Iopeka
& Bella Venera & Ben Slate vs. Night Fighter Mad Dog
Referee:
Guido Sandmann
Es
wird Ringside geschaltet und wir sehen Laura, wie sie mit
einem Lächeln im Squared Circle steht und das zweite
Match des Abends ankündigen möchte.
Zum
ersten Mal zieht die neue Gruppierung aus Ben Slate, Iokepa
und Bella Venera gemeinsam in den Ring ein. Der Titantron mit
dem Modern Erasers Banner geschmückt und der Entrance
Theme passend für das Stable. Vorneweg läuft Ben
Slate in seiner schwarzen Anzugshose und den Lederstiefeln,
für den Kampf hat er bereits seinen Seidenmantel und den
Rollkragenpullover im Spind gelassen. Hinter ihm läuft
das Liebespaar aus Iokepa und Bella Venera Hand in Hand und
scheinen sich gegenseitig in Stimmung zu bringen. Iokepa
trägt seine gewohnte Kleidung, die sein Surfer-Image gut
betont und Bella Venera erscheint im selben Outfit wie aus
der letzten Show, mit dem roten Mantel und den goldenen
Akzenten in ihrer Kleidung.
Die
Fans sind mehr als nur negativ gegenüber den Dreien
gestimmt, laute Buhrufe schallen durch die Halle, doch das
Stable lässt sich davon auf dem Weg Richtung Ringgeviert
nicht beirren. Slate geht mit rausgestreckter Brust,
selbstbewusst über die Treppe in den Ring, während
Iokepa seiner Dame die Seile offenhält, damit sie
entspannt dazwischen passt. Im Ring angekommen, gucken sich
die drei gemeinsam an und besetzen dann jeweils einen
Turnbuckle, um gleichzeitig die Arme emporzustrecken. Eine
weitere Welle der Buhrufe ertränken sie und so begeben
sie sich gemeinsam in Kampfstellung, bereit auf das
Eintreffen ihrer Kontrahenten.
Dröhnend
scheppern die Klänge von Lynyrd Skynyrd durch die Halle
und jetzt jubelt die Menge auch. Doch noch lauter wird die
Meute, als der verrückte Hund den Vorhang beiseite
schiebt und in die bigBox Allgäu in Kempten hinaustritt.
Im Jubel liegt bereits eine gute Menge an Trotz – ein
„jetzt erst Recht“-Jubel. Und vielleicht schaffen
es Zerbeus ja doch noch in den Ring.
Broken
bones,
broken hearts
Stripped
down and torn apart
A
little bit of rust - I'm still runnin'
Countin'
miles,
countin' tears
Twisted
roads, shiftin' gears
Year
after year - it's all or nothin'
Der
Night Fighter nickt nur kurz in Richtung der Zuschauerränge,
dann fokussiert er das Trio im Ring. Er steht einer Übermacht
gegenüber und doch wirkt die unbekannte Konstante so,
als wolle sie sich hier nicht kampflos ergeben. Zielstrebig
macht er sich auf den Weg zum Ring, während seine
Kaumuskulatur aggressiv zuckt.
But
I'm not home,
I'm not lost
Still
holdin' on to what I got
Ain't
much left
No
there's so much that's
been stolen
Kurz
vorm Squared Circle bleibt er stehen. Ein paar Fans verneigen
sich mit großer Geste vor dem Mann, den sie selbst
schon seit Kindheitstagen kennen. Aber auch das scheint MD
kalt zu lassen, kurz streicht er über die getapten Hände
– es sitzt alles.
Dann
slidet er in den Ring,
I
guess I've lost everything I've had
But
I'm not
dead,
at least not
yet
STILL
ALONE,
STILL
ALIVE,
STILL
UNBROKEN
I'm
still alone, still alive,
I'm
still unbroken
Während
Mad Dog allein, ohne Rückenstärkung, in seiner Ecke
steht und trotz fehlender Tag Team Partner sich auf das
kommende Match fokussieren will, traut sich auf der anderen
Seite Bella Venera in den Ring, welche mit einer Körpergröße
von 1.77m mit Sicherheit keine kleine Frau ist, aber neben
dem 1.94m großen Night Fighter dennoch einen Nachteil
aufweist. Iokepa wirkt etwas zurückhaltend und Ben Slate
selbstbewusst wie immer, scheint sich aber erstmal im
Hintergrund zu halten.
Ding,
ding, ding!
Guido
Sandmann lässt die Glocken läuten und Bella Venera
will nicht lange auf sich warten lassen, sie rennt auf Mad
Dog zu und erwischt ihn mit einem Kick gegen den Magen. Mad
Dog selbst scheint etwas überrascht von der
Geschwindigkeit und Stärke seiner Kontrahentin, welche
bereits Schwung in den Seilen aufgenommen hat und nun mit
einem Dropkick angreift! Da zeigt die Erfahrung wieder mal
ihre Stärke und Mad Dog kann geschickt ausweichen,
während Bella auf die Matte fällt. Sie rauft sich
schnell wieder auf die Beine und lässt Fäuste auf
den Night Fighter einprasseln, die aber keinen effektiven
Einfluss haben, da Mad Dog seine Deckung stabil aufrecht
hält. Bella gelingt es dennoch ihn mit diesem Hagel an
Schlägen in die Seile zu drängen, wo der Night
Fighter sich weiter zusammen kauert, bis es ihm reicht. Mit
einem kräftigen Stoß löst er sich aus der
Offensive und befördert Bella Venera ein paar Meter nach
hinten. Jetzt wird nicht mehr gezögert von der
unbekannten Konstante.
Aus
den Seilen heraus schwingt er sich Richtung Bella und gibt
ihr einen ordentlichen Shoulder Check zu spüren, der sie
erstmal auf die Matte schickt. Er schnappt sich das rechte
Bein von Bella, dreht es auf unschöne Weise ein und
lässt sein Knie auf sie fallen. Schmerzen lassen Bella
eine Weile am Boden liegen, während die Zuschauermenge
den Night Fighter bejubelt. Bella muss sich nun langsam an
den Seilen hochhieven, da wird sie auch schon wieder von Mad
Dog gepackt. Fast schon leichtfertig läuft er mit ihr
auf dem Arm zur Ringmitte.
Sven:
„So ähnlich laufe ich immer mit deiner Mutter
durch das Schlafzimmer, Pete!“
Pete:
„Aber was der Night Fighter hier vorhat, hat nichts mit
Romantik zu tun!“
Ganz
im Gegenteil, es ist ein Sidewalk Slam von der grotesken
Töle, der Bella Venera auf die Matte scheppert! Es geht
direkt in den Pinfall, doch Bella kann schon nach dem ersten
Count auskicken. Genug Energie hat sie noch nach dieser
Aktion, doch muss sich erstmal regenerieren, um wieder in
voller Action antreten zu können. Mad Dog steht nun
gefährlich nah an der Ringecke von den Modern Erasers,
was Ben Slate direkt für sich nutzt, um den Night
Fighter abzulenken und auf ihn einzureden. Die beiden liefern
sich ein undeutliches Wortgefecht, während Guido
Sandmann versucht die beiden Streithähne zu beruhigen,
schließlich findet der Kampf gerade zwischen Mad Dog
und Bella Venera statt und nicht außerhalb. Mad Dog
lässt sich aber weiter provozieren und geht immer
dichter auf Slate zu, bis dieser ihn bedeutet einen Blick
nach hinten zu werfen und kaum kann sich der Night Fighter
umdrehen…
SUPERKICK!
Perfektes
Timing von Bella Venera! Sie
nutzt sofort ihre Chance für den Tag-In mit Ben Slate.
Pete:
„Jetzt kommt direkt der frische Ben Slate rein und Mad
Dog hat niemanden, der für ihn einspringen kann!“
Doch
bevor Bella sich aus dem Ring begibt, hält sie noch
einmal den Night Fighter mit einer Half Boston Crab am Boden,
ein Set-Up für Slate, welcher aus einem Rope Run sein
Knie auf den Kopf vom Night Fighter schmettern lässt!
Die Buhrufe der Halle werden lauter, was die Zuschauer hier
sehen, ist alles andere als fair. Mad Dog hat niemanden, der
ihm zur Seite stehen kann, er ist auf sich allein gestellt.
Nun ist Bella aus dem Ring gestiegen und der Analyst steht
nun im Ring, vor sich Mad Dog, der gerade langsam auf die
Beine kommt, eins hat er bereits aufgestellt und kniet
derweil mit dem anderen. In dieser Position ist er leider
leichte Beute für den Schweizer, welcher mit Kicks gegen
den Brustkorb seinen Gegner bearbeitet. Ein letztes Mal holt
Slate Schwung für einen weiteren Kick, doch dieser wird
abgefangen! Mad Dog hält schweißtropfend das Bein
von Slate vor seiner Brust, dieser hingegen steht jetzt
selbst nur noch auf einem Bein und hüpft leicht panisch
auf der Stelle, er ahnt genau was ihm blüht. Mit einer
sauberen Dragon Screw Rolle wird Ben Slate auf die Matte
geschickt und landet unverhofft auf dem Rücken. Unter
Schmerzen schafft es der Schweizer zwar rasch auf die Beine,
hat aber für kurze Zeit mit seinem Rücken zu
kämpfen.
