Auch in der Sächsischen Landeshauptstadt ist die GFCW-Galaxy im Sinne des Pawlow’schen Hundes darauf konditioniert, beim Ertönen erster Takte über die Hallenlautsprecher mit dem Jubel zu beginnen – selbst wenn der Wrestler noch gar nicht zu sehen ist. Doch die bloße Ahnung, dass hier gleich Zac Alonso auftauchen wird, langt. Dresden springt von den Sitzen auf, Hälse werden gereckt. Man bringt Kameras in Position und applaudiert.

Dann schießt der Intercontinental Champion mit einer Geschwindigkeit durch den Vorhang, dass es dem Pferdegalopp, den er im wörtlichen Sinne vor zwei Wochen hingelegt hatte, nichts nachsteht. Doch diesmal kommt der US-Amerikaner zu Fuß. Er läuft auf der Rampe nach links, läuft nach rechts. Hebt den Titel den Spotlights und Kamerablitzen entgegen. Mindestens neunzig Prozent des Publikums ist im gegenüber positiv eingestellt und Alonso kostet die Sympathie aus. Auch einem Monat nach dem „Alles oder Nichts“-Match gegen Switzenberg ist ihm die Erleichterung über seinen Verbleib anzusehen. Er wirkt entfesselt, von einer Last befreit.


Zac Alonso: „Kein Pferd, kein Hund, keine Switzenberg-Beleidigungen heute. Seht es mir nach, Dresden, denn trotzdem komme ich nicht mit leeren Händen. Und damit meine ich nicht nur diesen wundervollen Titelgürtel…“


Mit der einen Hand hebt er die Intercontinental-Championship in die Luft, mit der anderen hält er das Mikrofon. Im Plauderton fährt Zac fort, während er Schritt für Schritt dem Squared Circle näherkommt.


Zac Alonso: „…sondern vor allem das Angebot an euch und diese Liga, das ich mitgebracht habe. Während im Backstage-Bereich gerade nach dem Glücks-Ei mit einem Ticket zum Titelmatch gesucht wird, gibt es für eine Person in dieser Liga heute einen deutlich einfacheren Weg.“


Er legt den Titel auf dem Apron ab, rollt sich unter dem Seil auf die Matte und nimmt die Championship in einer fließenden Bewegung wieder auf. Wirft sie sich über die Schulter.


Zac Alonso: „Ich stelle wieder eine Open Challenge. Genau jetzt werde ich meinen Intercontinental-Title verteidigen.“


YEAAAAH!“


Zac Alonso: „Vor zwei Wochen habe ich es sehr wörtlich genommen mit der Aussage, dass derjenige einen Kampf bekommt, der zuerst im Ring ist. Ich kann nicht verheimlichen, dass das Chaos amüsant war; wie plötzlich ein Dutzend Männer miteinander gerangelt hat, um der Erste zu sein. Ich habe die Show genossen, während ich im Ring stand und mir die Szenen auf der Leinwand anzuschauen. Doch das Format hatte auch seine Tücken: Dadurch wurde es Hollywood Jake ermöglicht, sich in den Kampf zu mogeln…“


Die Stimme Alonsos geht in ein Seufzen über. Auf die erneute Konfrontation mit seinem ehemaligen Kollegen hätte er gut verzichten können. Wie auch das Publikum, welches die Erwähnung von Jake mit Buhrufen quittiert.

 

Zac Alonso: „…nur um dann abermals einen Arschtritt von mir zu bekommen, den er sich mehr als verdient hat.“


Schadenfreudiges Grinsen auf Alonsos Lippen. Es war kein einfacher Kampf, doch letztlich hat Duell Nr. 3 mit Jake ein gutes Ende genommen. 2 zu 1 steht es jetzt. Ist der Rivale damit ein- für allemal zurückgeschlagen?


Zac Alonso: „Doch bei aller Schadenfreude über das Scheitern von Hollywood Jake sollten wir nicht vergessen, wem er durch seine feige Wieselei im letzten Augenblick die Chance genommen hat, gegen mich zu kämpfen. Einem Mann, der zuletzt schon mehrmals durch unglückliche Umstände gelitten hat, ohne selbst viel dafür zu können. Nämlich Kyle Douglas.“


Wieder Jubel in der Halle. Diesmal für Morbeus‘ Sohn. Respektiert hat man ihn schon immer, doch spätestens seitdem er durch den Armbruch einen möglichen Titelgewinn verpasst hat, ist die Sympathie für den Kanadier noch größer geworden.


Zac Alonso: „Nachdem meine Open Challenge vor zwei Wochen also das „Open“ sehr, sehr wörtlich genommen hat, will ich heute die Regeln ein bisschen verengen. Ich weiß nämlich, dass ihr alle…“


Er streckt die Hand aus, deutet auf die Fans – und dreht sich in dieser Position einmal um die eigene Achse, um auch wirklich jeden Anwesenden symbolisch einzuschließen.


Zac Alonso: „…euch sehr gut mit einem Kampf von mir gegen Kyle Douglas anfreunden könntet. Für ihn wäre es endlich die Chance auf einen Titel. Und für mich die Gelegenheit, der Welt zu beweisen, dass Mr. Unpinnable nur deshalb noch nicht drei Sekunden auf seinem Rücken lag, weil sich seine Wege nie mit Zacalo gekreuzt haben. Und deshalb breche ich die Regeln einer Open Challenge etwas. Ich drehe sie einfach um. Heißt: ICH suche mir den Challenger aus.“


Der Fingerzeug geht nun zum Vorhang.


Zac Alonso: „Ich will Kyle Douglas. Jetzt.“


Vorfreudiges Raunen in Dresden. Alonso beugt sich ein letztes Mal nah zur Kamera.


Zac Alonso: „Was sagst du, Kyle?“



 

Home von Edith Wiskers ertönt. In einer Theme-Welt mit schweren Gitarren, hämmernden Bässen oder sonstigem Hardcore-Zeugs, stellt die Einlauf-Musik von Kyle Douglas noch immer ein gewisses Novum dar. Wärme, Nostalgie, Behaglichkeit strahlt dieser Song aus. Eine leichte Melancholie ist herauszuhören mit durchweg positivem und optimistischem Unterton. Eine Welt, die sich Kyle Douglas vermutlich wünscht, doch hat er sie je erlebt? 

Für tiefgreifendere philosophische Fragen scheint "Mr. Unpinnable" ohnehin eher gerade unpässlich zu sein. Fokussiert marschiert auch er aus dem Entrance gen Ring. Als sei er bereits auf diesen Kampf vorbereitet, ist er von seiner Garderobe her direkt kampfbereit. Der klassische Ringeranzug in weiß mit rotem Ahornblatt auf der Brust tragend, dazu den Ringerhelm in schwarz und die obligatorischen Boots. Ein Wrestler, wie aus dem Bilderbuch erscheint. 


Pete: "In wenigen Wochen wird Kyle bereits 25 Jahre jung. Das Greenhorn ist er nicht mehr, zumal er ohnehin auch schon einen Titel gewonnen konnte."

Sven: "Undankbar ist er. Verschweigt seine Erfolge und stellt nur immer heraus wie viel Pech er gehabt haben soll. Für mich ist er ein schwieriger Mensch, der seinen Platz weder gefunden hat noch finden wird. Ein Haderer, ein Zauderer vor dem Herrn. Da wird sich Zach Alonso gleich kaputt lachen."


Douglas mittlerweile im Ring und mit einem Mikrofon "bewaffnet" will nun erstmal verbal loslegen. 


Kyle: " Alonso, ich will es kurz machen. Klar, ich nehme deine Challenge selbstverständlich an! Ich bin, so ehrlich bin ich gerne, hocherfreut, dass du, auch wenn ich vor zwei Wochen - mal wieder - überleistet wurde, noch eine Chance gibst. Ich will nun keine weiteren Gedanken an Hollywood Jake verschwenden, schließlich wollen die Fans und du offensichtlich auch, nun mal gegen einen ebenbürtigen Wrestler kämpfen."


Jubel für die Protagonisten im Ring. 


Kyle: "Dir muss aber auch eins klar sein, Alonso. Lange wirst du den Intercontinental Title nicht mehr halten! Denn ich bin nicht nur wegen einem guten Kampf hier rausgekommen. Ich will deinen TITLE! HEUTE ABEND!"


Ein Raunen geht durch die Halle, auch wenn hier eher Captain Obvious am Ruder dreht. Kyle zeigt auf den IC-Titel. Das Objekt der Begierde.


Intercontinental Title. Das ist das Stichwort – und das Objekt, um welches es heute geht. Alonso lässt das wertvolle Stück von seiner Schulter gleiten und reicht es an Ringrichter Baumgärtner weiter. Seine Hand liegt auf der Platte, genau wie sein Blick. Dann nimmt der Ref den Preis entgegen und hebt ihn in die Luft.


Dresden wartet auf das Läuten der Glocke…

doch stattdessen ertönt eine Musik.

 

Lux Aeterna



Was denn jetzt? Anstatt dass das Match losgeht wird die Beleuchtung wird gedimmt und die Musik von Miria Saionji wird eingespielt? Hat irgendwer in der Regie ein paar Eierlikör-Eier zu viel intus? Miss Eternity hat ja nun hier nichts mehr zu suchen, um mit Kyle Douglas zu konkurrieren ist sie nun wirklich zu spät dran. Dennoch: ein einzelnes Licht strahlt gen Einzugsrampe und langsamen Schrittes bewegt sich „The Aion“ Miria Saionji durch den Vorhang. Die Frau mit der außen tiefschwarzen und innenseitig blondierten Haarpracht bis jenseits der Körpergröße ist wie üblich in ihr weißes Minikleid gehüllt und hat das ein oder andere teuer aussehende Accessoire an sich – besonders auffällig ein güldener Armreif mit einem Diamant darin? Keine Chance, dass der echt ist… oder? Die viel dringliche Frage ist aber warum sie überhaupt jetzt hier ist. Okay, um etwas zu sagen, das ist klar, sie hat nämlich ein Mikrofon dabei.


Miria Saionji: „Wäre ich jemand Geringeres, ich würde um Verzeihung bitten, aber da ich nun einmal ich bin, werde ich das nicht machen, immerhin ist mein Auftritt etwas, was die Sinne erfreut und in meiner Präsenz zu sein, mich live sehen zu dürfen und dieselbe Luft inhalieren zu dürfen wie ich, das ist zweifellos ein Erlebnis, das sich auf ewig in eure Erinnerung einbrennen wird.“


Bescheiden ist Miria ja noch nie gewesen, aber das ist sogar für sie ein neues Hoch des… sagen wir Selbstvertrauens. Gut gelaunt kostet sie die allgemeine Konfusion und Erwartungshaltung noch etwas aus.


Miria Saionji: „Dennoch habe ich nun die bedauerliche Aufgabe diese wunderbare Erfahrung für euch zu trüben, denn ich bin die Botin einer Mitteilung, die euch allen kaum gefallen dürfte. Bedenkt, dass ich die Botschaft nur übermittle, irgendjemand muss es tun.“


So langsam hat sie dann aber auch genug um den heißen Brei herumgeredet und sowohl die Fans ls auch die Protagonisten den Matches warten lassen, das nun eigentlich längst hätte gestartet sein sollen.


Miria Saionji: „Kurzum: dieses Intercontinental Title Match… wird nicht stattfinden.“


Die Fans beginnen zu tuscheln, während Kyle Douglas und Zac Alonso Blicke tauschen – was redet Miria da? Dieses Match soll nicht stattfinden? Warum? Miria hat ja nun in dieser Hinsicht keinerlei Befugnisse.


Miria Saionji: „Ihr müsst wissen, dass der großartige GFCW Wrestler Darragh Switzenberg über Attribute verfügt, die den meisten anderen abgehen. Er ist intelligent und er ist umsichtig.“


Und jetzt beginnen die Fans zu buhen, wenn Darragh Switzenberg hinter dieser Sache steckt, ist diese Ankündigung vermutlich eine unumstößliche, unschöne Wahrheit.


Miria Saionji: „In weiser Voraussicht hat der großartige GFCW Wrestler Darragh Switzenberg seinen werten Anwalt, Herrn Mark Jilley eine Klausel aushandeln lassen für sein Match bei der Anniversary Show. Im Falle des Titelverlustes an Zac Alonso – was geschehen ist, wie wir wissen… nun, es gibt eine Rematchklausel, die besagt, dass niemand anderes ein Titelmatch erhalten darf, ehe diese Klausel nicht bedient wurde. Anders gesagt ist Zac Alonso ein Betrüger, der bereits letzte Show etwas getan hat, wozu er kein Recht hatte. Welch ungebührliches Verhalten für einen Champion. Eine Schande. Wäre diese Promotion auf sportliches Recht aus, man müsste Zac Alonso den Intercontinental Title sofort entziehen.“


Spätestens jetzt beginnen die Fans Miria in lautstarken Buhrufen zu ertränken.


Miria Saionji: „Wie gesagt, ich bin lediglich die Botin. Zu eurem Glück darf Zac Alonso den Intercontinental Title trotz seines infamen Fehlverhaltens behalten – aber er darf keine Open Challenges bestreiten, solange die Rematchklausel von Darragh Switzenberg noch nicht bedient wurde. Anders gesagt dürft ihr beiden Herren im Ring nun gern ein unbedeutendes Match bestreiten – aber kein Titelmatch.“


Bullshit Rufe werden laut und diverse negative Äußerungen über Darragh Switzenberg und Mark Jilley.


Miria Saionji: „Oh und nur damit keine Unklarheiten entstehen – diese Klausel hat unabhängig von Darragh Switzenbergs Bestreben zum GFCW World Champion zu werden Bestand. Das Rematch muss nicht von ihm selbst bestritten werden, sondern kann auch von jemand anderem bestritten werden, einer Person von Darragh Switzenberg Gnaden sozusagen.“


Allmählich ersticken die Buhrufe ob eines demoralisierten Stöhnens. Wie tief kann man sinken? Ein Rematch, das nicht mal von Darragh Switzenberg selbst bestritten werden muss? Das ist pure Schikane von Zac Alonso, nicht mehr und nicht weniger.


Miria Saionji: „Nun, ich habe gesagt, was ich zu sagen hatte. Viel Spaß noch mit eurem Non Title Match. Ich werde nun gehen, ich habe nämlich Hunger auf Pommes. Ciao.“


Sagt es und geht amüsiert davon, während die Fans ihre Buhrufe erneut laut werden lassen.

 

Kyle Douglas schaut mal wieder konsterniert zu Boden.

 

Pete: "Wie viel Pech kann ein Mensch eigentlich noch haben?"

Sven: "Ach, soll nicht denken, dass hier die ganze Liga dem Morbeus-Zögling der Teppich ausgerollt wird!"

 

Kyle: " Wieder einmal wurde ich einer großen Chance beraubt. Unter falschen Vorzeichen bin ich hier zum Ring gestiefelt und Ich-Idiot lobe den Champion noch über den grünen Klee. Endlich mal ein Mann mit Rückgrat. Aber nein, verdammte Scheiße. Immer kommt nich irgend ein anderes ARSCHLOCH und weiß es besser. Mit Rechtsverdreher, Winkeladvokat. Was weiß ich immer. Verdammte Kackscheiße!!"

 

Es ist gesagt, was gesagt werden musste. Die Situation scheint klar zu sein: Dieser Kampf kann nicht wie geplant stattfinden. Nicht als Titelkampf. Niederschmetternd für die Fans und Athleten gleichermaßen.


Kyle Douglas ist der Ärger anzusehen, doch dann ergibt er sich in sein Schicksal. Er schnauft ein letztes Mal und schleicht zu den Seilen, während Buhrufe der Zuschauer aufkeimen. Sie richten sich natürlich nicht gegen Kyle, sondern dagegen, dass ihnen ein heißerwarteter Kampf auf den letzten Metern genommen wird.

Als Kyle schon mit einem Bein draußen ist, hebt plötzlich Zac Alonso das Mikrofon.


Zac Alonso: „Scheiße. Kyle, es tut mir leid. Ich habe davon nichts gewusst.“


Ohne besonderes Interesse blickt Douglas ihn an. Alonsos Worte ändern jetzt auch nichts mehr an der Situation. Sie machen nichts besser oder ungeschehen.


Zac Alonso: „Ich kann nicht behaupten, dass ich weiß, wie du dich fühlst. Denn so viele Chancen wie du habe ich zum Glück nie verloren. Aber ich weiß etwas anderes: Frust wird nicht dadurch gelindert, indem man in die Kabine geht und ihn in sich reinfrisst. Das wäre keine Hilfe für dich und ein unwürdiges Ende für unseren geplanten Kampf. Noch dazu – und das ist das Schlimmste – wäre es ein Triumph für das Switziverse.“


Dann geht Alonsos Blick ins Publikum.


Zac Alonso: „Ebenso wäre es ein Verlust für das Publikum. Wir beide sind grad ziemlich zornig, glaube ich. Deswegen schlage ich vor: Lass uns das Beste draus machen. Es kann nicht um den Titel gehen…“


Er macht einen Schritt auf Kyle zu, der auf dem Apron verharrt.


Zac Alonso: „…aber wir können immer noch eine große Show abliefern und zeigen, wer wirklich um diesen Titel antreten sollte. Komm, Kyle. Wir beide. Jetzt. 1 on 1. Non-Title.“


Mit großer Geste winkt er Douglas zurück in den Ring.


Zac Alonso: „Was sagst du?“


Kyle Douglas schüttelt kurz mit dem Kopf und will wohl nur nach Hause. Doch dann entbrennen lautstarke "Kyle Douglas" Chants mit leichtem sächsischem Unterton. Nichts für Sprachpuristen, aber der bald 25-jährige scheint sichtlich angefasst. Mit so viel Zusproch hat er wohl nicht gerechnet. Spielerisch fragt er, obwohl das Votum klar ist, nochmal ab, ob er denn tatsächlich in den Ring zurück soll. Nach einem lautstarkem YEAH! begibt er sich dann tatsächlich in das Seilgeviert und signaisiert dem Champion klar und deutlich: "AUF DIE FRESSE!"


Open Challenge

Zac Alonso vs. Kyle Douglas

Referee: Thorsten Baumgärtner


Der Ringgong ertönt – und beide Männer gehen sofort aufeinander los. Zac Alonso ist der Schnellere, weicht einem ersten Griffversuch von Kyle Douglas aus, gleitet unter seinem Arm hindurch und trifft direkt mit einem schnellen Dropkick. Douglas wankt einen Schritt zurück, wirkt aber keineswegs beeindruckt. Der IC-Champion bleibt in Bewegung, lässt seinem Gegner keine Zeit, springt aufs zweite Seil – Springboard Crossbody! Sofort das erste Cover: 1…2… Kickout!


Sven: „Starker Start von Alonso! Genau so muss er kämpfen.“

Pete: „Tempo, Variabilität, keine Clinches – sonst wird’s gefährlich.“


Douglas richtet sich auf, diesmal fokussierter. Er fängt Alonso beim nächsten Anlauf ab, packt ihn mit brutaler Wucht und zeigt einen krachenden German Suplex. Alonso landet hart, rollt sich aber sofort weg und zieht sich an den Seilen hoch. Noch bevor Kyle nachsetzen kann, kontert Alonso mit einem schnellen Enzuigiri, der den Kanadier kurz ins Straucheln bringt.

Alonso nutzt das Momentum sofort. Er sprintet los, springt aufs Seil, balanciert – Ropewalk Moonsault! Perfekt ausgeführt! Das Publikum wird laut, Alonso covert: 1…2… wieder nur zwei!

Douglas wirkt jetzt erstmals leicht angeknockt, schüttelt den Kopf, während Alonso ihn weiter unter Druck setzt. Mehrere schnelle Kicks gegen Beine und Oberkörper, dann ein Cartwheel Kick direkt ans Kinn. Douglas geht zu Boden!


Pete: „Das ist genau der Kampf, den Alonso will!“

Sven: „Douglas kommt überhaupt nicht in seinen Rhythmus.“


Alonso zieht ihn hoch, setzt zum Front Suplex an und bringt ihn sauber durch. Ohne Pause geht es weiter – Alonso springt erneut aufs Seil – Springboard DDT! Der Kopf von Kyle knallt auf die Matte!

1…2… KICKOUT!

Jetzt wird es laut in der Halle. Alonso schlägt auf die Matte, feuert sich selbst an. Er scheint das Match komplett unter Kontrolle zu haben. Kyle Douglas wirkt zunehmend langsamer, seine Bewegungen schwerfälliger.


Pete: „Kann Zac heute der erste sein, der Kyle pinnen kann?“

Sven: „Die Chancen standen definitiv schon mal schlechter.“


ZA nimmt Anlauf, doch diesmal fängt KD ihn ab – mit purer Verzweiflung hebt er ihn hoch und schleudert ihn mit einem Belly to Belly Suplex quer durch den Ring. Beide bleiben kurz liegen.


Sven: „Das war ein wichtiger Moment für den ehemaligen Tag Team Champion. Vielleicht sein erster richtiger Befreiungsschlag.“
Pete: „Aber schau dir Alonso an, der steht schon wieder.“


Tatsächlich ist Zac schneller wieder auf den Beinen. Er trifft Douglas mit mehreren Forearms, blockt einen Gegenschlag und kontert mit einem Northern Lariat, der Kyle erneut zu Boden schickt.

Jetzt scheint alles entschieden. Der Intercontinental Champion zeigt auf das Top Rope, das Publikum jubelt. Er steigt nach oben, nimmt Maß…

Movie Star Bomb! Swanton Bomb!

VOLLTREFFER!

Das Cover folgt sofort: 1…2… DOUGLAS KICKT AUS!!!

Ein Raunen geht durch die Arena. Alonso kann es nicht glauben. Er fährt sich durch die Haare, schaut den Ringrichter ungläubig an.


Pete: „Das war’s doch! Das hätte es sein müssen!“

Sven: „Douglas hat hier gerade irgendetwas ausgepackt, es muss pure Willenskraft sein!“


Doch anstatt zu verzweifeln, wird Alonso noch aggressiver. Er zieht Douglas sofort wieder hoch, verpasst ihm mehrere harte Kicks gegen Brust und Oberschenkel. Jeder Treffer hallt durch die Halle. KD taumelt, versucht in den Clinch zu kommen – doch ZA weicht aus, springt über ihn hinweg und trifft einen Spinning Heel Kick.

Douglas fällt erneut zu Boden.

Alonso lässt ihm keine Luft. Er zieht ihn an den Haaren hoch, stößt ihn in die Ringecke und folgt mit einem Stinger Splash. Direkt danach hebt er Douglas aufs oberste Seil. Die Fans stehen bereits „on their feet“.

Alonso steigt nach – doch Douglas beginnt sich zu wehren. Schläge zum Körper, ein Headbutt! Alonso wankt auf dem Seil. Douglas versucht, ihn herunterzuwerfen – doch der Mann aus Los Angeles hält sich fest, kontert mit einem Schlag, balanciert sich neu aus…


Pete: „Wenn Alonso das durchzieht, ist es vorbei!“

Sven: „Aber das ist riskant – extrem riskant!“


Alonso springt vom Top Rope – Hurricanrana-Ansatz! DOUGLAS BLOCKT! Mit roher Kraft hält er den Champion fest, hebt ihn wieder hoch und schleudert ihn mit einem Powerbomb-artigen Konter auf die Matte!

Beide liegen erneut.

Kyle kriecht langsam zum Cover: 1…2… Alonso kommt raus!

Jetzt wirkt auch Douglas richtig erschöpft. Er zieht Alonso hoch, setzt zu einem weiteren Suplex an – doch Alonso kontert mitten in der Bewegung, landet hinter ihm und stößt ihn in die Seile. Beim Rebound fängt Alonso ihn ab – Tilt-a-Whirl DDT!

Wieder ein Cover: 1…2… Kickout!


Sven: „Was für ein Hin und Her jetzt!“

Pete: „Zac wirft hier wirklich alles rein – aber Kyle Douglas bleibt einfach drin!“


Alonso schlägt frustriert auf die Matte, doch er bleibt fokussiert. Er zieht Douglas erneut hoch, setzt zum nächsten Angriff an – doch diesmal blockt Douglas, stößt ihn weg.

Douglas blockt, greift blitzschnell um – ein explosiver Konter! Olympic Slam – GOLDRUSH! Aus dem Nichts!

Alonso wird hart auf die Matte geschleudert.

Aber Douglas ist noch nicht fertig. Mit eiskalter Präzision packt er Alonso erneut, dreht ihn auf den Boden und setzt die KYLEMISSION an. Der Griff sitzt sofort tief.


Sven: „Das kam aus dem Nichts! Genau das ist die Gefahr! Einer seiner beiden Finisher.“

Pete: „Und jetzt ist Alonso in ganz großen Schwierigkeiten!“


Alonso kämpft verzweifelt. Seine Hände zittern, er versucht, sich nach vorne zu robben. Zentimeter für Zentimeter bewegt er sich Richtung Seile. Die Fans feuern ihn lautstark an.

Er streckt den Arm aus… noch ein Stück… noch ein kleines Stück…

Doch Douglas zieht ihn brutal zurück in die Ringmitte!

Der Griff wird enger. Alonso ringt nach Luft, seine Bewegungen werden langsamer.


Sven: „Er war so nah dran…“

Pete: „Aber Douglas lässt nicht locker!“


Ein letzter Versuch, sich aufzubäumen – dann klopft Zac Alonso ab.

Der Gong ertönt.

Kyle Douglas löst den Griff, erhebt sich schwer atmend und blickt ernst in die Menge. Kein Jubel, nur kalte Entschlossenheit. Während Alonso erschöpft liegen bleibt, wird Douglas’ Arm gehoben.


Laura: Sieger des Matches nach Aufgabe…KYLE DOUGLAS!“


Sven: „Was für ein Kampf! Zac Alonso hatte das Match praktisch gewonnen…und dennoch musste der Champion eine Niederlage einstecken.“

Pete: „…aber Kyle Douglas hat genau einen Moment gebraucht. Und das hat gereicht.“


Douglas schaut direkt in die Kamera, tippt sich an die Stirn und formt mit den Lippen ein Wort: „Gold“. Der Mann aus Vancouver zelebriert unter großem Applaus seinen Sieg.

Mit diesem Sieg sichert sich Kyle Douglas den No. 1 Contender Spot auf den IC-Titleund nach dieser Leistung wirkt er gefährlicher denn je. Zac Alonso hat fantastisch gekämpft, aber was nützt es am Ende? Den Titel hält er weiterhin, aber wenn er wieder auf Kyle Douglas trifft, dann muss er aus dieser Niederlage unbedingt lernen!




Die GFCW… wird zur Schlacht.“


Spiele jetzt alle Storyline auch zuhause nach…..


mit den brandneuen Action-Figuren der GFCW Toy-Line #8.


Die neuste Welle der Superstars beinhaltet die neuen Champions, aber auch Legenden und Rückkehrer!


#1

Bringe Kyle Douglas selbst an die Spitze der GFCW.

Kann er den Intercontinental Title für sich gewinnen?




# 2


Er wird es zu verhindern wissen. Schließlich will er den Titel dauerhaft behalten…


Zac Alonso!




# 3


Aus der Classic-Reihe. Dieser zweimalige Intercontinental Champion darf in keiner Sammlung fehlen!


Dr. Dick




COLLECT THEM ALL!





Tammy: „Sorry, dass es keine große Anmoderation gibt. Aber wir haben es eilig…“


Und das sagt Tammy nicht nur, man sieht es ihr auch an. Die Reporterin hetzt, verfolgt von einem Kamerateam, durch den Backstagebereich. Vor Anstrengung bebt ihre Stimme, sie hat Probleme, die Worte problemlos runterzurattern.


Tammy: „….denn wie ich grad gehört habe, tut sich in Sachen Glücks-Ei offenbar was. Und meine Quelle sagte mir, dass es genau…“


Sie bleibt abrupt stehen. Vor einer Kabine, die von außen genauso aussieht wie alle anderen. Doch ist dies der Ort, an dem Magie passiert?


Tammy: „…hier geschieht?“


Entweder hat Tammys Kontakt gelogen oder sie kommt zu spät. Denn es ist verdächtig ruhig hier. Keine Gewühl von Suchenden ist zu hören, keine Stimme jubelt oder triumphiert.

Als Tammys Gesicht schon einen traurigen Ausdruck annehmen will, weil sie am falschen Ort ist, da ist plötzlich doch ein Geräusch zu vernehmen. Nur kommt es nicht aus der Kabine, vor der der Interview-Treck steht, sondern aus der gegenüberliegenden Tür.

Tammy wirbelt herum – und muss direkt zur Seite springen. Denn just in diesem Moment schießt Ben Slate aus der Kabinentür. Ohne Tammy wahrzunehmen, drückt er sich mit ernstem Gesichtsausdruck an ihr vorbei. Sein Gang ist derart konsequent und schnell, dass es die überrumpelte Reporterin nicht schafft, ihn mit einer Frage aufzuhalten.


Tammy: „Oh, das sah nicht nach guter Laune aus. Scheinbar umfasst Ben Slates Analysekompetenz nicht mögliche Verstecke des Osterhasen. Und damit schalten wir zurück in die Halle zu Sven und…-“


Sie stutzt.


Tammy: „HALT! Da sind noch mehr Stimmen hinter der Tür.“


Ohne Hemmungen und Zögern reißt Tammy die Tür auf. Es ist eine Gruppenkabine für die kleineren Namen der Liga. Mit sechs Spinden. Ihr bietet sich ein Bild wie in einem Comic: Jede Spindtür ist aufgerissen und die Inhalte wurde auf dem Boden verteilt. In einer Ecke des Raumes steht ein großer Abfalleimer – und was es comichaft macht, ist dass aus dem Abfalleimer zwei menschliche Beine herausragen.

Offensichtlich wurde jemand kopfüber in den Abfall geschoben. Doch darum kann sich Tammy jetzt nicht kümmern, denn ihre Aufmerksamkeit gilt dem Mann, der dieses ganze Chaos veranstaltet hat.

Es ist Dr. Dick.

Ohne Tammy wahrzunehmen, wühlt der Rückkehrer in den Spinden. Er hat keinerlei Hemmungen, alles auseinanderzunehmen, auch wenn nichts davon ihm gehört.


Tammy: „Hallo?“


Ihre Stimme ist nicht laut genug, um Dr. Dick waschbärengleiches Gewühl zu übertonen. Er nimmt sie schlicht in seinem Rücken nicht wahr.

Also wendet sich Tammy ab und geht zu dem Mann im Mülleimer. Dieser wackelt mit den Beinen und versucht, aus dem Eimer hervorzukommen. Als Tammy beherzt eingreift und an einem Stiefel zieht, kommt der „Gefangene“ heraus.

Es ist Joe Jobber.


Tammy: „JOE? Du bist zurück.“

Joe Jobber: „Ich will es noch einmal wissen. Und das Ei finden. Oder wollte es. Aber dann hat dieser Typ da mich einfach…“


Er blickt mit Ärger in Richtung Dr. Dick.


Joe Jobber: „…überwältigt.“


Jobber klopft den Dreck des Mülleimer von seinem Outfit. Während Tammy den Kultstar der GFCW dabei betrachtet, bekommen die Beiden gar nicht mit, dass im Hintergrund Dr. Dick seine Suche grad eingestellt hat.

Wütend schlägt der Doktor die letzte Spindtür zu. Und dann fällt sein Blick auf Joe Jobber.


Dr. Dick; „Wie bist du denn herausgekommen? HÄ? Ich habe doch gesagt, du sollst mich nicht beim Suchen stören.“


Nach der zischenden Anmerkung in Richtung Jobber fällt ihm Tammy auf. Er zählt 1 und 1 zusammen und hat den Grund, wie Joe aus der Tonne entkommen konnte.


Dr. Dick: „So, so. Mit DEM machst du gemeinsame Sache, Tammy?“


Zu einer Antwort kommt es nicht, denn in diesem Augenblick prescht die Interviewerin mit einer Gegenfrage vor.


Tammy: „Hast du das Glücks-Ei gefunden?“


Dr. Dick zeigt seine leeren Hände. Erfolglos. Und noch während der Blick auf seinen Händen ruht, ballen diese sich zu einer Faust…

die er zur Linderung seiner Frustration in Richtung Joe Jobber abfeuert.

Joe geht vor Tammy zu Boden wie ein Boxer vor dem Ten-Count. Dr. Dick stürmt an Beiden vorbei und aus dem Raum.

Die Eierjagd geht weiter.


Tag Team Title Match:

No Rope Match

Iðunn Jörmungandr & Skaði Fenrir vs. Zerbeus (Zereo Killer & Morbeus)

Referee: Guido Sandmann




Grafik 1


Stand up and Fight“ von Turisas pumpt durch die Boxen der Arena. Die Zuschauer sind natürlich direkt auf den Zehenspitzen. Das Osterspecial bekommt nun also ihren krönenden Höhepunkt. Der Einzug der Champions. Der Einzug zweier Legenden, die gemeinsam 14 Titles in der GFCW geholt haben.


Zereo Killer und Raymond Douglas sind auch schon erschienen. Beide pushen die Crowd mit ihrem ersten Atemzug im Innenraum. Morbeus trägt schwarze Boots, eine klassische Blue Jeans und ein weißtes T-Shirt ohne Ärmel, mit eigenem Logo als Applikation drauf. Zereo Killer, der bunte Hund, auch mal wieder in seinem Element. Beide recken die beiden Titles noch auf der Stage in die Lüfte – und das war das Signal für die Pyroabteilung. Lichtblitze, D-Böller, China-Raketen. Alles kracht und explodiert nun und stachelt die Crowd noch einmal richtig an. Bei extrem hoher Feinstaubbelastung machen sich die beiden Gladiatoren gen Ring. Auf dem Weg wird natürlich nochmal abgeklatscht, was das Zeug hält. Die Frage stellt sich nicht, wen ein Großteil der Zuschauer heute als Sieger sehen wollen.


Sven: „Schön und gut, Zerbeus. Fan Favorites uns so. Nur der Osterhase war noch nie der Weihnachtsmann! Nur wünschen wird heute nicht reichen. Die Norwegerinnen sind brandgefährlich und eignen sich als ideale SHOW-STOPPER!“

Pete: „Wenn Zerbeus fokussiert bleiben, dann werden sie auch den Abend als Champions beenden. Die Erfahrung wird ausschlaggebend sein!“


Im Ring gibt es noch das übliche Ballyhoo. Dann kann das Match beginnen.


Pete: „Das Tag Team Titelmatch kann dann tatsächlich los gehen, denn der Ringgong ist soeben ertönt.“

Sven: „Und falls man sich Sorgen gemacht hat, wie das mit dem Tag aussehen wird, dem sei gesagt, dass dieses No Ropes Match wie ein Tornado Tag Team Match behandelt wird.“


Die Herausforderinnen gehen selbstbewusst in die Mitte des Ringes. Morbeus ist der Erste der Champions, der es den Norwegerinnen gleich tut. Nach kurzer Überwindung macht es Zereo Killer genauso… bis sich die vier von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen.


Pete: „Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Was mag Zereo Killer wohl durch den Kopf gehen, wenn er zu seiner Gegnerin, die über zwei Meter groß ist, hoch sieht, um ihr in die Augen zu sehen?“

Sven: „Auch wenn Skadi ein wenig kleiner ist als ihre Schwester, muss Morbeus seinen Hals dennoch sehr strecken, um den Augenkontakt zu suchen.“


Und dann geht’s auch schon los! Zumindest zwischen Morbeus und Skadi Fenrir! Sie prügeln sich im Ring, während Zereo Killer weiterhin zögert. Idunn hat ihr Zopfende wie gewohnt im Mund, man kann aber ihre vermeintliche Überlegenheit sehen, sogar spüren! Die Beiden gehen in den Lock Up und man sieht, dass keiner einen Vorteil erreichen kann! Im Hintergrund prügeln Raymond Douglas und Skadi Fenrir weiter aufeinander ein, aber auch hier kann man kaum erkennen, wer am längeren Hebel sitzt! Ein weiterer Lock up zwischen den anderen Beiden, welcher wieder ziemlich unentschieden gelöst wird. Dann schubst Idunn den Mann mit der Gesichtsbemalung, welcher dadurch fast auf die Bretter geschickt wird! Er kann sich geradeso auf den Beinen halten, weicht nun nicht mehr zurück und schubst zurück. Wesentlich weniger Impact! Dasselbe Spiel nochmal, doch der Killer fällt auf die Matte! Was für eine Kraftdemonstration der Zweimeterhünin! Abermals springt der Kalifornier hoch und verpasst Jörmungandr einen Uppercut! Dieser hat sie sichtlich überrascht getroffen, das Zopfende fliegt aus dem Mund und… sie scheint fuchsteufelswild zu werden! Sie rennt auf den Kalifornier zu und reißt ihn mit einer Clothesline von den Beinen! Der Killer weiß nicht wie ihm geschieht! Er steht sofort wieder auf, doch dann wird ihm direkt ein Superkick verpasst! MacKenzie rollt sich von der Matte und hält sich die Kinnlade! Idunn befindet sich immer noch im Rage Modus und dreht sich zu ihrer Schwester und Morbeus um! Skadi Fenrir scheint die Situation im Moment auch ziemlich im Griff zu haben, immerhin setzt es bereits den zweiten Short Arm Clothesline! Ein drittes Mal will sie Douglas hochziehen und die Aktion wiederholen, doch ihre Schwester kommt ungestüm auf die Beiden angerannt und speart Morbeus vom Mattenrand! Und hat dabei beinahe ihre Schwester mitgerissen!


Sven: „Was für ein Spear von der Zweimeterfrau!“

Pete: „Ja, aber definitiv ohne Rücksicht auf Verluste! Beinahe hätte sie Skadi auch mitgerissen! Allerdings hat der Spear Tackle so eine Wucht, dass Skadi Morbeus nicht festhalten konnte! Und Idunn speart tatsächlich Morbeus von der Matte! Und sie direkt mit runter! Was für ein Move!“


Die Fans können sich schon zu Beginn des Matches kaum auf den Sitzen halten und trauen ihren Augen nicht! Was für ein Start! Holy Shit Chants nach dem Spear verbreiten sich.


Skadi Fenrir blickt auf Zereo Killer herab, blickt auf Morbeus herab, und sie sieht, wie ihre Schwester Idunn Jörmungandr wieder auf die Beine kommt. Sie entert das seillose Kampfgeviert und stellt sich zu ihrer Schwester. Auch wenn die Größere der Beiden einen bösen Blick ihrer Partnerin kassiert, hat sie dennoch beträchtlichen Schaden bei den Champions hinterlassen. Ein fast schon „strenges“ gut gemacht ist zu hören, aber ob es Idunn gehört hat, wissen wir nicht.


Ihr Blick wandert simultan zum Kalifornier, der sich wieder aufrappelt. Nun ist es Skadi, die ihn in den Ring zerrt. Gemeinsam prügeln sie unter tosenden Buhrufen des Publikums auf Mr. #ISGI ein. Skadi zeigt einen European Uppercut, noch einen, ein dritter folgt. MacKenzie torkelt in Richtung der Zweimeterhünin. Es folgt ein Kick in den Magen und sie setzt zum Stalling Vertical Suplex an! Sie hält MacKenzie beeindruckend lange in der Luft und bittet ihre Schwester um Mithilfe. Sie halten nun Zereo Killer gemeinsam noch länger in der Luft, blicken mit einem Side Eye nach hinten und gehen ein paar Schritte zurück, bis sie am Mattenrand sind.


Sven: „Weißt du, wonach das aussieht?“

Pete: „Ja, ganz eindeutig! Ein Double Vertical Suplex vom Mattenrand nach draußen!“

Sven: „Unglaublich, aber ja!“


Über eine halbe Minute halten sie den Killer schon in die Höhe, das Blut muss ihm schon komplett in den Kopf geschossen sein! Und nun soll es abwärts gehen! Nach draußen!


Doch nein! Auf der gegenüberliegenden Seite ist es Raymond Douglas, der in den Ring gesprungen ist! Die Herausforderinnen sind dabei sich nach draußen fallen zu lassen, aber Morbeus kommt angerannt und springt auf die Beiden mit einem Flying Crossbody drauf! Damit bekommt die Situation ungewollten Schwung und Morbeus landet auf beide Damen außerhalb des Ringes und Zereo Killer ist in diesem Falle die Lucky Number Four, denn er ist anstatt nach hinten, nach vorn gekippt und auf den Beinen gelandet!


Sven: „Was für ein verdammter Glückskerl! Der sollte heute ins Kasino gehen!“

Pete: „Eventuell ein bisschen Glück, ja, aber Morbeus hat hier eindeutig für sein Team ziemlich viel gerettet!“


Skadi Fenrir, Idunn Jörmungandr und Raymond Doublas liegen angeschlagen außerhalb des Ringes, während Zereo Killer zurück in den Squared Circle steigt. Man sieht, wie es in Zereo Killer arbeitet. Er blickt durch die Crowd, welche recht verhalten bis hierhin reagiert auf das, was bisher vom Kalifornier gezeigt wurde. Kein Wunder, immerhin war da bis jetzt nur Schockstarre und Einstecken. Er schaut auf die Hüninnen herab, er erinnert sich an die Worte, die ihm sein genialer Tag Team Partner und Co Champion zugeflüstert hatte. Ja, Morbeus hatte Recht! Wenn man die Beiden unterschätzt, dann sind sie nicht aufzuhalten!


Morbeus rollt sich von den Herausforderinnen runter und zur Seite, er hält sich den Abdomenbereich. MacKenzie sieht seine Chance. Er rennt los und springt vom Mattenrand mit einer Running Shooting Star Press nach draußen und trifft beide Kontrahentinnen!


Pete: „Da ist er! Der beeindruckende, risky Zereo Killer!“

Sven: „Sieht zwar gut aus, schmerzt aber auch selbst! Okay, er hat, glaube ich, sein persönliches Hindernis eventuell überwunden, gegen Frauen zu kämpfen, aber gefällt es Ray, dass das so riskant war?“

Pete: „Wenns klappt, warum nicht?“


ZK greift sich kurz an die Hüfte, beißt auf die Zähne und kämpft sich dann mithilfe der Ringabsperrung wieder hoch. Ein boshafter Blick auf die beiden Herausforderinnen, als er sich an das Kinn fast. Ja, der Superkick hat tatsächlich sehr gesessen! Nun geht er zu Ray Douglas und hilft ihm wieder hoch. Sie schnappen sich gemeinsam die größere der Schwestern und hieven sie, ebenfalls gemeinsam, in den Ring.


MacKenzie und Douglas sprechen sich kurz ab und der Zweitgenannte schaut ein wenig verdutzt. Man muss kein bekennender Lippenleser zu sein, um ein „are you serious“ erkennen zu können. Vehement nickt Mr. I STILL GOT IT und klopft sich selbst auf die Schulter.


Pete: „Ja, es ist Zeit, Zereo Killer zu vertrauen. Er scheint sich gerade in der „Zone“ zu befinden und ist super motiviert.“

Sven: „Auch wenn es ein wenig widerwillig aussieht, so lässt es Morbeus nun zu. Bin mal gespannt, was Zereo Killer für eine Idee hat.“


MacKenzie duckt sich und Morbeus setzt sich auf Zereo Killer rauf. Der Mann aus den Staaten steht hoch und sie gehen gemeinsam auf die am Boden liegende Zweimeterhünin zu! Zereo Killer ist in Position, fragt seinen Partner ob er bereit sei. Er nickt nach kurzem Zögern! ZK wirft seinen eigenen Partner per Electric Chair Drop von den Schultern, dadurch kann Morbeus seinen Diving Ellbow Drop zeigen! Was für eine coole Tag Team Aktion!


Zereo Killer: „Seile? Wer braucht schon Seile! Wo wir hinfliegen, da brauchen wir keine Seile!“


Brüllt der Amerikaner lautstark und hilft nach geglückter Teamaktion Morbeus wieder in die Höhe!


Morbeus: „Yeah!!“


Auch ein selten zu hörender Schrei ist aus seinem Mund wahrzunehmen! Eine tolle Tag Team Aktion!


Nun scheint es Morbeus zu sein, der eine Idee für eine Aktion hat! Kurze Teamabsprache, doch dann geht es schnell. Douglas stellt sich mit dem Rücken zu Idunn und MacKenzie geht bis zum Mattenrand! Er rennt auf seinen Partner zu, dieser zeigt einen Back Bodydrop gegen ZK! Und seinen Abflug verwandelt er selbst in eine Swanton Bomb! Volltreffer gegen Idunn! Gemeinsam freuen sie sich über die zweite gelungene und sehr spektakuläre Teamaktion! Zereo Killer wirft sich sofort auf die am Boden liegende Herausforderin und setzt zum Pin an!


Morbeus fiebert mit, ob der Pin auch tatsächlich durch geht, doch das war ein Fehler! Skadi Fenrir ist plötzlich hinter ihm und zeigt den Half Nelson Backbreaker gegen den Kanadier! Und gleichzeitig gibt es einen Kick Out! Das ist nicht der Sieg für die amtierenden Tag Team Champions!


Pete: „Das war relativ knapp, aber Idunn hat sich selbst befreien können und Skadi scheint das Kräfteverhältnis wieder verschieben zu können!“

Sven: „Super spannendes Match, muss man tatsächlich zugeben.“


Zereo Killer erhebt und ärgert sich, dass es nicht gereicht hat… doch nun checkt auch er, was hinter seinem Rücken passiert ist! Skadi Fenrir ist passiert! Er rennt auf die dominante Gegnerin zu und direkt in die Falle! MacKenzie wird zum Gorilla Press in die Höhe gestemmt und es folgt ein Double Knee Gotbuster!!


Pete: „Oh No, das sieht für die Champions tatsächlich gar nicht gut aus. Morbeus hält sich immer noch den Rücken und hat sich zum Mattenrand gerollt, MacKenzie geht es auch nicht besser.“

Sven: „Wenn es so weiter geht, rieche ich einen Titelwechsel.“

Pete: „Könnte durchaus sein. Skadi ist gerade zu ihrer Schwester gegangen und hilft ihr wieder auf die Beine.“


Die Schwestern unterhalten sich. Idunn hat wieder das Zöpfchen im Munde, nachdem sie sich erholt hat… doch nun ist es Skadi Fenrir, die ihr den Zopf aus den Mund schlägt und… sie deutet auf Zereo Killer, dass alles seine Schuld sei! Idunn ist wütend und packt sich Zereo Killer. Sie zieht ihn hoch, dass er auf den Beinen ist und hievt ihn hoch zu einer Pop Up Powerbomb! Vom Mattenrand nach draußen! Und der Move wurde tatsächlich durchgezogen!!


Sven: „Oh Mein Gott! Hast du diese Powerbomb gesehen! Hast du das Geräusch dieses ungesunden Aufpralls gehört!??!“

Pete: „Brauchen wir einen Arzt!?!?“


Skadi Fenrir stellt sich nun neben ihre Schwester und nimmt den Zopf. Idunn nimmt ihn selbst in die Hand und nimmt ihn wieder in den Mund. Gemeinsam blicken sie auf Zereo Killer herab. In der Halle ist es mucksmäuschenstill geworden. Sie jubeln, sie genießen es, ausgebuht zu werden, sie lieben es, die Oberhand zu haben!


Hinter ihnen hat sich Morbeus aufgebaut! Er hält sich den Rücken, rennt aber auf Idunn zu! Sie scheint nichts von Douglas mitzubekommen, auch ihre Schwester sieht es zu spät! Mit Anlauf setzt es einen Dropkick in den Nacken von Jörmungandr! Sie fliegt aus dem Ring und landet in der Guarding Rail! Ein harter Aufprall! Morbeus atmet schwer, kämpft sich aber wieder auf die Beine! Skadi Fenrir fängt ihn mit Faustschlägen ab. Die sitzen auch alle sehr gut! Einmal, zweimal, dreimal… ein viertes Mal! Der fünfte geht daneben, Morbeus durckt sich weg und zeigt einen Inside Cradle!


Und dann geht plötzlich ein Raunen durch die Crowd! Denn das kam unerwartet, schnell, keiner hat damit gerechnet, am wenigsten Skadi Fenrir!



Und auch Idunn Jörmungandr ist zu spät! Guido Sandmann hat tatsächlich den Three Count durchgezogen! Der Kick Out ist kurz nach dem „three“ erfolgt, also zu spät!!


Sven: „Was für ein unglaubliches Glück für die Tag Team Champions! Zerbeus hat die Titel verteidigt, und Zereo Killer scheint davon gar nicht mal etwas mitbekommen zu haben!“

Pete: „Auch wenn es Glück war, so muss man doch die richtige Aktion zum richtigen Zeitpunkt zeigen!“


Idunns Rettungsversuch kommt auch zu spät, Morbeus rollt sich aus dem Ring und sammelt seinen Partner auf, der immer noch ziemlich ausgeknockt zu sein scheint. Doch dann hört auch der Kalifornier das Theme der Champions.


Sein Blick sagt alles. „Haben wir gewonnen?“ Morbeus nickt… doch dann lassen sie die Schwestern nicht aus den Augen, als ihnen der Tag Team Titel überreicht wird und sie langsam, rückwärts in Richtung On Stage hoch gehen…


Was für ein Match, was für ein glückliches Ende der Champions…


Was für ein unglaubliches Pech für die Herausforderinnen. Egal, ob man sie leiden kann oder nicht. Sie haben ein sensationelles Match abgeliefert und sind denkbar knapp gescheitert.


Das kann nicht das letzte Aufeinandertreffen gewesen sein!




Wieder mal in seinen Gedanken versunken strotzt Main Character Ask Skógur durch den Backstagebereich. Wir haben diesen Moment schon so oft gehabt, an dem Ask vor einer Chance stand, die so riesig ist, wie die Bäume auf seiner Insel und doch ist es inzwischen etwas anderes: Ask war bereits Champion, Ask hat wahre Größen dieses Sports besiegt und Ask ist inzwischen selbst ein Top-Star und schon lange kein Underdog mehr. Vermutlich könnte man so einige Argumente dafür finden, dass er der Favorit des heutigen Fatal Four Way Matches ist, andererseits hat er gleich drei schwierige Gegner.

Aber wer Ask kennt, der weiß, dass so eine Herausforderung ihm nicht die Motivation nimmt, sondern ihn vielmehr befeuert. Ask hat jüngst bei der Jubiläumsshow eine wahre GFCW-Legende besiegt und deshalb ist er zuversichtlich, dass er auch heute gewinnen wird, um dann endlich gegen The End anzutreten und sich seinen Titel zurückzuholen.

Bevor das Match allerdings beginnt, scheint er noch etwas vorzuhaben, denn tatsächlich läuft er nicht zufällig durch den Backstagebereich, sondern mit einem anerkannten Ziel. Und dieses Ziel ist inzwischen in Sichtweite. Wir befinden uns im Interviewbereich, an dem weder Tammy noch Mac Müll auf Ask wartet, stattdessen aber… Danny Rickson.

Asks Blick wird sofort düster, er grunzt bestimmt auf, während er auf Rickson zu stampft, der den Schweden – scheinbar widerwillig – erwartet.


Ask Skógur: „Was soll der Mist, hm? Soll das irgendso ne Kopfspiel-Taktik sein? Ich hab dich doch schon besiegt, das schaff ich heute auch nochmal, egal wie viele Leute da noch mit im Match sind.“


Ask richtet sich bestimmt vor Rickson auf. Erneut bahnt sich ein Grunzen an, es bleibt aber schließlich beim leicht erbosten Schnaufen. Jedenfalls will er wissen, warum Rickson Ask hier herbestellt hat.

Die Antwort, die der Engländer gibt, ist nicht die, die Ask erwartet hatte. Denn erst einmal zieht Rickson eine Augenbraue hoch, dann fährt er sein Gegenüber mit einem Blick von oben bis unten ab. In seinem Ausdruck liegt nicht ein Funken von Sympathie.


Danny Rickson: „Du redest, als ob ich dich hier herbestellt hätte. Soll das ein Scherz sein?“


Und sogleich liegt Spannung in der Luft. Die Aussagen beider Wrestler scheinen so überhaupt nicht zusammenzupassen.


Danny Rickson: „Ich kann mir eine bessere Vorbereitung vorstellen als mich mit dir abzugeben?“


Ask scheint verwirrt. Was redet Danny da?


Ask Skógur: „Scheinbar klappt das mit dem Nicht-Altern wollen nicht ganz so gut, wenn du so schnell vergessen hast, dass du mich hier treffen wolltest. Hat mir gerade einer der Mitarbeiter gesagt. Einer von denen, der nicht auch nach dem Glücks-Ei sucht: ‚Danny Rickson will dich im Interviewbereich treffen‘ – so war das. Also, was willst du jetzt?“

Danny Rickson: „Ask, noch einmal: Ich will dich am liebsten überhaupt nicht sehen. Deswegen habe ich auch nicht nach dir gefragt. MIR hat man doch gesagt, dass du mich hier sehen willst.“


Der Verwirrung, die Ask schon eben gezeigt hat, schließt sich Ricksons Miene nun an.


Danny Rickson: „Ich würde ja denken, dass du dir einen Scherz erlaubt hast, um mich vor meinem heutigen Sieg abzulenken. Aber bekanntlich brauchst du deinen Kopf, um damit durch die Wand zu rennen, nicht um irgendwelche Pläne zu schmieden. Also…“


Er macht einen Schritt zu, als er zur Schlussfolgerung seiner Ausführungen kommt.


Danny Rickson: „…hat uns scheinbar jemand anders herbestellt. Ich war es nicht.“


Auch, wenn Ask es ungern tut, so scheint er Rickson zu glauben. Die Blicke beider Männer wandern nun also umher, bis schließlich eine Stimme aus dem Hintergrund ertönt.


Wie schön, dass ihr euch hier eingefunden habt.“


Sowohl Danny als auch Ask drehen sich, als da plötzlich der GFCW Heavyweight Champion vor ihnen steht – The End scheint einmal mehr sein ganz eigenes Spiel zu spielen, nachdem er bereits Darragh Switzenberg und Iray Burch konfrontiert hat. Er tritt an zwei der vier Kontrahenten des heutigen Main Events heran und hat erneut sein süffisantes Grinsen im Gesicht und seinen World Title auf der Schulter, der direkt natürlich auch die Blicke von Ask und Danny auf sich zieht, wie auch schon bei den beteiligten Personen aus Ends erstem championlichen Eingriff. Und wie auch da, bekommt es End auch hier mit.


The End: „Gefällt euch, was ihr seht? Wenn ihr das wollt, müsst ihr nichts weiter tun, als ein Match zu gewinnen.“


Ein Match gewinnen“ ist eindeutig übertrieben, denn das heute ist nicht einfach nur ein Match – es ist ein Fatal Four Way Match mit vier hochkarätigen GFCW-Wrestlern, von denen ein jeder ein glaubhafter Herausforderer Nummer 1 sein könnte, aber nur einer kann es werden.


Danny Rickson: „Und Eins und Eins ergibt Zwei. Hast du uns hergelockt, um solche Banalitäten herauszustellen, hm?“


Die Miene Ricksons ist ohne jeden Zweifel konfrontativ. Man sieht ihm an, dass er jetzt lieber an der Infusionsnadel hängen würde anstatt hier seine Zeit zu verschwenden.


Danny Rickson: „Ich weiß, was ich zu tun habe, um mir deinen Titel zu nehmen. Ich brauche niemanden, der mich daran erinnert. Und wenn du nicht gleich einen guten Grund lieferst, warum ich zuhören sollte, bin ich weg.“


End weitet die Augenbrauen, als könne er Ricksons Empörung gar nicht verstehen, was er natürlich kann. Es ist eine berechtigte Frage. Was will End von den Beiden?

Trotzdem schaut er nun zu Ask.


The End: „Hm. Hörst du das? Wie der redet?“


Wieder scheint End der Schalk im Nacken zu sitzen, aber Ask scheint die Sache ebenfalls wenig lustig zu finden.


Ask Skógur: „Um ehrlich… seh ich das genauso. Ich hab besseres zu tun, als mich hier mit dir oder dem da abzugeben. Ich muss mich schließlich auf ein Match vorbereiten. Wenn dann also weiter nichts ist…“


Jetzt grunzt Ask dann doch wieder, bevor er sich, nach einem bösen Blick zu End und einem zu Rickson von beiden abwendet und davon geht, bis…


The End: „Und dann?“


Ask bleibt stehen. Er dreht seinen Kopf leicht in Richtung End, weil er offensichtlich wissen will, was End meint. End hingegen ist nun auch wieder ein ganzes Stück ernster.


The End: „Wenn du das Match gewinnst… was passiert dann? Dann bist du der Hauptherausforderer, aber das warst du bereits, ohne, dass du etwas dafür tun musstest. Wenn du also gewinnst… wirst du deinen Platz wieder aufs Spiel setzen?“


Ask atmet tief durch. Ruckartig dreht er sich um und schnellt zu End, um sich vor diesem Aufzubauen. Weniger um ihn einzuschüchtern, als vielmehr um zu signalisieren, dass er diesen Fehler ganz sicher nicht noch mal tun wird. Aber dafür gibt es auch gar keinen Grund, schließlich ist er jetzt bereit für das Titelmatch, was er nach Title Night noch nicht war, bevor Ask aber antworten kann…


Danny Rickson: „Exakt. Ask hat bereits einmal bewiesen, dass er nicht verdient hat, Herausforderer zu sein. Anders als ich es wäre. Es ist schade, dass wir heute den Umweg über ein Contender-Match gehen müssen…“


Er legt den Kopf schief und taxiert The End.


Danny Rickson: „…wenn es doch für alle das Beste wäre, wenn ich direkt als dein nächster Gegner benannt wäre. Denn wie – außer gegen mich, gegen die Unendlichkeit – könnte dein Titel-Run überhaupt ein befriedigendes Ende finden?“


Ask lagert nun um und baut sich nicht mehr vor End auf, sondern jetzt vor Rickson, gegen den er dann doch deutlich mehr Animositäten hat als gegenüber End. Aber auch der, hat sein letztes Wort noch nicht gesprochen…


The End: „Andererseits… tja, Danny, wie soll ich sagen… hat Ask dich nun einmal besiegt. Was soll ihn also davon abhalten das wieder zu tun?

Oder lass uns noch einen Schritt weitergehen. Was sollte ihn davon abhalten, dich hier und jetzt anzugreifen, um sicher zu gehen, dass du es gar nicht zum Match schaffst?

Vor allem, nach all dem, was du ihm angetan hast?“


Und so langsam zeichnet sich ab, was End vorhat. Nachdem er vorhin bereits Switzenberg und Burch ins Messer hat rennen lassen, will er das gleiche jetzt wohl auch zwischen Skógur und Rickson versuchen.

Beide scheinen aber zu schalten und schauen zu The End.

Ist es das, was The End gemeint hat, als er sagte, er wolle die GFCW zur besten GFCW aller Zeiten machen? Herausforderer fordern und diese gegeneinander anstacheln?

Was will The End?

Ask hingegen kommen nun wieder die Bilder in den Kopf: vor zwei Wochen, als Rickson ihn Burch entgegen geschubst hat, die Seife und die Anfeindungen… End hat nicht ganz unrecht. Er könnte Rickson auch hier an Ort und Stelle kalt machen.

Und so schaut er wieder zu Rickson.


Ask Skógur: „Ich sags nur ungern, Mann. Aber eigentlich hat er recht. Ich hab dich besiegt, aber gelernt hast du deine Lektion noch nicht.“


Ask grunzt erneut.


The End: „Das ist der Killerinstinkt, den ich will, Ask. Der Killerinstinkt, eines jungen, aufstrebenden Wrestlers, in der Blüte seiner Zeit. Der sich nichts sagen lässt, der der alten Garde trotzt.“


The End weiß genau, was er mit diesen Worten bei Danny Rickson erreichen kann. Refuse to Age? Nein, Ends Worte stellen klar, dass Asks tatsächliche Jugend, Danny Ricksons wahrgenommene Jugend überstrahlt.


Danny Rickson: „Von der Blüte eines Lebens zu sprechen bedeutet nichts anderes, als dass das Verblühen bevorsteht, sobald die Jahreszeit wechselt. Jemand wie Ask Skógur ist eine vorrübergehende Erscheinung. Er ist niemand, der ewig sein wird. Schlimm genug, dass ihm selbst diese Einsicht fehlt…“


Vor dem „Aber“, dass im Satzfluss vorauszusehen ist, wendet Rickson den Kopf in Richtung des Champions. Sein Block ist zornif.


Danny Rickson: „…aber dass DU in die gleiche Kerbe schlagen musst, End, ist nur ein weiterer Beweis dafür, dass du zwar den Titel tragen kannst, aber nicht die Historie auf deinen Schultern. Jeder Tag, den du weniger mit diesem Gürtel herumläufst, wird ein Gewinn für die GFCW sein.“


End hat wohl erwartet, dass Danny nun ihn in den Fokus nimmt, allerdings war wohl auch das nur eine Herleitung, für das, worauf er eigentlich hinauswill.


The End: „Ich verstehe das du wütend bist Danny, glaub mir. Aber ich bin es nicht, der dir seit deinem großen Comeback im Weg steht. Ich bin es nicht, der sich den Darbietungen deiner Erbarmungslosigkeit widersetzt hat. Und ich war es auch nicht, der dich bei der Jubiläumsshow besiegt hat.

Die Frage ist also… wo ist dein Killerinstinkt?“


Ricksons Reaktion erfolgt zunächst non-verbal. Er macht einen Schritt auf End zu und baut sich vor diesem auf, so dass die Auge in Auge stehen. Bei den guten zehn Zentimetern Größenvorteil auf Seitens des Champions muss sich Ricksons strecken. Dann jedoch, als sie voreinanderstehen, verhaken sich die Blicke ineinander.

Rickson tippt sich an die Stirn.


Danny Rickson: „Er ist genau dort. Wenn du nicht bis zu unserem Titelkampf warten kannst, um ihn zu sehen, gebe ich dir gerne eine Kostprobe.“


Überraschenderweise dreht sich Rickson dann jedoch um und fixiert wieder Ask Skógur.


Danny Rickson: „Sieh genau hin…denn du wirst der nächste sein, Champion.


Das letzte Wort spuckt der Englander herablassend hin. Dann geht er auf Ask zu. Seine Intention wird durch das zornige Funkeln in den Augen klar, die Körperspannung ist nur ein weiteres Indiz. Er will kämpfen. Einen Konkurrenten im Vorfeld ausschalten. Direkt als Rickson zum Schlag ausholt, tut Ask es ihm gleich und so entfaltet sich ein Kampf zwischen den Beiden, bei dem die Fäuste fliegen.

Als hätten die umstehenden Security-Männer es kommen sehen, sind diese tatsächlich überraschend schnell zur Stelle, um Ask und Danny auseinanderzuhalten – was natürlich trotzdem einige Zeit dauert, da sie sich direkt ineinander verkeilen. Es dauert wenige Minuten, bis genügend Securities da sind um die Beiden zu trennen und weit genug voneinander zu entfernen.

Eine Szene, die der Unruhestifter natürlich sehr glücklich genießt.

Mit einem finsteren Lächeln schaut End den Beiden hinterher, wie sie voneinander getrennt werden. So merkt er gar nicht wirklich, wie sich Tammy annähert, die scheinbar mitbekommen hat, was hier gerade passiert ist.


Tammy: „Entschuldige, Champ, aber eine kurze Frage. Du meintest selbst, dass die GFCW sich dir stellen soll. Du hast einen Herausforderer gesucht… und gleich mehrere Anwärter bekommen. Wieso also all das?“


Das ist die große Frage. Aber denkt man an Ends Mentor und dessen unverkennbaren Einfluss auf sein Vorgehen, dann dürfte man wohl kaum eine Antwort darauf bekommen.


The End: „Wieso nicht?“


Die Antwort könnte wohl sein, dass The End nicht EINEN Herausforderer will, sondern dass er den BESTEN Herausforderer will und derjenige muss „all das“ überstehen können.

Aber vielleicht genießt End auch nach wie vor einfach das Chaos. Und warum sollte er auch als großer Champion nicht für eben dieses Chaos sorgen?



Die GFCW… wird zur Schlacht.“


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Die neuste Welle der Superstars beinhaltet die neuen Champions, aber auch Legenden und Rückkehrer!


#4


Bereits zum zweiten Mal wurde er GFCW World Tag Team Champion. Dieses Mal allerdings nicht mit seinem biologischem Sohn. Jetzt neu mit dem Tag Team Championship BELT: Raymond „Morbeus“ Douglas!


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Der Mann ist eine lebende Legende. Sicherlich einer der größten GFCW-Stars ALLER ZEITEN. Nach langer Pause ist er nun wieder zurück im Geschäft und als ZERBEUS mit Partner Morbeus direkt auch mit Gold dekoriert…..ZEREO KILLER!




# 6


In keiner Sammlung dar eine weitere große Wrestling-Legende fehlen! Ein hoch dekorierter Mann mit 25 Jahren Ring-Erfahrung. Er hat auch schon alles gewonnen….

NIGHT FIGHTER MAD DOG




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Es gibt für gewöhnlich in der Nähe der Pommesbude zwei Arten von Menschen:


Menschen, die Pommes essen.


Menschen, die gerne Pommes essen würden.


Doch heute ist es anders, heute gibt es noch eine dritte Art von Mensch: Menschen, die nach dem Ei suchen, das ein Intercontinental Titelmatch verspricht. Ein spektakulärer Preis, der viele Leute suchen lässt. Aber nicht sie. Sie geht mit kaum schweifendem Blick gen Pommesbude.


Miria Saionji: „Ich hätte gern eine Portion Pommes. Mit Gewürzketchup und Mayonnaise.“


Der Mann an der Pommesbude nickt – es ist nicht Timo Schiller, sondern eine Vertretung – und beginnt die Bestellung zuzubereiten.


Miria Saionji: „Ach, ganz nebenbei gefragt, werter Herr… Euch ist nicht zufällig ein gewisses besonderes Ei untergekommen?“


Der Mann hält inne, überlegt kurz und fährt sich durch das kurze, schwarze Haar.


Die einzigen Eier hier sind die in meiner Hose. Interesse?“


Ein fettes Grinsen des kantigen Pommesverkäufers begleitet diese Worte, die Miria nicht mal mit der Wimper zucken lassen.


Miria Saionji: „Könntest du dir mich leisten, du wärst kein Pommesverkäufer.“


Wenn wenige Worte eine totale Zerstörung sind – dass sie sich selbst dabei in ein gewisses Licht stellt, das vielerorts rötlich angehaucht wäre, interessiert Miss Eternity dabei offenbar ca. gar nicht.


Miria Saionji: „Derweil bin ich nicht sicher, ob es mutig oder dumm ist im Jahr 2026 vor laufender Kamera derart vulgäre Sprüche abzulassen. Ich bin ja nicht zart besaitet, aber wäre ich es, könnte das Konsequenzen haben. Ein solch sexuell aufgeladener Satz, noch dazu am Arbeitsplatz...“


Der Pommesverkäufer wird etwas blass.


Miria Saionji: „Noch dazu habe ich eine ganze Reihe… wirklich großzügiger Verehrer, weißt du? Diese güldenen Diamantarmreife kaufe ich mir ja nicht selber. Einige davon würden es ganz und gar nicht gutheißen, sollte ein Pommesverkäufer eine… gewisse Grenze überschreiten. Ein paar davon sind wohl nicht so groß und stark wie Iray Burch, aber durchaus ähnlich… intensiv, wenn es um mich geht.“


Und jetzt wird der Pommesverkäufer nicht nur blass, sondern beginnt merklich zu zittern.


Miria Saionji: „Aber ich weiß, wie ihr klar aufzeigen könnt, dass dies alles sehr harmlos war. Ihr werdet diesen Pommes noch eine Currywurst hinzufügen und natürlich werdet ihr meine Bestellung aus eigener Tasche bezahlen. Ich denke diese großzügige Geste würde keinen Zweifel daran lassen, welch guter Mensch ihr seid, nicht wahr?“


Der Pommesverkäufer nickt schwach.


Ja, natürlich!“


Rasch macht er Mirias Bestellung fertig und zahlt aus eigener Tasche in die Kasse ein.


Hier bitte, geht auf mich! Lasst es Euch schmecken!“


Mit einem kalten Lächeln nimmt Miria ihre Bestellung entgegen und geht davon, sich vergnüglich eine Pommes in den Mund schiebend...



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Der Pommesmann hat Feierabend.

Was für aufregender Arbeitstag. Vor allem natürlich die Bewegung mit Miria Saionji. Doch auch ansonsten hat es mehr Trubel an seiner kleinen Bude gegeben als an jedem anderen Tag, den er bislang in dieser Halle erlebt hat.

Ständig waren Wrestler vorbeikommen. Männer und Frauen von so einschüchternder Gestalt, dass er sich nicht getraut hatte, ihnen zu widersprechen, als sie danach fragten, seinen Stand durchsuchen zu dürfen.

Er tritt aus der Bude hervor, schließt die kleine Tür und holt den Schlüsselbund hervor, um abzusperren. Da fällt ihm etwas auf. Oder besser gesagt: Jemand. Dieser Jemand steht hinter der Bude.


Pommesmann: „He.“


Der Pommesmann geht um die Bude herum, um nach dem Kerl zu sehen.


Pommesmann: „Wir haben geschlossen. Die Fritteuse ist aus.“

James Hightower: „Deswegen bin ich nicht hier.“


Da entfährt dem Pommesmann ein Seufzen. Natürlich. Damit hatte er rechnen müssen – heute sind sie nicht hinter seinen Pommes ein. Sondern diesem verdammten Glücks-Ei.


Pommesmann: „Hier wurde schon alles durchsucht. Hier ist nichts.“


Hightower ignoriert den Pommesmann. Es mag sein, dass IN und VOR der Bude alles durchsucht wurde. Doch wie mag es…

AUF der Bude sein?

Der ehemalige Basketballer nutzt seine Größe. Er zieht einen Stuhl heran, stellt sich drauf und schafft es dadurch, auf das Dach der Pommesbude zu starren. Ziemlich dreckig dort oben. Er tastet alles ab.

Mit jeder Sekunde wird der Blick Hightowers weniger euphorisch. Er war sich so sicher, dass es dort sein muss. Der einzige Ort, an dem noch niemand gesucht hatte.

Das Ei ist nicht da.


Pommesmann: „Ich glaube, der Hase hat euch alle verarscht.“


James Hightower schlurft mit hängenden Schultern davon. In einen enttäuschenden Feierabend.


Pommesmann: „Es gibt überhaupt kein Ei in dieser Halle. Und jetzt lasst mich endlich Feierabend machen.“


Als Hightower abgezogen ist, unternimmt der Pommesmann die letzten Vorbereitungen, um den Tag abzuschließen. Er zieht die Absperrung herunter, damit niemand über den Tresen in die Bude greifen kann, während er nicht da ist.

Er klappt den Aufsteller mit der Aufschrift „GEILE POMMES – SECHS EURO“ zusammen, klemmt ihn sich unter den Arm und lehnt ihn dann eng an die Bude, damit die Reinigungskräfte nicht drumherum wischen müssen.

Dann geht auch der Pommesmann.

Die Bude ist leer.

Im Hintergrund strömen Menschen, die eine kurze Pause genossen haben, für den anstehenden Main Event zurück in den Innenraum der Halle. Niemand mehr nimmt die leere Bude wahr.

Und so sieht niemand…

was dort liegt, wo zuvor das Werbeschild stand.

.

Dann ertönen Schritte. Jemand kommt näher.


Zereo Killer: „Oh nein. Schon geschlossen?“


Die GFCW-Legende dreht sich auf dem Hacken um. Um seinen Pommes-Appetit zu stillen, ist er fünf Minuten zu spät gekommen.

Verdammt.


Zereo Killer: „He…“


Im Weggehen fällt ihm etwas aus dem Augenwinkel auf.


Zereo Killer: „…was ist denn das?“


Die Instinkte erwachen in Zereo. Von einem Moment auf den anderen weiß er, dass er etwas Bedeutungsvolles erspäht hat.

Mit jugendlicher Leichtigkeit legt er den Weg zum mysteriösen Objekt in drei Schritten zurück. Er beugt sich dorthin, wo zuvor das Werbeschuld für die geilen Pommes stand. Greift neben eine Plastik-Zierpflanze.

Und hält das Glücks-Ei in der Hand.


Zereo Killer: „Wow.“


Wunder. Wunder gibt es immer wieder. Und so starrt Zereo Killer trotz all seiner Erfolge euphorisiert auf den Gegenstand in seiner Hand. DAS ist es, wonach die ganze Liga sich heute verzehrt hat. Das Objekt der Begierde.

Er wiegt das Ei in der Hand. Dann entdeckt er den Schraubmechanismus. Öffnet das wertvolle Stück vorsichtig.

Heraus kommt ein kleiner Zettel. Der Gutschein für einen Kampf um den Intercontinental-Title. Der Titel, für den niemand in der Historie so sehr steht und stand wie Zereo Killer.

Fünffacher Champion.

Und eines Tages folgt vielleicht der sechste Streich.

Mit einem Grinsen faltet Zereo den Gutschein zusammen und steckt ihn sich in die Hosentasche. Dann ist in seinem Augenwinkel eine Bewegung. Sein Blick fällt auf die Zierpflanze. Es ist eine Palme. Und zwischen den Blättern erspäht er das braune Fell eines ganz besonderen Hasen.

Der Hase zwinkert ihm zu.


Zereo Killer: „Danke.“

Frohe Ostern.