GFCW New Level, SAP Arena (Mannheim), 17.05.2026


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Die Kamerafahrt beginnt in völliger Dunkelheit, während nur das leise Summen einer hochfahrenden Konsole zu hören ist, gefolgt von digitalen Geräuschen, die langsam lauter werden, bis plötzlich eine gewaltige virtuelle Welt auf den riesigen Screens erscheint, deren Neonfarben die Nacht durchbrechen, während eine tiefe Stimme spricht:


Jahrelang haben sie dieselben Level gespielt… dieselben Regeln akzeptiert… dieselben Gegner bekämpft… doch jede Generation erreicht irgendwann den Punkt, an dem der alte Spielstand gelöscht werden muss, damit etwas Neues beginnen kann.“


Auf den Bildschirmen sieht man Charaktere, die durch unterschiedliche Videospielwelten laufen — düstere Cyberpunk-Städte, zerstörte Arenen voller Rauch und Feuer, riesige Fantasy-Königreiche und futuristische Kampfzonen — während die Musik immer intensiver wird und sich die Kamera durch diese digitalen Welten bewegt, als würde man selbst mitten in einem Story-Modus stehen, kurz bevor der finale Bosskampf beginnt.


Denn heute Nacht geht es nicht um Erfahrungspunkte… nicht um Ranglisten… und nicht um vergangene Siege… heute Nacht geht es darum, wer bereit ist, ein neues Kapitel freizuschalten, wer den Mut besitzt, die Schwierigkeit höher zu stellen und wer stark genug ist, das nächste Level zu erreichen.“


Die Musik stoppt für einen kurzen Moment.

Ein einzelnes digitales „LEVEL UP“-Geräusch ertönt.


Für wen heißt es heute ‚GAME OVER‘? Und für wen heißt es ‚NEW LEVEL‘?!“


Dann explodiert plötzlich Feuerwerk in der SAP Arena in Mannheim, während die virtuelle Welt auf den Screens zerbricht wie ein gläserner Ladebildschirm, und die Kamera aus der digitalen Welt direkt in die echte Halle fährt, wo Tausende Fans aufspringen, schreien und ihre Schilder in die Höhe reißen, während überall Lichter durch die Arena schießen und die Menge ohrenbetäubend laut wird.


Sven: „WELCOME… TO NEW LEVEL!“


Funken regnen über die Eingangsrampe, während sich dichter Rauch über den Boden legt und die Kameras hektisch die jubelnden Fans einfangen, die jede Sekunde feiern, als hätte das größte Event des Jahres gerade begonnen.

Die Musik läuft weiter, während die Kamera schließlich zu den Kommentatoren schaltet.


Pete: „Meine Damen und Herren, willkommen zu NEW LEVEL! Wir sind live und die SAP Arena in Mannheim bebt bereits bis in die Grundmauern!“

Sven: „Heute Abend wird Geschichte geschrieben, denn wir haben Matches, Rivalitäten und Superstars, die bereit sind, alles hinter sich zu lassen, um das nächste Level zu erreichen!“

Pete: „Und genau diese schauen wir uns mit dem Blick auf die Card jetzt mal genauer an.“


Tag Team-Match:
Die Basketballer (James Hightower & Chris Dimer) vs. Skadi Fenrir & Idunn Jörmungandr
Referee: Howard Eagle


Sven: „Die Basketballer kamen nach der Anniversary Show neu in die GFCW und sicherten sich nach ihrem letzten von zwei Siegen auch die Verträge für ein längerfristiges Engagement.“

Pete: „Kein Wunder also, dass sie bald auf etablierte Teams treffen würden – und mit den zwei Damen der LPG waren das sogleich zwei sehr prominente Gesichter der Szene. Noch beim Easter Special hatten diese schließlich die Chance auf die Tag-Team Titel gegen Zerbeus.“

Sven: „Dort scheiterten die beiden denkbar knapp an den sogenannten GFCW Legenden. Ein Umstand, der den Basketballern bei ihrem ersten Aufeinandertreffen backstage entgangen war. Bewusst oder unbewusst bereits eine klare Provokation in Richtung Fenrir und Jörmungandr.“

Pete: „Dieser Opener wird somit zu einem krassen Härtetest für die Neulinge. In wie fern können sie in diesem fremden Sport Fuß fassen?!“

Sven: „Auf der anderen Seite bietet das Match allerdings ebenso eine enorme Fallhöhe für die beiden Nordlichter. Eine Niederlage dürfte ein Rematch um die Titel in ganz weite Ferne rücken.“


Singles Match:
Die Verliererin muss die Assistentin der Gewinnerin werden
Miria Saionji vs. Monica Shade
Referee: Mike Gard


Pete: „Im zweiten Match des Abends kämpfen sogleich zwei weitere Damen der LPG, doch in diesem Fall gegeneinander.“

Sven: „Nach ihrer vergebenen Chance auf den GFCW Heavyweight Title nahm Monica Shade im Laufe der letzten Shows den Intercontinental Titel ins Visier.“

Pete: „Gut, dass Miria Saionji genau wegen dieses Titels einen Deal mit Ex-Champion Darragh Switzenberg vereinbarte, der seine Rückmatchklausel vertrauend in ihre Hände legte.“

Sven: „Wie auch immer das zustande kam…, wenn ich der Ex-Champion gewesen wäre, wäre es nicht nur die Klausel gewesen, die ich vertrauend in ihre Hände gelegt hätte.“

Pete: „Ekelhaft, Sven... Jedenfalls bekam Miria den Spot und sie wollte ihn eigentlich an Milly Vermillion abtreten, doch da Monica Shade ebenfalls interessiert war, sollten sich die beiden um den Nummer Eins Herausforderer-Posten duellieren.“

Sven: „Dieses Match gab es bei der letzten War Evening Ausgabe vor New Level und hier setzte sich logischerweise Milly durch.“

Pete: „Logisch wäre es gewesen, hätte Monica ihren 5* Frogsplash durchgezogen – leider nur warf Saionji einen Stuhl gegen sie und sorgte so für die Entscheidung. Kein Wunder also, dass Monica Shade heute Rache nehmen möchte.“

Sven: „Einen Wunsch, den sie teuer bezahlen wird müssen, wenn sie nach dem Großereignis die Assistentin von Saionji sein wird.“


Tag Team-Match:
Cirque du Tonnerre (Creed Gibson & Andrew Costalago) vs. Black Wyrms (Shizuku Shikishima & Brigitte Reflet)
Referee: Thorsten Baumgärtner


Pete: „Womit wir beim zweiten Tag-Team Match des Abends wären. Die Teamszene floriert zurzeit und vor allem die Black Wyrms konnten sich mit Hilfe ihres neuen Finishers seit der AS gut in Szene setzen.“

Sven: „Sie besiegten die ehemaligen Champions, die Hasen – was allerdings die Zirkusmänner auch wahrscheinlich geschafft hätten. Wäre dieses Match nicht grundlos entfallen…“

Pete: „Die vorherigen Champs zu besiegen, ist normalerweise ein gutes Argument für eine Titelchance. Allerdings konnten Gibson & Costalago die Würmer im letzten Jahr schultern, sodass diese offene Rechnung heute erst beglichen werden muss, bevor eines der Teams die Titel angreifen kann.“

Sven: „Für den Gewinner des heutigen Abends könnte es also noch steiler nach oben gehen.“


GFCW Intercontinental Title Match:
Zac Alonso vs. Milly Vermillion vs. Kyle Douglas
Referee: Mike Kontrak


Pete: „Der zweitwichtigste Singles Titel steht im vierten Match des Abends auf dem Spiel. Zum Booking von Milly Vermillion haben wir eben bereits die Hintergründe genannt…“

Sven: „Dass Kyle Douglas ebenfalls in dieses Match gelangte, ist der Schwäche des Champions zu verdanken. Mister Unpinable Kyle Douglas besiegte Zac Alonso in einem Non Title Match – anstatt sich aber bei Miria Saionji zu danken, wünschte Zac sich bei Dynamite für Kyle eine weitere Chance.“

Pete: „Ein Ehrenmann wie Zac Alonso sieht eben, wo Unrecht herrscht und versucht es zu mindern. Die von Saionji eingebrachte Rematch-Klausel hätte in meinen Augen auch gut und gerne gegen Kyle Douglas eingesetzt werden können.“

Sven: „Da sieht man mal wieder, was für ein Glück wir haben, dass du hier keine Entscheidungen triffst. Alonso wird jedenfalls heute von Milly von seinem Titel erleichtert – das war ja seit der AS kaum mit anzusehen.“

Pete: „Unfug. Zac Alonso hat dem Titel mehr Rampenlicht beschert, als dieser das zuvor hatte. Milly Vermillion ist in meinen Augen diejenige, die gar nicht in diesem Match sein sollte. Wenn sie gewinnt, wäre das mehr als glücklich.“

Sven: „Warte das Match ab, Pete. Dort wird der Phönix schon zeigen, was es bedeutet mit ihr im Ring zu stehen.“


2 vs. 3-Handicap Match:
Stella Nova & Mad Dog vs. Modern Erasers (Ben Slate, Iokepa & Bella Venera)
Referee: Karo Herzog


Pete: „Was es bedeutet, mit ihnen im Ring zu stehen, wollen heute auch Mad Dog und Stella Nova ein für alle Mal unter Beweis stellen. Aus diesem Grund nehmen sie gar das Handicap in Kauf.“

Sven: „Daraus wird nichts werden! Bei der AS konnte Mad Dog nur gegen Iokepa gewinnen, da der Hund den Plan von Ben Slate & Iokepa in die Finger bekommen hat. Diesen Fehler werden die Modern Erasers heute nicht machen.“

Pete: „Tatsächlich wurde das Ende des Matches bei der AS heiß diskutiert. Deswegen wollte der Night Fighter zusammen mit Zerbeus ein Match gegen die mittlerweile zu dritt auftretenden Erasers. Dieses Match sollte es aber aufgrund einer Attacke von T’n’B an Zerbeus nie geben.“

Sven: „Bella Venera war ihrem Freund Iokepa aus der GTCW in die GFCW gefolgt und zusammen mit Ben Slate gründeten sie auf dem blutigen Kadaver der Töle nach dem 3 on 1 ihre neue Gruppierung. Diese betitelt sich selbst als Zukunft der GFCW und will die alte Garde hinter sich lassen.“

Pete: „Bisher konnten sie diesen Wunsch mehr schlecht als recht nur durch Überzahlsiege und Attacken untermauern. So wurde auch Stella Nova, kurz nach der Verkündung ihres Vertragsabschlusses, Opfer der Erasers.“

Sven: „Dies hätte sie bei der letzten War Evening gerne gerächt, allerdings konnte sich dieser dämliche Hund nicht raushalten, wodurch erneut ein unklares Matchende zustande kam. Heute wird es dem Köter nicht mehr gelingen und er wird auf den Brettern landen.“

Pete: „Nicht ganz richtig – aber in der Konsequenz stimmig. Stella Nova und Mad Dog nahmen die Herausforderung der Aggressoren an... Wir werden sehen, ob die Etablierten hier die jungen Wilden ausbremsen oder sich doch zu viel vorgenommen haben und ihre Wunden auf diese Weise keine Heilung erfahren.“


Singles Match:
Danny Rickson vs. Ask Skógur
Referee: Peter Cleven


Sven: „Auch dieses Match ist die Fortsetzung einer Auseinandersetzung, die wir schon bei der AS bestaunen konnten. Danny Rickson will nach der Niederlage dort die Dinge wieder geraderücken.“

Pete: „Die beiden hatten danach die Chance der Nummer Eins Herausforderer auf den Heavyweight Titel zu werden und The End heute gegenüber zu stehen. Allerdings war es Iray Burch, der das Match für sich entschied.“

Sven: „Den Pin musste hier natürlich Ask Skógur fressen – ein Vorzeichen dafür, dass er immer noch kein Champion-Material ist und auch heute gegen Rickson den Kürzeren ziehen wird.“

Pete: „Mal wieder hast du deine ganz eigene Sicht auf die Dinge! Erst bei der letzten Ausgabe von War Evening konnte Ask Skógur zusammen mit Jona Pexianer Danny Rickson und Robin Zick besiegen und den bisherigen Trend bestätigen.“

Sven: „Warte ab! Danny Rickson hat angekündigt, dass der Name des heutigen Ereignisses, New Level, auch ein Motto für ihn sein wird. Refuse to Age wird uns heute den neuesten aller neuen Danny Ricksons zeigen!“

Pete: „Oder aber es ist der verzweifelte Griff nach dem Strohhalm, da er schon Druck bekommen hat… zumindest gab es ja da diese Hinweise, von denen Danny gar nicht wollte, dass wir sie sehen.“

Sven: „LÜGENPRESSE!“


Winner takes it all-Ladder Match:
Die Sieger erhalten nicht nur die GFCW Tag Team Titles, sondern auch Zereo Killers Glücks-Ei
ZerBeus (Zereo Killer & Morbeus) vs TnB (Titan & Tha Bomb)
Referee: Ricky Murk


Pete: „Im Co Main Event folgt unser drittes Tag-Team Match und hier geht es standesgemäß um den höchsten Preis im Teamkampf – die Tag Team Championship.“

Sven: „Titan und Tha Bomb erhalten nach der AS eine weitere verdiente Chance. Sie haben Zerbeus an den Rand des Wahnsinns getrieben – so weit, dass eine Trennung kurz bevorsteht. Ich meine… Mad Dog hat sich schon verabschiedet.“

Pete: „T’n’B kamen eher unverdient zu dieser Chance, wenn man ehrlich ist. Sie haben das Ei geklaut, welches Zereo eine Chance auf den IC Titel gibt. Und daraufhin stahlen sie auch noch die Titel…“

Sven: „Selten so kluge Aktionen gesehen – und wer hätte es anders gedacht? Zereo gibt ihnen gleich die Chance auf beides. So dumm muss man erstmal sein. Morbeus dachte gar ähnliches.“

Pete: „Wirklich begeistert war Douglas tatsächlich nicht. Auf der anderen Seite will er aber auch Rache für die Attacke und den Diebstahl nehmen und T’n’B endgültig auf die Plätze verweisen. Heute hat er die Chance zu beidem!“

Sven: „Chance vielleicht – aber Titan und Tha Bomb haben in den letzten Wochen ihr Stück Fleisch seziert. Heute wird aufgegessen!“


GFCW Heavyweight Title Match:
The End vs. Iray Burch (w/ Shelly Nafe)
Referee: Jack Bobo


Pete: „Eine ähnliche Metapher könnte vielleicht auch für unseren Main Event passen, in welchem unser Heavyweight Champion The End das Fressen für den unmenschliche Iray Burch werden könnte, der sich im Four Way Dance durchgesetzt hat.“

Sven: „Richtig! Ich sehe wenig, was dagegenspricht.“

Pete: „Außer dass The End eben The End ist! Er wird das Ende des Aufstiegs sein, den Iray Burch in der GFCW hingelegt hat. Vor allem aber auch deswegen, weil er sich von seinen ehemaligen Managern gelöst hat, während Burch an Shelly Nafe klebt wie eine Klette.“

Sven: „Ach, Pete, das ist doch nichts Schlechtes! Nafe ist die Einzige, die die Gewalt des Monsters in die richtigen Bahnen lenken kann. Und genau das braucht es heute, um The End zu zerstückeln.“

Pete: „Wir haben gesehen, wie Iray Burch mit The End umgehen kann, als er ihn durch eine Barrikade manövrierte. Auf der anderen Seite sahen wir bei der letzten Show auch, dass The End ihn zur Weißglut bringen kann und womöglich kann dies ein Knackpunkt für heute Abend sein.“

Sven: „Womöglich… vielleicht… unter Umständen!! The End und seine Fans können ja gerne hoffen, dass es anders kommt. Aber der Aufstieg von Iray Burch wird heute Abend gekrönt und zwar mit dem Gewinn des höchsten Titels!“

Pete: „Wir werden es erleben – so oder so. Bis dahin wünschen wir viel Spaß mit GFCW New Level!“



Immer noch zieht er durch den Backstagebereich, verzweifelt auf der Suche nach einer bestimmten Person. Wir schreiben das Datum der letzten War Evening Show vor dem Großereignis und erkennen die Nürnberger Versicherung Arena. Der umher huschende Mann ist auch leicht zu identifizieren. Unverkennbar ist seine Gesichtsbemalung.

Zereo Killer schaut sich weiter um.


Zereo Killer: „Hast du Mad Dog ge…“


Als er diese Frage einem weiteren Mitarbeiter gestellt hat, sieht er tatsächlich die Person, die er so gerne mit einem Gespräch konfrontieren will.


Zereo Killer: „Hey!“


Und der Kalifornier eilt schnellen Schrittes auf den angesprochenen Hund zu. Dieser stellt seine dunkle Sporttasche ab, dreht sich langsam herum und schaut MacKenzie mit einer Mischung aus Überraschung und Frage an, während seine Haare noch vom Duschen nass nach hinten gekämmt an seinem Kopf haften.

Der Night Fighter schaut auf die nicht vorhandene Uhr an seinem Handgelenk.


Mad Dog: „Die Show ist vorbei, MacKenzie. Bist du der Auserwählte, der die Allerletzten hier raus kehren muss?!“


MD legt den Kopf schief, ist sich kurz unsicher, ob er die folgende Spitze loswerden soll oder nicht.


Mad Dog: „…oder gibt’s hier irgendwo wieder ein Ei zu finden?!“


Mike MacKenzie kratzt sich ein wenig am Hinterkopf und sucht gleichzeitig vorsichtig einen Blickkontakt, ehe er zu sprechen beginnt.


Zereo Killer: „Gut, dass ich dich gefunden habe. Weißt du… wie soll ich anfangen…“


Er stammelt ein bisschen vor sich hin und scheint noch nicht die richtigen Worte zu finden. Der Night Fighter übt sich in Geduld, allerdings sagt seine Körpersprache bereits, dass MacKenzie mal mit der Sprache rausrücken soll.


Zereo Killer: „Seit meiner Rückkehr ist viel passiert, wie du weißt. Natürlich ist es schön, dass ich gemeinsam mit Morbeus sofort einen Titel gewinnen konnte, aber weißt du, was mindestens genauso nice war?“


Ohne seinem Gesprächspartner die Chance auf eine Antwort zu lassen, liefert sie Mr. #ISGI prompt selbst.


Zereo Killer: „Bevor es so weit kommen konnte, haben Morbeus und ich Frieden geschlossen und sind zu einem richtigen Team geworden. Und natürlich auch, dass wir beide unser Kriegsbeil begraben haben.“


Er schaut ihn an und wartet auf eine Reaktion, doch diese folgt noch nicht.


Zereo Killer: „Wir sind drei der größten Stars im Wrestling, drei Individuen, welche allesamt unterschiedliche Stärken aufweisen, doch wir wurden auf unterschiedliche Arten und Weisen überrumpelt und mussten sehr viel mehr einstecken, als uns lieb ist. Also…“


Ein Seufzen entfährt der unbekannten Konstante, ehe er sich am Bart kratzt.


Mad Dog: „Überrumpelt, huh?! Ich würde eher sagen, wir haben uns dumm angestellt… sind T’n’B und den Modern Erasers auf den Leim gegangen. Aber ich weiß, worauf du hinaus willst, MacKenzie. Dass ich euch so angepflaumt hab’, hat dein schlechtes Gewissen geweckt… aber nicht nur das, huh?!“


Nun macht Simargl einen Schritt auf Zereo Killer zu.


Mad Dog: „Es waren auch Erinnerungen, die geweckt wurden… oder wie waren deine Worte gemeint, Zereo?!“


Imaginäre Fragezeichen machen sich über dem Haupt des Kaliforniers bemerkbar. Nun bekommt er nicht die Möglichkeit dazu, mit einer Antwort zu reagieren, denn der Hund ist es, der fortfährt.


Mad Dog: „Wie viel S1margl steckt noch in mir!? Das war doch deine Frage… Hast du dazu neue Erkenntnisse gewonnen?!“


Das (!) hat natürlich gesessen. MacKenzie wird gefühlt kreidebleich im Gesicht, ist sichtlich erschrocken. Der Zornesblick, der ihm entgegenkommt, trifft ihn wie ein Blitz. Double M seufzt und antwortet.


Zereo Killer: „… was soll ich sagen? Wir hatten alle ein paar schlechte Wochen hinter uns, welche damit gipfelte, dass wir verprügelt worden sind… du bist ordentlich aggressiv abgedampft und ich hab etwas Unüberlegtes gesagt, was ich definitiv nicht so meinte. Ich spreche und handle manchmal etwas schneller, bevor ich darüber nachgedacht habe. Ich wollte einer eventuellen Allianz zwischen uns Dreien nicht im Weg stehen, ich glaube nämlich, dass wir gemeinsam dagegen ankommen können… allerdings nur gemeinsam.“


MD nickt. Mit ähnlichen Worten hat er gerechnet, doch seine Mimik verrät, dass ihn dieses nicht wirklich glücklich stimmt. Er kräuselt nachdenklich die Lippen.


Mad Dog: „Natürlich war es Unüberlegt. Wie meine Worte ja auch – aber deswegen sind beide nicht weniger wahr, oder?!“


Nun kommt MD noch einmal näher, sodass ihre Schultern sich fast berühren.


Mad Dog: „S1margl ist der dunkle Geist in deinem Inneren; die tiefe Angst wieder die Kontrolle zu verlieren, dich aus eigenem Hass in den moralischen Abgrund dieses Geschäfts zu manövrieren und selbst wieder die Bestie zu sein, von der du mit erleichterten Schultern Abstand genommen hast. