantel enger zusammen.


Shelly Nafe: „Du solltest hoffen, dass du mir noch länger gefällst.“



Es ist wieder mal Zeit für einen Umkleidekabinen-Gesprächsaustausch zwischen den Tag Team Champions! Dieses Verfahren erleben wir nun schon seit einigen Shows, sodass wir tatsächlich eine eigene Talkshow draus machen könnten. Aber Spaß beiseite, die Champions sehen nicht allzu glücklich aus. Zereo Killer, heute genauso gekleidet wie seine neue Action Figur, die zum Easter Special vorgestellt wurde, dreht sich zu seinem Partner.


Zereo Killer: „Hey…“


Morbeus scheint ein bisschen in Gedanken versunken zu sein, als er sein Titelgold ansieht, doch dann reagiert er auf MacKenzie, welcher ein zweites „hey“ hinterherwirft.


Zereo Killer: „Ich wollte mich bei dir bedanken, tatsächlich. Und ja, du hattest mit allem absolut Recht, wovor du mich in der vergangenen Show gewarnt hast.“


Ray Douglas legt den Tag Team Title behutsam zur Seite und dreht sich nun zu Mr. #I STILL GOT IT. Dieser will noch ein wenig verbal nachlegen.


Zereo Killer: „Hm… du hast mich davor gewarnt, dass sich die Landschaft in der GFCW geändert hat. Es ist so, dass sich die Athletinnen mit uns Athleten messen, und sich mit uns auch messen können, das ist absolut gerechtfertigt! Du hast es mir versucht, im Schnellverfahren einzubläuen, dass ich mich daran gewöhnen muss, dass uns ab und an auch das andere Geschlecht im Ring gegenübersteht.

Ja, ich habe tatsächlich versucht, mich darauf einzustellen. Aber als dann der Ringgong ertönte und ich sah, wer uns gegenüberstand, war ich zum größten Teil des Matches wie paralysiert und du hattest die meiste Arbeit. Ich musste schmerzlich erfahren, dass es absolut kein Leichtes sei, gegen die Schwestern anzutreten und ich bin dir sehr dankbar, dass du unsere Tag Team Titel gerettet hast… wirklich, danke. Das war keine Sternstunde von mir. Aber wie ich sagte, das erste Mal gegen Frauen anzutreten, war durchaus ne große Überwindung für mich. Und ich hab es kaum geschafft mich zu überwinden, mich gegen sie zu stellen und vernünftig anzutreten.“


Der Kalifornier erhebt sich von seiner Sitzgelegenheit und ballt die Faust. Gleichzeitig richtet er seinen Blick auf deren Tag Team Title.


Zereo Killer: „Doch ich verspreche dir eins: Ich bin mir sicher, dass die Norwegerinnen wiederkommen werden, da wir dank dir glimpflich davongekommen sind und die Titel verteidigen konnten. Ich musste schmerzlich erfahren, was es heißt, nicht über den eigenen Schatten springen zu können und ihnen Gegenwehr zu bieten. Das wird es beim nächsten Mal nicht mehr geben, das verspreche ich dir! Unser Team ist mir wichtig, unsere Tag Team Gürtel sind mir wichtig, ich will dieses Gold möglichst lange mit dir verteidigen und eine neue Tag Team Legacy mit dir aufbauen, das verspreche ich dir! Ein solches Zögern während eines Matches wird es nie wieder geben.“


Er sucht nun den Blickkontakt seines genialen Tag Team Partners, um den Ausdruck seiner Worte noch mehr Intensität zu verleihen. Zereo Killer meint es ernst, richtig ernst.


Ray Douglas steht da wieder mit verschmitztem Gesicht, wie wir es seit Wochen gesehen haben. Die ehemalige Rivalität entwickelt sich immer mehr in eine wahre Freundschaft, jedoch mit Raum für kleinere Scharmützel. Ein sichtlicher Genuss des Kanadiers ist nicht ganz von der Hand zu weisen, als er die Einsichtserklörung seines Partners annimmt.


Morbeus: „Ach, Mäc. Deswegen sind wir doch ein dynamisches Duo. Das ist aber natürlich Balsam für meine Lauscher, was du da so erzählst. Ich bin doch auch froh, dass ich uns den Sieg dieses Mal retten konnte. Ein Mann des Understatements war ich aber nie, Mike. Vermutlich werde ich deine 10 GFCW-Titel nicht mehr einholen in diesem Leben, aber auch ich habe mittlerweile 4 Mal Gold erobert….wie du weißt. Die nordischen Hüninnen werden wir wohl wieder sehen, auch wenn ich auf ein erneutes Tete-a-Tete auch gerne verzichten könnte. Es war einfach zu knapp. Dennoch weiß ich doch, was du kannst, Mike. Dafür sind wir doch ein Team.“


Partnerschaftlich gibt es für den Zereo Killer dann von Morbeus einen Schulterklaps.


Morbeus: „Meine Regeneration ist glücklicherweise echt gut gelaufen. Bin echt zufrieden, dass ich auch heute Abend wieder gerne in den Ring steigen kann. Und beim 3 vs. 3 wird man tendenziell noch etwas weniger gefordert. Ein super Format für uns End-40er! Leider kommt dann gleich der nächste „Alte Sack“ vorbei. Mad Dog ist doch auf dem Weg nehme ich an. Dann können wir drei Mal ordentlich über das heutige Match sprechen. Wieder gegen starke Gegner!


Wild entschlossen blickt er auf das Six Men Tag Team Match voraus und kann es kaum erwarten.


Zereo Killer: „Ja, auf dieses Match habe ich mich geistig bereits vorbereitet, aber auch sehr hart trainiert. Vor einem Monat haben sie nur durch den Eingriff dieser Bella Venera gewonnen. Heute können wir uns revanchieren und denen zeigen, wo der Hammer hängt. Immerhin sind wir Veteranen und kennen das Spiel schon so viele Jahre! Ich bin für heute wirklich sehr motiviert, aber auch gleichzeitig sehr neugierig, wie wir Drei als Team agieren werden! Freue mich auch schon, wenn der Night Fighter endlich da ist, dann können wir besprechen, wie wir das Match angehen.“


Plötzlich macht sich ein breites Grinsen im Gesicht des Kaliforniers sichtbar. Auch für Morbeus kommt das ein wenig überraschend.


Zereo Killer: „Doch bevor er da ist, kann ich dir ja noch etwas Anderes zeigen.“


MacKenzie kramt in seinem Trainingsrucksack rum und scheint etwas zu suchen. Während er mit seinem Kopf schon förmlich in der Tasche steckt, streckt er einen Zeigefinger in die Höhe.


Zereo Killer: „Moment… ich habs gleich…“


Und es wird weiter gesucht, und gesucht… doch er findet nichts.

In diesem Moment klopft es an der Tür und sogleich dreht sich Morbeus herum, um eben diese zu öffnen. Mit einem freudigen Abklatschen begrüßt Morbeus den Night Fighter, der über sein Ringoutfit eine rote Trainingsjacke gezogen hat.


Mad Dog: „Bereit, huh?!“

Morbeus: „Sicher das!“


Zereo Killer blickt zwar auch kurz auf, doch noch immer ist er der Sucherei verfallen. Die Tasche hat noch ein Außenfach. Da muss es drin sein. Schon beinahe hektisch öffnet der Mann aus den Staaten den kleinen Reißverschluss auf der Außenseite… und wieder nichts.


Zereo Killer: „Hm… komisch…“


Morbeus und Mad Dog scheinen sich zu fragen, was Zereo Killer denn so dringend sucht. Doch bevor einer der beiden die Frage stellen kann, bekommen sie bereits die Antwort.


Zereo Killer: „Wo ist denn nur das goldene Ei? Ich wollte es euch zeigen.“


MD reißt überrascht die Augen auf, während er auch MacKenzie die Hand zur Begrüßung reicht.


Morbeus: „Waas? Ist das ein Scherz, oder? Mike! DU?! Du hast das goldene Ei gefunden? Ich gebe zu, dass ich mich nach unserem Match in die Eistonne gelegt habe und nichts mehr von der Show mitbekommen habe. Boah, eigetnlich war es mir auch ziemlich egal…weil ich nicht davon ausgegangen bin, dass DU überhaupt bei der Suche mitmachst!“


Man sieht dem Kanadier nun deutlich an, dass er seine Gedanken versucht zu ordnen.


Morbeus: „Also, äh. Glückwunsch zu diesem wahrlich beeindruckenden Fund! Das gibt’s ja gar nicht. Damit hast du nun auch einen IC-Title Shot sicher. Das ist ja irre! Kyle wird das aber vermutlich weniger gefallen. Der ist doch auch auf Title-Shot-Kurs. Das wird ihm nicht gefallen, aber Anyway. Ich will mich nicht jede Woche wiederholen, ZK! Tanz bitte nicht noch auf einer weiteren Hochzeit!“


MacKenzie zückt anstelle des goldenen Ostergewinns sein Smartphone und zeigt ein Video auf Youtube, in dem er praktisch „beweist“, dass er nicht aktiv nach dem Ei gesucht hat, sondern es zufällig gefunden hat.


Zereo Killer: „… und ich bin mir sicher, wenn du es auf diese Weise gefunden hättest, dann hättest du es dir auch geschnappt! Glaub mir, wenn ich dir sage, dass dieses Ei keine Ablenkung für unser Team, für unser Tag Team Gold, sein wird. Ich kann es einsetzen, wann ich will und wo ich will. Ich werde es mir sehr gut überlegen…“


Die unbekannte Konstante legt seine Hand auf die Schulter von Morbeus und nickt zustimmend.


Mad Dog: „MacKenzie hat Recht – solch eine Chance kann man sich als Wrestler der GFCW nicht entgehen lassen. Und sie gilt ja bis Title Nights – bis dahin fließt noch viel Wasser hier in Kempten die Iller herab.“


Dann legt er den Kopf schief.


Mad Dog: „Aber sollte dir irgendwo mal ein Mann fehlen, Douglas, kannst du auch auf mich zurückgreifen. Ich meine… ich bin wirklich dankbar, dass ihr heute in dem Match gegen die drei hinterlistigen Jungspunde an meiner Seite kämpft! Es wird Zeit, dass wir denen endlich das Maul stopfen!“


Ray Douglas nickt analog alter Western-Klassiker dem Night Fighter mit einer langsamen aber markanten Kopfbewegung anerkennend zu.


Morbeus: „Danke für dein Angebot. Alter Freund hätte ich fast gesagt. Nur kennen wir uns kaum, MD. Dennoch spüre ich, dass du jemand bist auf dessen Wort ich mich uneingeschränkt verlassen kann. Wir alten Knacker müssen zusammenhalten – habe ich auch gebetsmühlenartig ZK schon in die Feder diktiert. Ach, und Zereo. Natürlich kannst du das Ei einsetzen, wann du möchtest. Ich weiß doch, das der IC-Titel schon immer ein Herzensprojekt von dir war.


MacKenzie schaut dankbar zu seinen heutigen Teampartnern, dann folgt allerdings wieder der suchende Blick in der Umkleidekabine…


Zereo Killer: „Doch dafür muss ich es zuvor erstmal finden?!“


Plötzlich klingelt das Telefon des Kaliforniers. Er legt seinen Kopf schief, als er den Teilnehmer sieht.


Zereo Killer: „Ein unbekannter Video-Anruf. Okay…?“


Kaum hat Zereo Killer den Anruf angenommen da verfinstert sich sein Gesichtsausdruck. Mit eisiger Miene blickt er auf das Display seines Handys. Sein Partner Morbeus spürt direkt das sich die Stimmung der GFCW-Legende geändert hat. Er richtet sich auf. Zereo nickt ihm zu und der Kanadier stellt sich hinter ZK sodass auch er sieht wer der unbekannte Anrufer ist. Die Stimme ist unverkennbar.


Hey ihr beiden Süßen…“


Das Mahlwerk von Raymond Douglas arbeitet. Die Augen von Zereo Killer verengen sich. Mad Dog wirkt noch unsicher und versucht einen Blick zu erhaschen wer denn da spricht.


Was schaut ihr denn so angesäuert?“

Zereo Killer: Was willst du…Bomb?“

Tha Bomb: „Was ICH will? Ich habe eher das Gefühl das du etwas suchst.“


Stille. Keine Reaktion von den Tag Team Champions.


Tha Bomb: „Ach wenn ich euch beiden so sehe da wird mir direkt warm ums Herz…Vermisst ihr uns gar nicht?“


Die Begeisterung bei Morbeus und Zereo Killer halten sich in Grenzen.


Morbeus: WAS wollt ihr? Es ist nicht so das euch hier überhaupt jemand vermisst.

Titan: „Nanana…nicht so feindselig mein kleiner Freund….RUHE DA HINTEN!!!“


Ein metallisches Geräusch lässt Mad Dog überrascht zusammenzucken.


Titan schiebt sich mit ins Blickfeld.


Titan: „Ihr seht wirklich süß zusammen aus. Du hast Recht Bomb…die beiden geben ein gutes Paar ab.“

Tha Bomb: „Ja oder…und du warst etwas skeptisch das es zwischen den beiden nicht passen wird…“

Titan: „Na ja…du musst mir doch zustimmen das…PSSSST!!!!“


Titan und Tha Bomb fixieren die Frontkamera ihres Handys…so als würden sie eine Reaktion von ZK und Morbeus erwarten.


Titan: „…die beiden Einzelgänger zwar gerade die Tag Team Champions sind…“


Tha Bomb nickt zustimmen.


Titan: „..sie auch gut harmonieren…“


Eine weitere Geste der Zustimmung seines Partners.


Titan. „…wenn du dir jedoch die Liste anschaust welche ich angefertigt habe dann wirst du sehen das einfach viele zu viele Punkte dabei sind in denen die beiden sich nicht verstehen und somit am Ende der große Knall kommen wird.“

Tha Bomb: „Was meinst du?”


Titan kramt außerhalb des Sichtfeldes der Kamera von Bombs Handy. Dieser macht große Augen als er sieht was Titan da zustande gebracht hat. Er wechselt die Handykamera und Titan steht da mit einer Rolle Papier die er gekonnt öffnet um sie dann der Länge nach ausrollen zu lassen.


Tha Bomb: „Sind das alles negative Punkte die du rausgefunden hast??? Man man man Morbeus…Jetzt würde ich mir wirklich Sorgen machen ob diese Partnerschaft so eine kluge Idee war…vor allem wenn ich hier lese…“


Er fährt mit dem Finger über die Liste.


Tha Bomb: „Hintergeht gerne seine Freunde…oder hier…“


Er lacht.


Tha Bomb: „ZK hat niemals Freunde und denkt nur an sich…“

Titan: „Zereo Killer hasst Morbeus…“

Tha Bomb: „Da steht ganz schön viel drauf die eindeutig zeigen, dass ihr euch am Ende gegenseitig das Messer in den Rücken rammen werdet…“


T´n´B liegen sich lachend in den Armen.


Tha Bomb: „Ich werde immer noch nicht schlau aus euch…wieso tut ihr euch das an? Ihr tut so als ob ihr ein Herz und eine Seele seid. Das ihr morgens zusammen wacht werdet kaufe ich euch sogar ab. Doch dass ihr ein Team seid ist einfach reine Komik.“


Der Bildschirm zeigt wieder nur das Gesicht von Tha Bomb.


Tha Bomb: „Aber wir haben genug über euch geredet. Jedes Wort über eine unwichtige Epoche in der GFCW-Geschichte ist ein Wort zu viel.“


Er grinst. In der Annahme das es den angesprochenen nicht gefällt. Doch die Tag Team Champions hören weiterhin kommentarlos zu. Man sieht jedoch, dass das ein oder andere Wort schon seinen Zweck erfüllt hat.


Tha Bomb: „Sicherlich habt ihr euch aber doch gefragt wo wir die letzten Wochen gesteckt haben…so ohne uns könnt ihr doch gar nicht. Ohne uns hättet ihr doch gar keinen Grund eure Scheinehe aufrecht zu halten. Nachwuchs habt ihr auch bekommen sehe ich…TITAN…Morbi und Zereo haben sich einen Hund aus dem Tierheim „Tiere ohne Hoffnung“ geholt. Ihr seid ja so sozial…“


Er lehnt sich wieder zurück in seinen Sessel.


Tha Bomb: „Um es kurz zu machen. Wir haben einfach mal spontan Urlaub gemacht. Wir hatten keine Lust mehr auf euch und die Gegenwart dieser sogenannten „Fans“ der GFCW. Wir konnten es nicht mehr ertragen mit so einer niederen Lebensform Zeit zu verbringen. AM Ende des Tages war mir immer nur schlecht und dieser Gedanke lachend in eine Kreissäge zu springen, wenn ich mir weiter die Gesichter der heuchelnden Menschen die euch anhimmeln sehen muss wurde von Sekunde zu Sekunde größer.“


Er würgt.


Tha Bomb: „Ostern tat einfach so gut. Eine kleine Auszeit von euch. Die Eiersuche war sogar sehr erfolgreiche. Eure sucht ihr anscheinend immer noch.“


Lautes Gelächter aus dem Hintergrund.


Titan: „Niveaulos…aber gut…ein Klassiker Bomb…ein Klassiker.“

Tha Bomb: „Bei der Suche ist uns sogar ein ganz spezielles Ei in die Hände gefallen. Und da wir eh dabei waren ein paar alte Freunde ein Geschenk zu machen dachten wir uns das es sich als Geschenk ganz gut machen würde.“


Die GFCW blickt nun finster in die Kamera.


Tha Bomb: „wir haben also etwas was DU wiederhaben willst ZK. Du hörst es Morbeus oder? ZK will SEIN Ei wiederhaben. Und du musst darunter leiden das er am Ende wieder einen Single Titel in der Hand halten will…“


Er hebt fragend die Schultern.


Tha Bomb: „Also…wir haben etwas was ihr wollt…IHR habt etwas was uns gehört. Und ja jetzt werden alle „Fans“ schreien das wir es nicht verdient hätten…Aber wenn ein Team aus dem nichts heraus ein Tag Team Titel Match verlangen kann dann sind wir das!“


Die Champions schauen sich an. Morbeus sieht Zereo Killer mit einem „Ich habs dir doch gesagt“-Blick an, dennoch nickt er mit dem Kopf. Immerhin sind sie Fighting Champions, denn…


Zereo Killer: „Ihr hättet mir das Ei nicht klauen müssen, einfach nachfragen wäre auch okay gewesen! Wir verteidigen gegen jeden unsere Titel! Eure Herausforderung ist angenommen!“

Tha Bomb: „Dann wäre das ja geklärt…Verabschiedet euch schon mal von den Gürteln…und dein EI…hol es dir doch…“


Er wechselt wieder auf die Frontkamera des Handys. Man erkennt einen leeren Teil des Parkplatzes vor der Halle. Tha Bomb hält das Handy so das man auch ihn erkennen kann.


Tha Bomb: „Wir haben dazu noch eine kleine Überraschung für alle die uns sehen können. Hallo GFCW-Fans…ZK sucht sein Ei…und wer wäre besser dafür prädestiniert auf ein Ei aufzupassen als der verkackte Osterhase…“


Titan steht vor einem weißen Lieferwagen. Er hat die Hand am Griff.


Tha Bomb: „Ihr denkt euch man ist das lahm…man sind die alt…Doch was gibt es geileres als den Zonk in einem Truck?...Titan…“


Titan öffnet die Tür des Lieferwagens.


Tha Bomb: „Hinter Tor 1 befindet sich nicht nur das goldene Ei…nein…“


Als Titan die beiden Türen des Lieferwagens geöffnet hat sieht man das goldene Ei in der Mitte zweier geknebelten und ziemlich verwahrlosten Personen.


Tha Bomb: „Die Osterhasen…Tsuki Nosagi…El Metztli…wer den Weihnachtsmann entführt hat nichts anderes verdient…

Titan: „Ihr könnt nicht nur dein Ei wiederholen Zereo…nein…ihr könnt den Fans auch noch ihre heißgeliebten Osterhasen zurückbringen…!!!“


Schwungvoll schließt er die Türen wieder. Die Verbindung wird abrupt beendet.


Morbeus schaut Zereo Killer etwas ratlos an. Dann schaut er leicht genervt aber dennoch auch mitfühlend erst auf den Boden und dann wieder zu seinem Partner.


Morbeus: „Einen Titelshot vergeben für einen Appel und ein EI! Scheiß Goldenes KACK-EI! Nicht alle Eier in den Korb legen hat meine Ma immer gesagt. Aber seis drum. Ich will jetzt hier keinen Eiertanz aufführen. Irgendwelche Gründe gibt es im Wrestling doch immer, damit wir den anderen die FRESSE polieren. Das Ganze war nicht das Gelbe vom Ei, aber es ist doch klar, dass wir es uns nun gemeinsam zurückholen!“

ZK zieht es die Lippen in die Horizontale und er geht auf Ray Douglas zu. Ein freundschaftlicher Klopfer auf die Schulter folgt.


Zereo Killer: „Ich bin froh, dass du mein Partner bist… und dass ich mich auf dich verlassen kann. Ich schwör‘s dir, du kannst dich auch auf mich verlassen!“


Ein anerkennendes Nicken ist zu sehen, während MD etwas perplex danebensteht.


Mad Dog: „Soll ich mitkommen?“

Morbeus: „Wir schaffen das schon, pass lieber auf unsere Titel dort auf. Bei TnB ist mit allem zu rechnen!“


Der Blick des verrückten Hundes wandert zu den Tag Team Championships, die TnB so gerne ihr Eigen nennen würden. Koste es was es wolle.
Dennoch verzieht sich der Mund des Night Fighters merklich. So richtig schmeckt ihm die Sache nicht, denn es macht sich ein ungutes Gefühl in seinem Bauch breit. Die Hand von Zereo Killer, die nun auf seiner Schulter landet, soll ihn beruhigen.


Zereo Killer: „Wir klären das kurz, sind aber spätestens zum Match wieder zurück, versprochen.“


Nach dem ausgesprochenen Satz rennen Zerbeus geschlossen am Night Fighter vorbei und lassen ihn mit ihren Titeln in deren Locker Room stehen. Das scheint sich der Hund auch anders vorgestellt zu haben.



Lange Zeit hatte sie darauf gewartet, in der GFCW antreten zu dürfen. Hatte trainiert, sich geschunden, Match um Match bestritten – erst in Amerika, dann auch in Deutschland. In der guten alten Heimat. Schon ihre Mutter lebte hier…


Bei dem Gedanken an ihre Ma zittert ihre linke Hand leicht. Reflexartig packt sie mit der Rechten zu, um den Moment der unwillkürlichen Körperreaktion zu brechen. Fast unmerklich verzieht sich ihr Mundwinkel. Das heutige Match hat ihr eine Chance bereitet, von der sie im letzten Jahr noch nicht zu träumen gewagt hätte. Sie durfte jetzt auf keinen Fall überreagieren – denn schon vor zwei Wochen hatte sie ihr Gefühl zu einer unüberlegten Attacke verleitet, hatte sie angreifbar gemacht und kurze Zeit später Hals über Kopf aus dem Ring befördert.

Langsam entlässt sie die linke Hand wieder in ihre Freiheit, atmet tief ein und aus, versucht sich zu fokussieren; selbst wenn ihr Blut brennt, ihr Puls an ihr reißt, die Gedanken ihr in jeder Sekunde nur ein Wort in den Schädel hämmern.


Bella Venera: „Rache…“


Flüstert sie kaum hörbar ihrem Spiegelbild zu, als die Türe hinter ihr aufgeht.


Ach, hier bist du!“


Ihr Freund, der junge Hawaiianer Iokepa, tritt in den minimal erhellten Raum. Schenkt seiner Freundin ein wahrhaftiges Lächeln. Er freut sich, sie zu sehen. Doch als Bella sich umdreht, weicht diese Freude weicht aus seinem Gesicht und wandelt sich in Sorge.


Iokepa: „Was ist los?“


Der Surfer nähert sich Venera vorsichtig, nimmt fürsorglich ihre linke Hand in seine und deutet auf die roten Flecken an ihrem Hals sowie in dem Teil des Gesichts, welches nicht von der Maske verdeckt ist.

Dabei weiß er eigentlich ziemlich genau, was los ist… zu lange kennen sie sich schon. Bella hatte ihm verraten, dass sie sich das erste Mal gesehen haben müssten, als Bella 10 Jahre alt war. Er war damals 17 – arbeitete bei einer Surfschule für Kinder in Hawaii. Bella kam über Jahre hinweg jeden Sommer mit ihren Großeltern auf die Insel… und irgendwann in den Folgejahren suchte sie immer mehr den Kontakt zu ihm wie zu einem großen Bruder.

Sogleich schlingt Bella ihre trainierten Arme um Iokepa; drückt sich fest an ihn, drückt ihn fest an sich. Mit geschlossenen Augen atmet sie erleichtert aus, lässt Iokepa los und drückt ihm einen innigen Kuss auf den Mund.


Bella Venera: „Alles gut.“


Sie schenkt ihm ihr atemberaubendes Lächeln, das ihm immer noch Herzklopfen bereitet. Als sie sich nach Jahren Anfang 2025 in der GTCW wiedersahen, war es jenes Lächeln, welches er unter tausenden wiedererkannt hätte.


Bella Venera: „Heute ist unser Tag, Io. Der Tag, auf den wir so lange gewartet haben. Zereo Killer, Morbeus und Mad Dog… Drei große Männer des Wrestlings. Namen, die man auf der ganzen Welt kennt – von denen wir sogar damals auf Hawaii gehört haben. Heute ist unsere Chance zu zeigen, dass wir nicht nur mithalten können, sondern besser sind. Heute ist der Tag, an dem unser Stern auf der Landkarte des Wrestlingbiz aufgehen wird!“


Ihr Freund streichelt ihr zärtlich über den Rücken, während nun ebenfalls in Gedanken an ihr Match das Adrenalin durch seine Blutbahnen schießt.


Iokepa: „Unser Stern ist schon längst aufgegangen. Die Anderen verschließen nur die Augen davor. Doch heute werden wir ihn so hell zum Leuchten bringen, dass niemand mehr wegsehen kann…“


In Momenten wie diesen, wo Iokepas breites Lächeln gleichermaßen in Richtung Bella und Kamera strahlt, erkennt man noch, was diesen jungen Mann einst zu einem Sympathieträger gemacht hat. Diese jungenhafte Unschuld.


Iokepa: „…und dann wird die GFCW-Galaxy endlich genau das sehen, was mir schon lange klar ist: DU bist die Zukunft dieses Geschäfts. Und ich bin es auch.“


Ein wohliges Seufzen entfährt ihm bei dieser Vorstellung.


Iokepa: „Aber…Bella, ich will ehrlich sein. Du musst aufpassen. Deine Wut und dein Siegeswillen sind dein Antrieb, das weiß ich. Und ich will es dir nicht ausreden. Aber wir sollten beide darauf achten, dass du dich darin nicht verlierst. Ich habe es selbst schon erlebt, habe mich bei manch Match meinem Ehrgeiz ergeben, alles nur auf meine Weise machen wollen und…“

Waren wir nicht verabredet?“


Das Pärchen schaut, noch immer in den Armen liegend, zur Tür, wo Ben Slate, der Dritte im Bunde, hereinspaziert. Ein fragender Blick liegt kurz auf seinem Gesicht, während sich Iokepa und Bella Venera aus ihrer Umarmung lösen und auf ihren Partner zugehen.


Ben Slate: „Nun gut, da wir schon beisammen sind können wir uns direkt hier für das kommende Match besprechen.“


Beim Blick auf Bella Venera bemerkt der Schweizer die roten Wundpunkte am Hals der Dame und legt ihr gewissenhaft eine Hand auf die Schulter.


Ben Slate: „Keine Sorge, heute werden wir dem Unkraut alles heimzahlen und seine offene Rechnung begleichen. Aber entschuldige mein junger Hawaiianer, ich hatte dich unterbrochen, du wolltest etwas bezüglich des letzten Aufeinandertreffens loswerden, richtig?“


Fragend schaut ihn der Schweizer an und erwartet, dass Iokepa mit seiner Rede fortführt.


Iokepa: „Oh, ja, du hast Recht.“


Vom Themenwechsel – und dass ihm der verbale Ball so unvermittelt zugespielt wird – wirkt Iokepa überrascht. Er räuspert sich und muss die Worte erst einmal zurechtlegen.


Iokepa: „Zuerst möchte ich mich entschuldigen…“


Bei diesem Satzanfang drehen sich die Gesichter der Beiden überrascht in Iokepas Richtung. Was meint er damit?


Iokepa: „Entschuldigen dafür, dass ich es für eine schlechte Idee hielt, dass Bella in das Team-Match eingreift. Ihr müsst mich verstehen: Ich wollte gewinnen, ja. Aber auf eine faire Weise.“


Seitenblick zu Slate und seiner Freundin. Sie hören ihm aufmerksam zu.


Iokepa: „Nicht, weil ich ein Heiliger bin und Mad Dog etwas schuldig bin – sondern weil ein unfairer Sieg nicht das Statement ist, was ich setzen wollte. Aber nun ist eingetroffen, was du damit bezweckt hast, Ben. Mad Dog hat in seiner Entrüstung ein 3 gegen 3 gefordert. Nun können wir ihn bekämpfen, ohne dass einer von uns auf der Auswechselbank hockt. Und zwei andere Altstars gleich mit. Noch dazu die Team-Champions.“


Ein vorfreudiges Lächeln fliegt über sein Gesicht.


Iokepa: „Also hat letztendlich die Variante, die ich für schlecht hielt, zum besten Ergebnis geführt. Danke, Ben, danke Bella. Ich hätte nicht am Plan zweifeln müssen.“


Ben Slate: „Tag Team Champions hin oder her, wir werden gemeinsam den Schandflecken der GFCW ihre Sünden der Vergangenheit büßen lassen. Wie du in meinem Analyse-Keller gesehen hast, bin ich bestens vorbereitet auf jegliche Variable und wir sollten uns keine großen Gedanken darüber machen müssen, wie das Match heute ausgehen wird. Mad Dog ist in unser Fettnäpfchen für den heutigen Kampf getreten und nun wird die Falle zuschnappen.“


Während er seinen Raum erwähnt, legt Bella einen Arm auf Slates Schulter und lächelt ihm zu.


Bella Venera: „Deine Aufzeichnungen würden mich auch mal interessieren, Ben…“


Nun wirbelt sie herum, streicht sich eine Haarsträhne von der güldenen Maske und schaut zurück zu Iokepa.


Bella Venera: „Danke, Io, dass du dich von Ben hast überzeugen lassen. Das hat mir ein großes Debüt beschert – und endlich kann ich auch hier in der GFCW an deiner Seite sein. Das, was wir uns gewünscht haben… Aber mehr noch war unser Wunsch nicht nur hier zu sein… sondern die GFCW von ihren Altlasten und falschen Prioritäten zu säubern.“


Iokepa: „Und das ist nach wie vor der Wunsch…“


Er sagt es auf eine Weise, die ein „Aber“ ans Satzende setzt, ohne dass er es aussprechen muss.


Iokepa: „Bislang ist es uns noch nicht gelungen, das müssen wir zugestehen. Klar, die Veteranen sind mit allen Wassern gewaschen und wir haben nicht mit einer Abgebrühtheit gerechnet. Etwa als Mad Dog Bens Zettel an sich genommen hat. Doch ich will dem Gegner nicht die Meriten geben. Nein, die Schuld, dass der Plan noch keine Realität ist, liegt auch bei uns. Wir waren nicht gut genug. Ich schließe mich da ausdrücklich mit ein.“


Eine Form der Selbstkritik, die den Anflug von Bitterkeit in seinen Tonfall legt.


Iokepa: „Wir sollten das als Warnung nehmen, heute besonders gut aufzupassen. Wir wollen nicht nur den Sieg, wir BRAUCHEN ihn. Das 3 vs. 3 ist die Chance, die wir ersehnt haben und wir dürfen nicht voreilig einen Haken dahinter setzen. Wenn wir verlieren, kommt so eine Chance nicht wieder.“


Iokepa schaut zu Ben Slate, dieser aber schaut ihn ohne Regung an. Vollkommen ruhig und gelassen. Die feurigen Flecken im Gesicht der Venera hingegen scheinen bei diesen Worten wieder mehr aufzuglühen. Das Feuer blitzt auch in ihren Augen auf.


Bella Venera: „Ich bin nicht kopflos, Io. Das weißt du. Wir haben oft genug zusammen trainiert. Ja, ich habe einiges an Aggressionen in meinem Bauch und ich brenne innerlich… und dennoch ist da auch meine Fähigkeit die Dinge zu beherrschen. Von beidem kannst du durchaus ein Liedchen singen, Io… hm? Also vertraue mir bitte.“


Mit einem Schritt tritt sie wieder an ihren Liebhaber heran und reckt stolz das Kinn nach oben.


Bella Venera: „Wir sind besser als die!“


Iokepa: „Ja. Es geht ja auch nicht um dich, es geht um uns Drei. Ich war auch schon vor und bei der Anniversary Show besser als Mad Dog. Das war ich im Übrigen auch gegen Celo Marx. Und dennoch habe ich beide Matches verloren… und ich weiß auch noch, wie es dich geärgert hat, dass Mad Dog dich so schnell aus dem Ring geschmissen hat, Bella.“


Sie nickt. Natürlich.

Weil er einen Punkt hat, der auch in den Ohren der Dresdner Fans durch ihren markdurchdringenden Schrei noch bis heute wiederhallt.


Iokepa: „Wir brauchen aber diesen echten Sieg! Nach dem Eingriff beim letzten Mal erst recht. Wir müssen sie wirklich besiegen, ohne uns erneut auf ihr Niveau herabzulassen – eben, weil wir, wie du es sagst, besser sind. Und das muss die Welt sehen! Das müssen wir beweisen. Dass sie im Ring keine Chance mehr haben.“


Ehe nun Bella antworten kann, ist es die entspannte Hand von Ben Slate, die sich beruhigend auf ihre Schulter legt.


Ben Slate: „Das Feuer in dir Bella, tobt wie in einem Vulkan, der nur darauf wartet, das Land in Schutt und Asche zu versetzen. Dieses Feuer sollten wir aber dennoch kontrolliert einsetzen und in die richtige Energie stecken, wenn wir das tun, wirst du die zerstörende Kraft der GFCW sein, die wir nicht nur im Match, sondern auch noch in zukünftigen Augenblicken benötigen werden.“


Nun schaut der Schweizer Analyst rüber zum jungen Hawaiianer, um auch ihm besänftigende Worte zu widmen.


Ben Slate: „Du hingegen, Iokepa, bist das Wasser welches wie ein Tsunami auf die GFCW einprasselt und die Wellen so hoch steigen lässt, dass selbst der erfahrenste Surfer einen Rücktritt in Erwägung zieht. Doch auch diese Kraft des fließenden Wassers müssen wir kanalisieren, dafür habt ihr mich. Ich bin der Ruhepol für diese Gruppierung und durch unsere gemeinsame Symbiose können wir die Zukunft dieser Liga bestimmen und auf der Spitze reiten.“


Die Blicke von Iokepa und Bella Venera ruhen nun auf Ben Slate. Und tatsächlich scheint ein wenig der Anspannung von ihnen abzufallen. Misstrauisch beäugt der Surfer den Schweizer, legt den Kopf schief. Ein ungutes Gefühl macht sich in ihm breit.


Iokepa: „Hast du wieder einen Plan?“


Ben Slate: „Wir brauchen für dieses Match kein Plan, den ich auf einem Zettel notiert halte. Ich vertraue in eure Fähigkeiten und genau das solltet ihr auch tun, damit wir das Match für uns entscheiden. Geht mit dem Fluss eurer Kräfte und wir werden heute auch außerhalb der Fehde mit dem Unkraut ein Zeichen setzen und uns auf der Landkarte der GFCW bemerkbar machen. Schon bald wird die ganze Liga über die „Modern Erasers“ sprechen und vermuten, wer als nächstes aus dem Weg geräumt wird, um Platz für die Zukunft zu machen.“


Slate nickt noch einmal mit einem zutraulichen Lächeln und dreht sich dann in Richtung zur Ausgangstür.


Ben Slate: „Jetzt lasst uns nicht unvorbereitet in das Match gehen und die Muskeln warmhalten, folgt mir.“


Bella Venera und Iokepa schauen dem Schweizer Analytiker hinterher. Dann schauen sie sich an. Bella macht einen Schritt nach vorne, doch ihr Freund steht noch zögernd auf der Stelle. Nachdenklich atmet er aus.


Bella Venera: „Er hat Recht; wir sind wie Feuer und Wasser. Du löschst das, was mich in meinem Rachedurst blind macht. Ich verhindere, dass du dort, wo du gescheitert bist, stehen bleibst. Wir sind kein Widerspruch, wir sind das Gleichgewicht, das sie bricht!“


Die Schöne ergreift die Hand ihres „Bruders“.


Bella Venera: „Komm!“



MacMüll, der rasende Reporter, steht mal wieder im Backstagebereich der Arena. Bei ihm steht „Mr. Unpinnable“ Kyle Douglas. Der ehemalige Douglas Dynasty Tag Team Champion hat seine Arme verschränkt und nimmt eine eher abwehrende Haltung ein. Sein Gesichtsausdruck scheint konzentriert und eher mürrisch zu sein. Der bals 25-jährige Kanadier würdigt MacMüll keines Blickes sondern stiert förmlich in die Kamera.


MacMüll: „Bei mir ist Kyle Douglas, der in der letzten Woche Zac Alonso bezwingen konnte! Kyle. Eindrucksvoll haben sie sich zurückgekämpft möchte ich sagen. Der amtierende Intercontinental Champion hat gegen sie verloren. Den Titel konnten sie aber dennoch nicht gewinnen, schließlich stand dieser nicht auf dem Spiel!“


Kyle Douglas mustert MacMüll nur kurz und schaut dann wieder direkt in die Linse.


Kyle: „Wieder einmal habe ich deutlich bewiesen zu was ich im Stande bin. Es war ein hartes und sehr ausgeglichenes Match gegen Zac. Alonso ist eins starkter Figher und völlig zurecht Intercontinental Champion. Vermutlich kann man das Match als klassisches 50/50-Match deklarieren und am Ende habe ich mich mit etwas Fortüne durchgesetzt. Natürlich macht das Match Mut für meinen weiteren Weg. Ich weiß nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch: ich kann den Title gewinnen!“


MacMüll: „Das ist doch spitzenmäßig. Warum aber ist ihre Laune so merklich im Keller?“


Kyle: „Du hast recht, Mac. Mein Pokerface ist sicherlich noch ausbaufähig. Ich wollte mich, ja ich habe mir sogar geschworen, dass ich mich nicht weiter zu Morbeus und Zereo Killer äußern wollte. Aber es gelingt mir nicht. SO. Ich gönne Ray natürlich, dass er zusammen mit Mike die Titles bei der Anniversary geholt hat. Und die beiden harmonieren gut. Ich gehe nun einen anderen Weg und habe das hier auch schon gebetsmühlenartig betont. Was mich nun aber sehr irritiert hat ist, dass ausgerechnet ZEREO KILLER sich auch noch bei der Ostereier-Suche beteiligen musste. Natürlich hat dann ausgerechnet der IC-Rekordchampion auch noch das doofe Ei gefunden. Und jetzt bin ich massiv irritiert. Ich weiß, der Teufel scheißt gewöhnlich IMMER auf den dicksten Haufen, aber er soll nun einen Titleshot erhalten? Die alten nehmen den Jungen die Zukunft, wie auch in anderen Teilen der Gesellschaft…Gut, sie müssen das Ei nun erstmal wieder zurückbekommen. Sollen sie mal machen. Aber meine Verbitterung ist real. Ich habe mir hier völlig zurecht einen Titleshot verdient und andere, die hier scheinbar besser vernetzt sind, bekommen solche Shots quasi geschenkt.“


MacMüll: „Was haben….“


Kyle Douglas unterbricht Mac sehr eindringlich und nimmt ihm flux das Mikro ab.

Kyle: „Sorry, Mac. Ich muss hier aber mal eins klarstellen. Ich weiß echt nicht mehr, was hier aktuell mit der Contendership für den IC-Title läuft. Das ist total verwirrend alles. ABER. Für mich ist sowas von klar, dass ICH nach dem Sieg gegen Alonso quasi AUTOMATISCH der No.1 Contender bin und auch von meinem Recht gebrauch machen möchte, dass ich bei New Level auch in einem ONE-on-ONE Match wieder miene Chance gegen Alosnso erhalten werde! Das geht an den Commissioner oder den Osterhasen. Also an denjenigen, der hier die Matches bestimmt!“


Dann wirft Kyle etwas demonstrativ das Mikrofon zu Boden und stapft von dannen.


Tag Team-Re-Match:

Die Basketballer (James Hightower & Chris Dimer) vs. Zwei talentierte Jungwrestler aus der Region

Referee: Karo Herzog

Erick und Frantz stehen bereits im Ring.


Pete: „Ich bin sehr gespannt, wie Hightower und Dimer auftreten werden. Das ist ihr erstes richtiges Match heute, und dann unter diesen Umständen, da ist mächtig Druck auf den beiden.“


Sven: „Stimmt, Erick und Frantz können eigentlich nur gewinnen, was für eine riesige Chance für die beiden. Aber die Basketballer gehen hier als Favoriten ins Rennen, was eigentlich Wahnsinn ist, wenn man bedenkt, dass sie erst seit einem Monat in der Liga sind.“


James Hightower und Chris Dimer kommen jetzt hinter dem Vorhang hervor auf die Stage. Die beiden diskutieren aufgeregt miteinander, scheinbar haben sie die neue Situation immer noch nicht so ganz verdaut. Gestikulierend laufen sie zum Ring, wo die beiden jungen Burschen aus der Region feixend warten und wie erfahrene Profis wirken, so selbstbewusst sind sie. Hightower zeigt Chris Dimer an, dass er heute die Parte beginnen wird und Chris von der Bank kommen soll. James Hightower slidet rein…


DING DING DING


Sofort geht Hightower auf Erick los, doch er ist viel zu behäbig und langsam. Immer wieder weicht der Jüngere den Schlägen des Hünen aus und landet selbst Treffer. Die sind natürlich nicht so wirkungsvoll, dass Hightower ernsthaft in Bedrängnis geraten würde, eher wie lästige Mückenstiche. Schließlich landet James Hightower doch einen Volltreffer mit der Pranke und Erick geht krachend zu Boden.


Erick: „Auaaa…“


James Hightower: „Los, steh auf du!“


Hightower zieht Erick hoch und whippt ihn in die Seile. Er beugt den Oberkörper runter, um den zurückfedernden Erick mit einem Back Drop auf die Matte zu schicken, doch der riecht den Braten…


ERICK KICKT HIGHTOWER AN DEN KOPF!


Ein gut getimter Tritt, und tatsächlich wankt James Hightower nun. Erick wittert seine Chance und beginnt nun, eine wilde Schlagsalve auf James Hightower abzufeuern. Schließlich wankt James und… fällt um. Schnell klettert Erick aufs Turnbuckle…


FROG SPLASH


EINS!


ZWEI!

KICK OUT!


Pete: „Wooooo, was für ein Near Fall! Das wäre es fast gewesen, Sven.“


Die Kamera schwenkt jetzt um, ins weite Rund der Arena. Dann wird auf einen Mann rangezoomt. Der sitzt scheinbar teilnahmslos inmitten der Zuschauer, beobachtet das Geschehen aber genau.


Sven: „Das ist der mysteriöse Fremde, der vorhin auf der Suche nach den Basketballern war. Was macht der denn jetzt da im Publikum?“


Pete: „Er scheint sich das Match interessiert anzuschauen. Er ist scheinbar echt an den Basketballern interessiert. Ich meine, der Typ ist zwar extrem dürr, aber riesig. Vielleicht ist er selbst ein Basketballer, wer weiß.“


Auch Dimer auf dem Apron und James Hightower, der noch erschöpft auf der Matte liegt, haben den Fremden nun erspäht. Erick will die Ablenkung ausnutzen, ganz wie ein ausgebuffter Recke. Er hüpft wieder aufs Turnbuckle…


FROG SPLASH!!!



NEIN!


James Hightower reißt ein Knie hoch, auf das Erick volle Kanne mit dem Kinn prallt. Der Jüngling ist ausgeknockt. Schnell schnappt James H. sich Erick und schiebt dessen Kopf zwischen seine Beine zum Powerbomb Ansatz.


CRUNCHTIME CRUSHER!!!!!


Sven: „Was für eine gigantöse Powerbomb! Unglaublich. Erick prallt von der Matte ab und fliegt 2 Meter durch die Luft.“


James lässt sich immer noch etwas benommen auf den Amateur fallen.


EINS


ZWEI


DREI


DING DING DING


Sieger des Matches durch Pinfall: Die Basketballer (James Hightower & Chris Dimer)


Erschöpft schaut James Hightower ins Publikum. Die Kamera schwenkt um und der Platz ist… leer. Der Fremde ist weg, wie vom Erdboden verschluckt.


Im Ring stehen jetzt Hightower und Dimer und wirken fest entschlossen. Was immer dieser Fremde vorhat, sie haben sich heute durchgesetzt und sind jetzt, endlich, fester Bestandteil der GFCW.


Fade out.





Tammy: „Meine Damen und Herren, begrüßen Sie mit mir meinen Gast, den amtierenden GFCW World Champion… The End!“


Die Kamera, die eben noch voll auf Tammy gerichtet war, zoomt nun etwas heraus, um den besagten Champ ins Bild zu fassen, dessen Ausstrahlung und Körpersprache einmal mehr verrät, dass er sich durchaus wohl in der Rolle des Champions fühlt. Erhaben steht der Champion da, ohne eine Spur von Angst oder Sorge anmuten zu lassen, die durchaus berechtigt wäre, wenn man sich bedenkt, wer denn da jetzt als sein nächster Herausforderer auserkoren wurde.

Aber The End bleibt gelassen, während er den GFCW World Championship auf seiner Schulter trägt.


Tammy: „Vielen Dank für deine Zeit! Ich bin mir sicher, dass du schon wissen wirst, was ich dich fragen will, selbstverständlich geht es um den Mann, der vor zwei Wochen ein Fatal Four Way Match gewonnen hat, um dein neuer Hauptherausforderer zu werden. Also dann, Champ, was sind deine Gedanken zu Iray Burch?“


Tatsächlich dürfte es niemanden überraschen, dass diese Frage kommt. The End scheint, das ebenfalls erwartet zu haben, seine Mimik verändert sich kaum, während sein Blick zu Tammy wandert.

Und sein Blick untermalt die Körpersprache. Er hat keine Angst vor Burch, als Champion darf er das wohl auch nicht und schließlich hat er sie ja auch gefordert, die würdigen Herausforderer. Aber dennoch schwingt ein gewisser… Respekt… mit, den ein Mann wie The End vor einer Gefahr, als die er Burch auch durchaus wahrnimmt, haben MUSS, wenn man den Titel eben nicht leichtherzig verlieren will.


The End: „Iray… ist ein Monster.”


End unterstreicht diese Aussage, die er mit einer Selbstverständlichkeit ausspricht, mit einer eher aufgesetzt wirkenden Ernsthaftigkeit, die eine gewisse Ironie nicht verbergen kann.


The End: „Das ist zumindest die Geschichte, die man sich in der GFCW erzählt. Der unbesiegbare Iray Burch, der einen Pfad an Zerstörung und Verwüstung hinter sich lässt. Viele Männer sind ihm bereits zum Opfer gefallen, Andere suchen das Weite, wenn sie ihm auch nur gegenübertreten müssen.“


womit End offensichtlich auf Darragh Switzenberg anspielt.


The End: „… und jetzt… ist genau dieses Monster mein Gegner. Und es sieht so aus, als wären das die einzigen beiden Optionen. Entweder ich werde auch zu seinem Opfer oder ich fliehe. In beiden Fällen wäre ich aber Das hier los… oder würde zumindest mein Anrecht darauf verlieren es mit Würde zu tragen.“


End deutet auf den GFCW World Title. Die Lobpreisung für Iray ist dabei allerdings glaubhaft ernster und weniger ironisch gesprochen, man merkt also durchaus, dass End Iray ernst nimmt. Aber wie gesagt… er wäre auch ein Idiot, würde er es nicht tun.


The End: „Deshalb muss es eine dritte Option geben, eine Option, die bisher noch niemand genutzt hat. Ich muss ihn besiegen. Und wer, wenn nicht der GFCW World Champion, wäre besser dazu geeignet, als das Monster Iray Burch zu schlachten? Ich wollte die Herausforderung, nun habe ich sie, es gibt nur ein Problem bei dieser Sache…“

Tammy: „Und das wäre?“

The End: „Shelly Nafe.“


Bevor End diese Aussage ausformulieren kann, wandert Tammys Blick hinter The End und sofort folgt dieser ihrem Blick, um zu erkennen, dass sie Besuch bekommen haben – welch Überraschung.

Der Mann, der hier auftaucht, ist bestimmt nicht nur zufällig vorbeigekommen. Denn er hat sowohl mit der grad erwähnten Shelly Nafe als auch mit The End einiges zu schaffen. Schließlich ist er der heutige Gegner des Champions. Hollywood Jake.


The End: „Na sieh mal einer an, wen haben wir denn da?“


Der Spott in Ends Worten ist nicht zu überhören.


Hollywood Jake: „Der Mann, der heute die Illusion zerstören wird, dass The End der beste Wrestler dieser Liga ist, nur weil er einen Gürtel spazieren trägt.“


Auf eben jenem Titelgürtel lastet Jakes Blick für einen Moment, ehe er sein Gesicht – garniert mit einem herablassenden Blick – dem Gegner zuwendet. Für die enorme Herausforderung, die dem zuletzt erfolglosen Jake bevorsteht, wirkt das Switziverse-Mitglied äußerst selbstbewusst und optimistisch.


Hollywood Jake: „Im Grunde brauch ich gar nicht überlegen, ob ich dich besiegen werde, sondern nur noch WIE. Ich kann zwischen zwei Möglichkeiten wählen. Entweder mache ich dich alleine fertig…“


Der Riesaer richtet den Kragen seines Pelzmantels, den er auch heute wieder über dem austrainierten Oberkörper trägt. Wer ohne Championship-Belt auskommen muss, wendet sich eben anderen Accessoires zu.


Hollywood Jake: „…oder ich spare mir einige Mühe und hole Iray Burch dazu. Dann kannst du dich schon einmal darauf einstellen, was dir bei New Level bevorsteht. Hach, was ist Entscheidungsfreiheit doch gut. Das Leben ist herrlich, wenn man begehrt ist.“


Ends spöttisches Gehabe legt sich direkt wieder, als er merkt, wie Jake in den Angriffsmodus geht und deshalb baut sich End eindrucksvoll vor seinem Gegenüber auf, der das auch direkt zu verstehen scheint und leicht einknickt.


The End: „Wenn dir Nafe Hilfe angeboten hat, dann wärst du gut damit beraten sie anzunehmen, denn das ist der einzige Hauch von einer Chance, den du gegen mich haben wirst.“


Man kann sie nicht leugnen, die Wirkung die The End auf Hollywood Jake hat und das ja auch irgendwo zurecht, schließlich ist The End nicht nur einfach der amtierende GFCW-Champion, sondern auch einer der eindrucksvollsten GFCW-Wrestler der letzten Jahre.

The End deutet an sich von Jake abwenden zu wollen, auf halber Strecke schaut er aber wieder zu ihm.


The End: „Was wäre das allerdings für ein Sieg, den du nur mit fremder Hilfe erringen kannst? Naja, … es gab andere erfolgreiche Leute, die ein solcher Sieg nicht gestört hat.“


End dürfte wohl auf einige Wrestler anspielen, allen voran aber Aiden Rotari, der ihn eben nur dadurch besiegt hat oder auch Aldo Nero. Man könnte fast meinen, Unterstützung von außerhalb ist genau die Geheimwaffe, die man gegen The End braucht, …

oder auch der einzige Weg, ihn überhaupt zu schlagen.


The End: „Aber vielleicht ist auch weder das eine noch das andere der Grund warum du darüber nachdenkst die Hilfe von Nafe und Burch anzunehmen? Vielleicht geht es vielmehr darum deinen eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen? An der Seite von Burch zu stehen, ist besser als gegen ihn, habe ich nicht recht?“


Und wie schon vor zwei Wochen erkennt man, dass The End sichtlich Spaß daran hat mit seinen Gegnern zu spielen. Nicht nur im Ring, sondern auch im Kopf.

End Anmerkungen jedenfalls lassen Jakes Mundwinkel einen kurzen Moment lang sinken, ehe er sich – wenn auch nicht ganz überzeugend – wieder fängt und die arrogante Mimik zurückzaubert. Es behagt ihm offensichtlich nicht, an ein Szenario erinnert zu werden, welches Shelly Nafe auch bereits als unterschwellige Drohung vorgebracht hatte.


Hollywood Jake: „Ein Schlinge wäre es nur, wenn…“


Und damit verstummt er. Weil ihm in seiner aufsteigenden Nervosität keine passende Reaktion einzufallen scheint. Also ist ein zischender Fluchen auf seinen Lippen zu hören. Dann schüttelt er entschieden den Kopf.


Hollywood Jake: „Egal. Ich habe keine Angst vor deinen Drohungen. Egal, ob du mir drohst, mich heute zu besiegen oder du irgendeine ominöse Gefahr vorlügst, die mir angeblich droht. Shelly Nafe hatte bei der Anniversary Show die Chance, Iray auf mich loszulassen. Und sie hat ihn zurückgehalten, weil sie mein Potenzial gesehen hat. Das ist ein Fakt. Dieses Potenzial solltest du besser auch wahrnehmen, wenn du heute den Hauch einer Chance gegen mich haben willst.“


Entgegen dem Inhalt seiner Ausführung wirkt Jakes Sprechweise nicht so überzeugt. Er spricht leiser, eine Spur stockend.

Wieder lacht The End. Zynisch, leicht arrogant und doch schwingt wohl auch zumindest ein Fitzelchen… Mitleid?... mit.


The End: „Jake. Es geht hier nicht um dich. Shelly Nafe sieht kein Potential in dir, was sie ausreifen will. Was sie in dir sieht, ist eine Chance. Eine Chance mir zu schaden, denn ich bin es, den sie wollen. Du bist eine Figur in diesem Spiel, die sie zurechtrücken wollen, um dieses Ziel zu erreichen. So agieren Menschen wie Shelly Nafe. Sie spielen mit Menschen wie dir.“


Jakes Kopf sinkt herab, als er ihn nachdenklich gen Boden richtet. Hat The End etwa recht? Nach einigen Sekunden des Überlegens schüttelt er beharrlich, mit einer Spur Übertreibung, den Kopf. So als müsse er sich selbst überzeugen, dass Ends Ausführungen nicht die Wahrheit sind. Nicht sein können.

Es ist wohl sehr unwahrscheinlich, dass End hier wirklich etwas an Hollywood Jake liegt, vielmehr ist ihm bewusst, dass diese Art die Dinge zu formulieren effektiver in dem Vorhaben funktionieren Jake von der potentiellen Unterstützung Nafes abzuhalten, als ihm vorzuwerfen er würde es anders ja nicht schaffen.


The End: „Und das bedeutet nicht, dass ich dich unterschätzen werde. Ich unterschätze meine Gegner niemals.“


Eine der vielen Lektionen, die The End von James Corleone gelernt hat.


The End: „… allerdings… bedeutet das nichts Gutes für dich, denn ohne die Unterstützung von Nafe, wäre das deine beste Strategie gewesen: zu hoffen, dass ich dich unterschätze.“


End ist vollkommen bewusst, was er hier tut: er wechselt hin und her dazwischen Jake einzureden, dass er sich mit Nafe und Burch zusammentun soll und dass er sich lieber nicht ausnutzen lassen sollte.

Was soll Hollywood Jake also noch glauben?


Hollywood Jake: „Du brauchst dir keine Gedanken über mich machen, Mann. Weder, äh, welche Strategie ich heute fahre. Noch in welchem Team ich in Zukunft spiele. Nachdenklich sollte dich nur eine Sache machen…“


Jakes Verstummen ist keine Kunstpause, sondern wird mit einem Kinnkratzen gefüllt, so als habe ein Schüler den Inhalt seines Referats vergessen. Jakes Worte mögen geschliffen wirken, doch ihr Vortrag verrät die Nervosität, die er vielleicht bislang unterdrücken konnte – ehe End sie herausgekitzelt hat.


Hollywood Jake: „…wie du damit leben kannst, heute gegen mich zu verlieren. Und bis dahin kannst du mal schön raten, wer an meiner Seite sein wird. Oder nicht.“


In Ends Blick spiegeln sich finstre Ambitionen wider. Er hat genau das erreicht, was er erreichen wollte. Er hat Jake aufs Höchste verunsichert. Nicht zwingend, weil er ihn als große Bedrohung wahrnimmt, sondern vielmehr… naja, weil er einfach Spaß daran hat.


The End: „Ich bin mir sicher, du wirst dich für das Richtige entscheiden.“



Die Interviewwand ist mal wieder bestens mit Sponsoren beklebt, von Refuse to Age über einen Post Oster Sale der LPG bis hin zu den neuen Actionfiguren und Klassikern wie den Crutch Chips. Ein stets moderner Klassiker ist Tammy als Interviewerin vor besagter Interviewwand und bei ihr sind die beiden Frauen, die als Duo Black Wyrms genannt werden.


Tammy: „Hallo Brigitte, hallo Shizuku. Letzte Show habt ihr nicht nur euren neuen Finisher debütiert, sondern auch die Hasen damit bezwungen und euren ersten wirklich großen Sieg bei GFCW errungen. Damit habt ihr einen wichtigen Erfolg gefeiert, um bei New Level um das Tag Team Gold anzutreten, ganz so wie ihr es als Ziel vorgegeben habt.“


Die blonde Japanerin mit dem beneidenswerten Sanduhr-Körper und die aufbrausende, kleine, weißblonde Französin sind wie üblich in ihren hochkragigen Umhängen unterwegs und ziemlich gut aufgelegt. Nach besagtem Sieg über El Metzli und Tsuki Nosagi, den zweifachen Tag Team Champions, kein großes Wunder.


Brigitte Reflet: „Ganz genau! Wir ‘aben es klar kommuniziert, dass wir bei New Level wortwörtlich den nächsten Level erreichen wollen und nun ‘aben wir auch den Sieg, der uns dazu befä’igt dieses Ziel nicht nur zu formulieren, sondern einzufordern. Da können TnB noch so sehr Terz machen, Wrestling ist am Ende des Tages Sport und die sportlichen Argumente sind auf unserer Seite, nicht auf ihrer. Wie auch schon festgestellt ’eißt New Level ja nun auch New Level und nicht Old Level und da’er wird es ‘öchste Zeit, dass es nun auch endlich etwas Neues gibt. Die Anniversary Show und das Schwelgen in Nostalgie ist vorbei, jetzt bricht endlich unsere Zeit an.“


Ob die Black Wyrms wohl endlich als Drachen statt als Würmer wahrgenommen werden würden, so ihnen dies gelingen sollte?


Tammy: „Dasselbe Ziel hatten auch eine Kameradinnen Skadi und Idunn, sie sind aber beim Easter Special an ZerBeus gescheitert. Was macht euch zuversichtlich, dass es euch besser ergeht?“


Ein berechtigter Einwand, nicht zuletzt weil die nordischen Schwestern auf dem Weg zu diesem Titelmatch die Black Wyrms besiegt hatten. Aber das zuversichtliche Lächeln schwindet nicht aus den Gesichtern der beiden Titelträgerinnen aus WFWs Developmental Bereich. Ganz im Gegenteil, es wird noch ausgeprägter.


Shizuku Shikishima „Skadi und Idunn sich stark präsentiert haben.
Wir ein besseres und erfahreneres Team als Skadi und Idunn sind.
Was sie beinahe hätten geschafft, wir also auch schaffen können – und werden.“


Ein energisches Nicken von Brigitte bekundet ihre volle Zustimmung, noch bevor sie dieses auch verbal zum Ausdruck bringt.


Brigitte Reflet: „Richtig! Im direkten Duell gegen uns mag ihre körperliche Übermacht ihnen zum Sieg ver’olfen ’aben, aber geht es um Erfahrung als Team und Teamwork, sind wir besser als sie. Und obgleich auch Zerbeus größer, stärker und schwerer sind als wir, ist der physikalische Unterschied zu ihnen geringer als zu Skadi und Idunn, sodass sie uns als Gegner sogar besser liegen als Skadi und Idunn. Addieren wir unseren neuen Finisher ‘inzu, sind wir bestens gewappnet, um ZerBeus besiegen zu können. Nun muss das Match nur offiziell gemacht werden, immer’in ‘at kein anderes Team ein besseres Argument für ein Titelmatch als wir--“


La Vouivre hat das noch nicht ganz ausgesprochen, da wird sie stutzig. Es ist nämlich während dieser Wort jemand nah an sie herangetreten, wie ein Kameraschwenk plus Zoom verrät.

Und dieser Schwenk verrät auch, wer es ist, der sich hier ungefragt einmischt. Zuerst sieht man die kajalummalten Augen Creed Gibsons. Dann, als die Kamera wieder etwas herausfährt und nach oben gekippt wird, auch Andrew Costalago. Der Größere – und Ruhigere – der beiden Zirkusmänner ist es auch, der sich zuerst zu Wort meldet.


Andrew Costalago: „Herzlichen Glückwunsch zu eurem Sieg.“


Das scheint, zumindest dem ersten Eindruck nach, tatsächlich nicht ironisch gemeint zu sein. Zumindest liegt in Costalagos keinerlei Spott.


Andrew Costalago: „Es ist ein großer Schritt, die Rabbits zu schlagen, wenn man in Richtung Tag-Team-Titel aufbrechen will.“


Costalago wechselt einen Blick mit Gibson. Creed ist unruhig wie eh und je. Der Gewinner der „Letzte Chance“-Battle Royal von Title Night tänzelt durch die Szenerie, läuft zwischen La Vouivre und Shizuku hin und her, die ihm erst nachblicken und dann aneinander ansehen. Einen wirklichen Reim können sie sich ebensowenig auf Gibsons Verhalten machen – noch darauf, warum sie überhaupt gestört werden.


Creed Gibson: „Ein kleiner Schritt für euch, ein großer Arschtritt für uns.“


Gibson zieht die Mundwinkel theatralisch nach unten und lässt, mit ebenso übertriebener Dramatik, seine Schultern hängen.


Creed Gibson: „Denn als es gegen euch ging, kamen die Hasen brav aus ihrem Bau gekrochen. Als wir jedoch ein paar Wochen davor gegen sie antreten sollten, da haben sie sich einfach verflüchtigt. Wie ihr Nebel…nicht aufzufinden.“


Er legt den Kopf in den Nacken und gibt ein langgezogenes Seufzen von sich.


Andrew Costalago: „Und jetzt habt ihr euch mit dem Kampf, der für uns ausgefallen ist, in Stellung als neue Challenger gebracht.“


Costalago macht einen Schritt auf die beiden Frauen zu. Gibson folgt in seinem Rücken.


Creed Gibson: „Ihr seht das Problem, denke ich.“


Zwischen die vier Wrestler(innen) tritt Tammy, die seit dem Auftauchen vom Cirque du Tonnerre stumme Beobachterin war. Doch jetzt hat sie ein Glänzen in den Augen. Denn das wirkt wie der Auftakt zu Action.


Tammy: „Das klingt fast, als würdet ihr eine Herausforderung stellen.“

Creed Gibson: „Und ob es das ist.“


Er entblößt seine strahlend weiße Zahnreihe zu einem Grinsen, für das es eigentlich keinen Anlass gibt. Dann dreht Gibson den Kopf langsam über den Nacken von Tammy weg und hin zu den Wyrms.


Andrew Costalago: „Hätten wir unseren Kampf gegen die Hasen bekommen, hätten wir ihn gewonnen. Ihr habt sie als Treppe nach oben benutzt – dabei hätten wir das sein sollen. Was für ein Dilemma. Aber wir können es ganz einfach lösen. Indem wir…“

Creed Gibson: „…kämpfen.“


Brigitte und Shizuku sehen nicht gerade begeistert aus, aber auch nicht direkt abgeneigt. Nicht zuletzt weil der Cirque du Tonnere noch ein Argument in der Hinterhand hat, dass sie alle vier kennen und verstehen, auch ohne dass es ausgesprochen werden musste – was Shizuku nun aber dennoch macht und den Elefanten im Raum beim Namen nennt.


Shizuku Shikishima „Das größere Problem ist, dass ihr uns letztes Jahr besiegt habt, im Vorfeld des Förderkadermatches beim Carnival of Combat.“


Rund ein halbes Jahr ist das jetzt her, eine lange Zeit im Wrestling. GFCW ist da kein Unterschied, seitdem ist viel passiert, es gab Neuzugänge, Abgänge, Rückkehrer und Karriereenden und doch – dieses Resultat, es hat Bestand.


Brigitte Reflet: „Ganz ehrlich, ‘ätte irgendjemand anderes euren Auftritt ‘ier ‘ingelegt, wir ‘ätten diese Argumentation einfach nur „Pech“ genannt. Jedoch, weil ihr es seid und weil wir wohl oder übel nicht be’aupten können dass der Sieg im Förderkadermatch die Niederlage im Tag Team Match ausgleicht, da wir ja nun einmal den verdammten Tag Team Titel anstreben und daher Tag Team Resultate das Entscheidende sind…“


Die kleine Wyvern wechselt einen Blick mit Shizuku, die ihr zunickt. Sie denken dasselbe. Vermutlich.


Brigitte Reflet: „Also gut, machen wir aus der Not eine Tugend. Titan and Tha Bomb werden eh irgendetwas machen, um ZerBeus Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und das GFCW Office in Zugzwang zu bringen, das kennen wir ja schon. Und obgleich es an der Zeit wäre dieses Ver’alten nicht länger tatenlos ‘inzunehmen, auf dass wir unser Ziel erreichen bei New Level neue Champions zu werden… wäre es doch inkonsequent zu behaupten wir ‘ätten alle Altlasten der Vergangen’eit mit dem Sieg über die ‘asen ausgemerzt, wenn eine andere Altlast sich uns gegenüberstellt.“


Sie seufzt ernüchtert, dann blickt sie dem CdT forsch entgegen.


Brigitte Reflet: „Ein Match gegen euch bei New Level ist zwar nicht das, was wir wollten, aber es ist etwas, das wir euch nicht ausschlagen können. Im Gegenteil, wir müssen euch besiegen, um zu verdeutlichen, dass wir verglichen mit damals wirklich besser geworden sind und die ‘erausforderinnen auf den Tag Team Titel sein sollten.“

Shizuku Shikishima „Nur wer die Vergangenheit überwindet in die Zukunft blicken kann.“


Zwar hätten Costalago und Gibson es vielleicht etwas anders formuliert, doch sie haben das Resultat erreicht, was sie wollen. Sie nicken einander zu und lächeln. Dann wenden sich die Zirkusmänner ab und verschwinden.

Und New Level hat einen Kampf mehr.



War er nicht längst zu alt für diesen Scheiß?


Kurz vor dem zweiten Match des Abends wird erneut in die Kabine von Zerbeus geschaltet. Dorthin, wo noch immer der Night Fighter Mad Dog auf einem Stuhl hockt. Sein Blick ist längst von der Tür gewichen, auch die Tag Team Titelgürtel haben sein Interesse verloren. Nach vielen Schritten in der Kabine umher, musste er feststellen, dass auch die Kabine der Champions nur eben dieses ist: Eine Kabine.


Länger hatte er sich den Kopf über Iokepa, Ben Slate und Bella Venera zermartert. Den jungen Surfer konnte er dabei am besten verstehen – jung, ehrgeizig und wettkampforientiert. Zwar hat der Junge bis jetzt eine zu große Klappe, die die Töle gleich gerne stopfen will, und doch war zu erkennen, dass aus ihm einmal ein großer Star werden könnte. Der Titel ihres Duells – jung versus alt – hatte MD gefallen. Schließlich liegt es auch ihm daran, sich nochmal zu messen. Nochmal zu beweisen, oben mitspielen zu können. Nochmal einen Titel zu tragen…

Schließlich aber kam erst Ben Slate hinzu, danach auch noch diese Furie von Frau. Und schon droht es wieder zu kippen… Vom Wettkampf zur persönlichen Feindschaft. Und auch er hat seinen Anteil daran, was ihm gerade schmerzlich bewusst wird.


Mad Dog: „Wenn’s heute keinen wahren Sieger gibt…“


Sagt er zu sich selbst und dehnt die Brustmuskulatur nach hinten auf. Die paar Aufwärm- und Kraftübungen waren eben bereits eine gute Ablenkung. Doch längst kann er sich nicht mehr so im Sport verlieren wie einst. Zwar ist die Bedeutung des Aufwärmens mittlerweile deutlich gestiegen – einfach kalt in ein Match zu starten, ist jetzt im Herbst seiner Karriere glatter Selbstmord. Und dennoch gilt es das rechte Maß zu wahren – was konnte er früher vor einem Match tun und lassen? Und worauf musste er jetzt alles achten?


Seine Gedanken schweifen zum letzten Sonntag, als er seinen 50. Geburtstag gefeiert hat. Im Kreis seiner Lieben – mit seiner Frau Yai und seinem Sohn Jeffrey natürlich. Kurz zieht ein schmerzlicher Stich durch sein Herz. Als endlich die Tür geöffnet wird, springt er auf.


Mad Dog: „Da seid ihr…“


MD stoppt mit den Worten, als er weder Zereo Killer noch Morbeus entdeckt. Es ist lediglich ein GFCW Backstage Mitarbeiter, der die Kabine betritt und ein freudiges Gesicht auflegt, als er den Night Fighter entdeckt.


Mitarbeiter: „Eigentlich geht’s jetzt los… Das zweite Match steht an!“


Die Augen des verrückten Hundes verengen sich. Bis er sie ganz schließt und entnervt ausatmet. Das „eigentlich“ des ersten Satzes schwingt wie ein Damoklesschwert über der Situation.


Mad Dog: „Sag schon! Was ist mit MacKenzie und Douglas?“


Der Mitarbeiter verzieht ängstlich sein Gesicht und zieht aus seiner Hosentasche ein Smartphone.


Mitarbeiter: „Sieht nicht gut aus. Das ging eben an alle Mitarbeiter rum und soll nun auch in der Halle gezeigt werden!“


Tatsächlich. Nicht nur der Night Fighter, sondern auch das gesamte Publikum sieht, dass auf dem Titantron das Bild wechselt und ein Video eingespielt wird. Hastig bewege Bilder zeigen, dass Eile in der Szene ist. Eindeutig zu erkennen ist der Parkplatz vor der Halle. Wir sehen den weißen Van, den wir bereits aus dem Video Call von Zerbeus und T´n`B gesehen haben. Hinter dem Van liegen Zereo Killer und Morbeus auf dem Boden. Ausgeknockt. Morbeus hat eine Platzwunde am Hinterkopf. Eilig werden Sanitäter herbeigerufen.

Sven: „Da ist wohl jemand gestürzt.“

Pete: „DAS WAREN DOCH BESTIMMT BOMB UND TITAN!!!“

Regungslos liegen die Tag Team Champions vor dem Van. Die Sanitäter sind angekommen und kümmern sich direkt um die beiden GFCW-Legenden. Die Hecktüren des Gefährts stehen offen. Da, wo vorher Tsuki Nosagi und El Metztli saßen…, gähnende Leere. Das von Zereo Killer vermisste goldene Ei…nicht zu sehen. Die Ladefläche ist leer. Bis auf die Handschellen, mit denen die Hasen gefesselt waren…und einer Bananenschale.

Pete: „Was zur Hölle??“

Sven: „Ich sehe keinen Grund zur Sorge.“

Pete: „What?! Was wird denn jetzt aus unserem Match?!“

Laute Buhrufe und Pfiffe schallen durch die Arena, während auf dem Titanthron wieder in die Kabine von Zerbeus zurück geschaltet wird.


Mitarbeiter: „Wir kümmern uns um sie… aber ein Match… ich… glaube… das wird nichts.“


Wie paralysiert starrt die unbekannte Konstante auf den Bildschirm. Dann schüttelt er den Kopf und schlägt in einem Anfall von Wut gegen die Wand.


Mad Dog: „AAARGH! DIESE WICHSER!“