Pete:
„Im richtigen Moment spricht die Kampferfahrung aus Mad
Dog. Schöner Move!“
Mad
Dog ist wieder auf den Beinen und lässt nicht lange auf
sich warten, kaum ist Slate mit dem Gesicht zu ihm gedreht,
setzt es einen Gut Kick, wodurch der Analyse-Fanatiker den
Oberkörper beugt und sich in der perfekten Position für
einen Suplex-Ansatz befindet. Der Night Fighter setzt an und
hebt Slate hoch, vergeblich! Ben Slate schafft es vorher ein
Bein zwischenzustellen und mit Hieben gegen die Rippe den
Night Fighter auf seine Höhe zu bringen. Nun geht er in
denselben Suplex-Hold, versucht es selbst mit dem Move und
schafft es Mad Dog anzuheben! Aber Mad Dog lässt sich
nicht auf die Matte schicken, stattdessen landet er auf
beiden Beinen und hat Slate jetzt in einer noch besseren
Position für einen Neckbreaker! Wäre der Schweizer
nur nicht so fix gewesen, er kann sich nämlich vor dem
Unheil bewahren und löst sich. Bei dem hin und her
müssen die Zuschauer immer wieder aufatmen. Unmittelbar
nach der Kette an Kontern ist es nun Ben Slate, der hier den
Gut Kick in einem guten Moment für sich benutzt, um mit
einem Spinebuster direkt nachzusetzen! Dieses Mal sitzt die
Aktion! Slate stürmt sich auf den liegenden Night
Fighter und schlägt mehrfach auf dessen Schädel
ein, bis er den Angriff damit beendet, den Hinterkopf von Mad
Dog auf die Matte zu prallen.
Es
sieht nicht danach aus, als würde Slate hier weiter
Spielchen spielen wollen. So steht er nur für kurze Zeit
herabblickend über Mad Dog, während die Menge ihn
mit Buhrufen befeuert. Am Schopf gepackt, zieht er sich den
Night Fighter hoch, schlägt noch einmal zu, wodurch Mad
Dog jetzt mit dem Rücken zu ihm steht. Ben Slate setzt
jetzt an für seinen Finisher… den Backsuplex
Sideslam, bekannt unter dem Namen…
CASE
CLOSED! GEKONTERT!
In
dem Moment, wo eigentlich der Sideslam folgen sollte, schafft
es Mad Dog in einen DDT zu kontern! Jetzt liegen beide Männer
am Boden. Mad Dog schweratmend mit dem Rücken auf der
Matte und Ben Slate erschöpft daneben, welcher aber
schon langsam beginnt sich Richtung Seile zu rollen. Slate
stützt sich an den Seilen, schafft es auf die Beine zu
kommen und nimmt sich den Night Fighter wieder, diesmal
bringt er ihn zur eigenen Ringecke, wo Bella und Iokepa schon
warten ihren Partner abzulösen. TAG! Iokepa ist nun
legal und begibt sich in Position hinter Ben Slate, welcher
eine Art Belly-To-Belly Suplex anwenden zu scheint, aber nur
um Iokepa den perfekten Spot zu liefern…
SUNSHINE
AUS DEM BELLY-TO-BELLY!
Sven:
„Ist das ein Tag Team Finisher der Modern Erasers?“
Pete:
„Es ist auf alle Fälle der Finisher von Iokepa,
welcher gesessen hat und Mad Dog scheint sogar am Kopf zu
bluten! Jetzt hat er die Möglichkeit das Ding zu
beenden!“
Sven:
„Er… er scheint nicht wirklich daran
interessiert zu sein? Warum geht er nicht in den Pin?“
Tatsächlich…
während der Fans noch ihre Buhrufe und Pfiffe sprechen
lassen, steht der Hawaiianer ohne Regung über Mad Dog
und blickt auf den blutenden Night Fighter herab. Keineswegs
mit einem Ausdruck von Dominanz oder überhaupt einem
Anzeichen von Freude über diese Teamaktion. Bei diesem
Anblick werden selbst die Fans stutzig und die Hass-Tiraden
klingen langsam ab. Mit offenem Mund blickt Iokepa in die
Zuschauerreihen, als würde er sagen wollen „So
soll es nicht sein“. Slate hingegen wirkt aufgebraust
am Apron stehend und brüllt ihn an.
Ben
Slate: „Was machst du da? Los! Beende es!“
Ein
Pinfall wäre die logische Konsequenz für ein jeden,
aber Iokepa stattdessen hilft seinem Gegner auf die Beine.
Für einen kurzen Augenblick wirkt es, als würde der
Hawaiianer hier die Seiten wechseln wollen, als Mad Dog sich
aber schüttelt und nach ein paar wenigen
Taumelbewegungen wieder fest im Stand befindet, schnappt sich
Iokepa die Töle und geht in den Clinch.
Sven:
„Ein Clinch in dieser Phase des Kampfs? Sein Gegner ist
fast am Ende und Iokepa noch mit voller Kraft.“
Pete:
„Iokepa hat selbst gesagt, er möchte Mad Dog in
einem fairen Kampf schlagen und das ist wohl der richtige Weg
für ihn.“
Was
auch immer Iokepa antreibt, seine Kräftereserven sind
bisher unverbraucht und so kann er schnell die Oberhand im
Clinch gewinnen und hält den Night Fighter in einem
Headlock. Aus dem Hold heraus schwingt er Mad Dog in die
Seile, rennt hinterher, an ihm vorbei, um selbst in die Seile
zu schwingen und dann auf Mad Dog zu, welcher gerade wieder
von der anderen Seite zurück schellt, springt hoch zum
Single-Arm DDT, aber die Töle hält in fest und
kontert in einen Sideslam! Mad Dog konnte tatsächlich
noch genug Kraft aufwenden, um Iokepas Aktion zu stoppen und
der junge Hawaiianer zweifelt wohl nun an seiner
Entscheidung, nicht den Pin versucht zu haben.
Nichtsdestotrotz braucht Mad Dog eine Weile zum Durchatmen,
während er sich auf den Knien abstützt, derweil
kann Iokepa sich in die Ringecke rollen. Jetzt muss er seine
Energie nutzen, er stürmt auf Mad Dog zu und landet
einen Dropkick auf die Brust gegen den knieenden Night
Fighter! Nicht lange lässt der Standing Moonsault auf
sich warten und dann setzt er endlich zum Pin an.
1…
2…
KICKOUT!
Noch
nicht genug! Dies war wohl zu viel Zeit für den Night
Fighter, um wieder etwas seiner Kräfte zu sammeln, auch
wenn das Blut über seinem Gesicht was anderes sagt.
Iokepa zieht Mad Dog am Arm hoch und setzt eine Irish Whip
an, wird aber selbst in eine Irish Whip gekontert und in die
Ringecke befördert, wo die groteske Töle nicht lang
fackelt und hinterhergerannt kommt.
DOG
BITE!
Iokepa
wird vom Spinkick des Night Fighters getroffen und die Menge
tobt! Mit kaum noch Kraft, hat er wieder die Oberhand
gewinnen können und einen seiner Signature Moves gegen
den Hawaiianer angebracht. WAU! WAU! WAU! Die Menge feuert
Mad Dog weiter an und er genießt die Chants, bevor er
sich Iokepa schnappt.
ENTER
NIGHT!
Es
folgt ein sofortiger Pinfall. 1… 2… aber Ben
Slate rettet seinen Kollegen aus dem Coverversuch und drängt
den Night Fighter sofort in die Ecke, wo er ihn fixiert.
Guido Sandman will ihn wieder zurückschicken, doch in
dieser Zeit nutzt Iokepa seine letzten Kräfte, die er
noch hat, um mit Bella Venera zu taggen. Die Schönheit
hat lange genug gewartet und rennt auf Mad Dog zu, welcher im
letzten Moment von Slate losgelassen wird… RUNNING LEG
LARIAT! Die Töle geht erneut zu Boden und anders als
Iokepa, wartet Bella nicht lange.
GOODNIGHT
KISS!
Sie
setzt sofort zum STF an, den Move, den sie am besten
beherrscht und für einen so sehr geschwächten Mad
Dog heißt es jetzt sich durchzubeißen. Das Blut
tropft von Mad Dogs Stirn über sein ganzes Gesicht und
verschmiert sich auf den Armen von Bella Venera, er versucht
alles um sich irgendwie zu befreien, doch sie zieht die
Submission immer fester! Schlussendlich merkt der Night
Fighter, dass seine Kraft nicht mehr ausreicht und er tappt
ab.
Ding,
ding, ding!
Auf
der Stelle befinden sich Ben Slate und Iokepa wieder im Ring
an der Seite von Bella Venera, welche noch deutlich zu
erkennen, das Blut von Mad Dog an ihren Armen zu kleben hat.
Stören tut es sie kaum, sie scheint erleichtert und froh
darüber, den Veteranen zur Aufgabe gezwungen zu haben.
Die drei feiern ihren Sieg und die Fans buhen sie aus, auch
wenn es von Beginn an nach einem unfairen Kampf aussah, den
Mad Dog nur verlieren konnte, sind die Fans keineswegs
zufrieden mit dem Sieg der Modern Erasers.
Tammy:
„Liebe GFCW-Galaxy, ich habe die große Freude, ein
Doppel-Interview zu führen mit zwei Männern, bei denen
es nicht selbstverständlich ist, sie vor das Mikrofon zu
bekommen. Hier sind Danny Rickson und Robbin Zick – Refuse
To Age.“
Die
Kamera fährt ein Stück zurück und zeigt, was Tammy
angekündigt hat. Neben der Interviewerin stehen – in
Ermangelung eines Kampfes am heutigen Tag in Zivil gehüllt –
zwei Männer, die zwar seit Januar für einiges an
Aufruhr gesorgt haben, aber bislang weder Tammy noch Mac Müll
Rede und Antwort starten. Wenn Refuse to Age auftritt, dann ist
es meistens eine Inszenierung nach der Regie Ricksons. Eine
selbstverherrlichende Promo oder ein von ihm orchestrierter
Übergriff auf Feinde wie Ask Skógur. Bodenständige
Gespräche vor der Sponsorenwand zählten bislang nicht
zum Repertoire des unnahbaren Hall of Famers.
Tammy:
„Hallo Danny, hallo Robbin.“
Zick
setzt an, etwas zu erwidern. Doch die Mundfaulheit Ricksons, der
Tammy nur mit einem Seitenblick quittiert, wirkt ansteckend; und
so bleibt auf Zick stumm. Nach einem Augenblick unangenehmer
Stille räuspert sich Tammy, dann fährt sie fort.
Tammy:
„Alles klar, ihr wollt scheinbar die Belanglosigkeiten
überspringen.“
Danny
Rickson: „Auch diese Feststellung zu erwähnen, ist
eine Belanglosigkeit. Stell einfach deine Frage, Tammy. Was ist
sie?“
Dass
ihr so über den Mund gefahren wird, ist selbst für
Tammy nach mehr als einem Jahrzehnt in der GFCW keine
Alltäglichkeit. Trotz aller Professionalität kann sie
nicht verhindern, dass ihre Mundwinkel ein Stück absacken.
Wenn
Danny Rickson SO spielen will, dann soll er es bekommen.
Tammy:
„Gut, machen wir es kurz. Frage 1: Danny, würdest du
zustimmen, dass dein Comeback in dieser Liga bislang keine
Erfolgsgeschichte ist?“
Es
wirkt, als habe man der Szenerie die Luft herausgesogen. Robbin
steht, kaum dass er diese provokative Frage vernommen hat, mit
fassungslosem Gesichtsausdruck da und hört auf zu atmen. Die
Stimmung scheint zu knistern. Nicht im positiven Sinne. Rickson
hat eine „Was erlaubt die sich?“-Miene im Gesicht.
Nach Sekunden betretenden Schweigens tritt der Engländer
vor.
Danny
Rickson: „Willst du das wirklich tun, Tammy?“
Tammy:
„Was?“
Danny
Rickson: „Deine Chance auf ein Interview mit mir dafür
hergeben, eine absurde Frage zu stellen? Deine Unterstellung hat
keinerlei Grundlage.“
Tammy:
„Diese Grundlage sehe ich schon.“
Wieder
wird es still. Diesmal schnappt Zick hörbar nach Luft.
Refuse to Age ist offenbar nicht mit der Erwartung angetreten,
dass es Widerspruch geben könnte.
Tammy:
„Du hast deine beiden großen Kämpfe seit dem
Comeback verloren. Erst Ask, jetzt das 4-Way…“
Mit
funkelndem Blick starrt Rickson Tammy an. Seine Halsschlagader
tritt hervor.
Tammy:
„…und auch abseits des Ringes hält sich der
Einfluss von Refuse to Age in Grenzen. Der Versuch, Ask Skógur
zu rekrutieren, hat nur zu einer Feindschaft geführt. Und
Iokepa hat sich lieber einem Neuling wie Ben Slate
angeschlossen.“
Robbin
Zick blickt zwischen Tammy und Rickson hin und her. Seine Emotion
schwankt zwischen Aufregung und Ärger. Man sieht ihm den
Wunsch an, dem Hall of Famer zur Seite zu springen, doch ohne
dessen explizite Zustimmung würde er nie die Initiative dazu
ergreifen. Also bleibt Zick nichts übrig, außer stumm
darauf zu warten, dass sich Rickson zu einer Antwort hinablässt.
Doch
dann kommt alles anders.
Danny
Rickson dreht sich wortlos um und geht davon. Die non-verbale
Version von „Kein Kommentar.“
Während
Ricksons Schritte bereits durch den Backstagebereich hallen, als
es sich mit einem gezischten „Das muss ich mir nicht bieten
lassen!“ entfernt, will Tammy nicht so einfach ablassen.
Tammy:
„Danny, warte!“
Sie
will hinterher. Doch in diesem Moment löst sich Robbin Zick
aus seiner Starre und tritt Tammy mitten in den Weg. Bei einer
Körpergröße von Einsneunzig und mehr als 100
Kilogramm Lebendgewicht hat selbst die resolute keine Chance, da
vorbeizukommen. Sie bleibt stehen und muss mit ansehen, wie sich
Rickson ihr entzieht. Bald ist der Engländer in der Ferne
verschwunden.
Robbin
Zick: „Du musst lernen, mehr Respekt zu zeigen, wenn du
Antworten willst.“
Ein
Grummeln entfährt aus Tammys Kehle. Sie starrt Zick an.
Tammy:
„Ich mache diesen Job schon sehr lange, Robbin. Ich brauche
keine Ratschläge von jemanden, der 15 Jahre jünger
ist.“
Robbin
Zick: „15?“
Erschrocken
blickt Zick an Tammy auf und ab. Seine Augen bleiben an ihren
feinen Gesichtsfältchen hängen.
Robbin
Zick: „Bist du dir sicher? Ich dachte, es würden
mindestens 20 sein.“
Mit
der Fingerspitze tippt er auf die Haut neben ihren Augen. Zieht
vorsichtig ihre Krähenfüße glatt. Bis Tammy ihm
unvermittelt die Hand verschlägt.
Und
jetzt ist es Tammy, die sich einfach umdreht und geht. Sie lasst
Zick stehen. Dann gibt es eben kein Interview. Professionalität
hat ihre Grenzen.
Robbin
Zick: „HE? Das kannst du doch nicht machen!“
Seine
Stimme wird zu einem lauten Ruf, als Tammys Gestalt im langen
Gang immer kleiner wird.
Robbin
Zick: „Interview mich! Jetzt sofort! Das ist dein Job! Komm
zurück!“
Nichts
geschieht. Tammy ist verschwunden. Genau wie Danny Rickson zuvor.
Robbin Zick steht verdattert da und braucht ein paar Sekunden, um
die Situation zu verarbeiten. Doch selbst dann fällt ihm als
Reaktion nur ein, ärgerlich Luft auszustoßen. Sein
„Pff“ könnte gut und gerne der Abschluss dieser
Szene sein.
Doch
dann merkt er, dass er beobachtet wurde.
Robbin
Zick: „Hast du ein Problem? Geh weiter.“
Wem
seine Worte gegolten haben, wird dann deutlich, als die Kamera
herumschwingt. In guten zwei Metern Entfernung steht Jona
Pexianer. Petes Sohn hat die Arme vor der Brust verschränkt
und ein Grinsen auf den Lippen.
Jona
Pexianer: „Einen Scheiß werde ich.“
Er
macht einen Schritt auf Zick zu.
Jona
Pexianer: „Ich schaue dort zu, wo ich will. Und wenn ich
sehe, dass ein Arschloch wie du mal einen vor den Bug geschossen
bekommt, dann…“
Ein
weiterer Schritt in Richtung des Refuse to Age-Marketers.
Jona
Pexianer: „…schaue ich noch genauer hin.“
Robbin
Zick: „Weißt du, wo ich gerne hinschaue, hm? Wenn
wieder einmal die Wiederholung von der Szene kommt, in der ich
dich und deinen nutzlosen Vater im Ring gefesselt hatte. Als ich
dir in deine Eier trat, damit du nicht noch eine dritte
Generation von Pexianer-Losern zeugen kannst.“
Die
Erinnerung an die Geschehnisse vor der Anniversary Show, als Zick
im Auftrag von Sven erst Pete und dann auch Pex fesselte, um
ihnen mit Seife den Mund auszuwaschen, ist der Galaxy noch
präsent. Und den Beiden, die sich hier gegenseitig
provozieren, erst Recht.
Jetzt
stehen sie Kopf an Kopf. Doch überraschenderweise hat
Pexianer, bei all der Anspannung in der Szenerie, ein Grinsen auf
den Lippen.
Jona
Pexianer: „Was bist du doch für ein Trottel, Robbin.
Erinnere niemals einen Stärkeren daran, dass man noch eine
Rechnung offen hat.“
Und
dann fliegt die erste Faust.
Innerhalb
von Sekunden sind Zick und Pexianer ineinander verschlungen und
prügeln aufeinander ein. Die Schläge kommen so wild und
unkontrolliert, dass die Kamera – die mehr als einmal in
Sicherheit gebracht werden muss, damit sie nicht umgerissen wird
– kaum einfangen kann, wer grad die Oberhand ist.
Für
eine Sekunde sitzt Zick auf Pexianer, umschließt mit zu
Klauen umformierten Händen dessen Hals. Doch bevor er
zudrücken kann, schnellt Jonas Kopf nach oben. Seine Stirn
rammt in Zicks Nase. Dieser wird mit einem „Uff!“,
gefolgt von einem nasalen Grunzen, zurückgestoßen. Er
bleibt auf dem Boden liegen und hält sich die Nase.
Robbin
Zick: „Das wirst du büßen!“
Kurzer
Check, ob irgendetwas blutet oder locker sitzt. Glücklicherweise
nicht der Fall. Also springt Zick auf und stürzt sich wieder
auf Pexianer. Petes Sohn hat, sehr zur Freude des
Hallenpublikums, die Oberhand. Er drückt sein Gegenüber
an die Wand. Und anders als Jona zuvor hat Robbin keinen Ausweg
parat, um aus der eingeengten Situation zu entkommen.
Es
sei denn…
…man
hat einen Danny Rickson in der Hinterhand.
Die
Schritte des Hall of Famers kommen hastig näher und sogleich
ist der Hall of Famer dann auch im Bild. In seiner Wut, die sich
seit den unverschämten Fragen Tammys angestaut hat, legt er
keinen Wert mehr auf Taktik und Zurückhaltung. Er fragt sich
auch nicht, ob es nicht unter seiner Gehaltsklasse ist, mit einem
Nobody wie Pex zu rangeln…- nein, er schlägt einfach
zu.
Rickson
reißt Jona von Robbin weg. Der jüngere Part von Refuse
to Age atmet erleichtert durch, doch gönnt sich nur einen
Augenblick Entspannung. Dann geht auch er auf Pexianer zu. Zu
zweit machen sich die Verbündeten bereit, Petes Sohn zu
überwältigen.
Bis
Ask Skógur da ist.
Der
Schwede war bereits Retter in der Not für Pexianer. Und er
hat kein Problem damit, diese Rolle erneut zu spielen. Besonders
wenn es auch eine Chance gibt, dadurch Danny Rickson in die
Finger zu bekommen.
Jetzt
ist keine Zeit für Worte. Ask ist kaum herbeigesprintet, da
befindet bereits der erste BJÖRNSMACK ins Ziel und
schleudert Robbin Zick nach hinten. Der Weg in Richtung Rickson
ist bereitet. Und plötzlich ist es der Engländer, der
alleine zweien gegenübersteht. Denn auch Pexianer ist noch
auf den Beinen. Sie kommen auf ihn zu.
Bis
Pexianer mit einem Schmerzensschrei zu Boden geht. Hinter ihm
steht ein Robbin Zick, der nach dem Wirkungstreffer von Skógur
schwankt – aber der Wille, Rickson zu retten, ist stark.
Und
der Stuhl in seiner Hand tut den Rest.
Zick
holt aus, um erneut mit dem Chair zuzuschlagen. Diesmal geht es
in Richtung Ask, der Angriff wird mit einem Kampfschrei garniert.
Während die Waffe schon hoch über dem ehemaligen GFCW
World Champion aufragt, trifft dieser eine verzweifelte
Entscheidung. Er hat keine Gelegenheit mehr, die Aktion irgendwie
zu kontern. Wie auch…unbewaffnet gegen einen Chair? Aber
er hat noch eine Chance: Schneller zu sein.
Skógur
beugt sich nach vorne, macht sich kleiner. Während Zick noch
in der Luft ausholt, greift Ask nach dem Oberkörper des
Hannoveraners und reißt diesem im Footballer-Stil mit dem
gesamten Körpergewicht um. Zick versucht, im Fallen nach Ask
zu schlagen, doch bekommt nicht mehr genügend Schwung in die
Aktion, um ernsthaft Schaden anzurichten.
Nun
geht es am Boden weiter. Ask reißt den Chair aus Zicks Hand
und wirft ihn weit davon, um Chancengleichheit herzustellen.
Seine Hand soll ihr Ziel in Robbins Gesicht finden, doch dann
taucht Rickson hinter ihm auf. Zieht ihn weg. Setzt ein paar
Schläge nach. Jetzt geht alles ganz schnell. Und alsbald
mischen auch Jona und Zick wieder mit. 4 Männer prügeln
sich wild durch einen engen Backstagegang. Immer wieder stoßen
sie an Wände. Es werden Produktionskisten umgerissen,
Mitarbeiter springen erschrocken zur Seite.
Dann
kommt die Security.
Die
die Teilnehmer des Gerangels allerdings kaum mitbekommen, so sehr
wie sie alle in Rage aufeinander verfallen sind. Selbst Ask
scheint nur Rot zu sehen, WÜTEND zu sein und realisiert
dabei kaum, dass er gerade nicht mehr nur auf Zick und Rickson
einschlägt, sondern auch auf verschiedene Security-Männer…
…
als er das aber
realisiert, rafft er sich für einen kurzen Augenblick, um
das nicht länger zu zulassen, denn die sind nicht seine
Feinde.
Zwei
Dutzend Männer sind nötig, um die Vier
auseinanderzuhalten. Wie eine Menschenwand baut sich das
Sicherheitsheitsteam zwischen Pex und Ask auf der einen sowie
Refuse to Auge auf der anderen Seite auf. Pex tigert nervös
umher, sucht nach einer Lücke, um durchzubrechen. Er will
diesen Kampf nicht aufgeben. Er will die Rache an Zick –
und auch an Rickson. Jetzt. Jetzt sofort. Doch diese Gelegenheit
ergibt sich nicht.
Ask
hingegen, hat scheinbar etwas anderes im Sinn.
Ask
Skógur: „Hey, ihr Seifentrottel.“
Die
bösesten Beleidigungen mag Ask nicht auf Lager haben, er
spricht sie aber so überzeugt und ehrlich, dass es irgendwie
doch funktioniert und gerade „Seife“ hat hier ja doch
schon eine recht bedeutende Rolle gespielt.
Ask
Skógur: „Bei diesem wüsten Rumgeprügel
werden nur noch Leute verletzt, die nichts dafür können.
Ich allerdings, will euch verletzen. Euch beide, nicht nur dich,
Danny, sondern auch das Helferlein.“
…
diese
Bezeichnung dürfte Robbin Zick wohl doch etwas deutlicher
treffen, gerade in Bezug darauf, wie sehr er sich vor Tammy
aufgespielt hat.
Ask
Skógur: „In zwei Wochen, will ich euch, in einem Tag
Team Match!“
Bevor
hier irgendwer auch nur an die Frage „Wer wird denn dein
Partner, Ask?“ denken kann, dreht dieser sich ruckartig zu
Jona Pexianer um.
Ask
Skógur: „Und du wirst mit mir kämpfen.“
Vielmehr
Aussage, als Frage, wenn letzteres doch etwas mitschwingt. Es ist
wohl am allermeisten eine Art Test, ob, nachdem Ask sich so oft
für Jona eingesetzt hat, dieser jetzt auch bereit ist das
gleiche zu tun.
Die
Augenbrauen Pexianers gehen hoch. Damit hat er nicht gerechnet.
Nichts lieber als das. Sein Ärger darüber, von der
Security zurückgehalten zu werden, weicht der Begeisterung.
Er nickt Ask eifrig zu.
Und
Ask scheint noch nicht fertig.
Ask
Skógur: „Mann, ich bin ehrlich. Ich weiß noch
nicht so wirklich, was ich von dir halten soll. Aber ich weiß,
dass du WÜTEND bist. Und das zurecht. Aber du selbst musst
die WUT kontrollieren und dich nicht von ihr kontrollieren
lassen. Und in zwei Wochen, da werden wir diese WUT nutzen, um
den Kampf zu gewinnen.“
Ask
hält Pex die Faust hin, mit der unausgesprochenen
Aufforderung, zur Bestätigung einzuschlagen. Ask weiß,
dass man in Situationen wie denen, in der sich Jona Pexianer
gerade befindet, Hilfe braucht. Keek hat ihm diese damals gegeben
und jetzt ist er dran, einem anderen jungen Wrestler dabei zu
helfen, nicht der WUT zu verfallen.
Robbin
Zick: „Wut macht Falten, Leute.“
Den
Einwurf Zicks übergehen alle restlichen Anwesenden. Denn die
Aufmerksamkeit liegt auf dem Anführer, der jetzt darüber
entscheiden muss, ob es zu Asks Forderung kommt.
Danny
Rickson: „Wie herzerwärmend. Nun spielst du den
Mentor, Ask. Ich dachte, das wäre eine Sache für Leute,
die über ihrem Zenit sind. Vielleicht ist das ein Zeichen
dafür, dass diese Liga bald von dir erlöst ist…“
Rickson
tigert, umrahmt von Security, in sicherer Entfernung hin und her.
Er spricht mit solcher Selbstverständlichkeit davon, dass
die GFCW von Ask „erlöst“ werden muss, dass man
darüber ganz vergessen könnte, wer vor wenigen Wochen
noch um einen Beitritt Skógurs zu Refuse to Age gebuhlt
hat. Nämlich er. Doch seitdem ist aus Ricksons
Respektbezeugung nichts als Ablehnung geworden. Vielleicht Hass.
Danny
Rickson: „Ihr sollt bekommen, was ihr wollt. Ich und
Robbin, gegen euch Beide.“
Er
wendet sich ab und geht davon, ohne auf Zick zu warten, der ihm
hektisch hinterherstapfen muss, um nicht abgehängt zu
werden.
Im
Weggehen dreht sick Rickson ein letztes Mal um.
Danny
Rickson: „In zwei Wochen wird der Mythos Ask Skógur
entzaubert werden. Verlass dich drauf.“
Diese
Musik ertönte erst zwei Mal in der Geschichte der GFCW, aber
es waren prägnante Momente, sodass sofort alle Fans in
Kempten hellhörig werden – zumal es an und für
sich auch keine unbekannte Musik in der Welt des Wrestling ist,
sondern der Theme Song der amtierenden WFW Titelträgerin
Stella Nova. Jene Inderin mit der schwarz-orangenen Haarpracht,
die bei der Anniversary Show The End um den Titel forderte und
die letzte Show zu Vertragsgesprächen zugegen war. Dass sie
hier nun ins Spotlight tritt, kann also eigentlich nur Eines
bedeuten.
Die
Reaktionen der Fans darüber sind gemischt – dass ihr
erstes GFCW Match ein World Title Match bei der Anniversary Show
war, das hat vielen missfallen, doch war es dieser Umstand, den
die Fans gehasst haben und nicht Stella Nova selbst. Auch wenn
sie sich mit einigen Aussagen auch nicht gerade beliebter gemacht
hat. Und dennoch – der 3 Way gegen The End und Monica Shade
hat die GFCW Fans lernen lassen, was WFW Fans schon seit vielen
Jahren wissen: Stella Nova hat ein großes Mundwerk, kann
dieses aber auch durch große Taten bestätigen. Es war
knapp genug bei der Anniversary Show. Diese sportlich so potente
und obendrein auch noch hochattraktive Frau weiterhin als Teil
von GFCW zu haben ist daher durchaus ein Grund für Jubel.
Man darf also sagen, dass die Resonanz nicht so negativ ist, wie
noch bei der Anniversary Show, aber direkt positiv ist sie auch
nicht.
Der
Leitstern des Professional Wrestling nimmt dies als
Selbstverständlichkeit zur Kenntnis, für sie stand dies
alles nie zur Debatte. Tatsächlich hatte sie selbst genau
das ja auch mehr als einmal so klar gesagt. Sie ist ein Gewinn
für jede Promotion ohne „wenn“ und ohne „aber“.
Die wie üblich in ihren kometenhaften Schurz und ein knappes
Top mit Sternausschnitt gehüllte Stellare hat den WFW
Temptation Titelgürtel um die Hüfte geschnallt, geht
tänzelnden Schrittes zum Ring und ist mit geübter
Leichtigkeit mit einem ansatzlosen Sprung hoch auf dem Apron und
mit einem Zweiten rüber über die Seile.
Im Ring
angekommen gibt sie eine fotogene Pose zum Besten, ehe sich die
Hallenbeleuchtung normalisiert und sie ein Mikrofon zur Hand
nimmt.
Stella
Nova: „Frohlockt, oh GFCW Galaxy, denn ich, der Stern aller
Sterne, bleibe euch erhalten!“
Okay,
ihr Auftritt an sich hat dies bereits nachhaltig angedeutet, aber
diese offizielle Bestätigung wird trotzdem positiv
aufgefasst.
Stella
Nova: „Ich weiß, mein rascher Eintritt in die höchste
Stratosphäre von GFCW ist nicht auf viel Gegenliebe
gestoßen, doch Geringeres wäre mir gegenüber
nicht angemessen gewesen. Ich bin schließlich nicht
irgendwer, sondern WFWs amtierende Titelträgerin und
dreifache Titelträgerin, ich bin der Leitstern des
Professional Wrestling und als solcher war es nur sinnig mich so
einzusetzen, dass ich die größtmögliche
Strahlkraft entfalten konnte.“
Letzte
Show hatte sie noch darüber sinniert möglicherweise als
Trophäe für The End angeworben worden zu sein, dieser
Punkt fehlt in ihrer Rhetorik jetzt. Auch wenn sie innehält
und mit bedeutsamen Wedeln des Zeigefingers nun auf The End zu
sprechen kommt.
Stella
Nova: „Letztlich war es von Seiten des GFCW Office eine
hervorragende Entscheidung. Fanresonanz und Ticketverkäufe
wurden durch mich angekurbelt und ich konnte sogleich hinlänglich
beweisen auch bei GFCW zur absoluten Topriege zu gehören.
Mich besiegt zu haben war obendrein der mit Abstand größte
Sieg in der Karriere von The End, der damit bestätigen
konnte, dass er so gut ist, wie er angepriesen wird. Womit er
indirekt bestätigen konnte, dass der GFCW World Title
zurecht als bedeutsam empfunden wird.“
Erneut
gemischte Reaktionen seitens der Fans – das Lob für
The End und GFCW wird gern gesehen, auch wenn es weniger gut
ankommt, dass Stella den Sieg über sie deutlich über
etwa den Sieg von The End gegen Aldo Nero erhebt. Von manch
anderen in der nunmehr ferneren Vergangenheit ganz zu schweigen.
Stella
Nova: „Doch zu dieser Wahrheit gehört auch, dass The
End unverändert Herausforderer animieren und manipulieren
muss, auf dass der GFCW Titel umkämpft ist. Etwas, das er
ohnehin wäre, hätte ich ihn gewonnen. Ja, auch wenn ihr
es nicht glauben mögt, GFCW wäre mit mir als Champion
besser dran. Mehr noch: das Wrestling an sich wäre mit mir
als Doppel-Champion besser dran. Aber aufgeschoben ist ja zum
Glück nicht aufgehoben und nach der Einigung von mir mit
GFCW steht einer strahlenden Zukunft nicht mehr viel im Weg,
außer dass ich den Weg zum GFCW World Title erneut finde
und dann auch erfolgreich bis zum Ende gehe.“
Demonstrativ
ist sie mit zwei Tanzschritten an der einen Seite des Rings und
schreitet dann flott auf den Zehenspitzen die Gesamte Ringbreite
ab.
Stella
Nova: „Und das wird wohl kaum lange dauern, immerhin bin
ich… ich.
Und doch gibt es keinen Grund zur Eile. Während andere nur
ein einjähriges Tryout in Sachen Vertrag erhalten, ist das
bei mir anders. Ich bin gekommen, um zu bleiben, bin gekommen,
auf dass ihr lernt meinen Namen mit derselben Ehrfurcht
auszusprechen, wie ihr über Männer wie Zereo Killer,
Morbeus, Mad Dog oder eben The End sprecht. Was die Vernünftigen
unter euch bereits machen.“
Und
schon gibt es wieder einige Pfiffe und Buhrufe – obgleich
einige Wenige Beifall klatschen. Als nunmehr über 14 Jahre
im Wrestling aktive und sehr erfolgreiche Frau ist es ja nun
nicht falsch Respekt für sich einzufordern und doch hat
Stella gekonnt eine Variante gefunden, mit der sie vielen vor den
Kopf gestoßen hat. Und man darf ihr unterstellen, dies mit
voller Absicht getan zu haben. Auf jeden Fall lächelt sie ob
der Reaktionen und beginnt nun mit den Fingern zu zählen –
für einige Augenblicke, das war zur Veranschaulichung, nicht
mehr und nicht weniger.
Stella
Nova: „21 Punkte Rückstand auf die Top 200 der ewigen
Tabelle. 50 Punkte Rückstand auf die Top 100. 83
Punkte Rückstand auf die Top 50. 147 Punkte Rükstand
auf die Top 25. 190 Punkte Rückstand auf die Top 10. 290
Punkte Rückstand auf die Top 3. 405 Punkte Rückstand
auf… Zereo Killer. Eine Menge Punkte, vorausgesetzt die
Zahlen stimmen. Vielleicht zu viele. Aber vielleicht auch nicht.
Doch egal wie viele Punkte es auch werden, ich bin schon jetzt
etwas Besonderes in der GFCW Geschichte und werde euch noch mit
vielen großen, erinnerungswürdigen Momenten
beglücken...“
Und
wie sie das sagt, gibt es bereits einen Moment, doch ist es ein
Moment, den Stella Nova so im wahrsten Sinne des Wortes nicht hat
kommen sehen: das Licht beginnt nämlich zu flackern,
verlöscht und dann meldet sich jemand auf dem großen
Bildschirm zu Wort.
Ben
Slate: „Spar dir deine selbstgedachten Lobeshymnen auf, du
bist in dieser Liga nicht willkommen!“
Wer auch immer jetzt mit
einem Auftritt des Schweizers gerechnet hat, sollte überlegen
Lotto zu spielen - und doch sieht man ihn jetzt in der ganzen
Arena groß auf dem Bildschirm in einem Close Up, seinen
Seidenmantel und die breiten Schultern kann man geradeso noch
erkennen und im Hintergrund befindet sich Iokepa, der wie ein
zurückhaltender Rückenstärker hinter Ben Slate
positioniert ist. Nur Bella Venera fehlt aus der Modern
Erasers-Gruppierung, welche vorhin noch Mad Dog im Handicap Match
zerstört haben.
Auch die Fans erinnern sich
nur zu gut an die Aktionen gegen den Night Fighter und das
unfaire Match, weshalb die Buhrufe gegen sie umso lauter durch
die Arena hallen. Sicher sind die Fans bisher nicht sonderlich
positiv gegenüber Stella Nova gestimmt gewesen, der Hass
hingegen shiftet sich jetzt ganz klar gegen Slate und die Modern
Erasers.
Ben
Slate: „Du bist ein Fremdkörper, Stella Nova. Genau
wie dieses Unkraut von Mad Dog, welches wir heute dem Garaus
gemacht haben, bist du nur ein Schandfleck der GFCW.“
Abermals lauter werdende
Pfiffe und negative Zwischenrufe der Fans ertönen, als Slate
den Night Fighter erwähnt.
Ben
Slate: „Sieh doch, Stella. Wir, die Modern Erasers, werden
für einen Wandel in dieser Liga sorgen! Um eine glorreiche
Zukunft für die GFCW zu sichern, fühlen wir uns dazu
berufen die im Weg stehenden Faktoren selbst zur Seite zu räumen.
Dein Licht wird nicht lange strahlen, geschweige denn sein volles
Potenzial entfalten können, denn bevor ein weiteres Unkraut
sich hier festsetzt, werden wir es ausradieren!“
Nach diesen Worten werden die
Buhrufe nicht weniger, eher im Gegenteil, die unsympathische Art
von Ben Slate zeigt den Fans deutlich, wen sie wirklich hassen
wollen, und während der Schweizer schelmisch zu grinsen
scheint, steht Iokepa weiter im Hintergrund und hält sich
etwas zurück.
Iokepa:
„…:“
Es wirkt, als würde dem
Hawaiianer etwas auf der Zunge liegen. Oder auf dem Herzen. Denn
sein Gesicht ist gefangen in einem nachdenklichen Ausdruck. Doch
bevor es für das Publikum die Gelegenheit gibt, mehr darüber
nachzudenken, spricht Ben Slate vor ihm bereits weiter.
Ben
Slate: „Zeit dir die Lichter auszuknipsen.“
Mit dem Satz schaltet sich
der Bildschirm ab und bis auf vereinzelte Handytaschenlampen der
Fans, ist die Arena vollends verdunkelt.
Kaum erhellt sich der Raum,
sieht man in exakt derselben Sekunde, wie Bella Venera mit einem
Big Boot aus dem Nichts Stella Nova zu Boden schickt! In der Hand
hat sie einen Stuhl und diesen schmettert die Geliebte von Iokepa
immer weiter auf den Leitstern ein. Dann schmeißt sie das
Teil weg, schaut sich einen Moment ihr Werk an.
Die Buhrufe prasseln auf sie
ein, die Fans werfen mit Pappbechern nach der zweiten unfairen
Aktion der Modern Erasers an diesem Abend. Doch Bella, noch das
Blut des verrückten Hundes an den Armen klebend und von
diesem Ereignis immer noch merklich euphorisiert, lächelt…
Während adrenalingetränkter Atem hastig durch ihren
Mund rast, blitzt tatsächlich Freude auf. Es ist, als würde
eine Last von ihr fallen, als würde das Echo in ihrem Ohr
für einen Moment schweigen.
Für einen erlösenden
flüchtigen Moment…
Doch dann verzeiht sich das
anmutig strahlende Gesicht erneut zu einer Karikatur seiner
selbst. Aus dem Lächeln werden gebleckte Zähne, aus den
bezaubernden Augen blitzt Zorn, die weichzarten Wangenmuskeln
zucken vor aggressiver Spannung.
Mit einem Satz wirft Venera
sich auf Stella und es hageln mehrere Fäuste! Bis sie zum
Goodnight Kiss – STF ansetzt, um Stella Nova weiter Schaden
zuzufügen.
Pete:
„Diese hinterhältige Attacke muss doch unterbunden
werden!“
Sven:
„Da stürmen auch schon die Security-Guards in den
Ring!“
Mehrere Security-Angestellte
und ein paar der Offiziellen versuchen die Situation nun
möglichst zu entschärfen. Während Bella von drei
Männern runtergezerrt und nach hinten gedrängt wird,
kümmert sich der Rest um den Schutz und das Wohlbefinden von
Stella Nova.
Zu gerne hätte wohl
Bella Venera hier noch mehr auf Stella eingeschlagen, dies zeigen
zumindest ihre wütenden Schreie und die Versuche, sich von
den Mannen loszureißen. Doch eben diese scheinen das
Schlimmste verhindert zu haben, zumal ihre Kollegen Stella Nova
nun aus dem Ring zerren. Man hört noch undeutlichen Worte,
die Stella in Richtung Ring ruft, doch alsbald ist sie hinter dem
Vorhang verschwunden und die Fans ertränken in im Ring
verbliebene Bella Venera in lauten Pfeifkonzerten, was die
bösartige Schönheit aber durch ein breites Grinsen
deutlich zu genießen scheint.
Lüstern leckt sie sich
über ihre blutroten Lippen und reckt dann ihre
blutbefleckten Arme so in die Höhe, als sei der Lebenssaft
des Night Fighters eine Trophäe, die sie gerade errungen hat
und deren Sieg eine neue Ära einläuten wird.
Bella
Venera: „Schönheit ist das, was ihr seht! Rache ist
das, was ihr spüren werdet!“
Backstage
wurde irgendwo eine ganz spezielle Interviewwand errichtet –
ausschließlich mit Werbung für Produkte der Lerbitz
Performance Group und des Switziverse Unlimited. Davor platziert
sind weder Tammy noch Mac Müll, sondern – Überraschung
– Mitglieder der LPG. Um genau zu sein ist es die
schwarzmähnige Chefin des LPG Förderkaders, Miria
Saionji, die wie üblich im weißen Minikleid dasteht,
schön zentral. Umringt ist sie von derer frei ihrer fünf
Schützlinge: „Phoenix“ Milly Vermillion, die
blond gelockte Kanadierin im feurig gefiederten Poncho, sowie den
ungleich größeren nordischen Schwestern Skadi Fenrir
und Idunn Jörmungandr, die es in der vergangenen Show
verpasst haben den Tag Team Titel zu erringen, weswegen die
Schneewölfin Skadi auch mächtig demoralisiert dasteht,
während Ouroboros-Riesenschlange Idunn ungetrübt ihrer
Lieblingsbeschäftigung nachgeht: ihren eigenen Schwanz in
dem Mund nehmen, soll heißen ihren Flechtzopf. Ob Idunns
Geschmack im Mund nun besser ist als der von Millys Burger darf
debattiert werden.
Miria
Saionji: „Hallo GFCW Galaxy, dies ist eine offizielle
Verkündung seitens des Switziverse Unlimited und der Lerbitz
Performance Group, also hört gut zu, denn egal wie wichtig
andere vorgeben zu sein, nichts ist wichtiger als das, was ihr
nun hören werdet. Und insbesondere ist nichts was Refuse to
Age äußert so wichtig wie das, was wir nun verkünden.“
Der
Stachel von Refuse to Age ignoriert zu werden, obgleich deren
Anspruch auf Ewigkeit mit „Miss Eternity“ so gut
passen könnte, sitzt tief bei Miria, so viel ist klar.
Miria
Saionji: „Wie ich letzte Show bereits verkündete, gibt
es eine von Darragh Switzenbergs Anwalt Mark Jilley vereinbarte
Klausel, dass niemand ein Intercontinental Title Match bestreiten
darf, solange die Rematchklausel nicht bedient wird, die der
großartige GFCW Wrestler Darragh Switzenberg entweder
selbst einlösen kann oder von einem Stellvertreter,
respektive einer Stellvertreterin.“
Ja,
das wissen wir seit letzter Show, also eigentlich eine unnötige
Wiederholung, außer dass es die Fans aufs Neue zum buhen
bewegt.
Miria
Saionji: „Nun bin ich sicher ihr seid alle brennend daran
interessiert, wer diese Klausel bedienen dürfen wird.“
Das
Lächeln der innenseitig blondierten „Aion“ ist
einmal mehr wunderschön und fies zugleich.
Milly
Vermillion: „Ehrlich gesagt nein. Machst du es nicht eh
selber?“
Mirias
Lächeln zuckt kurz. Ihre an die Fans gerichtete rhetorische
Frage war nicht dazu gedacht gewesen von Milly so salopp und
antiklimaktisch beantwortet zu werden.
Skadi
Fenrir: „Ich gestehe zu, auch ich war der Auffassung, dass
Ihr diese Klausel selbst bedienen würdet, so Darragh
Switzenberg dies nicht selbst zu machen wünscht. Gibt es
denn überhaupt eine Chance, dass es jemand anderes wird als
ihr?“
Mirias
Gesichtsausdruck wird betont gönnerhaft, ihre Stimme ebenso.
Miria
Saionji: „Oh, ich würde niemals meinen werten
Schützlingen eine solch große Chance vorenthalten.
Insbesondere nachdem ich meine eigene Chance hätte haben
können, wäre mir nur das Ei aufgefallen. Von daher kann
ich verraten, es wird eine von Euch Dreien...“
Verdächtig
bescheiden und selbstkritisch von Miria. Sehr verdächtig
sogar. Idunn zählt derweil angestrengt mit den Fingern mit.
Miria
Saionji: „Da ihr beiden hehren Nordlichter ein Tag Team
seid, dürfte es aber kaum überraschen, dass ich für
diese Chance Milly Vermillion vorgesehen hab--“
Monica
Shade: „Ehe du etwas verkündest, habe ich einen
Vorschlag zu unterbreiten.“
Die
Stimme der Leopardin aus Long Island unterbricht Mirias Monolog,
was diese erst verdrießlich macht, dann jedoch überwiegt
ihr Interesse – Monica ist schon lange nicht mehr mit dem
Rest der LPG zu sehen gewesen, nun ist es also mal wieder so
weit.
Miria
Saionji: „Sieh an wer uns mal wieder mit ihrer Anwesenheit
beehrt. Unsere ehemalige Talentsucherin mit ihrem Schwein. Da
frage ich mich doch, was so wichtig sein mag?“
Wo
die rosarot bezopfte US Amerikanerin ist, ist natürlich auch
ihr Stoffschwein nicht weit. Lady Rosi hat heute Platz in einer
Sporttasche gefunden, aus der sie extra putzig herausguckt.
Monica
Shade: „Ich hätte diese Klausel auch gern.“
Na
das war direkt zum Punkt. Miria guckt erst verdutzt, dann wird
ihr Lächeln breiter.
Miria
Saionji: „Und warum solltet wohl Ihr diese Chance
verdienen? Gehört Ihr überhaupt noch wirklich zu uns?
Wichtige Fragen, wie ich denke...“
Miria
fährt betont nachdenklich den Finger zum Mund, aber Monica
antwortet ohne nachzudenken wie aus der Pistole geschossen.
Monica
Shade: „Der Greatest Pigster mag weg sein, aber wir sind
alle noch Teil der Lerbitz Pigster Group, ja? Ist zumindest mein
Wissensstand. Ich bin mir nicht sicher, was du mit Darragh
Switzenberg verhandelst oder warum. Obgleich Lady Rosi und ich so
eine Ahnung haben. Das Switziverse Unlimited will die
Wrestlinginvestitionen der LPG übernehmen, weil
Entrepreneurin Lerbitz nach dem Debakel rund um Robert Breads und
Aiden Rotari am Wrestling das Interesse verloren hat. Kommt das
in etwa hin?“
Miria
verzieht keine Miene, egal wie fragend Monica sie ansieht.
Miria
Saionji: „Wenn schon nicht dir, sollte zumindest deiner
klügeren, schweinischen Hälfte klar sein, dass ich
nicht einfach so preisgebe, was genau meine Verbindung zu Darragh
Switzenbeg ist und welche Vereinbarungen es gibt. Aber ja,
aktuell sind wir noch alle Teil der LPG. Noch.“
Ein
bedeutsames wie betontes „noch“.
Miria
Saionji: „Wichtig ist, dass wir die Rematchklausel
einsetzen können und ich denke, dass Milly Vermillion dafür
die beste Kandidatin ist. Wie Skadi auch, hätte Milly
bereits Jason Crutch beinahe diesen Titel abgenommen – und
Zac Alonso ist kein Jason Crutch.“
Besagte
Milly hat derweil ihren Burger gegessen, reckt sich genüsslich
und nickt einfrig.
Milly
Vermillion: „Endlich sagst du mal was Vernünftiges.
Willst du Gold für unsere Gruppe, bin ich diejenige, die
dies realistischer macht als jede andere. Immerhin bin ich ein
weiser, mächtiger Phönix.“
Wie
üblich sagt sie das mit überzeugter Inbrunst, als ob
alle ob dieses Faktes nun vor Ehrfurcht auf die 1,50 kleine
Feurige blicken sollten. Es macht nur niemand.
Monica
Shade: „Du denkst jetzt nicht wirklich, dass du besser bist
als ich, oder etwa doch?“
Vielmehr
blickt Monica scharf zur blond Gelockten und auch Lady Rosi
beginnt in der Tasche Randale zu machen.
Milly
Vermillion: „Das denke ich nicht nur, das weiß ich.
Weil es so ist.“
Klare
Antwort. Und nun gibt es einen höchst intensiven
Augenkontakt zwischen Milly und Monica, der geradezu eine
Kampfansage von beiden Seiten ist.
