|
Auch in der Sächsischen Landeshauptstadt ist die GFCW-Galaxy im Sinne des Pawlow’schen Hundes darauf konditioniert, beim Ertönen erster Takte über die Hallenlautsprecher mit dem Jubel zu beginnen – selbst wenn der Wrestler noch gar nicht zu sehen ist. Doch die bloße Ahnung, dass hier gleich Zac Alonso auftauchen wird, langt. Dresden springt von den Sitzen auf, Hälse werden gereckt. Man bringt Kameras in Position und applaudiert. Dann schießt der Intercontinental Champion mit einer Geschwindigkeit durch den Vorhang, dass es dem Pferdegalopp, den er im wörtlichen Sinne vor zwei Wochen hingelegt hatte, nichts nachsteht. Doch diesmal kommt der US-Amerikaner zu Fuß. Er läuft auf der Rampe nach links, läuft nach rechts. Hebt den Titel den Spotlights und Kamerablitzen entgegen. Mindestens neunzig Prozent des Publikums ist im gegenüber positiv eingestellt und Alonso kostet die Sympathie aus. Auch einem Monat nach dem „Alles oder Nichts“-Match gegen Switzenberg ist ihm die Erleichterung über seinen Verbleib anzusehen. Er wirkt entfesselt, von einer Last befreit.
Zac Alonso: „Kein Pferd, kein Hund, keine Switzenberg-Beleidigungen heute. Seht es mir nach, Dresden, denn trotzdem komme ich nicht mit leeren Händen. Und damit meine ich nicht nur diesen wundervollen Titelgürtel…“
Mit der einen Hand hebt er die Intercontinental-Championship in die Luft, mit der anderen hält er das Mikrofon. Im Plauderton fährt Zac fort, während er Schritt für Schritt dem Squared Circle näherkommt.
Zac Alonso: „…sondern vor allem das Angebot an euch und diese Liga, das ich mitgebracht habe. Während im Backstage-Bereich gerade nach dem Glücks-Ei mit einem Ticket zum Titelmatch gesucht wird, gibt es für eine Person in dieser Liga heute einen deutlich einfacheren Weg.“
Er legt den Titel auf dem Apron ab, rollt sich unter dem Seil auf die Matte und nimmt die Championship in einer fließenden Bewegung wieder auf. Wirft sie sich über die Schulter.
Zac Alonso: „Ich stelle wieder eine Open Challenge. Genau jetzt werde ich meinen Intercontinental-Title verteidigen.“
„YEAAAAH!“
Zac Alonso: „Vor zwei Wochen habe ich es sehr wörtlich genommen mit der Aussage, dass derjenige einen Kampf bekommt, der zuerst im Ring ist. Ich kann nicht verheimlichen, dass das Chaos amüsant war; wie plötzlich ein Dutzend Männer miteinander gerangelt hat, um der Erste zu sein. Ich habe die Show genossen, während ich im Ring stand und mir die Szenen auf der Leinwand anzuschauen. Doch das Format hatte auch seine Tücken: Dadurch wurde es Hollywood Jake ermöglicht, sich in den Kampf zu mogeln…“
Die Stimme Alonsos geht in ein Seufzen über. Auf die erneute Konfrontation mit seinem ehemaligen Kollegen hätte er gut verzichten können. Wie auch das Publikum, welches die Erwähnung von Jake mit Buhrufen quittiert.
Zac Alonso: „…nur um dann abermals einen Arschtritt von mir zu bekommen, den er sich mehr als verdient hat.“
Schadenfreudiges Grinsen auf Alonsos Lippen. Es war kein einfacher Kampf, doch letztlich hat Duell Nr. 3 mit Jake ein gutes Ende genommen. 2 zu 1 steht es jetzt. Ist der Rivale damit ein- für allemal zurückgeschlagen?
Zac Alonso: „Doch bei aller Schadenfreude über das Scheitern von Hollywood Jake sollten wir nicht vergessen, wem er durch seine feige Wieselei im letzten Augenblick die Chance genommen hat, gegen mich zu kämpfen. Einem Mann, der zuletzt schon mehrmals durch unglückliche Umstände gelitten hat, ohne selbst viel dafür zu können. Nämlich Kyle Douglas.“
Wieder Jubel in der Halle. Diesmal für Morbeus‘ Sohn. Respektiert hat man ihn schon immer, doch spätestens seitdem er durch den Armbruch einen möglichen Titelgewinn verpasst hat, ist die Sympathie für den Kanadier noch größer geworden.
Zac Alonso: „Nachdem meine Open Challenge vor zwei Wochen also das „Open“ sehr, sehr wörtlich genommen hat, will ich heute die Regeln ein bisschen verengen. Ich weiß nämlich, dass ihr alle…“
Er streckt die Hand aus, deutet auf die Fans – und dreht sich in dieser Position einmal um die eigene Achse, um auch wirklich jeden Anwesenden symbolisch einzuschließen.
Zac Alonso: „…euch sehr gut mit einem Kampf von mir gegen Kyle Douglas anfreunden könntet. Für ihn wäre es endlich die Chance auf einen Titel. Und für mich die Gelegenheit, der Welt zu beweisen, dass Mr. Unpinnable nur deshalb noch nicht drei Sekunden auf seinem Rücken lag, weil sich seine Wege nie mit Zacalo gekreuzt haben. Und deshalb breche ich die Regeln einer Open Challenge etwas. Ich drehe sie einfach um. Heißt: ICH suche mir den Challenger aus.“
Der Fingerzeug geht nun zum Vorhang.
Zac Alonso: „Ich will Kyle Douglas. Jetzt.“
Vorfreudiges Raunen in Dresden. Alonso beugt sich ein letztes Mal nah zur Kamera.
Zac Alonso: „Was sagst du, Kyle?“
Home von Edith Wiskers ertönt. In einer Theme-Welt mit schweren Gitarren, hämmernden Bässen oder sonstigem Hardcore-Zeugs, stellt die Einlauf-Musik von Kyle Douglas noch immer ein gewisses Novum dar. Wärme, Nostalgie, Behaglichkeit strahlt dieser Song aus. Eine leichte Melancholie ist herauszuhören mit durchweg positivem und optimistischem Unterton. Eine Welt, die sich Kyle Douglas vermutlich wünscht, doch hat er sie je erlebt? Für tiefgreifendere philosophische Fragen scheint "Mr. Unpinnable" ohnehin eher gerade unpässlich zu sein. Fokussiert marschiert auch er aus dem Entrance gen Ring. Als sei er bereits auf diesen Kampf vorbereitet, ist er von seiner Garderobe her direkt kampfbereit. Der klassische Ringeranzug in weiß mit rotem Ahornblatt auf der Brust tragend, dazu den Ringerhelm in schwarz und die obligatorischen Boots. Ein Wrestler, wie aus dem Bilderbuch erscheint.
Pete: "In wenigen Wochen wird Kyle bereits 25 Jahre jung. Das Greenhorn ist er nicht mehr, zumal er ohnehin auch schon einen Titel gewonnen konnte." Sven: "Undankbar ist er. Verschweigt seine Erfolge und stellt nur immer heraus wie viel Pech er gehabt haben soll. Für mich ist er ein schwieriger Mensch, der seinen Platz weder gefunden hat noch finden wird. Ein Haderer, ein Zauderer vor dem Herrn. Da wird sich Zach Alonso gleich kaputt lachen."
Douglas mittlerweile im Ring und mit einem Mikrofon "bewaffnet" will nun erstmal verbal loslegen.
Kyle: " Alonso, ich will es kurz machen. Klar, ich nehme deine Challenge selbstverständlich an! Ich bin, so ehrlich bin ich gerne, hocherfreut, dass du, auch wenn ich vor zwei Wochen - mal wieder - überleistet wurde, noch eine Chance gibst. Ich will nun keine weiteren Gedanken an Hollywood Jake verschwenden, schließlich wollen die Fans und du offensichtlich auch, nun mal gegen einen ebenbürtigen Wrestler kämpfen."
Jubel für die Protagonisten im Ring.
Kyle: "Dir muss aber auch eins klar sein, Alonso. Lange wirst du den Intercontinental Title nicht mehr halten! Denn ich bin nicht nur wegen einem guten Kampf hier rausgekommen. Ich will deinen TITLE! HEUTE ABEND!"
Ein Raunen geht durch die Halle, auch wenn hier eher Captain Obvious am Ruder dreht. Kyle zeigt auf den IC-Titel. Das Objekt der Begierde.
Intercontinental Title. Das ist das Stichwort – und das Objekt, um welches es heute geht. Alonso lässt das wertvolle Stück von seiner Schulter gleiten und reicht es an Ringrichter Baumgärtner weiter. Seine Hand liegt auf der Platte, genau wie sein Blick. Dann nimmt der Ref den Preis entgegen und hebt ihn in die Luft.
Dresden wartet auf das Läuten der Glocke… …doch stattdessen ertönt eine Musik.
Lux Aeterna
Kyle Douglas schaut mal wieder konsterniert zu Boden.
Pete: "Wie viel Pech kann ein Mensch eigentlich noch haben?" Sven: "Ach, soll nicht denken, dass hier die ganze Liga dem Morbeus-Zögling der Teppich ausgerollt wird!"
Kyle: " Wieder einmal wurde ich einer großen Chance beraubt. Unter falschen Vorzeichen bin ich hier zum Ring gestiefelt und Ich-Idiot lobe den Champion noch über den grünen Klee. Endlich mal ein Mann mit Rückgrat. Aber nein, verdammte Scheiße. Immer kommt nich irgend ein anderes ARSCHLOCH und weiß es besser. Mit Rechtsverdreher, Winkeladvokat. Was weiß ich immer. Verdammte Kackscheiße!!"
Es ist gesagt, was gesagt werden musste. Die Situation scheint klar zu sein: Dieser Kampf kann nicht wie geplant stattfinden. Nicht als Titelkampf. Niederschmetternd für die Fans und Athleten gleichermaßen.
Kyle Douglas ist der Ärger anzusehen, doch dann ergibt er sich in sein Schicksal. Er schnauft ein letztes Mal und schleicht zu den Seilen, während Buhrufe der Zuschauer aufkeimen. Sie richten sich natürlich nicht gegen Kyle, sondern dagegen, dass ihnen ein heißerwarteter Kampf auf den letzten Metern genommen wird. Als Kyle schon mit einem Bein draußen ist, hebt plötzlich Zac Alonso das Mikrofon.
Zac Alonso: „Scheiße. Kyle, es tut mir leid. Ich habe davon nichts gewusst.“
Ohne besonderes Interesse blickt Douglas ihn an. Alonsos Worte ändern jetzt auch nichts mehr an der Situation. Sie machen nichts besser oder ungeschehen.
Zac Alonso: „Ich kann nicht behaupten, dass ich weiß, wie du dich fühlst. Denn so viele Chancen wie du habe ich zum Glück nie verloren. Aber ich weiß etwas anderes: Frust wird nicht dadurch gelindert, indem man in die Kabine geht und ihn in sich reinfrisst. Das wäre keine Hilfe für dich und ein unwürdiges Ende für unseren geplanten Kampf. Noch dazu – und das ist das Schlimmste – wäre es ein Triumph für das Switziverse.“
Dann geht Alonsos Blick ins Publikum.
Zac Alonso: „Ebenso wäre es ein Verlust für das Publikum. Wir beide sind grad ziemlich zornig, glaube ich. Deswegen schlage ich vor: Lass uns das Beste draus machen. Es kann nicht um den Titel gehen…“
Er macht einen Schritt auf Kyle zu, der auf dem Apron verharrt.
Zac Alonso: „…aber wir können immer noch eine große Show abliefern und zeigen, wer wirklich um diesen Titel antreten sollte. Komm, Kyle. Wir beide. Jetzt. 1 on 1. Non-Title.“
Mit großer Geste winkt er Douglas zurück in den Ring.
Zac Alonso: „Was sagst du?“
Kyle Douglas schüttelt kurz mit dem Kopf und will wohl nur nach Hause. Doch dann entbrennen lautstarke "Kyle Douglas" Chants mit leichtem sächsischem Unterton. Nichts für Sprachpuristen, aber der bald 25-jährige scheint sichtlich angefasst. Mit so viel Zusproch hat er wohl nicht gerechnet. Spielerisch fragt er, obwohl das Votum klar ist, nochmal ab, ob er denn tatsächlich in den Ring zurück soll. Nach einem lautstarkem YEAH! begibt er sich dann tatsächlich in das Seilgeviert und signaisiert dem Champion klar und deutlich: "AUF DIE FRESSE!"
Die GFCW… wird zur Schlacht.“
Spiele jetzt alle Storyline auch zuhause nach…..
mit den brandneuen Action-Figuren der GFCW Toy-Line #8.
Die neuste Welle der Superstars beinhaltet die neuen Champions, aber auch Legenden und Rückkehrer!
#1 Bringe Kyle Douglas selbst an die Spitze der GFCW. Kann er den Intercontinental Title für sich gewinnen?
# 2
Er wird es zu verhindern wissen. Schließlich will er den Titel dauerhaft behalten…
Zac Alonso!
# 3
Aus der Classic-Reihe. Dieser zweimalige Intercontinental Champion darf in keiner Sammlung fehlen!
Dr. Dick
COLLECT THEM ALL!
Tammy: „Sorry, dass es keine große Anmoderation gibt. Aber wir haben es eilig…“
Und das sagt Tammy nicht nur, man sieht es ihr auch an. Die Reporterin hetzt, verfolgt von einem Kamerateam, durch den Backstagebereich. Vor Anstrengung bebt ihre Stimme, sie hat Probleme, die Worte problemlos runterzurattern.
Tammy: „….denn wie ich grad gehört habe, tut sich in Sachen Glücks-Ei offenbar was. Und meine Quelle sagte mir, dass es genau…“
Sie bleibt abrupt stehen. Vor einer Kabine, die von außen genauso aussieht wie alle anderen. Doch ist dies der Ort, an dem Magie passiert?
Tammy: „…hier geschieht?“
Entweder hat Tammys Kontakt gelogen oder sie kommt zu spät. Denn es ist verdächtig ruhig hier. Keine Gewühl von Suchenden ist zu hören, keine Stimme jubelt oder triumphiert. Als Tammys Gesicht schon einen traurigen Ausdruck annehmen will, weil sie am falschen Ort ist, da ist plötzlich doch ein Geräusch zu vernehmen. Nur kommt es nicht aus der Kabine, vor der der Interview-Treck steht, sondern aus der gegenüberliegenden Tür. Tammy wirbelt herum – und muss direkt zur Seite springen. Denn just in diesem Moment schießt Ben Slate aus der Kabinentür. Ohne Tammy wahrzunehmen, drückt er sich mit ernstem Gesichtsausdruck an ihr vorbei. Sein Gang ist derart konsequent und schnell, dass es die überrumpelte Reporterin nicht schafft, ihn mit einer Frage aufzuhalten.
Tammy: „Oh, das sah nicht nach guter Laune aus. Scheinbar umfasst Ben Slates Analysekompetenz nicht mögliche Verstecke des Osterhasen. Und damit schalten wir zurück in die Halle zu Sven und…-“
Sie stutzt.
Tammy: „HALT! Da sind noch mehr Stimmen hinter der Tür.“
Ohne Hemmungen und Zögern reißt Tammy die Tür auf. Es ist eine Gruppenkabine für die kleineren Namen der Liga. Mit sechs Spinden. Ihr bietet sich ein Bild wie in einem Comic: Jede Spindtür ist aufgerissen und die Inhalte wurde auf dem Boden verteilt. In einer Ecke des Raumes steht ein großer Abfalleimer – und was es comichaft macht, ist dass aus dem Abfalleimer zwei menschliche Beine herausragen. Offensichtlich wurde jemand kopfüber in den Abfall geschoben. Doch darum kann sich Tammy jetzt nicht kümmern, denn ihre Aufmerksamkeit gilt dem Mann, der dieses ganze Chaos veranstaltet hat. Es ist Dr. Dick. Ohne Tammy wahrzunehmen, wühlt der Rückkehrer in den Spinden. Er hat keinerlei Hemmungen, alles auseinanderzunehmen, auch wenn nichts davon ihm gehört.
Tammy: „Hallo?“
Ihre Stimme ist nicht laut genug, um Dr. Dick waschbärengleiches Gewühl zu übertonen. Er nimmt sie schlicht in seinem Rücken nicht wahr. Also wendet sich Tammy ab und geht zu dem Mann im Mülleimer. Dieser wackelt mit den Beinen und versucht, aus dem Eimer hervorzukommen. Als Tammy beherzt eingreift und an einem Stiefel zieht, kommt der „Gefangene“ heraus. Es ist Joe Jobber.
Tammy: „JOE? Du bist zurück.“ Joe Jobber: „Ich will es noch einmal wissen. Und das Ei finden. Oder wollte es. Aber dann hat dieser Typ da mich einfach…“
Er blickt mit Ärger in Richtung Dr. Dick.
Joe Jobber: „…überwältigt.“
Jobber klopft den Dreck des Mülleimer von seinem Outfit. Während Tammy den Kultstar der GFCW dabei betrachtet, bekommen die Beiden gar nicht mit, dass im Hintergrund Dr. Dick seine Suche grad eingestellt hat. Wütend schlägt der Doktor die letzte Spindtür zu. Und dann fällt sein Blick auf Joe Jobber.
Dr. Dick; „Wie bist du denn herausgekommen? HÄ? Ich habe doch gesagt, du sollst mich nicht beim Suchen stören.“
Nach der zischenden Anmerkung in Richtung Jobber fällt ihm Tammy auf. Er zählt 1 und 1 zusammen und hat den Grund, wie Joe aus der Tonne entkommen konnte.
Dr. Dick: „So, so. Mit DEM machst du gemeinsame Sache, Tammy?“
Zu einer Antwort kommt es nicht, denn in diesem Augenblick prescht die Interviewerin mit einer Gegenfrage vor.
Tammy: „Hast du das Glücks-Ei gefunden?“
Dr. Dick zeigt seine leeren Hände. Erfolglos. Und noch während der Blick auf seinen Händen ruht, ballen diese sich zu einer Faust… …die er zur Linderung seiner Frustration in Richtung Joe Jobber abfeuert. Joe geht vor Tammy zu Boden wie ein Boxer vor dem Ten-Count. Dr. Dick stürmt an Beiden vorbei und aus dem Raum. Die Eierjagd geht weiter.
Wieder mal in seinen Gedanken versunken strotzt Main Character Ask Skógur durch den Backstagebereich. Wir haben diesen Moment schon so oft gehabt, an dem Ask vor einer Chance stand, die so riesig ist, wie die Bäume auf seiner Insel und doch ist es inzwischen etwas anderes: Ask war bereits Champion, Ask hat wahre Größen dieses Sports besiegt und Ask ist inzwischen selbst ein Top-Star und schon lange kein Underdog mehr. Vermutlich könnte man so einige Argumente dafür finden, dass er der Favorit des heutigen Fatal Four Way Matches ist, andererseits hat er gleich drei schwierige Gegner. Aber wer Ask kennt, der weiß, dass so eine Herausforderung ihm nicht die Motivation nimmt, sondern ihn vielmehr befeuert. Ask hat jüngst bei der Jubiläumsshow eine wahre GFCW-Legende besiegt und deshalb ist er zuversichtlich, dass er auch heute gewinnen wird, um dann endlich gegen The End anzutreten und sich seinen Titel zurückzuholen. Bevor das Match allerdings beginnt, scheint er noch etwas vorzuhaben, denn tatsächlich läuft er nicht zufällig durch den Backstagebereich, sondern mit einem anerkannten Ziel. Und dieses Ziel ist inzwischen in Sichtweite. Wir befinden uns im Interviewbereich, an dem weder Tammy noch Mac Müll auf Ask wartet, stattdessen aber… Danny Rickson. Asks Blick wird sofort düster, er grunzt bestimmt auf, während er auf Rickson zu stampft, der den Schweden – scheinbar widerwillig – erwartet.
Ask Skógur: „Was soll der Mist, hm? Soll das irgendso ne Kopfspiel-Taktik sein? Ich hab dich doch schon besiegt, das schaff ich heute auch nochmal, egal wie viele Leute da noch mit im Match sind.“
Ask richtet sich bestimmt vor Rickson auf. Erneut bahnt sich ein Grunzen an, es bleibt aber schließlich beim leicht erbosten Schnaufen. Jedenfalls will er wissen, warum Rickson Ask hier herbestellt hat. Die Antwort, die der Engländer gibt, ist nicht die, die Ask erwartet hatte. Denn erst einmal zieht Rickson eine Augenbraue hoch, dann fährt er sein Gegenüber mit einem Blick von oben bis unten ab. In seinem Ausdruck liegt nicht ein Funken von Sympathie.
Danny Rickson: „Du redest, als ob ich dich hier herbestellt hätte. Soll das ein Scherz sein?“
Und sogleich liegt Spannung in der Luft. Die Aussagen beider Wrestler scheinen so überhaupt nicht zusammenzupassen.
Danny Rickson: „Ich kann mir eine bessere Vorbereitung vorstellen als mich mit dir abzugeben?“
Ask scheint verwirrt. Was redet Danny da?
Ask Skógur: „Scheinbar klappt das mit dem Nicht-Altern wollen nicht ganz so gut, wenn du so schnell vergessen hast, dass du mich hier treffen wolltest. Hat mir gerade einer der Mitarbeiter gesagt. Einer von denen, der nicht auch nach dem Glücks-Ei sucht: ‚Danny Rickson will dich im Interviewbereich treffen‘ – so war das. Also, was willst du jetzt?“ Danny Rickson: „Ask, noch einmal: Ich will dich am liebsten überhaupt nicht sehen. Deswegen habe ich auch nicht nach dir gefragt. MIR hat man doch gesagt, dass du mich hier sehen willst.“
Der Verwirrung, die Ask schon eben gezeigt hat, schließt sich Ricksons Miene nun an.
Danny Rickson: „Ich würde ja denken, dass du dir einen Scherz erlaubt hast, um mich vor meinem heutigen Sieg abzulenken. Aber bekanntlich brauchst du deinen Kopf, um damit durch die Wand zu rennen, nicht um irgendwelche Pläne zu schmieden. Also…“
Er macht einen Schritt zu, als er zur Schlussfolgerung seiner Ausführungen kommt.
Danny Rickson: „…hat uns scheinbar jemand anders herbestellt. Ich war es nicht.“
Auch, wenn Ask es ungern tut, so scheint er Rickson zu glauben. Die Blicke beider Männer wandern nun also umher, bis schließlich eine Stimme aus dem Hintergrund ertönt.
„Wie schön, dass ihr euch hier eingefunden habt.“
Sowohl Danny als auch Ask drehen sich, als da plötzlich der GFCW Heavyweight Champion vor ihnen steht – The End scheint einmal mehr sein ganz eigenes Spiel zu spielen, nachdem er bereits Darragh Switzenberg und Iray Burch konfrontiert hat. Er tritt an zwei der vier Kontrahenten des heutigen Main Events heran und hat erneut sein süffisantes Grinsen im Gesicht und seinen World Title auf der Schulter, der direkt natürlich auch die Blicke von Ask und Danny auf sich zieht, wie auch schon bei den beteiligten Personen aus Ends erstem championlichen Eingriff. Und wie auch da, bekommt es End auch hier mit.
The End: „Gefällt euch, was ihr seht? Wenn ihr das wollt, müsst ihr nichts weiter tun, als ein Match zu gewinnen.“
„Ein Match gewinnen“ ist eindeutig übertrieben, denn das heute ist nicht einfach nur ein Match – es ist ein Fatal Four Way Match mit vier hochkarätigen GFCW-Wrestlern, von denen ein jeder ein glaubhafter Herausforderer Nummer 1 sein könnte, aber nur einer kann es werden.
Danny Rickson: „Und Eins und Eins ergibt Zwei. Hast du uns hergelockt, um solche Banalitäten herauszustellen, hm?“
Die Miene Ricksons ist ohne jeden Zweifel konfrontativ. Man sieht ihm an, dass er jetzt lieber an der Infusionsnadel hängen würde anstatt hier seine Zeit zu verschwenden.
Danny Rickson: „Ich weiß, was ich zu tun habe, um mir deinen Titel zu nehmen. Ich brauche niemanden, der mich daran erinnert. Und wenn du nicht gleich einen guten Grund lieferst, warum ich zuhören sollte, bin ich weg.“
End weitet die Augenbrauen, als könne er Ricksons Empörung gar nicht verstehen, was er natürlich kann. Es ist eine berechtigte Frage. Was will End von den Beiden? Trotzdem schaut er nun zu Ask.
The End: „Hm. Hörst du das? Wie der redet?“
Wieder scheint End der Schalk im Nacken zu sitzen, aber Ask scheint die Sache ebenfalls wenig lustig zu finden.
Ask Skógur: „Um ehrlich… seh ich das genauso. Ich hab besseres zu tun, als mich hier mit dir oder dem da abzugeben. Ich muss mich schließlich auf ein Match vorbereiten. Wenn dann also weiter nichts ist…“
Jetzt grunzt Ask dann doch wieder, bevor er sich, nach einem bösen Blick zu End und einem zu Rickson von beiden abwendet und davon geht, bis…
The End: „Und dann?“
Ask bleibt stehen. Er dreht seinen Kopf leicht in Richtung End, weil er offensichtlich wissen will, was End meint. End hingegen ist nun auch wieder ein ganzes Stück ernster.
The End: „Wenn du das Match gewinnst… was passiert dann? Dann bist du der Hauptherausforderer, aber das warst du bereits, ohne, dass du etwas dafür tun musstest. Wenn du also gewinnst… wirst du deinen Platz wieder aufs Spiel setzen?“
Ask atmet tief durch. Ruckartig dreht er sich um und schnellt zu End, um sich vor diesem Aufzubauen. Weniger um ihn einzuschüchtern, als vielmehr um zu signalisieren, dass er diesen Fehler ganz sicher nicht noch mal tun wird. Aber dafür gibt es auch gar keinen Grund, schließlich ist er jetzt bereit für das Titelmatch, was er nach Title Night noch nicht war, bevor Ask aber antworten kann…
Danny Rickson: „Exakt. Ask hat bereits einmal bewiesen, dass er nicht verdient hat, Herausforderer zu sein. Anders als ich es wäre. Es ist schade, dass wir heute den Umweg über ein Contender-Match gehen müssen…“
Er legt den Kopf schief und taxiert The End.
Danny Rickson: „…wenn es doch für alle das Beste wäre, wenn ich direkt als dein nächster Gegner benannt wäre. Denn wie – außer gegen mich, gegen die Unendlichkeit – könnte dein Titel-Run überhaupt ein befriedigendes Ende finden?“
Ask lagert nun um und baut sich nicht mehr vor End auf, sondern jetzt vor Rickson, gegen den er dann doch deutlich mehr Animositäten hat als gegenüber End. Aber auch der, hat sein letztes Wort noch nicht gesprochen…
The End: „Andererseits… tja, Danny, wie soll ich sagen… hat Ask dich nun einmal besiegt. Was soll ihn also davon abhalten das wieder zu tun? Oder lass uns noch einen Schritt weitergehen. Was sollte ihn davon abhalten, dich hier und jetzt anzugreifen, um sicher zu gehen, dass du es gar nicht zum Match schaffst? Vor allem, nach all dem, was du ihm angetan hast?“
Und so langsam zeichnet sich ab, was End vorhat. Nachdem er vorhin bereits Switzenberg und Burch ins Messer hat rennen lassen, will er das gleiche jetzt wohl auch zwischen Skógur und Rickson versuchen. Beide scheinen aber zu schalten und schauen zu The End. Ist es das, was The End gemeint hat, als er sagte, er wolle die GFCW zur besten GFCW aller Zeiten machen? Herausforderer fordern und diese gegeneinander anstacheln? Was will The End? Ask hingegen kommen nun wieder die Bilder in den Kopf: vor zwei Wochen, als Rickson ihn Burch entgegen geschubst hat, die Seife und die Anfeindungen… End hat nicht ganz unrecht. Er könnte Rickson auch hier an Ort und Stelle kalt machen. Und so schaut er wieder zu Rickson.
Ask Skógur: „Ich sags nur ungern, Mann. Aber eigentlich hat er recht. Ich hab dich besiegt, aber gelernt hast du deine Lektion noch nicht.“
Ask grunzt erneut.
The End: „Das ist der Killerinstinkt, den ich will, Ask. Der Killerinstinkt, eines jungen, aufstrebenden Wrestlers, in der Blüte seiner Zeit. Der sich nichts sagen lässt, der der alten Garde trotzt.“
The End weiß genau, was er mit diesen Worten bei Danny Rickson erreichen kann. Refuse to Age? Nein, Ends Worte stellen klar, dass Asks tatsächliche Jugend, Danny Ricksons wahrgenommene Jugend überstrahlt.
Danny Rickson: „Von der Blüte eines Lebens zu sprechen bedeutet nichts anderes, als dass das Verblühen bevorsteht, sobald die Jahreszeit wechselt. Jemand wie Ask Skógur ist eine vorrübergehende Erscheinung. Er ist niemand, der ewig sein wird. Schlimm genug, dass ihm selbst diese Einsicht fehlt…“
Vor dem „Aber“, dass im Satzfluss vorauszusehen ist, wendet Rickson den Kopf in Richtung des Champions. Sein Block ist zornif.
Danny Rickson: „…aber dass DU in die gleiche Kerbe schlagen musst, End, ist nur ein weiterer Beweis dafür, dass du zwar den Titel tragen kannst, aber nicht die Historie auf deinen Schultern. Jeder Tag, den du weniger mit diesem Gürtel herumläufst, wird ein Gewinn für die GFCW sein.“
End hat wohl erwartet, dass Danny nun ihn in den Fokus nimmt, allerdings war wohl auch das nur eine Herleitung, für das, worauf er eigentlich hinauswill.
The End: „Ich verstehe das du wütend bist Danny, glaub mir. Aber ich bin es nicht, der dir seit deinem großen Comeback im Weg steht. Ich bin es nicht, der sich den Darbietungen deiner Erbarmungslosigkeit widersetzt hat. Und ich war es auch nicht, der dich bei der Jubiläumsshow besiegt hat. Die Frage ist also… wo ist dein Killerinstinkt?“
Ricksons Reaktion erfolgt zunächst non-verbal. Er macht einen Schritt auf End zu und baut sich vor diesem auf, so dass die Auge in Auge stehen. Bei den guten zehn Zentimetern Größenvorteil auf Seitens des Champions muss sich Ricksons strecken. Dann jedoch, als sie voreinanderstehen, verhaken sich die Blicke ineinander. Rickson tippt sich an die Stirn.
Danny Rickson: „Er ist genau dort. Wenn du nicht bis zu unserem Titelkampf warten kannst, um ihn zu sehen, gebe ich dir gerne eine Kostprobe.“
Überraschenderweise dreht sich Rickson dann jedoch um und fixiert wieder Ask Skógur.
Danny Rickson: „Sieh genau hin…denn du wirst der nächste sein, Champion.“
Das letzte Wort spuckt der Englander herablassend hin. Dann geht er auf Ask zu. Seine Intention wird durch das zornige Funkeln in den Augen klar, die Körperspannung ist nur ein weiteres Indiz. Er will kämpfen. Einen Konkurrenten im Vorfeld ausschalten. Direkt als Rickson zum Schlag ausholt, tut Ask es ihm gleich und so entfaltet sich ein Kampf zwischen den Beiden, bei dem die Fäuste fliegen. Als hätten die umstehenden Security-Männer es kommen sehen, sind diese tatsächlich überraschend schnell zur Stelle, um Ask und Danny auseinanderzuhalten – was natürlich trotzdem einige Zeit dauert, da sie sich direkt ineinander verkeilen. Es dauert wenige Minuten, bis genügend Securities da sind um die Beiden zu trennen und weit genug voneinander zu entfernen. Eine Szene, die der Unruhestifter natürlich sehr glücklich genießt. Mit einem finsteren Lächeln schaut End den Beiden hinterher, wie sie voneinander getrennt werden. So merkt er gar nicht wirklich, wie sich Tammy annähert, die scheinbar mitbekommen hat, was hier gerade passiert ist.
Tammy: „Entschuldige, Champ, aber eine kurze Frage. Du meintest selbst, dass die GFCW sich dir stellen soll. Du hast einen Herausforderer gesucht… und gleich mehrere Anwärter bekommen. Wieso also all das?“
Das ist die große Frage. Aber denkt man an Ends Mentor und dessen unverkennbaren Einfluss auf sein Vorgehen, dann dürfte man wohl kaum eine Antwort darauf bekommen.
The End: „Wieso nicht?“
Die Antwort könnte wohl sein, dass The End nicht EINEN Herausforderer will, sondern dass er den BESTEN Herausforderer will und derjenige muss „all das“ überstehen können. Aber vielleicht genießt End auch nach wie vor einfach das Chaos. Und warum sollte er auch als großer Champion nicht für eben dieses Chaos sorgen?
Die GFCW… wird zur Schlacht.“
Spiele jetzt alle Storyline auch zuhause nach…..
mit den brandneuen Action-Figuren der GFCW Toy-Line #8.
Die neuste Welle der Superstars beinhaltet die neuen Champions, aber auch Legenden und Rückkehrer!
#4
Bereits zum zweiten Mal wurde er GFCW World Tag Team Champion. Dieses Mal allerdings nicht mit seinem biologischem Sohn. Jetzt neu mit dem Tag Team Championship BELT: Raymond „Morbeus“ Douglas!
# 5
Der Mann ist eine lebende Legende. Sicherlich einer der größten GFCW-Stars ALLER ZEITEN. Nach langer Pause ist er nun wieder zurück im Geschäft und als ZERBEUS mit Partner Morbeus direkt auch mit Gold dekoriert…..ZEREO KILLER!
# 6
In keiner Sammlung dar eine weitere große Wrestling-Legende fehlen! Ein hoch dekorierter Mann mit 25 Jahren Ring-Erfahrung. Er hat auch schon alles gewonnen…. NIGHT FIGHTER MAD DOG
COLLECT THEM ALL!
Es gibt für gewöhnlich in der Nähe der Pommesbude zwei Arten von Menschen:
Menschen, die Pommes essen.
Menschen, die gerne Pommes essen würden.
Doch heute ist es anders, heute gibt es noch eine dritte Art von Mensch: Menschen, die nach dem Ei suchen, das ein Intercontinental Titelmatch verspricht. Ein spektakulärer Preis, der viele Leute suchen lässt. Aber nicht sie. Sie geht mit kaum schweifendem Blick gen Pommesbude.
Miria Saionji: „Ich hätte gern eine Portion Pommes. Mit Gewürzketchup und Mayonnaise.“
Der Mann an der Pommesbude nickt – es ist nicht Timo Schiller, sondern eine Vertretung – und beginnt die Bestellung zuzubereiten.
Miria Saionji: „Ach, ganz nebenbei gefragt, werter Herr… Euch ist nicht zufällig ein gewisses besonderes Ei untergekommen?“
Der Mann hält inne, überlegt kurz und fährt sich durch das kurze, schwarze Haar.
„Die einzigen Eier hier sind die in meiner Hose. Interesse?“
Ein fettes Grinsen des kantigen Pommesverkäufers begleitet diese Worte, die Miria nicht mal mit der Wimper zucken lassen.
Miria Saionji: „Könntest du dir mich leisten, du wärst kein Pommesverkäufer.“
Wenn wenige Worte eine totale Zerstörung sind – dass sie sich selbst dabei in ein gewisses Licht stellt, das vielerorts rötlich angehaucht wäre, interessiert Miss Eternity dabei offenbar ca. gar nicht.
Miria Saionji: „Derweil bin ich nicht sicher, ob es mutig oder dumm ist im Jahr 2026 vor laufender Kamera derart vulgäre Sprüche abzulassen. Ich bin ja nicht zart besaitet, aber wäre ich es, könnte das Konsequenzen haben. Ein solch sexuell aufgeladener Satz, noch dazu am Arbeitsplatz...“
Der Pommesverkäufer wird etwas blass.
Miria Saionji: „Noch dazu habe ich eine ganze Reihe… wirklich großzügiger Verehrer, weißt du? Diese güldenen Diamantarmreife kaufe ich mir ja nicht selber. Einige davon würden es ganz und gar nicht gutheißen, sollte ein Pommesverkäufer eine… gewisse Grenze überschreiten. Ein paar davon sind wohl nicht so groß und stark wie Iray Burch, aber durchaus ähnlich… intensiv, wenn es um mich geht.“
Und jetzt wird der Pommesverkäufer nicht nur blass, sondern beginnt merklich zu zittern.
Miria Saionji: „Aber ich weiß, wie ihr klar aufzeigen könnt, dass dies alles sehr harmlos war. Ihr werdet diesen Pommes noch eine Currywurst hinzufügen und natürlich werdet ihr meine Bestellung aus eigener Tasche bezahlen. Ich denke diese großzügige Geste würde keinen Zweifel daran lassen, welch guter Mensch ihr seid, nicht wahr?“
Der Pommesverkäufer nickt schwach.
„Ja, natürlich!“
Rasch macht er Mirias Bestellung fertig und zahlt aus eigener Tasche in die Kasse ein.
„Hier bitte, geht auf mich! Lasst es Euch schmecken!“
Mit einem kalten Lächeln nimmt Miria ihre Bestellung entgegen und geht davon, sich vergnüglich eine Pommes in den Mund schiebend...
TRADITION
INNOVATION
WRESTLING DER SPITZENKLASSE
DAFÜR STEHT DIE
JETZT KOMMT DIE SENSATION FÜR ALLE GFCW-FANS!
ALLE SHOWS DER GFCW SEIT 2001 „ON DEMAND“ BUCHBAR!
AUF DEINEM SMARTPHONE, SMART TV ODER TABLET.
MIT DEM NEUEN GFCW GALAXY VIDEO ON DEMAND ABO, KEINE SHOW MEHR VERPASSEN!
+++
Der Pommesmann hat Feierabend. Was für aufregender Arbeitstag. Vor allem natürlich die Bewegung mit Miria Saionji. Doch auch ansonsten hat es mehr Trubel an seiner kleinen Bude gegeben als an jedem anderen Tag, den er bislang in dieser Halle erlebt hat. Ständig waren Wrestler vorbeikommen. Männer und Frauen von so einschüchternder Gestalt, dass er sich nicht getraut hatte, ihnen zu widersprechen, als sie danach fragten, seinen Stand durchsuchen zu dürfen. Er tritt aus der Bude hervor, schließt die kleine Tür und holt den Schlüsselbund hervor, um abzusperren. Da fällt ihm etwas auf. Oder besser gesagt: Jemand. Dieser Jemand steht hinter der Bude.
Pommesmann: „He.“
Der Pommesmann geht um die Bude herum, um nach dem Kerl zu sehen.
Pommesmann: „Wir haben geschlossen. Die Fritteuse ist aus.“ James Hightower: „Deswegen bin ich nicht hier.“
Da entfährt dem Pommesmann ein Seufzen. Natürlich. Damit hatte er rechnen müssen – heute sind sie nicht hinter seinen Pommes ein. Sondern diesem verdammten Glücks-Ei.
Pommesmann: „Hier wurde schon alles durchsucht. Hier ist nichts.“
Hightower ignoriert den Pommesmann. Es mag sein, dass IN und VOR der Bude alles durchsucht wurde. Doch wie mag es… … AUF der Bude sein? Der ehemalige Basketballer nutzt seine Größe. Er zieht einen Stuhl heran, stellt sich drauf und schafft es dadurch, auf das Dach der Pommesbude zu starren. Ziemlich dreckig dort oben. Er tastet alles ab. Mit jeder Sekunde wird der Blick Hightowers weniger euphorisch. Er war sich so sicher, dass es dort sein muss. Der einzige Ort, an dem noch niemand gesucht hatte. Das Ei ist nicht da.
Pommesmann: „Ich glaube, der Hase hat euch alle verarscht.“
James Hightower schlurft mit hängenden Schultern davon. In einen enttäuschenden Feierabend.
Pommesmann: „Es gibt überhaupt kein Ei in dieser Halle. Und jetzt lasst mich endlich Feierabend machen.“
Als Hightower abgezogen ist, unternimmt der Pommesmann die letzten Vorbereitungen, um den Tag abzuschließen. Er zieht die Absperrung herunter, damit niemand über den Tresen in die Bude greifen kann, während er nicht da ist. Er klappt den Aufsteller mit der Aufschrift „GEILE POMMES – SECHS EURO“ zusammen, klemmt ihn sich unter den Arm und lehnt ihn dann eng an die Bude, damit die Reinigungskräfte nicht drumherum wischen müssen. Dann geht auch der Pommesmann. Die Bude ist leer. Im Hintergrund strömen Menschen, die eine kurze Pause genossen haben, für den anstehenden Main Event zurück in den Innenraum der Halle. Niemand mehr nimmt die leere Bude wahr. Und so sieht niemand… … … … …was dort liegt, wo zuvor das Werbeschild stand. …. … … Dann ertönen Schritte. Jemand kommt näher.
Zereo Killer: „Oh nein. Schon geschlossen?“
Die GFCW-Legende dreht sich auf dem Hacken um. Um seinen Pommes-Appetit zu stillen, ist er fünf Minuten zu spät gekommen. Verdammt.
Zereo Killer: „He…“
Im Weggehen fällt ihm etwas aus dem Augenwinkel auf.
Zereo Killer: „…was ist denn das?“
Die Instinkte erwachen in Zereo. Von einem Moment auf den anderen weiß er, dass er etwas Bedeutungsvolles erspäht hat. Mit jugendlicher Leichtigkeit legt er den Weg zum mysteriösen Objekt in drei Schritten zurück. Er beugt sich dorthin, wo zuvor das Werbeschuld für die geilen Pommes stand. Greift neben eine Plastik-Zierpflanze. … … … Und hält das Glücks-Ei in der Hand.
Zereo Killer: „Wow.“
Wunder. Wunder gibt es immer wieder. Und so starrt Zereo Killer trotz all seiner Erfolge euphorisiert auf den Gegenstand in seiner Hand. DAS ist es, wonach die ganze Liga sich heute verzehrt hat. Das Objekt der Begierde. Er wiegt das Ei in der Hand. Dann entdeckt er den Schraubmechanismus. Öffnet das wertvolle Stück vorsichtig. Heraus kommt ein kleiner Zettel. Der Gutschein für einen Kampf um den Intercontinental-Title. Der Titel, für den niemand in der Historie so sehr steht und stand wie Zereo Killer. Fünffacher Champion. Und eines Tages folgt vielleicht der sechste Streich. Mit einem Grinsen faltet Zereo den Gutschein zusammen und steckt ihn sich in die Hosentasche. Dann ist in seinem Augenwinkel eine Bewegung. Sein Blick fällt auf die Zierpflanze. Es ist eine Palme. Und zwischen den Blättern erspäht er das braune Fell eines ganz besonderen Hasen. Der Hase zwinkert ihm zu.
Zereo Killer: „Danke.“ Frohe Ostern.
|