Wir befinden uns wieder in dem engen Raum mit dem Spiegel…zu sehen ist einer der Kapuzenpulloverträger. Da auf dem TV in der Ecke das Match zwischen Ihnen und Kid Daniel mit Phoenix Miller von GFCW- Stranded zu sehen ist, befinden wir uns eindeutig nach dem Pay Per View.


„Ist doch alles so gelaufen wie es geplant war. Das Match war scheiße. Daniel hat es zwar gewonnen doch als Sieger ist er nicht hervor gegangen.“

„Wir haben verloren so wie er es wollte. Wir haben ihn schwach aussehen lassen.“

„Es passiert alles so um ihn zurück zu bringen. Jeder ist enttäuscht…Trotz Sieg ist Daniel enttäuscht…Enttäuscht von sich…enttäuscht von uns…enttäuscht von Miller…“


Anders also vor der Show ist der Raum jetzt hell erleuchtet. Im Hintergrund sehen wir den roten und den grünen Pulli im Schrank hängen. Daneben noch ei schwarzer Pullover.

Erneut blicken wir wie vorher auf den Rücken der Person die vor dem Spiegel sitzt. Das Gesicht in seinen Händen vergraben. Er ist allein.


„…er ist schwach…doch ich bin es nicht…bald…das Spiel ist bald zu ende…nur noch ein wenig weiterspielen…er ahnt etwas…er wird es ansprechen…doch werde ich ihn enttäuschen…nein…“


Er hebt langsam den Kopf und das Licht in dem Raum wird heller sodass wir vom Spiegel geblendet werden.

Die Person steht auf und geht auf den Schrank zu…er greift sich den schwarzen Pullover und zieht ihn sich über.


„Ich muss los…ihr kennt das Auto…Ihr habt mir geholfen bis hierher zu kommen. Ihr habt euren Dienst fast getan. Ihr kennt den Plan…“


Er verlässt den Raum und die Tür fällt ins Schloß.



Die Momente nach dem Match bei Stranded – da liegen Kapuzenträger, doch die Hauptkamera hat sich beharrlich geweigert, das einzufangen. Die rote Kapuze und auch die blaue Kapuze, wie wir sie der Einfachheit halber mal genannt haben.

Daniel ist nach dem Sieg ganz außer sich und lässt sich ein wenig feiern, doch PCM, der gerade zur Raison kommt, schüttelt nur leicht mit dem Kopf, während er die Geschlagenen Recken anstarrt, von denen dank eben Kapuzen und Masken immer noch nichts zu erkennen ist. Gerade raffen sich die beiden auf und wollen den Ring verlassen, was Daniel aus dem Augenwinkel mitbekommt – und den Turnbuckle verlässt, auf dem er sich bis eben hat feiern lassen.


Schnell will er hinterher spurten, doch Phoenix C. Miller stellt sich, ob freiwillig oder unfreiwillig mag dahingestellt sein, in den Weg und bedeutet ihn ‚diese Deppen‘ doch laufen zu lassen. Das bekommen auch die Kommentatoren mit.


Pete: „Hast Du gehört? Diese Deppen laufen lassen! Damit steht fest….!“

Sven: „….das nichts feststeht. Es gibt viele Deppen auf der Welt!“

Pete: „Aber nicht so viele in der GFCW, oder?“

Sven: „Möglich. Aber die können ja keinen Schritt ohne diesen Truthahn machen…“

Pete: „Sven! Das war ein Flamingo!“

Sven: „Geflügel halt!“


Während die Kommentatoren uns mit dem Kommentar versorgen – und das Weltbild das Ganze eben nicht einfängt – ist es an PCM und Kid Daniel, sich feiern zu lassen. Und das geschieht auch…bis zur nächsten Unterbrechung.



Das Bild fadet ein. Es ist unbehagliche Nacht. Ein kalter Wind pfeift über die Wipfel des undurchdringlichen Waldes in den Hügeln des Spessarts.

Und es ist still.

Ein langsam übergehender Cut zeigt uns Luftaufnahmen der alten, teils heruntergekommenen Nervenheilanstalt, in die uns Rufus von Greifenstein in den letzten Shows Einblicke verschafft hat.

Und es ist still.

Ein letzter, ebenfalls langsamer Cut geht über in das Innere des Gemäuers. Ein Pfleger mittleren Alters steht mit einem Tablett, auf dem sich ein kleiner Plastikbecher mit einer einzigen uns unbekannten Medikamentenkapsel, ein leeres Glas sowie ein Krug Wasser befindet, in der kalten Halle. Wir sehen, dass an manchen Stellen der Putz bereits von der Mauer bröckelt. Ins Bild tritt der uns bekannte Justus, seines Zeichens Chauffeur des Rufus von Greifenstein. Er schließt ein Fenster, durch das eben noch der kalte Wind hereinpfiff. Der Pfleger tritt an eine der zahlreichen Türen, die hier links und rechts gegenüber im Gang platziert sind, heran und kramt einen dicken Schlüsselbund aus der Tasche. Eine Umstellung auf moderne elektrische Schließsysteme hat in diesen Gemäuern nicht stattgefunden. Ob es jemals dazu kommen wird?


???: „Moment!“


Die Kamera zoomt heraus. Rufus von Greifenstein rollt mit erhobener Hand in seinem Elektrorollstuhl sitzend an die Szenerie heran und bleibt neben dem Pfleger stehen, der artig zu gehorchen scheint.


Rufus von Greifenstein: „Ich übernehme das.“

Pfleger: „Wie Sie meinen, Herr von Greifenstein.“


Und ohne große Widerworte übergibt der Pfleger das Tablett in den Schoss des dicklichen Mannes. Justus tritt heran, um zur Hand zu gehen. Doch wieder bedeutet Rufus von Greifenstein mit einer Handbewegung, dass er das alleine machen möchte.


Pfleger: „Ich möchte Sie daran erinnern, Herr von Greifenstein, dass wir gemäß Ihrer Wünsche die Kerzen in seinem ‚Zimmer‘ nicht entfernt haben.“

Rufus von Greifenstein: „Sehr wohl.“


Der Pfleger verschränkt wie ein kleiner Schuljunge die Hände vorm Schoss. Ihm scheint noch etwas auf dem Herzen zu liegen. Rufus von Greifenstein bemerkt dieses und hält inne.


Rufus von Greifenstein: „Und?“

Pfleger: „Und, nun…er hat sich erneut verletzt. Ich meine, es ist ausdrücklich untersagt, dass wir Kerzen und Streichhölzer in die ‚Zimmer‘ der Insassen…“


Der Pfleger erntet einen etwas missgünstigen Blick von von Greifenstein und stockt sofort. Von Greifenstein hingegen setzt ein freundliches Lächeln auf, das sogar den dichten Schnurrbart nach oben treibt. Doch irgendwie durchschaut man, dass dieses freundliche Lächeln nicht das ist, was es sein soll. Und mit einer fast schon als Engelsstimme zu bezeichnenden Tonlage trällert er:


Rufus von Greifenstein: „Aber, aber, Philipp…Wir wollen doch nicht vergessen, wer hier in diesem Etablissement das Sagen hat? Wer Ihren Lohn zahlt? Es war meine ausdrückliche Anweisung, dass die Kerzen und Streichhölzer bleiben!

Er liebt sie, Philipp. Er liebt es, sie anzusehen. Sie sind so voller Leben, sagt er. Ihn begeistert, wie ihre Flammen lustig tanzende Schatten an die Wände werfen. Er liebt es, mit ihnen zu spielen. Die Flammen kitzeln auf seiner Haut, Philipp. Er genießt es, wenn die Flammen ihn streicheln, ihn liebkosen. Und dann?“


Ein Funkeln in von Greifensteins Augen. Konntet ihr es sehen? Das Lächeln wird breiter.


Rufus von Greifenstein: „Und dann genießt er es, sie auszumachen. Im einen Augenblick tanzen die Flammen noch voller Leben, erfüllen ihn mit Freude, küssen seine Haut. Und dann nimmt er es ihnen! Er ergötzt sich daran, dass er Leben geben und es nehmen kann.“


Bislang hat er einen unsichtbaren Punkt an der Wand angestarrt, während er fast wie hypnotisiert gesprochen hat. Dann beendet er seine Ansage – und blickt auf zu Philipp.


Rufus von Greifenstein: „Wieso er das tut? Wieso er so empfindet? Was meinst du, Philipp?“


Der Pfleger schüttelt leicht eingeschüchtert den Kopf.


Philipp: „Ich weiß es nicht.“


Rufus von Greifenstein grinst.


Rufus von Greifenstein: „Ich auch nicht. Aber weißt du was, Philipp? Spielt es denn eine Rolle, sofern es ihn glücklich macht?“


Mit diesen fast schon endgültigen Worten ist dieses Thema beendet.

Und es ist still.

Nach wenigen Sekunden, ohne dass ein Wort gesprochen wurde, macht sich Philipp von dannen. Justus will gerade den Rollstuhl zur bereits aufgeschlossenen Tür hineinschieben, doch Rufus von Greifenstein hebt die Hand.


Rufus von Greifenstein: „Nein, Justus. Ich gehe allein. Danke. Wir haben uns lange nicht gesehen. Dieses Treffen soll nur für mich und ihn bestimmt sein. Und ihr…“


Er wendet sich an den Mann hinter der Kamera.


Rufus von Greifenstein: „Bleibt etwas auf Abstand. Ich bin nicht ganz sicher, wie er auf euch reagiert.“


Von Greifenstein rollt vorsichtig zur Tür hinein. Und wie geraten folgt das Kamerateam erst in gebührlichem Abstand.

Was sich hier bietet, ist ein ehrfürchtiger Anblick:

Beinahe zwei Dutzend Kerzen im vorderen Teil des Raums verteilt sorgen für flackernde Beleuchtung. Dadurch zeichnen sich allerorten gespenstische Schatten an Wänden, Böden und Oberflächen ab. Ansonsten kann man kaum etwas erkennen. Die Schatten lassen darauf schließen, dass hier kaum Mobiliar vorzufinden ist. Eine Kommode oder Schreibtisch unter einem vergitterten Fenster, durch das seichtes Mondlicht fällt. Ein Stuhl. Womöglich noch eine weitere Kommode im hinteren Teil des Raumes. Doch das ist das Problem: Das Zimmer scheint größer, viel, viel größer zu sein, als man von außen glauben mag. Doch durch die schwache Beleuchtung lässt sich dessen tatsächlicher umbauter Raum gar nicht feststellen. Zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt. Außer den tanzenden Flammen regt sich hier nichts.

Von Greifenstein hält knapp einen Meter im Zimmer inne.

Und es ist still.

Unbehaglich lange.


Und dann plötzlich, irgendwo aus irgendeinem verdunkelten Teil des Zimmers, fast schon, als man nicht mehr damit rechnet, wird die Stille zerstört. Durch eine Bassstimme, die während dem nun Gesagten ein oder zwei Ausflüge in den Bariton unternimmt. Eine Stimme, die leise – ja, man möchte schon fast sagen: kaum merklich – von irgendwoher zu uns durchdringt.


???: „Papa Rufus? Bist du es?“


Die Stimme wirkt während dieser paar Worte unsicher, fast schon zweifelnd, hilfesuchend, eine Mischung aus allem. Irgendwo dort in der Dunkelheit, fernab der beinahe schützend wirkenden Kerzen, lauert etwas…jemand…


Rufus von Greifenstein: „Ja, Bartholomäus. Ja, ich bin es. Papa Rufus.“


Wieder tritt Schweigen ein. Offenkundig bedarf es beim Gegenüber einiger Verarbeitung dieser Antwort.


Bartholomäus: „Wen hast du mitgebracht? Ich kann sie riechen. Ich kann sie schmecken. Wollen sie spielen, Papa Rufus? Sind sie gekommen, um mit mir zu spielen?“


Rufus von Greifenstein wendet den Kopf, so gut er kann, in Richtung Kamerateam. Und er weiß, dass sie gemeint sind. Schnell wiegelt von Greifenstein ab.


Rufus von Greifenstein: „Nein, Bartholomäus. Nein. Auch wenn ich es mir vielleicht wünschen würde und die Leute gerne sehen würden, wie du mit ihnen spielst. Aber nein. Sie wären keine guten Spielgefährten, Bartholomäus.

Ich habe dir etwas mitgebracht.“


entgegnet er und blickt dabei auf das Tablett mit der Medikation. Aber erneut kehrt für einen Moment Stille ein in das von Kerzenflackern und Dunkelheit erfüllte Zimmer.

Dann zuckt das Bild, vielmehr der Kameramann.

Denn dort hinten, in der hintersten rechten Ecke des Raumes, hat ein klumpiger Schatten sich bewegt. Nur leicht, und auf den ersten Blick kaum merklich. Ein Schatten, den man bislang für ein Mobiliar gehalten hätte. Was…WER ist dort hinten? Es ist Bartholomäus. Doch mehr als ein schwarzes grobes Etwas ist nicht zu erkennen.


Bartholomäus: „Ist es gegen die rote Haut, Papa Rufus? Gegen die ‚Schmerzen‘, wie du es nennst?“

Rufus von Greifenstein: „Gegen die Verbrennungen? Nein. Nein, Bartholomäus. Es ist vielmehr für die Schmerzen in deinem Kopf.“


Der Schatten regt sich. Die tiefe Stimme des Bartholomäus, die wie zuvor eher ungewollt immer mal wieder Ausschweifungen in den Bariton unternimmt, erklingt wieder, ohne, dass der Schatten sich erneut regt.


Bartholomäus: „Ich habe wieder geträumt. Ich habe wieder von Mama geträumt. Wo ist Mama, Papa Rufus?“


Von Greifenstein schweigt. „Das alte Thema“, scheint er zu denken. Es ist zermürbend, es immer und immer wieder durchzukauen.


Rufus von Greifenstein: „Aber das habe ich dir doch schon erklärt, Bartholomäus. Deine Mutter…ist nicht mehr hier.“


Schweigen in der Dunkelheit. Und in dem Schweigen liegt Unverständnis. Und Gefahr…Dann regt sich der schwarze Schatten, der eben noch Bartholomäus gewesen ist, und richtet sich auf wie ein Berg. Und aus dem Berg entfährt ein Wutschnauben, ein grässliches Grummeln wie aus einem noch tätigen Vulkan.


Bartholomäus: „Das ist nicht wahr!“


poltert es aus dem schwarzen Berg hervor, der sich ein oder zwei Schritte auf den vorderen Teil des Raumes zubewegt, auf den Teil, wo die Kerzen das Zimmer gespenstisch erhellen. Doch noch ist er bestimmt zehn Meter entfernt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Kameramann fast schon reflexartig ein, zwei Schritte nach hinten tritt.

Rufus von Greifenstein scheint all dies allerdings keine Sorge zu machen. Er bleibt ruhig, scheint er genau dieses Verhalten schon zig Male durchgemacht zu haben.


Rufus von Greifenstein: „BARTHOLOMÄUS! Beruhige dich sofort! Halte sofort ein, Bartholomäus! Erinnere dich! Ich habe dir erzählt, deine Mutter, dein Vater, sie sind…weg. Sie sind…tot! Erinnerst du dich nicht? Vor einundzwanzig Jahren. Der Unfall. Die nasse Straße. Der Abhang. Ich habe dir davon erzählt. Immer und immer wieder. Erinnere dich! In deiner Gegenwart haben wir davon immer von ‚Unglück‘ gesprochen! Das ist der Grund, wieso du hier bist. Erinnere dich!“


Im hinteren Teil des Raumes bewegt sich der schattige Berg hin und her, kämpft mit sich, stößt ein fürchterliches Grummeln und Knurren aus. Er tobt wie ein wilder Stier – und klingt auch so.


Bartholomäus: „Tot? Mama…ist tot? Sie kommt nicht wieder?”

Rufus von Greifenstein: “…nein. Sie…kommt nicht wieder.“


Und dann stößt Bartholomäus einen lauten, abscheulichen Schrei aus wie ein wildes Tier. Im hinteren Teil des Raumes bewegt sich der Bergschatten auf und ab, irgendetwas zerdeppert laut polternd, Scherben zerklirren, einige Kerzen gehen aus.

Das Kamerateam nimmt Reißaus, verlässt fluchtartig das Zimmer. Und sie hören die kehligen Laute, beinahe schon ein tierähnliches Brüllen, das Bartholomäus in seiner Zerstörungswut immer und immer wieder ausstößt. Aber dann hält das Team inne, denn sie hören von Greifensteins Stimme, wie er ebenso immer und immer wieder auf Bartholomäus einredet, ja, sogar mit ihm schimpft. Und die berufliche Neugier - oder nennen wir es, Sensationslust! - überkommt sie dann doch und sie kehren um. Vorsichtig lugen sie zur Tür hinein.


Und wir vernehmen von Greifensteins Stimme, die so sanft klingt, dass es fremdartig erscheint, weil sie so gar nicht zu seinem Wesen passen will. Er ist während des Wutanfalls des Bartholomäus weiter in die Schwärze des Raumes vorgedrungen. Die meisten Kerzen sind alle aus, so dass es nun noch schwieriger ist, irgendetwas zu erkennen. Wir sehen nur schwache Schemen. Und wir vernehmen ein Wimmern, ein Schluchzen. Beinahe so, als würde jemand weinen.


Rufus von Greifenstein: „Alles ist wieder gut, Bartholomäus. Alles ist wieder gut. Nimm die Tablette jetzt. Sie wird dich wieder ruhig machen.“


Das Wimmern, das unterdrückt klingt, weil es wohl in von Greifensteins Schoss angeschmiegt stattfindet. Irgendwo dort hinten in der Dunkelheit tröstet Rufus von Greifenstein seinen Ziehsohn Bartholomäus. Nehmen sie das Kamerateam überhaupt noch wahr?


Rufus von Greifenstein: „Die Zeit der Trauer ist vorbei, Bartholomäus. Endgültig! Denn bald bist du bereit, nach draußen zu gehen. Du bist bereit, mit den Leuten der GFCW zu spielen. Aber sie werden nicht bereit sein für dich.“


Und er lacht leise in sich hinein. Redet er eigentlich zu Bartholomäus – oder zu sich selbst? Ein Schniefen ist zu hören. Das Schniefen eines gewaltigen Monsters. Einer Urgewalt.


Bartholomäus: „Aber ich will nicht mit ihnen spielen.“

Rufus von Greifenstein: „Oh doch, das wirst du wollen. Denn, Bartholomäus, hör mir zu…“


Und er beginnt zu flüstern. Ob er weiß, dass die Kamera zuhört oder nicht, wissen wir nicht. Wir können nur ahnen, dass es ihm völlig egal ist. Immerhin hat er sie eingeladen.


Rufus von Greifenstein: „Sie haben sich nicht nur über dich lustig gemacht, Bartholomäus.“

Bartholomäus: „Nein?“

Rufus von Greifenstein: „Erinnerst du dich, wie sich die Kinder über dich lustig gemacht haben? Wie sie dich gehänselt haben? Wie sie dich auf den Baum gejagt, in den Brunnen geworfen und dich im Ofen eingesperrt haben? Erinnerst du dich, Bartholomäus?“


Kurzes Schweigen. Ein Wutschnauben. Dann ein knappes:


Bartholomäus: „Ja.“

Rufus von Greifenstein: „Und das hat dir nicht gefallen, nicht wahr?“

Bartholomäus: „Nein.“

Rufus von Greifenstein: „Siehst du. Und weißt du, was die Wrestler in der GFCW gemacht haben? Sie haben sich nicht nur über dich lustig gemacht. Oh nein…weißt du, was sie getan haben?“

Bartholomäus: „Nein?“


Und es ist still. In der Dunkelheit ist nichts zu sehen. Und dann: ein leises Lachen von Greifensteins.


Rufus von Greifenstein: „Sie haben sich über deine Mutter lustig gemacht!“


Und es ist still.

Und dann bricht es wieder aus Bartholomäus heraus. Ein Schrei, der einem urzeitlichen Monster nicht unähnlich gewesen sein mochte. Und wieder zerdeppern Scherben, und Holz splittert. Bartholomäus tobt und schreit. Nun nimmt das Kamerateam erneut Reißaus, bevor auch sie die unbändige Wut zu spüren bekommen – und diesmal fliehen sie endgültig.


Und während wir mit ihnen auf der Flucht sind, begleitet uns lediglich das böse Lachen des Rufus von Greifenstein.




Wir sehen The Spotlight, Alex Hansen und Kevin Keller, die gerade aus Kellers A4 aussteigen. Sie nehmen ihre Koffer raus, Keller schließt den Wagen ab und sie gehen in Richtung Arena, um ihre Umkleide zu suchen. Währenddessen reden die zwei über das was war und möglicherweise sein wird.


Keller:,,Also ähm…Willst du mir was erzählen?“

Hansen:,,Inwiefern?“

Keller:,,Naja, über das was am Wochenende war?“

Hansen:,,Kumpel, du warst doch dabei. Wir haben gewonnen. Wir haben die Sauna Boys besiegt, wir haben gefeiert und beim Office um diese Möglichkeit heute gebeten. Also, ja…“

Keller:,,Huh. Sicher, dass das Alles war? Ich meine ja, wir haben gefeiert. Aber du wohl etwas mehr, was? Vor allem mit Karolina.“


Der „Revolver" zwinkert seinem Partner zu.


Hansen:,,Oh, das hast du gehört?“

Keller:,,Yep. Das Gästezimmer ist doch direkt neben unserem Schlafzimmer.“

Hansen:,,Das Gäs…Äh, ich meine ja klar…“

Hansen (in Gedanken):,,Ein Glück denkt er, wir hätten es im Gästezimmer getan, dabei taten wir es doch auf der Couch…und später im Gästezimmer nochmal…)

Keller:,,Hey, Bro. Alles gut. Ich sagte dir ja, ich denke du tust ihr gut. Und sie tut dir gut. Sie ist die Schwester meiner Freundin und ich bin ehrlich. Ich könnte mir keinen besseren Mann an ihrer Seite vorstellen, als dich.“

Hansen:,,Wow. Danke, Alter.“

Keller:,,Dafür nicht. Du gehörst zur Familie. Vergiss das nicht.“

Hansen:,,Ähm, ich bin ziemlich sicher, dass das dann Inzest wäre. Ich bin nicht Herbert oder JBJ, hahaha!“

Keller:,,Haha, du weißt, wie ich das meine. Aber der war gut, haha.“


Einige GFCW Mitarbeiter begrüßen die zwei und erklären ihnen den Weg zur Umkleide.


Hansen:,,Alles klar, Jungs. Danke!“


Die zwei ziehen weiter.


Hansen:,,Bist du nervös?“

Keller:,,Wegen heute? Schon ein wenig, ja. Du?“

Hansen:,,Ein wenig. Mein Debüt gegen Dick damals und Alles was danach folgte, entsprang auch einer Open Challenge. Kaum zu glauben, dass ein Intercontinental Champion sich die Blöße gab. Aber trotz allem bin ich ihm schon ein wenig dankbar dafür.“

Keller:,,Du wünschst dir noch immer, dass er deine Entschuldigung angenommen hätte?“

Hansen:,,Hm. Ich weiß nicht. Ich habe es immerhin versucht. Und mehr kann keiner tun oder?“

Keller:,,Seh ich genauso.“

Hansen:,,Bleibt die Frage, wer sich wohl heute darauf einlässt. Es gibt so viel Talent in der Division. Stell dir nur vor, The Spotlight vs UNRIVALED.“

Keller:,,Ja, das hätte schon was, wenn die Ex-Champs unsere Herausforderung beantworten. Man! Das wäre ein Match! Ein Match für die Geschichte!“

Hansen:,,Und denk mal weiter. Was, wenn wir sie besiegen würden?“

Keller:,,Das wäre episch, Bro! Dann wären wir garantiert die Hauptherausforderer auf die Titel, ohne wenn und aber!

Hansen:,,Tja. Das wäre was oder?“


Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen die zwei an ihrer Umkleide an. Hansen öffnet die Tür, doch sie bleiben Beide vor der geöffneten Tür stehen und schauen nur in den Raum hinein.


Hansen:,,Stranded liegt hinter uns, das Kapitel Sauna Boys liegt hinter uns. Zeit für uns ein neues zu schreiben.“

Keller:,,Ja. Und egal, wer sich uns heute stellt, wir werden kämpfen. Für uns. Für unsere Familie, für unsere Fans.“

Hansen:,,Für unseren Traum.“

Keller:,,Und egal vor welche Tür uns das bringen wird.“


Beide betreten die Umkleide.


Hansen:,,Wir werden sie öffnen.“

Beide gemeinsam:,,Denn wir sind The Spotlight. Und wir scheinen weiter, bis zur Unendlichkeit.“



Sprachlos sitzen sie, fürs Erste, gegenüber… doch dieses stumme Sitzen wird nicht lange anhalten. Wie man sieht, trägt Lionel Jannek eine Nackenkrause aufgrund der Geschehnisse von Stranded. UNRIVALED ist das erste Mal Tag Team Technisch baden gegangen… und der Blick, welchen er Zereo Killer entgegenwirft macht deutlich, dass dieser seiner Meinung nach, große Schuld daran trägt. So nebenbei sieht er sich auch den GFCW Intercontinental Title an, aber das macht die augenblickliche Lage nur ein wenig schlimmer.