Miria
Saionji: „Wie praktisch, dass es noch eine Show vor New
Level gibt. Ich würde sagen, dass es eine sehr einfache
Methode gibt, um festzustellen wer von euch besser ist und
folglich das Intercontinental Title Match verdient...“
Milly
und Monica nicken beide und blicken sich angriffslustig
gegenseitig in die Augen. Nächste Show gibt es Phönix
vs. Leopardin um Darragh Switzenbergs IC Klausel. Das verstehen
alle – bis auf Idunn, die verwirrt und Hilfe suchend gen
Skadi blickt, um es sich erklären zu lassen...
Non Title Match:
The End vs. Hollywood Jake
Referee:
Mike Kontrak
Er
kommt allein.
Falls
Hollywood Jake sich also wirklich dazu entschieden hat, dem
heute absenten Darragh Switzenberg den Rücken zu kehren,
so zeigt er es zumindest nicht offen. Denn als Jake die Rampe
hinabläuft, begleitet ihn weder das Klacken von Shelly
Nafes Stöckelschuhen noch lauert die massige Gestalt von
Iray Burch in seinem Rücken.
Dem
Gesicht nach geht der Mann aus Riesa den folgenden Kampf –
möglicherweise die größte Herausforderung
seiner Karriere – selbstbewusster an, als man es bei
seinem verunsicherten Ausdruck beim Gespräch mit The End
erwartet hätte. Scheinbar hat er die Vorbereitungszeit
in der letzten Stunde dazu genutzt, sich an den Kern seiner
Persönlichkeit zu erinnern: Arroganz. Denn jeder Schritt
in die Halle ist von unerschütterlicher Selbstliebe
geprägt. Er schreit, wenn auch nur symbolisch und nicht
im Wortsinn: Seht
mich an. Ich bin die Zukunft dieser Liga.
Kurz
vor dem Ring angekommen, entledigt sich Jakes seines
Pelzmantels und winkt einen Mitarbeiter heran, damit dieser
ihn in Verwahrung nimmt. Natürlich darf das wertvolle
Stück nicht zu Boden gleiten und liegenbleiben. Und so
steht er, der Youngster, in seinem Ringoutfit: Weiße
Stiefel über schwarzen Tights, auf deren Vorderseite in
der Type der Hollywood Hills-Landmarke sein Name geschrieben
steht.
Jake
lockert die Muskeln, nimmt einen kurzen Anlauf und slidet ins
Squared Circle. Heute ist der Tag, an dem er sich an die
Spitze katapultieren kann – oder der Tag, an dem er
untergehen wird.
Wir
kennen das mittlerweile: eine dunkle Halle, die beim
Erklingen dieser Musik mit einem Spot auf der Stage
beleuchtet wird und enormer Jubel kündigen ihn an, den
GFCW World Champion. Und sogleich tritt The End auch schon
auf die Bühne, wobei man ihm seinen Championstatus
regelrecht ansieht.
Er
steht da, im Zentrum der Aufmerksamkeit, in Lederjacke,
Wrestlinghose und natürlich mit dem heißbegehrten
World Title um der Hüfte und er schaut in die Menge an
GFCW-Fans, die ihm zujubeln und seinen Namen schreien. Wer
hätte das einst gedacht? Wohl kaum jemand, aber doch ist
es so. End ist der Champ und End ist beliebt.
Reagiert
End darauf? Wie immer, kaum, wenngleich er es auch sicher
genießt. So schaut er sich kurz um, bevor er
zielgerichtet in Richtung Seilgeviert läuft.
Pete:
„The End steht vor einer gewaltigen Aufgabe. Ohne Frage
hat er schon große GFCW-Wrestler besiegt, vor allem
aber in der Hinsicht ihres Stellenwertes für die Liga
und ihre Geschichte. Jetzt steht er einem wahrhaftigen großen
und starken Gegner gegenüber – ob er mithalten
kann?“
Sven:
„Ich hoffe nicht.“
Pete:
„Iray Burch das Monster, keiner hat es geschafft ihn zu
schlachten, schauen wir mal ob End da bessere Chancen hat,
heute allerdings geht es ohnehin erstmal gegen jemand anderen
und zwar gegen Hollywood Jake. Sven, sei ehrlich, denkst du
Jake kann heute gewinnen?“
Sven:
„Ich hoffe.“
Pete:
„Man sollte niemals nie sagen, aber The End ist der
unangefochtene Top-Star der Liga, ich habe keine Ahnung wer
ihn aufhalten kann, vor allem, wenn es nicht mal Iray Burch
schafft. Aber vielleicht tut er das ja und wer weiß,
vielleicht hat Hollywood Jake heute bessere Chancen als wir
es ihm zutrauen.“
End
erreicht den Ring. Er betritt diesen mit strengem Blick zu
Hollywood Jake, bevor er sich auf dem Turnbuckle noch einmal
feiern lässt. Anschließend steigt er ab, übergibt
den Gürtel an Mike Kontrak und stellt sich Jake direkt
gegenüber.
Und
damit kann es losgehen.
Schauen
wir mal, was wird.
~
Ding Ding Ding
~
Das
Match beginnt ruhig, noch stehen die Beiden einander
gegenüber. Langsam laufen Sie nun aber aufeinander zu
und wirken dabei ähnlich wie schon in ihrem kurzen
Aufeinandertreffen etwas früher in der Show. End wirkt
erhaben und selbstbewusst, Jake spielt erhaben und
selbstbewusst. Damit kommt er allerdings so gut wie gar nicht
durch bei The End, der recht sicher hinter die Fassade von
Mr. Hollywood schauen kann.
Mit
einem süffisanten Grinsen fordert der World Champ seinen
Gegner dazu auf, wahr werden zu lassen, was er heute
angekündigt hat – er will ihn besiegen? Soll er es
doch versuchen.
Jake
hadert noch kurz, denn natürlich will er bei The End
keinen Fehler machen, andererseits ist das hier nun mal DIE
Chance schlechthin sich zu beweisen, mit einem Sieg oder
zumindest einer sehr guten Leistung gegen den großen
Champ der Liga. Insofern, versucht er es einfach.
Ohrfeige
Und
tatsächlich eine ziemlich schallernde, die Hollywood
Jake The End verpasst. Und sogar relativ schnell, also noch
während The End voll im Verhöhungsprozess war.
…
allerdings
hat Jake End direkt aus diesem herausgeholt. Ends Blick wird
direkt ernst und überraschenderweise kann man sogar
einen kleinen Funken ehrliche, positive Überraschung
darin erkennen, als würde er Jake zugestehen, dass er
ihm eine solch forsche Aktion gar nicht zugetraut hätte,
dennoch oder gerade deshalb aber beeindruckt ist.
Die
Anerkennung ist da, aber, naja… bestrafen muss er ihn
dafür trotzdem.
End
packt sich Jake quasi zum Spinebuster, anstatt diesen aber
durchzubringen stößt er ihn so in eine der
Ringecken, um dort direkt auf ihn einzuprügeln und ihn
mit seiner Schulter wiederholt in diese reinzustoßen.
Und das ist tatsächlich eine recht beachtliche Leistung,
wenn man bedenkt, dass Hollywood Jake sogar einen Zentimeter
größer und nur wenige Kilo leichter ist als The
End. Aber bei New Level hat The End es sogar mit einem noch
viel schwereren Gegner zu tun, also muss er hier schon mal
üben mit Kraft und Power zu agieren.
Er
bearbeitet ihn jetzt jedenfalls für einige Momente in
der Ecke, bevor er Jake schließlich selbst herauszieht
und ihn via Whip-In in die gegenüberliegende Ringecke
schmettert. Jake geht mit, kommt aus dieser zurückgeprallt,
wobei End ihn aber direkt schon erwartet. Und jetzt kommt er
doch, der
SPINEBUSTER
Mit
einem Kriegsschrei triumphiert End über Jake, während
auch das Publikum mit einstimmt. The End zeigt direkt, wieso
er der World Champion ist.
Pete:
„Ob man will oder nicht, aber The End ist einer der
größten und besten Wrestler aus den 2020er Jahren,
hier in der GFCW. Man kann seit seinem Aufstieg zum Champion,
also… naja, seinem ersten Run… wohl an einer
Hand abzählen, wie oft er in irgendeiner Form
verloren
hat und soweit ich mich erinnere war keine einzige Niederlage
davon wirklich sauber. End ist on top. Man kann Hollywood
Jake hier nur viel Glück wünschen.“
Sven:
„Was für ein elender Schleimer du doch bist. Ich
würde einen einzigen Wrestler nie so sehr über den
Klee loben. Wir haben hier auch andere ganze wunderbare
Wrestler!“
Pete:
„Aber weißt du, wen wir nicht haben? Aldo Nero.“
Sven:
„…“
Selbstredend
weiß The End natürlich, dass er so einfach nicht
gewinnen wird. Er greift sich also Jake direkt wieder, um
nachzusetzen. Es folgen also weitere intensive Angriffe in
Form von Schlägen und Hieben und schließlich auch
ein German Suplex. Wieder feiert End daraufhin, bis er sich
Jake schließlich zum Endbreaker (Irish Curse
Backbreaker) schnappt, den er auch durchziehen will…
…
doch
tatsächlich gelingt Hollywood Jake hier die Gelegenheit
zu nutzen und Gegenwehr zu zeigen. Er rammt seinen Ellbogen
in Ends Nacken, der den Griff daraufhin lösen muss. Er
kann die Position sogleich ausnutzen und deutet einen DDT
gegen den Champion an, der aber natürlich gegenhält.
Und nicht nur das, End scheint direkt die Konteraktion
vorzubereiten, wobei Jake zurückschnellt und mit seinem
Fuß gegen den Kopf bzw. sogar das Gesicht des immer
noch-geduckten Ends tritt! End schnellt hoch und das ist sie,
die Chance für Hollywood Jake!
Er
greift sich End von hinten und will direkt den RIPCORD KNEE
STRIKE zeigen! Und tatsächlich gelingt es ihm End
einzudrehen, doch der fängt das Knie ab!
T-BONE
SUPLEX
Von
The End!
Jake
prallt auf und End geht direkt in Position um weiterzumachen,
allerdings scheint Jake schnell zu schalten… und so
rollt er sich aus dem Ring!
Die
Fluchttaktik wird selbstverständlich nicht gut vom
Publikum rezipiert und auch The End scheint alles andere als
glücklich… aber nichts davon scheint Jake zu
interessieren, der hier einen strategisch guten Zug gegen den
Champ gemacht hat. Naja, zumindest in der Theorie.
End
verlässt den Ring ebenfalls und während Jake
benommen ums Seilgeviert herumläuft, kommt End schnell
von hinten an um Jake zu packen und ihn mit voller Kraft
gegen die Barrikade zu schleudern. Und weils so schön
war auch nochmal gegen den Ringpfosten. Jake will fliehen?
Keine Chance bei The End. Schließlich geht es zurück
in den Ring für Jake, bevor auch The End aufs Apron
steigt und durch die Seile zurück in den Ring steigen
will…
KNEELING
UPPERCUT
Von
Hollywood Jake, der hier wohl sämtliche Kräfte
mobilisiert hat um diesen Punkt gegen End zu holen, aber mit
Erfolg… End hängt tatsächlich –
zumindest halb – in den Seilen!
Jake
nutzt die kurze Verschnaufpause um sich zu erholen, bevor er
direkt wieder nach The End greift. Erneut setzt er den DDT an
und nicht nur irgendeine Variante, sondern die Rope Hung
Version. Vielleicht die Final Scene als Gruß in
Richtung Darragh Switzenberg?
Und
der geht durch!
ROPE
HUNG DDT
Und
Jake geht ins Cover!
Pete:
„Okay. Ich hätte nicht gedacht, dass das erste
Cover in diesem Match von Hollywood Jake kommt.“
Sven:
„ICH SCHON! HOLLYWOOD JAKE HOL IHN DIR!”
1…
Kickout.
Direkt
bei 1 reißt End die Schulter in die Luft, als wolle er
demonstrativ klar machen, dass er hier der verdammte World
Champion ist und man ihn so einfach nicht klein bekommt.
Jake
ist tatsächlich einigermaßen getroffen von dem
Umstand, dass er hier so gut gepunktet hat gegen den World
Champion, ohne, dass es auch nur im Ansatz von Erfolg gekrönt
war. Aber gut, seis drum, dann muss er halt direkt
weitermachen. Er greift sich The End, der sich auch wieder
aufrappeln will und setzt mit Schlägen nach… die
allerdings einen gegenteiligen Effekt erzeugen, als sie
eigentlich sollen.
Gefühlt
nach jedem Schlag rafft sich End mehr auf und gleichermaßen
wird sein Blick immer düsterer. Als würde er
erkennen, dass Jake hier wirklich auf ernst spielt. Und genau
das scheint The End ja auch zu gefallen, weil es genau das
ist, was ihn fordert. Was er wollte.
Während
Jake End nun also hochschlägt, wird dieser immer
verzweifelter, bei der Erkenntnis, dass er hier keinen Erfolg
zu haben scheint und schließlich… steht End
wieder aufrecht und grinst Jake mit teuflischer Freude ins
Gesicht.
Jake
dreht sich um, weil er scheinbar Anlauf holen will, da packt
End Jake nur am Kragen und mit voller Wucht wirft er den
großen Mann in die Seile, während er sich parallel
in die gegenüberliegenden Seite fallen lässt…
SPEAAAAR
Und
mit voller Kraft holt End Jake von den Beinen. Sobald dieser
aber auf dem Boden aufkommt, wirft sich End auf Jake, um ihn
mit einer intensiven und brachialen Schlagsalve zu
attackieren. Wir kennen das bereits von The End, das ist eine
gern genutzte Taktik um seinen Gegnern den Kampfgeist aus
Körper und Seele zu schlagen: rohe Gewalt.
Einmal
mehr tobt sich End aus, während der Wahnsinn immer mehr
auffärbt in seinem Gesicht. Der Wahnsinn, der
verspricht, dass es bei New Level nicht Hollywood Jake sein
wird, der diesen Angriff abbekommt, sondern Iray Burch. Und
schließlich wird er von Mike Kontrak ermahnt, woraufhin
er aber auch direkt ablässt von Hollywood Jake.
End
richtet sich auf und wieder flammt dabei ein Konzert an
Jubel-Chants für ihn auf. Sein Name wird lauthals
gerufen, als würden die Fans es genießen, mit
welcher Gewalt er hier gegen den unbeliebten Hollywood Jake
vorgeht. Man weiß, was man bei The End bekommt und er
liefert, dafür muss sich bedankt werden. End zerrt dabei
auch für einige Zeit an den Reaktionen, was prinzipiell
ein Fehler sein könnte, aber er hat alles unter
Kontrolle. Jake kriecht benommen in Richtung der Seile, an
denen er sich hochziehen will, doch, als er es gerade so auf
die Knie geschafft hat…
SPOTLIGHT
ATTACK
Bekommt
er Ends Knie ab.
Während
Jakes Kopf noch zwischen Seil und Ends Knie verweilt, schaut
End tief in die Kamera, als wolle er durch diese hindurch in
Richtung Iray Burch… und Shelly Nafe blicken, bevor er
Jake schließlich greift und aus den Seilen zieht.
…
…
…
TOXIC
WALTZ!
End
zieht Jake gerade so zurecht, um seinen verheerenden
Aufgabegriff anzusetzen, der schon so manchen Gegner ins
Reich der Träume geschickt hat.
…
und so sehr
Hollywood Jake auch zappelt, so ereilt ihn das gleiche
Schicksal… oder naja… nicht ganz, denn er
klopft vorher ab.
~
Ding Ding Ding ~
Laura:
„Sieger des Matches via Aufgabe… der GFCW World
Champion… THEEE ENDDD!“
Pete:
„Wie erwartet gewinnt The End dieses Match, wie ich
finde ist es aber doch etwas überraschend, was für
Geschütze er für diesen Sieg auffahren musste.“
Sven:
„Bitte? Ich sags ja nur ungern und eigentlich ist es
mir zuwider, dass ich diese Schmach eines Bruders verteidigen
muss, aber das hier war kein Auffahren seiner Geschütze,
sondern eine Darbietung seiner Macht. End hat klare Zeichen
in Richtung Iray Burch geschickt, zum Leidwesen von Hollywood
Jake.“
Pete:
„Da magst du recht haben. Hollywood Jake hatte eine
gute Offensive, aber The End hat einmal mehr klar und
deutlich zur Schau gestellt, wieso er der GFCW World Champion
ist.“
End
bekommt seinen Gürtel überreicht, während er
feiert und sich feiern lässt – die Galaxy hat
natürlich auch keinesfalls daran gezweifelt, dass der
World Champ hier verlieren wird und schlussendlich kam es
dann auch, wie es kommen musste. Er wirft einen Blick zu
Hollywood Jake, bevor er sich dann doch auch etwas umschaut –
wer weiß, ob Iray Burch nicht doch irgendwo lauert und
jetzt zuschlagen will.
Aber
nein. Fehlanzeige. End hat gewonnen und damit ein Zeichen in
Richtung Iray Burch geschickt, an dem dieser erstmal zu
knabbern hat.
Er
steigt aufs Turnbuckle und posiert mit dem Gürtel, bevor
er den Ring schließlich verlässt. Bei The End ist
es tatsächlich immer etwas so, als würde er sich
„feiern lassen“ – vielmehr den Fans
zuliebe, als, dass er es für sich tut.
Während
er nun also die Rampe hinausläuft, im Jubel der Fans und
mit erhobenem Titel, geht War Evening für diese Woche zu
Ende…
The
End hat fast den Vorhang erreicht, da wird er auf einmal mit
voller Wucht niedergemäht, als das Monster Iray Burch mit
seiner geballten Kraft angeschossen kommt, um den World Champion
niederzustrecken!
End
weiß gar nicht wie ihm geschieht, da packt sich Burch ihn
schon zum Fallaway Slam… oder naja… besser gesagt…
WORLD STRONGEST SLAM! AUF DIE RAMPE!
End
muss sich jetzt eigentlich vor Schmerzen krümmen, doch dazu
bekommt er gar keine Chance, denn wieder packt Burch nach ihm, um
ihn diesmal direkt von der Rampe zu werfen! Und sofort geht er
hinterher – der Champ bekommt hier keine Ruhe. Burch hat
ihn, packt ihn sich und SCHMETTERT IHN MIT VOLLER KRAFT GEGEN DIE
BARRIKADE!
…
…
…
DURCH
DIE BARRIKADE!
Sofort
sind Security-Männer zur Stelle um die Fans zurückzuhalten.
Dabei ergibt sich ein Bild von Chaos. Ein Bild von Zerstörung
und vor allem ein Bild von einem Monster, über den Champion.
In
den Trümmern liegt The End. Zerbrochen und zerstört.
Und über ihm… da steht Iray Burch.
Aus
dem Hintergrund tritt nun auch Shelly Nafe, die sich neben Burch
stellt und ihm dabei etwas übergibt: den GFCW-World Title,
den Iray Burch nun demonstrativ und voller Überzeugung in
die Höhe streckt.
Pete:
„Oh… mein… Gott…“
Sven:
„Tja, End hat es selbst gesagt. Er wollte die
Herausforderung… jetzt hat er sie. Die große Frage
ist, nach diesem Angriff… kann er die Herausforderung
überhaupt noch antreten?“
Trümmer.
Ein
gebrochener Champion darin.
Ein
triumphierender Herausforderer darüber.
Und
vielleicht ein Vorgeschmack für das, was uns bei New Level
erwartet.