Lionel Jannek: „Mike… Du bist vor Stranded zu mir gekommen, um mit mir eine Taktik für dein Intercontinental Title Match auszuarbeiten… Im Endeffekt war die nicht ganz Zereo Killer-konform, aber du warst einverstanden. Es war eine Methode, wie du aus dem Intercontinental Titelmatch rauskommen kannst, ohne viel Kraft aufzubrauchen. Und es hat zu 100% funktioniert…“


LJ sitzt nach vorne gebeugt, die Ellbogen auf den Knien abgestellt und den Kopf auf den Fäusten abgestützt. Sein Blick wechselt von ZK dem Boden hin und her…


Lionel Jannek: „Als es dann so weit war und du wirklich dank dieser Taktik Champion geworden bist, habe ich mich wahnsinnig gefreut… der erste Schritt zu unserer großen Nacht war getan! Nicht umsonst bin ich herausgekommen, um dich stolz als neuen, fünffachen, Intercontinental Champion anzukündigen!“


Ein tiefes Ein- und Ausatmen beim Österreicher. Fast schon schmerzlich. Denn beide Teammitglieder wissen was jetzt kommt…


Lionel Jannek: „Wie der Rest des Abends gelaufen ist, wissen wir ja… Im Gegensatz zu dir hatte ich ein knallhartes Einzelmatch, in dem Drake sich seiner feigen Vorarbeit bedient hat… Am Ende lag ich da und wusste für ein paar Sekunden nicht einmal wo ich war… Als es mir klar wurde was passiert war, war ich so tief unten wie lange nicht mehr, Mike.“


LJ dreht den Blick zur Seite. Er kann ZK im Moment einfach nicht sehen…


Lionel Jannek: „Aber dann bist du zu mir gekommen und hast mich mit einer großen Motivationsrede noch einmal aufgebaut! Der Abend war noch nicht ganz verloren! Ich hatte wieder Hoffnung, dass alles gut gehen wird! Ich habe trotz der Schmerzen wieder an das Team geglaubt und hatte den Willen das War Games Match mit vollem Einsatz zu bestreiten!“


Nun sieht er den Killer mit einem bösen Blick an und lässt die Arme runter in den Schoß sinken.


Lionel Jannek: „Und was passiert dann??? Du wirst leichtfertig eingerollt und lässt mich, angeschlagen wie ich bin, einfach alleine zurück!!!“


Jannek lässt sich frustriert in die Lehne seines Sessels fallen, wobei er sich daraufhin kurz den Nacken hält, da so eine schnelle Bewegung sicher nicht ideal für seine aktuelle Verletzung ist. Dann folgt ein, offensichtlich, sarkastischer Applaus in Richtung seines Partners.


Lionel Jannek: „Herzlichen Glückwunsch! Fünffacher Champion! Historisch! Zum drauf stolz sein! … Aber auch wenn ich an diesem Abend zweimal verloren habe, war ich zweimal besser als du, Mike!“



Diese Worte sitzen sehr hart… Zereo Killer lässt seinen Kopf fallen und sieht geknickt zu Boden… den GFCW Intercontinental Title, welchen er geschultert hatte, lässt er in seine Hand fallen… doch er fängt das Titelgold nicht auf. Der Gürtel liegt am Boden… Er sieht auf das Emblem des Singles Titles, sieht sein Gesicht, aber auch das zornige seines Partners, spiegeln… Doch bevor er noch etwas sagen kann, fällt ihm der Österreicher wieder ins Wort.


Lionel Jannek: „Warum starrst du das Ding so an? Als eine Art Bestätigung für eine Leistung? Eine Bestätigung für TEAM-Leistung ist er ganz bestimmt nicht! Manchmal denke ich, du warst mit dem Einzeltitel schon zufrieden und die Team-Gürtel sind dir inzwischen völlig egal!“


Mike spürt den durchbohrenden Blick seines Partners, der vorsichtig, enttäuscht den Kopf schüttelt.


Lionel Jannek: „Wie auch immer… Die Frage die ich mir jetzt gerade stelle ist, warum musst du heute deinen Titel gegen Dr. Dick verteidigen?“



Wieder herrscht Stille und es dauert eine Weile, bis der Kalifornier antwortet.


Zereo Killer: „Keine Ahnung weshalb…“



Wieder senkt sich sein Kopf. Er schüttelt den Kopf und will gerade mit einem „Nein“ anfangen, doch erneut ist es Jannek, der ihn direkt ins Wort fällt.


Lionel Jannek: „Weißt du was? Vielleicht ist es ganz gut, dass du heute ein Titelmatch hast! Dann verlierst du ihn vielleicht direkt wieder und wir… oder besser gesagt DU kannst dich dann wieder auf die Tag-Team-Titel konzentrieren!“


Die amerikanische Hälfte von UNRIVALED holt tief Luft, beugt sich, nimmt seinen Gürtel hoch und steht auf! Von oben herab sieht er auf seinen angeschlagenen Tag Team Partner, der es nur mit Mühe und Not schafft, seinen Kopf halbegs in den Nacken zu legen um Augenkontakt zu halten.


Zereo Killer: „Jetzt mach mal halblang, okay?!?!“


Er breitet die Arme aus und wartet, ob wieder direkt Gegenwind kommt… doch dieser kommt nicht! Hat sich Jannek seinen „ersten Hass“ von der Seele gesprochen, oder ist hier tatsächlich ein Split von UNRIVALED zu erkennen?



Zereo Killer: „Du hast mit sehr vielem Recht was du gesagt hast! Vor allem… glaubst du nicht auch, dass es mich extrem ärgert, dass ich so früh ausgeschieden bin? Und vor allem, wie ich ausgeschieden bin!? Das wird mich mein ganzes Leben lang verfolgen! Ich wollte so gern helfen, ich musste hinten zusehen und habe mit dir gelitten!“


Beinahe verzweifelt blickt er in Richtung seines Partners, der während dieser Rede wieder stur an ZK vorbeisieht… dennoch fährt Double M fort.


Zereo Killer: „Falls du glaubst, dass mir dieser Titel hier…“


Er legt ihn auf den Schoß des sitzenden Östrereichers!


Zereo Killer: „… wichtiger ist als der GFCW Tag Team Titel, dann hast du dich wohl geschnitten!“


Die Blicke treffen sich wieder und der Anführer der Zereo Army macht weiter.


Zereo Killer: „Natürlich hat der GFCW Intercontinental Title einen besonderen Platz bei mir! Das war mein erster Titelgewinn seit meiner Rückkehr ins Wrestlinggeschäft, seit meinem Ankommen in meinem Zuhause, in der GFCW!!! Diesen Moment werde ich niemals vergessen! Doch genauso wichtig war auch der Gewinn des größten Goldes, welches diese Liga zu bieten hat!“


Nun macht er eine kurze Pause und hält inne… The Superior ist auch gespannt, was Mr. I STILL GOT IT zu den Tag Team Gürtel zu sagen hat.


Zereo Killer: „Es gab eine Zeit, in der mir dieser Tag Team Titel tatsächlich wenig bedeutete…“


Wieder vergehen einige Sekunden… Jannek winkt ab und will gerade die Biege machen, doch dann wird diese Aktion durch MacKenzie unterbrochen, indem er doch weiterspricht.


Zereo Killer: „Daran bist eigentlich du schuld!“


Jannek ballt seine Hände zu Fäuste, dreht sich um und blickt seinem Gesprächs- und Tag Team Partner zähneknirschend an.


Zereo Killer: „Dieser Run als Tag Team Champions war unser zweiter… denk mal scharf nach… was war bei unserem ersten Run?“


Ja… da war etwas… Jannek erinnert sich zurück.


Lionel Jannek: „Wir waren schon einmal gemeinsam Tag-Team Champions, ich weiß. Aber das diente im Endeffekt nur einem höheren Ziel! Um dir 2 Wochen später eins auszuwischen. Natürlich erinnere ich mich daran! Aber keine Ahnung warum du das jetzt bringst! War das beim PPV vielleicht deine Art der Revanche? Oder werfen wir uns jetzt wieder den Kram von damals an den Kopf? Soll ich dich dann wieder daran erinnern, was du mal, auch zu deinen Fans, für ein Arschloch warst, als du die GFCW, deine Fans und noch andere betrogen hast, nachdem du Double-Champion geworden bist???“

Zereo Killer: „Halts Maul!!!!“


Beginnt er zu schreien und schlägt mit der Faust gegen die Garderobe… bevor etwas Schlimmeres passiert!


Zereo Killer: „Seitdem, damals, ist viel passiert! Wir haben über die Jahre durch diverse, lebenswichtige Gründe zueinandergefunden, haben unsere Schwächen zu unseren Stärken gemacht und sind das beste Tag Team der GFCW Geschichte geworden! Der Titelgewinn, indem wir ein Turnier gewonnen haben, ist sinnbildlich für den Namen unseres Tag Teams: UNRIVALED! Seit diesem zweiten Titelgewinn von uns weiß ich, dass ich dir vertrauen kann! Seitdem bedeuten mir unsere Tag Team Titel etwas, seit UNRIVALED bedeutet mir unser Tag Team etwas…“


Er seufzt aus…


Zereo Killer: „… und seitdem du meine Tochter gerettet hast, bedeutest auch du mir etwas, auch wenn du einst mein Feind warst…“


Das erste Mal in dieser Szene, dass Worte versöhnlich klingen.


Zereo Killer: „Glaube mir, wenn ich dir sage, dass ich alles daran setzen werde, dass wir unsere Tag Team Titel wieder zurückgewinnen!“


Er sucht den Blickkontakt… und bekommt ihn!


Zereo Killer: „Dieser eine Fehler bei WAR GAMES… er wird mich mein Leben lang verfolgen! Aber das ist auch gut so, denn so einen Fehler mache ich kein zweites Mal! Es tut mir Leid, dass ich dich im Stich gelassen habe, aber ich werde es wieder gut machen, indem ich beim nächsten Mal genauso kämpfe wie du es im Käfig getan hast!“


Jannek sieht seinen Partner in die Augen und sieht den entschlossenen Blick. Dieser eine Blick, dem auch er Vertrauen schenken kann! Ja… er nickt… sagt aber nichts mehr, sondern legt lediglich, schon fast freundschaftlich, eine Hand auf die Schulter ZKs… dann dreht er sich um und verlässt den Raum, hinter sich die Türe schließend. Zereo Killer bleibt zurück und wirkt hoffnungsvoll, dass die Probleme der beiden Partner nun nicht mehr so aufwiegen wie noch vor 5 Minuten. Doch ist damit tatsächlich jetzt wirklich wieder alles in Ordnung…?




Mittlerweile befinden sich die Akteure auf der Heimfahrt vom Strand zurück nach Dortmund, wo das sagenumwobene Performance Center der GFCW seinen Sitz hat. Die Kamera begleitet eines der Autos – innerlich eine dieser modernen Schrummelkarren, die man nur mehr am Markenlogo – und auch da nicht immer – unterscheiden kann. Aber immerhin hat das Ding Ledersitze!

Es fährt: Phoenix C. Miller! Und neben ihm hockt – fast schon selbstverständlich – Kid Daniel, der im Gegensatz zu Miller angeschnallt ist. Selbst hier ist PCM also eher Old-School unterwegs. Anschnallen ist für Weicheier.

Die erste Minute, in der wir uns das Schauspiel betrachten – es geht wohl über eine Autobahn – wird nichts gesagt. Gar nichts. Offenbar hat das Ding weder Navi noch Radio, oder aber es ist nicht an. Vermutlich eher letzteres. Schließlich ist es Daniel, der die Stille durchbricht – und übrigens keine Maske trägt. Bleibt zu hoffen, dass das niemand sieht. Hatschi!


Kid Daniel: „Sag mal, Phoenix….“


Für Daniel sind Namen, die auf Städten beruhen immer seltsam auszusprechen. Das wäre so, als würde er Duisburg heißen. Oder Dortmund. Aber er ist bemüht, sich das nicht unbedingt anmerken zu lassen. PCM dagegen schaut stur auf die Strecke. Mehr als achtzig fährt man hier kaum, dennoch wirkt der Mittvierziger hochkonzentriert und sagt nichts.


Kid Daniel: „Warum hast Du sie gehen lassen?“


Es ist klar, worauf Daniel anspielt: Die beiden Kapuzenheinis, die Phoenix als Deppen bezeichnet und dann ihres Weges ziehen lassen hatte. PCM konzentriert sich immer noch ziemlich auf die Strecke und scheint nicht antworten zu können. Oder zu wollen.


Daniel schüttelt leicht genervt den Kopf. Eigentlich hatte er sich hier nicht mit dem Handschuhfachdeckel unterhalten wollen, aber es scheint, als liefe es tatsächlich auf eine Art Monolog hinaus. Trotzdem lässt er sich offenbar von seinem Plan nicht abbringen.


Kid Daniel: „Ich hätte sie nicht gehen lassen. Sie haben zwar im Ring nichts drauf, aber sie sind gefährlich. Das solltest Du ja eigentlich am besten wissen, wenn man sich die Geschehnisse so ansieht…nicht? Was, wenn sie wieder auf dich lauern? Auf UNS lauern und wir dann nicht vorbereitet sind?!“


Wieder bleibt PCM die Antwort schuldig, muss dann aber offensichtlich stark genug lenken, dass Daniel beinahe mit dem Handschuhfachdeckel Bekanntschaft macht. Schon nach wenigen Momenten ist der Spuk vorbei, Daniel aber eine Nuance blasser als zuvor. Das hat gesessen, was auch immer das war.


Dafür hat Phoenix C. Miller seine Sprache wiedergefunden.


PCM: „Ich musste so handeln.“


Ein kurzer, durchaus markanter Satz – aber bei dem bleibt es erstmal. Es herrscht wieder für einige Augenblicke Schweigen, ehe Daniel sich zu einem vermutlich letzten Versuch aufrafft. Zumindest guckt er, als könnte es der letzte sein.


Kid Daniel: „Wie gerne ich sie in meinen Händen zermalmt und sie dem Erdboden gleichgemacht hätte….ich verstehe nicht, warum Du mich unbedingt daran gehindert hast, Pal…“


Millers Blick der weiterhin regungslos am Steuer sitzt schweift zur Fahrerseite ab. Seinem geschärften Blick entgeht nicht das sich ein schwarzer GMC Vandura neben sie gesetzt hat. Erstmal nix ungewöhnliches. Doch aufgrund dessen dass sie sich gerade auf einer einspurigen Einbahnstraße befinden sind Millers Sorgenfalten auf seine Stirn mehr als gerechtfertigt.


PCM: „Was? Ähhh…wieso???“…


Wie in Zeitlupe überholt der schwarze Van das Gefährt von Miller und Daniel. Daniel bemerkt die Reaktion Millers und lässt von seiner Frage ab. Auch er schaut überrascht an Miller vorbei und erkennt die Insassen des Vans sofort.


Kid Daniel: „Das…sind…die…KAPUZENHEINIS!!!!“


Er lehnt sich über Miller und schreit zusammenhangslose, unflätige, nicht jugendfreie Schimpftiraden aus dem offenen Fenster während er wild gestikulierend halb auf Millers Schoß liegt und aus dem offenen Fenster drohend die Fäuste ballt. Miller wird dadurch natürlich die Sicht versperrt und seine ohnehin schon unsichere Fahrweise wird noch weiter offenbart. Da er versucht dem Van auf der einen und den parkenden Autos auf der anderen Seite nicht zu nahe zu kommen entscheidet sich Miller für eine Vollbremsung von der Kid Daniel sichtlich überrascht wird. Dieser wird trotz der geringen Geschwindigkeit gegen das Lenkrad gedrückt was zur Folge hat das die Passanten durch das ausgelöste Hupen auf die Szenerie aufmerksam gemacht werden. Der schwarze Van setzt sich vor das Auto von Daniel und Miller und kommt ebenfalls zum stehen. Die Kamerafahrt beginnt mit einem Hollywoodreifen Schwenk um beide Autos herum um dann direkt hinter dem Auto von Miller und Daniel den gesamten Straßenzug einzufangen. Man sieht durch die Heckscheibe einen starr geradeaus blickenden PCM. Daneben einen wild gestikulierenden Daniel der Miller scheinbar anschreit. Wortfetzen dringen durch das geöffnete Fenster auf die Straße auf der die Passanten gespannt und teilweise vergnügt dem treiben im Auto zuschauen.


Daniel: „FAHR!!!! WIR KÖNNEN SIE KRIEGEN!!!...JETZT RAMM SIE SCHON!...FAHR ENDLICH LOS!“


Die Kamerafahrt geht weiter und zeigt uns nun das offene Beifahrerfenster. Wie in Zeitlupe packt Daniel Miller an den Schultern und schüttelt ihn. Dabei fliegen Teile seiner feuchten Aussprache die seiner Wut entspringt dem Zuschauer entgegen. Einige Tropfen treffen auf Millers Gesicht. Diesem packt nun anscheinend endlich der Zorn. Er schnauft tief durch. Sein Atem wird schneller. Der Griff am Lenkrad stärker. Das 1,2l Monster unter der Motorhaube heult auf. Auch der Van lässt seine Pferde wiehern. Der Van rast los.

Daniel der mit ausgestrecktem Zeigefinger sich aus dem Beifahrerfenster lehnt schreit: „LOS!!LOS!!!LOS!!!“

Mit entschlossenem Gesichtsausdruck lässt Miller die Kupplung kommen. Der Van hat schon einige Meter Vorsprung herausgefahren.


Daniel: „JETZT HOLEN WIR SIE UNS!!! GIB GAS MILLER!!!“


Und Miller tat wie ihm befohlen…Miller gibt Gas…er rast los und Daniel knallt abermals mit dem Oberkörper auf das Armaturenbrett. Miller hatte den Rückwärtsgang eingelegt und ist mit voller Wucht dem mittlerweile hinter ihm stehenden Polizeiwagen aufgefahren. Miller der anscheinend auf den Aufprall vorbereitet war schaut verdutzt zu Daniel herüber der sich sichtlich benommen den Kopf hält.


PCM: „Daniel…alles ok?...Dieses scheiss Auto…das war keine Absicht…der Van…er ist weg…und jetzt auch noch die Bullen…Scheisse…geht’s dir gut???“


Daniel, immer noch benommen, versucht wieder klaren Kopfes zu werden und zeigt Miller das er trotz der Umstände nicht weiter verletzt ist. Miller schlägt die Hände hinterm Kopf zusammen und schaut apathisch grinsend an die Decke des Wagens während die Polizisten sich ihren rauchenden Polizeiwagen und dem stotternden Wagen Millers anschauen.


Fadeout.





War Evening, Dortmund (Westfalenhalle, GFCW Performance Center), 03.07.2020


In Kooperation mit




Die vorerst letzte Show aus dem GFCW Hauptquartier aus Dortmund ist bereit, loszugehen. Auf den Rängen haben sich hier und da ein paar GFCW Mitarbeiter eingefunden, die ein bisschen für Stimmung sorgen und auf dem Tron wird das allseits beliebte Intro der GFCW abgespielt, ehe die Kamera auf das Pult der Kommentatoren schaltet.


Pete: "GFCW-GALAXY! WIR - SIND - LIIIIIVEEEE AUS DORTMUND!!!"

Sven: "Die letzte War Evening Ausgabe aus Dortmund in diesem Jahr!"

Pete: "Vollkommen korrekt, denn nach dieser Show geht der Zirkus wieder auf reisen, wie es mit den Fans aussieht, können wir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht sagen!"

Sven: "Volle Hütten wird es erst einmal nicht geben, aber sogar ein paar wenige Fans können ja ausreichend sein, um ordentlich für Stimmung zu sorgen"

Pete: "So ist es!"


Singles Match:
"Kaiser" Antoine Schwanenburg vs ???
Referee: Mike Kontrak


Sven: “Vor Strandes gab Antoine Schwanenburg bekannt, dass er hier und heute ein No 1 Contender Match um den World Title bestreiten will. Ich bin gespannt, wer sich ihm in den Weg stellen will.“

Pete: „Moment, No 1 Contender Match? Das hat er zwar gesagt, aber ist das offiziell eines?“

Sven: „Na ja, wenn der Kaiser das sagt, dann wird das schon so sein!“

Pete: „Möglich! Aber wie der Comissioner das sieht?“

Sven: „Wenn der Kaiser eine Herausforderung ausspricht, die jeder annehmen kann und er das Match fair und ehrlich gewinnt, sollte er das so sehen. Meine Meinung.“

Pete: „Wer fordert Antoine denn heraus?“

Sven: „Also ich wüsste niemanden, der sich traut, den Kaiser herauszufordern! Und wenn keiner es tut, dann sollte er einfach zum No 1 Contender gekürt werden. Ist ja nicht seine Schuld, wenn es niemand mit ihm aufnehmen will.“


Singles Match:
Big Jack vs Großmeister Duran
Referee: Guido Sandmann


Sven: “Die große Attraktion von Bryan werden wir hier und heute erneut bestaunen dürfen!“

Pete: „Big Jack bekommt so einiges an Lorbeeren und er wirkt so, als könne er es auch rechtfertigen!“

Sven: „Ja. Ich gehe davon aus, dass Jack hier kurzen Prozess macht, um seine Macht zu demonstrieren.“

Pete: „Bryan versteht es, seine Klienten gut aussehen zu lassen und ich bin mir sicher, dass er dieses Match daher so organisiert hat!“

Sven: „Das denke ich auch“


Open Tag Team Challenge
The Spotlight vs ???
Referee: Henry Phoenix Jr.


Sven: “The Spotlight suchen einen Gegner.“

Pete: „Oha, ich bin gespannt, was es hier zu sehen gibt. Wer werden die Gegner sein? Spotlight hat bei Stranded einen Sieg davon getragen, sie haben die Tag Team Title als Ziel herausgegeben. Ich denke, das werden sie hier untermauern wollen.“

Sven: „Ja, das denke ich auch. Spotlight hat eine gute Entwicklung durchgemacht, um in die Titelregion hervorzustoßen bräuchten sie aber noch einen Sieg.“

Pete: „Wer tritt also an?“

Sven: „Na ja, jeder, der einen Shot auf den Title haben will, sollte hier herauskommen. Selbst nach der Niederlage im Title Match bei Stranded kann man sich hier wieder rein waschen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass Unrivaled das Match haben will um so schnell wie möglich wieder um den Titel antreten zu können.“

Pete: „Das kann gut sein!“




DIES IRAE


Das war es dann mit der Card, der Kaiser hat wohl relativ wenig Interesse daran, dass die Card noch fortgesetzt wird, denn anstatt auf seinen Einsatz zu warten hat er wohl beschlossen, dass genau jetzt sein Einsatz ist. Aber Antoine selbst erscheint nicht auf der Stage, es ist sein treuer Gehilfe, Alex Ricks, der auf eben jener Stage zum Vorschein tritt.


Pete: "Wir waren noch nicht fertig! Der Main Event fehlt noch!"

Sven: "Der Kaiser hat entschieden, dass er jetzt auftreten möchte, da müssen wir uns unterordnen."


Die Besprechung des Zereo Killer Matches zu unterbrechen, damit dürfte sich Antoine keine Freunde gemacht haben. Aber wahrscheinlich ist genau das Kalkül.


Pete: "Aber ich wollte noch deine Meinung zum IC Title haben! Zereo Killer hat den Title bei Stranded gewonnen und warum der Doc jetzt schon wieder sehr rasch einen Title Shot erhält und Player nicht!"

Sven: "Vielleicht hat der Doc sich eine Re-Match Klausel gesichert? Wundern würde es mich nicht, wenn er an sowas denkt! Und jetzt Ruhe, der Kaiser kommt."


Apropos unterordnen, Alex Ricks rollt derweil den roten Teppich für den Kaiser aus und zwar wortwörtlich. Der Mathematiker scheint sich zu beeilen, doch einen kleinen Moment dauert es dann aber doch.


Sven: "Der rote Teppich reicht nun bis zum Ring, Zeit für den Kaiser!"


Aber noch ist nicht ganz Zeit für den Kaiser, denn Alex muss erst wieder verschwinden. Er verlässt die Stage und in dem Moment, in dem er nicht mehr zu sehen ist, hüllt weißer Nebel die Stage ein und es dauert nicht lange, bis Antoine Schwanenburg durch diesen hindurch schreitet.


Sven: "Meine Damen und Herren vor den Empfangsgeräten, genau jetzt ist der Moment den Aufnahmeknopf zu betätigen, denn dass der Kaiser ein Match bestreitet, passiert nicht alle Tage!"


Antoine schlendert die Stage hinunter und ist das erste Mal seit Title Nights 2019 wieder in seinem Ring Gear zu sehen. Den Ring betritt er über die dafür vorgesehenen Treppen und dort angekommen, lässt er sich erst einmal ein Mikrofon reichen. Dass Antoine nichts sagt, ist schließlich keine Option.


Antoine: "Freunde, ich kündigte es an."


Der Kaiser hat einen selbstgefälligen Blick aufgesetzt.


Antoine: "Vor Stranded sagte ich, dass ich hier und heute in den Ring steigen würde. Vier Wochen hatten alle dort draußen Zeit, sich darauf vorzubereiten. Denn hier und jetzt, in diesem Ring, entscheidet sich, wer der nächste Hauptherausforderer von Drake Infinity wird."


Er rümpft die Nase.


Antoine: "Nun, ich sagte ja, dass Lionel Jannek nicht in der Lage ist, Drake zu schlagen und natürlich lag ich richtig. Ich sagte von Anfang an, dass nur ich und ich alleine in der Lage dazu bin, ihm diesen Titel zu entreißen. Alles, was ich sagte, bewahrheitete sich und alles was ich sage, wird auch in Zukunft wieder in Wahrheit umgemünzt. Das ist der Lauf."


Nun aber fokussiert er mit seinem Blick die Stage.


Antoine: "Vor vier Wochen kündigte ich an, dass ich hier heute stehen würde, wenn Drake gewinnen sollte. Vor vier Wochen sagte ich, dass ich darum kämpfen werde, der Hauptherausforderer zu sein. Vier Wochen hattet ihr alle Zeit, euch auf mich vorzubereiten. Wer auch immer also gegen mich um diese Chance antreten will, der soll es JETZT tun oder für immer schweigen."


Das Mikrofon geht zu Boden und Antoine erwartet einen Gegner.


Pete: "Antoine will tatsächlich ein No 1 Contender Match bestreiten!"


Ein paar Sekunden vergehen.


Sven: "Wenn niemand erscheint wäre ich dafür, dass Antoine einfach zum No 1 Contender gekührt wird!"

Pete: "Nicht so schnell. Da regt sich was!"


Und dann ertönt ein leises Pfeifen aus den Lautsprechern.


Pete: "Nein. Nein. Das ist NICHT deren Ernst!"


Mathematiker machen keine Witze.

So steht er auf der Rampe.

Zu seiner Musik.

Mit starrem Blick geht er die Rampe hinab.

Laura kündigt ihn an.

Die paar „Fans“ buhen für 10.000.

Der Kaiser ignoriert ihn größtenteils.

Es ist egal.

Alex Ricks geht seinen Weg.

Er geht die Ringtreppe hinauf.

Er betritt den Ring.

Er bleibt in seiner Ecke.

Er geht in die Hocke.

Er stellt drei Finger auf den Boden.

Die Musik klingt aus.

Er schaut zu seinem Herren.

Alex Ricks ist bereit.


Sven: "Alex Ricks gegen Antoine Schwanenburg, das REMATCH! ICH BIN HEIß WIE FRITTENFETT!"


Und Kontrak gibt das Zeichen, es kann losgehen!


DING DING DING!


Der letzte Glockenschlag ist noch nicht ganz verhallt, da legt Alex Ricks sich auf den Boden.


Pete: "Nein, nein, nein, nein!"


Und Antoine geht selbstgefällig zum Pin über.


Pete: "NEIN!"


Kontrak weiß auch nicht so ganz, was er davon halten soll, aber er ist ein simpler Mann. Er sieht einen Pin, er zählt.


1...


2...


Pete: "NEEEEEEEEEIN!"


3!



SIEGER DES MATCHES DURCH PINFALL: "Kaiser" Antoine Schwanenburg!


Sven: "Der Kaiser ist der offizielle No 1 Contender! Absolut v-e-r-d-i-e-n-t!"

Pete: "Wo war das denn verdient? Alex hat keine Gegenwehr geleistet!"

Sven: "Das hat sich Antoine bei Title Nights 2019 verdient!"


Mike Kontrak reckt die Hand des neuen Hauptherausforderers in die Höhe, aber Antoine feiert lieber ohne, dass der Referee ihn berührt. Aber die Feier ist nur von kurzer Dauer, denn er gibt dem Verlierer, Alex Ricks, ein kurzes Handzeichen. Der Mathematiker versteht und rollt sich aus dem Ring heraus. Er sucht ein Mikrofon und nachdem er es gefunden hat, rollt er sich wieder in den Ring hinein, um es Antoine zu überreichen.


Antoine: "Niemand auf der gesamten Welt kann mir jetzt noch meine Chance auf die Heavyweight Championship verweigern. Ich habe FAIR und EHRLICH diese Chance herausgearbeitet, kein Johnboy Dog, kein Dynamite, kein wer auch immer kann mir das absprechen. Ich habe Alex Ricks besiegt, einen Mann, der erst vor weniger als zwei Wochen ein Match beim PPV gewann und dementsprechend hochqualifiziert für ein Match um das Recht war, Drake herauszufordern."


Alex Ricks steht still in der Ringecke, während Antoine seine Wutrede in die Kamera hält.


Antoine: "Ihr seid zwar alle Witzfiguren, aber das könnt selbst ihr euch nicht erlauben. Ob ihr es wollt oder nicht, ich bin der Hauptherausforderer! Jeder hatte die Chance, gegen mich anzutreten, dass nur Alex gegen mich antreten wollte, ist nicht mein Problem! Außerdem war das Ganze nicht abgesprochen, falls mir das unterstellt wird. Ich war genauso überrascht wie ihr, als die Musik von Alex ertönte. Ich habe ihn nicht dazu gezwungen, er hat dies alles aus freien Stücken gemacht! Nicht wahr, Alex?"


Der Blick geht rüber zu Alex. Der nickt kurz, ehe er weiter emotionslos in der Ringecke verharrt.


Antoine: "Also dann. DRAKE! Wie wäre es, wenn du GENAU JETZT hier heraus spazierst und mir MEINEN Titel überreichst? Du hast ihn nun lang genug aufbewahrt, findest du nicht auch? Beenden wir es und überreiche ihn mir, deinem Kaiser, oder sterbe in der Schlacht darum. Du hast die Wahl."


Während Antoine die Stage fokussiert, dreht er sich abrupt zu Alex um.


Antoine: "MOMENT! Du bist natürlich nicht würdig, über meinen roten Teppich zu laufen. Alex?"


Alex verlässt prompt den Ring. Er rollt den roten Teppich eilig wieder auf. Das Ganze dauert ein paar Sekunden, aber schlussendlich ist der rote Teppich wieder verschwunden. Alex steht also wieder auf der Stage, verstaut den Teppich fachgemäß irgendwo in der Ecke und joggt gen Ring. Noch während er läuft, spricht Antoine weiter.


Antoine: "Nun, Drake, nun kannst du heraus kommen."

Und die Reaktion folgt prompt. Kaum ist die letzte Silbe des Kaisers verhallt, flammt das Tron auf und die Halle füllt sich wieder mit Musik. Doch die Töne die aus den Boxen klingen, die minimale Dimmung der Beleuchtung und die grünen Scheinwerfer sprechen nicht die Sprache des Heavyweight Champions, sondern des Mannes, der bei Stranded endgültig aus dem Schatten auf die Bühne trat.

In sich gesunken tritt der Purifier auf die Bühne. Wie man es gewohnt ist. Doch irgendwie wirkt er auch anders. Klar, die Stiefel, die Stulpen und die Jacke sind geblieben. Die Kapuze tief im Gesicht. Das MCR Shirt viel zu weit. Doch die sonst so akkurate Millimeter-Frisur beginnt unordentlich auszuwachsen, die Gesichtszüge sind nicht weichgezeichnet, die Augen nicht leer.

Ohne Umschweife, ohne Auftritt marschiert er auf den Ring zu, den Alex Ricks auch gerade betreten will. Kurz blickt er sich um, doch ihm war das egal. Brav trottet er wieder in die Ringecke, nicht ohne Antoine das Mikrofon abzunehmen – der Kaiser muss diese Last nicht tragen. Seine Majestät selbst starrt ausdruckslos auf Zane. Sollte er sich irgendwie für ihn interessieren oder eine Meinung dazu haben, dass er hier auftauchte, so sieht man sie ihm nicht an.

Hinter Levy taucht wenig überraschend auch Luna Rosario auf. In ihrem Gesicht liegt ein breites Grinsen. Ihre Klamotten spiegeln die Affenhitze wider, die in der Halle herrschen muss, auch wenn man natürlich fragen kann ob Strümpfe über das Knie jetzt die perfekte Ergänzung zu einem Anti-Hitze Outfit sind.

Zane macht sich mit drei ruhigen Schritten auf den Weg die Stufen hinauf und schiebt sich durch die Ringseile. Und macht hier nicht halt. Bis auf einen Schritt tritt er an Antoine heran. Dem Kaiser steht ins Gesicht geschrieben was für eine Dreistigkeit seitens Levy das hier doch ist. Angeekelt blickt er auf den kleineren Mann herab. Ähnlich zu Ricks positioniert auch Luna sich in einer der Ringecken, noch immer grinsend – der Baseballbat bereit auf der Schulter.

Zane: „Tut mir wahnsinnig leid, eure Majestät. Aber Drake schaffts heute nicht.“

Schwanenburg scheint nicht der sein zu wollen, der hier den Schritt zurückgeht und hält den Blickkontakt, den Zane überraschenderweise forciert.

Zane: „Aber so haben wir zwei Zeit für uns, denn glaub mir: Ich werde dir noch mehr Probleme bereiten, als du dir jemals vorstellen kannst und ich habe nicht vor mir noch eine Minute von deiner Scheiße anzuschauen Antoine. Nicht ohne dir die Quittung dafür auszustellen.“

Er tritt wieder einen Schritt zurück und lässt sich mit überkreuzten Beinen auf den Boden sinken.

Zane: „Bitte – setz dich doch.“

Antoine blickt kurz auf den zu Boden sinkenden Zane und aus seinen Augen spricht der Ausdruck von: Was? Auf den Boden? Ich? DER KAISER? ICH SETZE MICH NICHT AUF DEN VERFLUCHTEN BODEN, DER IST DRECKIG, DRECKIG WIE DU ES BIST, NICHT WÜRDIG MEINER. Oder zumindest so etwas ähnliches. Also zieht er erhaben die Nase in die Höh' und ignoriert diese Einladung. Zane blickt nun weit zu ihm nach oben, scheint Schwanenburg aber mit einem Schulterzucken diese Genugtuung zu bieten.

Zane: „Vor sechs Monaten hatte ich gesagt, ich würde dafür sorgen, dass Drake seine Stellung in dieser Liga verliert. Und hey! Es sah ja fast so aus, als müsste ich nichts tun. Er stand unter so viel Feuer. Und klar, auch wenn er an sich alle nacheinander machen konnte, dachte ich doch vielleicht ist so ein Druck zu viel für ihn. Und von allen Leuten hätte es vielleicht sogar Dr. Fucking. Dick. Fast geschafft… Hm. Es war nicht richtig oder?“

Noch immer sehr sicher sieht er in Antoines Augen.

Zane: „Stell dir diesen Witzbold mal an der Spitze der Liga vor? Nein. Es musste wirklich eine Änderung her. Denn klar können JBD, Dynamite, selbst du sagen, dass Drake nicht für die Liga steht. Und tolle PR Programme starten, und Leute wie Zereo Killer zum Gesicht der Company hochbeschwören und was weiß ich, aber am Ende sind das alles Lügen, denn Drake IST der Champ und er STEHT für die Liga. Und weißt du was? Ich, als Fan, würde ihn lieben.“

Er lehnt sich zurück und stützt sich mit der freien Hand hinter dem Rücken ab, während er die Lippen zusammenkneift.

Zane: „Denn es ist so, so gut tuend, wenn du nirgends reinpasst, wenn du irgendwo sichtbar bist, repräsentiert. Wenn dir gezeigt wird „Hey, es gibt mehr wie dich und Leute wie du können es schaffen oder können ihre Revanche kriegen.“ Aber ich habe dir mehrmals gesagt, dass Drake ein Monster ist. Er erschafft falsche Hoffnungen in den Leuten. Und jemand wie Lionel… Selbstbewusst, talentiert, lebt für den Sport, tut das richtige, wenns drauf ankommt, versucht sich zu ändern, für sich und für seine Familie und seinen Tag-Partner. Es war zu perfekt. Und außerdem… Wusste ich nicht, ob ich es tun könnte.“

Er streckt die Beine nun von sich und schaut zwischen der Luft, Antoine und Alex hin und her. Noch immer sieht der Kaiser ihn ausdruckslos an, vielleicht ein wenig gelangweilt.

Zane: „Selbst, als ich Drake versprochen hatte, ihn aufzuhalten, wusste ich nicht, ob ich es tun könnte. Ich habe keine Zweifel an meinen Fähigkeiten. Ich wusste nicht, ob ich meine Hand gegen Drake richten könnte. Wenn du mich direkt gefragt hättest und ich ehrlich gewesen wäre… Hätte ich nein gesagt. Aber du hast gesehen… Nein. Du WEIßT wie man Drake aus der Spur bringt. Denn du bist genauso. Du spielst sehr sehr gut, wenn du vorne bist. Wenn du von oben nach unten trittst. Aber sobald man dir das Steuerrad entreißt...“

Mit der freien Hand immitiert er eine Explosion.

Zane: „Weg.“

Mit einem teuflischen Grinsen sieht er den Kaiser an.

Zane: „Also habe ich beschlossen ich gebe Jannek das Steuer in die Hand. Und er würde es beenden. Drake KONNTE ihn unmöglich schlagen, wenn alles für Jannek sprach. Und Lionel...Hat versagt. Hat krachend und jämmerlich versagt. Deine Schwester kann stolz auf dich sein wirklich. Ich habe ihm den Titel auf dem Silbertablett serviert. Ich habe verhindert, dass Drakes Maschinerie ihm das Match gewinnt. Darauf wurde er zum Contender. Ich habe ihm die Infos über Drakes Vertrag beschafft. Ja.“

Kurz war nun doch eine Regung zu sehen im Gesicht des Kaisers, die er aber schnell wieder verschwinden lässt.

Zane: „Dachtest du Drake hat sie ihm selbst verraten? Luna? Mach dich nicht lächerlich. Ich habe Jannek das Werkzeug gegeben Drake die Stützräder abzuschrauben und Lionel benutzt sie zur absoluten Perfektion. Drake wankte und wankte und wankte. Und ich attackiere meine Freunde bei Stranded, nur um sicherzustellen, dass Drake endlich verliert und ich nie dazu gezwungen werde mehr zu tun. Und Jannek. Versagt. Und weißt du was Antoine? Ich war Naiv jemals zu glauben, ich müsste es nicht selbst tun. Alles war perfekt. Und es hat nicht geklappt. Glaubst du an Schicksal. Ich jetzt schon. Ich MUSS Drake schlagen. Niemand sonst. Also. Hier bin ich.“

Nun beugt er sich nach vorne und dreht die Augen in Richtung des Kaisers. Seine Worte werden schneidender.

Zane: „Wenn du glaubst deine dreckige Scharade hier hat irgendeinen Effekt, dann täuschst du dich gewaltig. Genauso wie Drake kannst du hier nicht tun, was du willst, egal wie sehr du es dir einredest. Leider, leider bist du immer noch zu Gefährlich, als dass ich dich einfach ignorieren könnte. Bzw. Du nicht. Aber er.“

Kurz zuckt der Kopf zu Ricks.

Zane: „Aber am Ende willst du Drake schlagen und hältst Alex an der Leine also muss ich einfach nur dich aus dem Weg räumen und dann Drake. Ich habe es mir so kompliziert gemacht. Aber jetzt… Sieht alles so einfach aus. Hast du ernsthaft geglaubt, das hier würde nicht passieren? Antoine… Ich habe unschuldigen Menschen das Leben genommen für eine Sache an die ich nichtmal geglaubt habe. Was meinst du… Was ich mit dir anstellen werde, wenn du mir im Weg stehst, bei einer Sache, an die ich bis zum Tod glauben werde?“

Die Stimme des Purifiers ist wieder leiser geworden, aber kein Stück dünner. Zane wirkte so fokussiert, so entschlossen, wie er es bislang nie tat. Als hätte man etwas in ihm freigelassen.

Zane: „Drake ist ein Monster. Du würdest die ganze Welt anzünden, wenn du den geringsten Profit daraus hättest. JBD betreibt nur Vetternwirtschaft. Dynamite ist alles egal, solange die Liga läuft. Zereo verkauft seine Seele für ein Stück goldenes Blech und es geht so weiter. Ich trage meinen Spitznamen als Zeichen der Schande für das was ich getan habe aber diesmal… Werde ich ihm eine andere Bedeutung geben. Ich mach sauber in dieser Liga. Nicht wie du oder Drake. Sondern auf die Richtige Art.“

Antoine, der spätestens nach dem siebten Wort Zanes gedanklich nicht mehr ganz dabei war, neigt sich zu Alex rüber. Zanes Blick wirkt fragend, auch Alex versteht das zu Beginn nicht so Recht, aber dann wird schnell klar, warum Antoine sich gen Alex richtet. Er flüstert ihm ins Ohr. Alex greift sich das Mikrofon, neigt den Kopf weiter gen Kaiser und spricht mit Stirnrunzeln aufgrund der Konzentration auf die richtigen Worte. Wer weiß, was ihm blüht, wenn er ein Wort vergisst.


Alex: "Der Kaiser sagt, dass du aufhören sollst, seine kostbare Zeit zu verschwenden und mit deinen pubertären Problemen ins Sommercamp fahren sollst."


Wieder flüstert Antoine Alex ins Ohr.


Alex: "Wenn du glaubst, dass er sich auch nur für eine einzelne Silbe interessiert, die aus deinem Munde kommst, hast du dich getäuscht."


Zane blickt Luna an, nach dem Motto: Passiert das gerade wirklich? Die scheint das ganze eher witzig zu finden. Antoine flüstert weiter.


Alex: "Außerdem hatte er Drake gefordert. Er lehnt es entscheidend ab, seine Stimme für euch zu verwenden."


Das Flüstern geht weiter.


Alex: "Der Kaiser interessiert sich nicht für die Probleme des Fußvolkes. Du sollst auf dem Boden sitzen bleiben, denn genau da gehörst du hin."


So langsam wird die Ungläubigkeit und Belustigung dann doch zu Wut, wenn man Zanes Blick richtig deutet. Antoine flüstert aber weiter, bevor Levy etwas sagen kann.


Alex: "Wenn ihr Drake seht, dann richtet ihm bitte aus, dass er eine Audienz beim Kaiser hat. Ihr könnt hier gerne noch auf dem Boden eure Selbsthilfegruppe im Sitzkreis fortsetzen. Der Kaiser hat besseres zu tun."


Und noch bevor Alex zu Ende gesprochen hat, windet sich Antoine schon durch die Ringseile nach draußen. Kurz darauf folgt Alex. Gemeinsam verlassen sie die Ringside.

Doch Levy scheint ihn jetzt wieder zu ignorieren. Er starrt die Matte an, dort wo Antoine sich befunden hatte.

Zane: „Ich weiß, dass du mich noch hörst Antoine. Du magst als absoluter heiliger in diesem Ring gelten. Aber mir ist egal, wie gut du sein sollst. Ich weiß, dass ich besser bin. Ich weiß, dass ich das hier schaffen MUSS. Und wenn du wieder scheiterst… Was hast du dann noch Antoine?“

Mit einem eleganten Satz hebt er sich wieder auf die Beine, dreht sich in Richtung Rampe und spricht in Antoines Rücken, der gerade durch den Vorhang entschwindet.

Zane: „Du bist nichtmehr der, der du warst. Du versuchst deinen Namen zu nutzen um ein letztes Mal irgendwie Macht zu erlangen. Aber deine Ära ist vorbei. Ich besiege dich. Ich lösche meine Vergangenheit aus. Und mit ihr dein Vermächtnis. Und dann können wir alle wieder nach vorne schauen. Eine Zeit nach Drake und nach dir. Ich bin der einzige, der das erreichen kann. Ich kann nicht verlieren. Die Frage ist nur, ob du dich mir stellst… Oder ich zu dir kommen muss.“

FADE OUT



Die Show ging ja mal richtig actiongeladen los! Kaum wurde die Card vorgestellt, ging im Ring die Post ab! Doch nun ist das erste Match bereits vorbei und der Titantron macht auf sich aufmerksam.


Man sieht, wie Zereo Killer durch den Backstagebereich spaziert, bereits seine In Ring Gear trägt und der GFCW Intercontinental Title sich um seine Hüften befindet.


Zereo Killer: „Ich bin bereit… ich bin bereit… ich bin… BEREIT!!!“


Er motiviert sich selbst, weiß, dass er heute ein schweres Match vor sich haben wird.


???: „Dann sei ruhig bereit!“


Diese Aussage ist lautstark zu hören. ZK dreht sich zur Seite und sieht, wer da auf ihn zugestürmt kommt: Es ist Player!


Wütend stellt er sich vor den neuen IC Champion! Er bäumt sich regelrecht auf! ZK allerdings bleibt ruhig, streckt sogar seine Hand aus um seinen gegenüber freundlich zu begrüßen. Player allerdings schlägt die Hand zur Seite und stellt sich noch näher vor ZK!


Player: „Spar dir deine gespielte Freundlichkeit! Nenne mir einen Grund, warum ich dir nicht sofort eine reinhauen sollte! Erst GFCW 500 und dann Stranded! Zwei Mal… ZWEI MAL wurde ich um den Intercontinental Titel betrogen! Erst Dickie… und dann du! Beide habt ihr euch den Titel erschlichen und mich um ihm betrogen! Ich habe langsam echt die Schnauze voll ZK!“


Natürlich kann Mr. #ISGI Players Reaktionen irgendwo verstehen. Er macht auch eine abwehrende Haltung und versucht sich dafür zu rechtfertigen.


Zereo Killer: „Tja, was sollte ich sagen, mein Lieber? Es war nicht das einzige Match an diesem Abend!“


Player: „Ist mir Latte, ZK! Es war deine Entscheidung in beiden Matches zu stehen! Doch das du zu solchen Mitteln greifst ist auch für dich ein neuer Tiefpunkt! Der IC Titel verdient etwas Besseres!“


Kurz muss Player grinsen…


Player: „Doch für War Games hat es nicht gereicht. Da hattest du keinen Pussy Plan, den du dir aus dem Ärmel schütteln konntest, nicht wahr? Denn du bist ja ausgeschieden… durch den wohl heftigsten Move im Wrestling… Einen Roll-Up… Haha!“


Doch jetzt wird er prompt wieder ernst…


Player: „Doch was mir nicht in den Kopf will, ZK, ist: Das heutige Match! Dicke hat kein Recht auf ein Titelmatch! Er hat nichts getan um sich dies zu verdienen!“


Er tritt noch näher an ZK heran, so nah, dass sich die Köpfe der beiden schon fast berühren…


Player: „Ich rate dir besser das Match heute zu gewinnen! Wie ich schon sagte: Dickie hat kein Recht auf ein Titelmatch und schon gar nicht das Recht Champion zu werden! Und wenn dir einer den Titel abnimmt, dann werde ich das sein! Denn dieser Titel verdient einen Champion, der auf faire Weise gewinnen kann und keine Pussy die sich alles nur erschleicht! Haben wir uns da verstanden?“


Zereo Killer schaut Player tief in die Augen, Player tut dasselbe, die Blicke kleben aneinander. ZK scheint die Message verstanden zu haben denkt sich Player, dreht sich langsam von ihm weg und verschwindet aus dem Bild...



???: „LADIES AND GENTLEMAN!!!“


Diese Worte schallen durch das Performance Center! Und natürlich weiß jeder wer diese Worte gesprochen hat: Bryan! Der kommt in die Halle stolziert! Gekleidet im gewohnten Armani Anzug und mit Sonnenbrille auf läuft er zum Ring. Er betritt diesen und stellt sich in die Mitte des Rings.


Bryan: „Ladies and Gentleman, mein Name ist Bryan und heute Abend ist folgendes geplant: Mein neuester Klient, Big Jack, soll hier heute gegen jemanden namens „Grossmeister Duran“ antreten. Nun, ich bin ehrlich: Ich habe keinen blassen Schimmer wer das sein soll! Und nach dem heutigen Match, nachdem mein Klient mit ihm fertig ist wird er es wahrscheinlich selber nicht einmal mehr wissen! Denn er wird diesem „Grossmeister“ zeigen, warum er THE NEXT… BIG… THING IST!“


Bryan zeigt mit dem Finger auf die Entrance Stage…


Bryan: „LADIES UND GENTLEMAN…BIG JACK!!!“



Und schon ertönt der Theme Song von Big Jack! Dieser kommt langsamen Schrittes in die Halle gelaufen. Wie immer mit seinem blonden, nach hinten gegelten Haaren, den schwarzen Shorts, schwarze Knieschoner und schwarzen Stiefeln. Auf seinem schwarzen T-Shirt steht mit weiß geschrieben „BIG JACK IS ON HIS WAY!“ Am Ring angekommen steigt er direkt auf den Apron und von dort aus über das oberste Seil in den Ring. Er stellt sich neben seinen Manager und der Theme Song hört auf zu spielen!


Bryan: „Schaut ihn euch an! 2,05 Meter groß! Muskelbepackt! Im Ring: Anmutig wie ein Panther und geschmeidig wie eine Baumnatter! Wie ich schon sagte: „THE NEXT BIG THING“. Duran wird heute nur ein kleines Opfer sein, auf dem Weg nach ganz oben, für Big Jack! Also, Duran! Jack ist ready! Bist du es?“


Big Jack stellt sich nun mit Blick zur Stage hin. Er zieht sein Shirt aus und bäumt sich auf. Wartet nun auf seinen Gegner…



Singles Match:

Big Jack vs. Grossmeister Duran

Referee: Guido Sandmann

Bryan verlässt den Ring und nun ertönt in der Halle der Theme Song von „Grossmeister“ Duran. Dieser kommt zuversichtlich zum Ring gelaufen. Er betritt den Ring und stellt sich vor seinen Gegner. Natürlich überragt Jack seinen Gegenüber bei weitem! Guido Sandmann, der Referee für dieses Match, ist inzwischen auch im Ring. Er stellt sich etwas zwischen die beiden. Er fragt ob beide bereit sind und dann geht es auch schon los…


DING DING DING


Bryan: „AUF GEHT`S JACK! ZEIG IHM WAS DU DRAUF HAST!“


Allerdings steht Jack erst einmal nur da. Mustert seinen Gegner. Doch Duran kann anscheinend nicht abwarten und rennt jetzt auf Jack los. Er platziert einen Forearm Smash gegen den Kopf von Jack. Keine Reaktion des Riesen! Als ob er gar nichts gespürt hätte bleibt er wie angewurzelt stehen! Ein weiterer Forearm Smash. Wieder keine Reaktion! Ein dritter Forearm Smash! Ein vierter! Ein fünfter! Doch immer noch keine Reaktion! Keine Wirkung scheinen diese Attacken zu haben, auf Big Jack!


Bryan: „NICE TRY!“


Duran schaut seinen Gegner ungläubig an. Er wird etwas wütend und geht ein paar Schritte von Jack weg. Und dann sprintet er auf Jack zu!


BIG BOOT!


Allerdings reagiert Big Jack jetzt blitzschnell und empfängt seinen Gegner mit einem heftigen Big Boot! Von draußen gibt es Applaus von Bryan!

Bryan: „IN YO FACE BOY! UND JETZT BLEIB DRAN JACK!“


Und das tut der Riese auch! Er greift sich den am Boden liegenden Duran. Zerrt ihn an dessen Kopf auf die Beine, nur um ihn dann in hohem Bogen, über das dritte Seil, aus dem Ring zu werfen! Knallhart landet Duran mit dem Rücken auf dem Hallenboden! Jack geht zu den Seilen und schaut einfach nur zu Duran.


Bryan nähert sich außerhalb des Rings Duran.


Bryan: „Na? Weißt du noch wer du bist?“


Duran rappelt sich allerdings langsam aber sicher auf. Kurz bevor er wieder sicher auf den Beinen steht rennt Big Jack im Ring in die gegenüberliegenden Seile. Er kommt zurückgeschnellt…


TOPE SUICIDA!!!


Pete: „WHAT… THE… HELL??? Der Typ ist über zwei Meter groß und packt SO EINEN Move aus?“

Sven: „Tja, Bryan sagte er hat einen Allrounder gefunden, aber mit sowas hat man nun echt nicht gerechnet!"


Bryan: „THE NEXT BIG THING LADIES AND GENTLEMAN!!!“


Das ruft Bryan, während er direkt in eine der Kameras schaut!


Jack schnappt sich wieder Duran um ihn dieses Mal wieder in den Ring zurück zu befördern!


Er selber steigt auf den Apron und über das dritte Seil selber wieder zurück in den Ring.


Bryan: „BEENDE ES JACK! DER WICHT IST JETZT SCHON ERLEDIGT!“


Jack folgt den Anweisungen seines Managers. Er stellt sich vor Duran. Dieser liegt in der Mitte des Rings auf seinem Rücken. Jack dreht sich um und rennt wieder gegen die Seile. Wieder kommt er zurückgeschnellt…


RUNNINGS SPLASH!!!


Mit einem Wahnsinns Splash landet Jack direkt auf Duran, bleibt natürlich sofort auf ihm liegen für ein Cover…


1

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2

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3!!!


DING DING DING


Sieger des Matches durch Pinfall: BIG JACK!




Pete: „Was für eine Demonstration von Big Jack!“

Sven: „Man kann über Bryan sagen was man will, ABER: Mit diesem Riesen hat er vielleicht wirklich „The Next Big Thing“ gefunden!“


Jack erhebt sich nach dem Cover im Ring und schaut mit nichtssagender Miene auf sein Opfer herab. Bryan betritt mit fettem Grinsen und applaudierend den Ring.


Guido Sandmann will gerade den Arm von Jack in die Höhe strecken, aber Bryan schiebt ihn zur Seite und macht dies lieber selber!


Bryan: „THE NEXT BIG THING LADIES AND GENTLEMAN! DEALWITH IT!“


Diese Worte ruft er, während er den Arm seines Klienten in der Luft hält und auf ihn zeigt…


„Skillet – Still Alive“ fährt ihm in die Parade! Und damit ist klar, dass Kid Daniel auf dem Weg zum Ring ist! Und wer Daniel in den letzten Tagen und Wochen beobachtet hat, der weiß auch, dass jener hier nicht wirklich alleine erscheinen wird – tatsächlich hat er jemanden mitgebracht: Phoenix C. Miller, kurz PCM! Mit ordentlich vorhandenem Selbstbewusstsein strebt Daniel zum Ring.


Diesen betritt er, mit Mikro bewaffnet und schaut nicht gerade beeindruckt in Richtung Ring, zu Jack und Bryan!


Bryan und Jack unterbrechen die Siegesfeier und schauen verwundert in Richtung Stage. Dort bleibt Daniel nämlich stehen und ergreift das Wort…


Daniel: „Glückwunsch, Jack. Aber ganz ehrlich: Duran war jetzt auch nicht das was man als Hürde oder richtigen Gegner für dich bezeichnen würde. Um genau zu sein: Das war keiner, der bisher mit dir in den Ring gestiegen ist! Allerdings… Ich kenne da jemanden, der eine Hürde für dich sein wird. Jemanden, der einen richtigen Gegner für dich darstellt.“


Bryan hat sich ganz schnell ein Mikro geben lassen und unterbricht Daniel umgehend…


Bryan: „Jetzt halt Mal die Luft an, Daniel! Ich hoffe echt du redest nicht von dir! Denn das… wäre ja wohl der Lacher des Jahres!“

Daniel: „Doch, Bryan das tue ich! Und ich meine es ernst! Lass deinen Koloss gegen mich antreten! Lass ihn sich gegen mich beweisen! Lass ihn zeigen, dass er eventuell wirklich das ist, was du sagst!“

Bryan: „Ganz schön Mutig, Daniel! Wirklich! Weißt du was: Du kannst dein Match haben! Aber schau dir bitte noch einmal den guten Duran hier an!“


Bryan zeigt auf den immer noch am Boden liegenden Duran…


Bryan: „Dasselbe Bild wird es von dir in zwei Wochen geben, wenn Jack mit dir fertig ist und…“

Daniel: „IN ZWEI WOCHEN?“


Daniel fällt Bryan ins Wort…


Daniel: „Wer redet denn von der Show in zwei Wochen? Ich rede von jetzt sofort! Denn so wie Jack aussieht hat er noch genug Kraft für ein weiteres Match!“


Bryan will gerade etwas sagen, aber Jack stoppt ihn, indem er den Arm seines Managers festhält und dieser so das Mikro nicht zum Mund führen kann. Jack schaut nach hinten und macht Bryan darauf aufmerksam, dass Duran langsam wieder auf die Beine kommt. Jack lässt von Bryan ab und geht zu Duran. Er greift ihn am Kopf und steckt diesen zwischen seine Beine. Von dort aus hievt er ihn auf seine Schultern…


JACKKNIFE POWERBOMB!!!


Und RUMMS geht es für Duran nach unten! Jack schaut kurz auf Duran herab, ehe der Blick zu Bryan geht. Jack nickt einfach nur…


Bryan wendet den Blick wieder zu Daniel…


Bryan: „Alles klar Daniel! Dann eben jetzt sofort!“


Bryan lässt das Mikro fallen und verlässt prompt den Ring. Jack greift noch einmal Duran um diesen aus dem Ring zu werfen. Dann wandert der Blick zu Daniel und er zeigt ihm an, dass er in den Ring kommen soll.


Daniel grinst leicht, schaut zu PCM, legt das Mikro auf den Boden und läuft zum Ring. Diesen betritt er und stellt sich sofort genau vor Big Jack…


Auch Guido Sandmann scheint von der Idee durchaus erbaut, hier ein „richtiges“ Wrestlingmatch leiten zu dürfen und lässt die Klingel läuten!

Singles Match:

Big Jack vs. Kid Daniel

Referee: Guido Sandmann

DING DING DING


Und kaum beginnt Bryan von draußen, Jack wieder anzufeuern, startet Daniel auch schon mit einem Einroller – der allerdings nur einen One-Count zeitigt. Aber Jack merkt gleich, dass er hier aufpassen muss und nickt Daniel zu – ob das nun Anerkennung oder eher Häme sein soll, ist aber nicht genau zu erkennen.


Der konzentrierteste Akteur dieser fünf, inklusive Guido Sandmann, ist aber PCM, der sich das von draußen ganz, ganz genau anschaut! Daniel ist wie Jack wieder auf den Beinen und recht schnell geht es in einen Lock-Up, bei dem man ja eigentlich die Kräfte messen soll – nun, hier ist das eine recht einseitige Angelegenheit und Jack wirft Daniel rückwärts, als sei jener kaum mehr als eine lästige Fliege. Doch der Legendenspross ist gleich wieder auf den Beinen und will erneut in den Lock-Up – diesmal allerdings geht es, wieder im Rückwärtsgang, in die Ringecke, in der Jack ihn gerade so lange hält, wie Guido Sandmann ihn anzählen kann, ohne dass es doof wird.


Inzwischen hat PCM sich einen Stuhl genommen und sich draußen außerhalb des Ringes gehockt, wo er Löcher in den Ring zu starren versucht, zumindest hat es den Anschein. Daniel bekommt davon recht wenig mit, auch weil ihm Jack gerade einen recht harten Schlag an den Solarplexus verpasst hat und mit einem Snapmare nachsetzt. Ein Overhead Punch schließt sich an und Daniel geht zu Boden, während Jack mal zeigt, was für tolle Muckis er hat!


Pete: „Beeindruckend ist das ja schon, aber nichts gegen Mau-„
Sven: „Du solltest ihn heiraten…“


Jack setzt aber immerhin auch nach und bringt Daniel wieder auf die Beine. Statt des angedachten Powerslams gibt es aber einen gekonterten Bulldog von dem Mann, der schon so gut wie alles an „Kid“ in der GFCW durch hat. Daniel ist plötzlich hellwach, was PCM zumindest dazu animiert, den Kopf ein wenig zu heben – und Bryan zu einer wahren Tirade an Anfeuerungen für Jack ansetzen lässt! Aprospos ansetzen…das tut auch Daniel, nämlich einen Ich-werfe-mich-hinten-auf-den-Gegner-Sleeperhold. Und so wie er sich da festgeklammert hat, stehen die Chancen auf Erfolg gar nicht schlecht! Jack wankt ein bisschen und lässt sich schließlich auf ein Knie herab, wackelt ein bisschen mit den Armen, hat aber noch ein gerüttelt Maß an Besinnung in sich.


Daniel hält den Move ziemlich lange, Jack allerdings gelingt es, sich zu erheben – und rückwärts in die Ringecke zu wanken, wo er Daniel durch rammen abzuschütteln versucht. Gefällt dem natürlich nicht und auch wenn es wehtut, klammert er sich noch etwas mehr an seinen „großen Freund“. Doch mit dem nächsten Rückwärtsrammstoß ist es an Jack, sich von seinem Ballast zu befreien – und gleich mal Guido Sandmann ein paar Takte zu erzählen, während Bryan unten an der Ringecke böse Sachen mit Daniel macht! Das bringt sogar PCM dazu, sich kurz von seinem Stuhl zu erheben, doch als Jack sich umdreht und Bryan aufhört – weil sich auch Guido Sandmann umgedreht hat – ist die alte Lethargie wieder da.


Jack nutzt den großen Fuß und macht aus Daniel in der Ecke einen etwas luftlosen solchen, der strampelt, dann aber von Guido Sandmann erlöst wird, der Jack noch einmal bedeutet, dass er ihn beim nächsten Mal direkt „wegtun“, also disqualifizieren wird. Gefällt Jack natürlich nicht, muss er aber erst einmal hinnehmen. Also hilft er Daniel auf die Beine, schickt ihn in die gegenüberliegende Ringecke und folgt mit einem Mordskaracho hinterher – da Daniel keine Airbags hat, dürfte er nun platt sein….und so hängt er auch da in der Ecke, während Jack noch einmal kurz den Poser spielt. Seitlich rammt er dann den Ellbogen an Daniels Schulter, wiederholt die Aktion nochmal und setzt Daniel schließlich erschreckend leicht AUF die Ringecke. Daniel wird hochgehoben und mittels Gorilla Press gleich nochmal etwas düpiert, ehe er in einen Powerslam überleitet, der einen wunderbaren Finisher abgäbe – wenn Daniel nicht gleich aus dem Ring gerollt wäre und den Hallenboden geküsst hätte! Immerhin hat Daniel schonmal länger durchgehalten als Großmeister Duran, wobei daran wohl auch nicht wirklich jemand gezweifelt hätte.


Sven: „Für Daniel dürfte das hier nicht gut ausgehen!“
Pete: „Tatsächlich zeigt sich Jack hier schon recht dominant!“


Jack folgt nach kurzer Beratung mit Bryan aus dem Ring und macht sich dort über Daniel her, dem er die Guarding Rail näherbringt, von der Daniel aber kein Fan sein will. Um den Stuhl mit PCM, der sich mitnichten bewegt, macht man einen Bogen und als Jack Daniel gegen den Ringpfosten rammen will, kann der Endzwanziger kontern! Geräuschvoll und schmerzerfüllt kracht Jack in das unnachgiebige Material und mit einem Male hat Daniel eine kleine Verschnaufpause präsentiert bekommen! Jacks Kopf knutscht nochmal den Ringpfoten und für Daniel geht es in den Ring zurück, wohin sich auch Jack aufmachen will, der allerdings etwas länger braucht. Kaum steht er am Ringseil, ist Daniel zur Stelle und fliegt mit einem irren Corkscrew Back Elbow heran, der Jack gleich wieder auf den Hallenboden zurückbringt! Daniel ist zwar im Ring, allerdings tut ihm der Arm immernoch ein bisschen weh, so dass er über die Verschnaufpause sicher nicht ganz so unglücklich ist.


Pete: „Daniel hat einen unbändigen Willen, den Riesen zu Fall zu bringen.“
Sven: „Aber auch der nützt dir nichts, wenn du tot bist.“


Wieder will Jack in den Ring und Daniel fliegt mit einem Baseballslide heran – doch Jack ist schnell genug und kann ausweichen – und Daniel an den Beinen empfindlich auf den Hallenboden werfen! AU! Daniel hält sich nun gleich mal alles, zumindest versucht er das. Jack posed noch einmal kurz und zeigt wieder einen Gorilla Press, diesmal um Daniel in den Ring zu werfen. Über das oberste Ringseil folgt Jack in den Ring und schaut Daniel erst beim Aufstehen zu – und setzt dann zum Chokeslam an! Bei Mo wäre das jetzt nur ein Rauf-Runter – hier ist es ein sich wehrender Daniel, der versucht, sich mit Schlägen und Tritten zu befreien, was schließlich auch – so gerade eben – gelingt. Ein Dropkick bringt Jack ins Wanken, doch fallen will der große Mann nicht so leicht. Noch ein Dropkick, der Jack in die Ecke bringt, aber eben nicht zu Fall.


Daniel macht sich in der gegenüberliegenden Ecke bereit, wieder auf Jack zuzustürmen, doch urplötzlich hält er inne und dreht den Kopf zur Stage.


Pete: „DIE KAPUZEN-DEPPEN!“

Sven: „Was auch immer die hier wollen…“


Vermutlich grinsend stehen sie da auf der Stage, nähern sich dann einige Zentimeter. PCM bringt sich auf die Beine und macht sich mit steifen Schritten auf zu ihnen, Daniel bedeutend, dass der sich gefälligst auf sein Wirken im Ring konzentrieren soll, jedoch wird dieser von seiner eigentlich Aufgabe Big Jack abgelenkt und versucht den Ring durch die Ringseile zu verlassen. Miller, dessen Lethargie wie weggeblasen scheint, bemerkt dies und hält Daniel davon ab den Ring zu verlassen.


Pete: WAS IST DENN AUF EINMAL MIT MILLER LOS??

Sven: Der ist ja wie ausgewechselt…


Ein kurzer intensiver Wortwechsel zwischen den beiden ungleichen Leidgenossen an dessen Ende eine körperliche Zurechtweisung Millers an Daniel steht, ein verdutzt dreinblickender Daniel der halb im und halb außerhalb des Ringes hängt, ein vor Energie platzender Phönix C. Miller der die Rampe hochjagt um den flüchtenden Kapuzenpullover Trägern hinterherzujagen und…


Sven: …ich glaube jetzt knallt es…

Pete: Da gebe ich dir mal ausnahmsweise Recht…ich mag gar nicht hinsehen…


..Da ist noch Jack! BIIIIIG Jack!..


Dieser hat sich die Szene in aller Ruhe angeschaut. Er packt den überraschten Daniel und zerrt ihn nach einem harten Double Axe Handle Blow auf dem Rücken zurück in den Ring.


CHOKESLAM GEGEN DANIEL!


Instinktiv bringt Daniel sich wieder auf die Beine…von Willen kann da nicht die Rede sein! Daniels Blick, wenn man davon reden will, schweift an Big Jack vorbei. Er sieht noch wie die Kappuzenmänner den Innenraum verlassen und Miller der nochmal stehen bleibt und zum Ring zurückblickt.


JACKKNIFE POWERBOMB!


DURCHGEZOGEN!


Sandmann ist unten!


1


2


3


!!



Sieger des Matches durch Pinfall: Big Jack!!!


Pete: „Die Maskenmänner sind nicht mehr zu sehen… PCM aber auch nicht. SO wie der hinter ist “

Sven: „Big Jack hat allerdings ziemlichen Eindruck hinterlassen! Das kann ein großer – hehe – werden!“

Pete: „Bryan sieht auf jeden Fall ziemlich zufrieden mit seinem Schützling aus und überschüttet ihn mit Lob!

Sven: „Daniel liegt ziemlich fertig im Ring…Allein gelassen von seinem …na ja.. sagen wir mal Partner…mal schauen was da noch so kommt.“




Ein Mann sitzt in seinem Büro, die Klimaanlage funktioniert nicht.

Ein Heuballen fliegt durch den stickigen, spärlich beleuchteten Raum

Schnell schnappt er sich ein Erfrischungsgetränk, doch das scheint ihm nicht zu schmecken.

Der sichtlich verärgerte Mann wirft die Flasche in den Mülleimer und schaut sich um.


Er sieht eine Coca Cola Zero Dose.

Mit einem Zisch wird diese geöffnet.


WOW, DAS IST EINE TOLLE COLA! DOCH IRGENDETWAS IST DARAN ANDERS!“


Der Bürohengst schaut sich die Dose genauer an.


WHOA! WAS STEHT DENN DA!?“


Er hält die Dose in die Kamera und liest laut vor.




ZEREO COLA? WAS IST DAS!?!?





Plötzlich befindet sich Zereo Killer im Bild.

Mit seinem zahnpastaweißen Lächeln präsentiert er das neue Getränk.


DAS IST ZEREO COLA!!!


0% ZUCKER,

ZEREO GESCHMACK!!!







Im Anschluss steht der Bürohengst neben Zereo Killer, der ihn in den Arm genommen hat. Beide erheben den Zeigefinger und der Bürohengst sagt.


ZEREO COLA?

WOW!

DAS NENNE ICH GESCHMACK!



: „…Bitte…“


Man siehts nichts, man hört nichts, doch dann erneut diese Stimme.


: „BITTE!!!!“


Der Tron springt an! Das Datum des Tages nach GFCW Stranded wird eingeblendet und man sieht einen Mann, den man noch nie so verzweifelt gesehen hat! Die Rede ist von Dr. Dick, der an seinem Smartphone hängt und mit einer nicht näher bekannten Person telefoniert.


Hinter ihm befinden sich Dirty Mary und Eva.


Dr. Dick: „Warum ich diese Chance verdient habe? Du fragst tatsächlich, warum ich diese Chance verdient habe?“


Er dreht sich zu den Mädels um und scheint beide zu fragen… Ja… warum hat er es überhaupt verdient? Und was hat er verdient? Mary schreibt hastig etwas auf ihr Klemmbrett und zeigt es ihren Ehemann. Er nickt und lacht.


Dr. Dick: „Na das ist doch ganz klar! Ich wurde um den GFCW Interontinental Title betrogen!“


Mehr steht nicht auf dem Klemmbrett, doch den Rest wird sich der Frauenklemptner wohl selbst zusammenschustern können, oder?


Dr. Dick: „Zereo Killer macht einen auf verletzt, ist es aber nicht! Und dann kommt er zurückgesprungen und klaut den Sieg, indem er mich pinnen konnte! Player hätte mich nicht besiegt, ich wäre auch dort wieder ausgekickt!


Die Stimme am anderen Ende des Hörers ist nicht zu verstehen, doch anhand der Blicke des Busendorfers dennoch zu erkennen, dass dieses Gespräch nicht in die gewünschte Richtung zu führen scheint.


Dr. Dick: „Jaaaaaa… ich weiß wie ich Champion wurde! Aber… aber das war doch nicht verboten! Nirgendwo steht, dass ich das nicht hätte tun dürfen! Sonst hättest du mir doch den Titel aberkennen können, oder?“


er hätte ihm den Titel aberkennen können? Spricht er mit.


Dr. Dick: „Ach komm schon, Boss!!!“


hat er tatsächlich Claude Booker am Telefon?


Dr. Dick: „Du musst das so sehen! Die 500. GFCW War Evening Show ging mit einem richtigen Höhepunkt zu Ende, genauso wie es bei mir…“


Rüde wird er unterbrochen… und ja! Der Doc lässt sich unterbrechen.


Dr. Dick: „… ja… is ja schon gut… und ja, Zereo Killer hat bei Stranded auch nicht gegen die Regeln verstoßen… a-aber…“


erneut ist hier etwas zu hören, was wir noch nicht verstehen können. Doch plötzlich ziehen sich die Lippen in die Horizontale und er springt schon auf. Er ballt die frohlockend die Fäuste und… küsst kurzerhand beide Frauen!


Dr. Dick: „Ich bekomm sofort ein Match? Gegen Mackenzie? Um den Titel? Geile Sache!!! Du wirst es…“



Urplötzlich ist es wieder leise geworden, die Confettis wurden zu früh von den sich im Hintergrund befindenden Vintage B!tches geworfen…


Dr. Dick: „Das ist doch nicht dein Ernst… oder…?“


Was… sagt „Dynamite“ zum zweimaligen GFCW Intercontinental Champion?


Dr. Dick: „Du fragst, wie wichtig mir Continella ist? CONTINELLA IST MIR DAS WICHTIGSTE!!!“


Brüllt er in den Hörer… Claude Booker brüllt zurück, sodass man die Worte durch das Telefon verstehen kann.


Claude Booker: „DANN NIMM DAS ANGEBOT AN!!!“

Dr. Dick: „Verdammt! Ja!!! Ich akzeptiere!!!“



Aufgelegt!!

Claude Booker hat einfach aufgelegt.


Mit steinerner Miene dreht sich Dr. Dick zu seinen Frauen um. Gestikulierend scheinen die Vintage B!tches zu fragen, ob sie das Confetti nochmal hochnehmen und in die Luft werfen sollen.


Dr. Dick: „Nein, nein… schon gut…“


Sagt er mit verdächtig ruhiger Stimme und starrt ein Loch in die Wand…


Dirty Mary schreibt gerade auf, was Eva laut ausspricht, als sich alle Frauen um ihn versammeln.


Eva: „Was ist denn los?“

Dr. Dick: „Ich hab das Titelmatch bei der kommenden War Evening Ausgabe…“


Wahnsinn! Er hat Booker tatsächlich überreden können, aber Freude…? Sieht irgendwie anders aus!


Dr. Dick: „Ich hab die Chance, Continella wieder zurückzugewinnen! Ich habe die Chance, unserer Beziehung eine dritte Chance zu geben!“


ja, er spricht immer noch vom Titel… doch Freude steht ihm immer noch nicht ins Gesicht geschrieben.


Eva: „Das ist doch gut… oder?“


Ein kurzer Moment der Ruhe kehrt ein, als er ergänzt, was der GFCW Boss sagte.


Dr. Dick: „Niemand darf mich zum Ring begleiten, Niemand darf in keinster Weise für mich eingreifen, ich darf nicht betrügen, muss alle Regeln respektieren und der Dick Explosion ist für dieses Match gesperrt!“


Nun ist wieder Stille im Raum, doch Eva nähert sich dem Doc und muntert ihn auf.


Eva: „Es ist zwar schade, dass wir dich nicht begleiten dürfen, doch du hast die Fähigkeiten, deine Continella auch ohne uns und ohne Tricks zurückzugewinnen! Wir glauben an dich!“

Dr. Dick: „Doch… das ist noch nicht alles…“


was hat der Boss noch gesagt?

Freud und Leid scheint sehr dicht aneinander zu liegen… Ist ein wenig Angst im Gesicht vom Doc zu erkennen?


Dr. Dick: „Wenn ich verliere, wird mein Vertrag nicht verlängert…“


Seine Ehefrau reißt die Augen weit auf und stöckelt ein paar Schritte zurück. Die Vintage B!tches nähern sich, spenden dem großen Dick Trost… Auch Eva ist bei ihm und… fragt vorsichitg.


Eva. „… das ist natürlich Mist… wann läuft denn dein Vertrag mit der GFCW aus?“



Wieder kurzes Schweigen, ehe er dieses bricht.


Dr. Dick: „Am dritten Juli zwanzigzwanzig…“


Die Frauen des Docs bleiben mit offenen Mündern zurück, ehe die Szene ausfehdet.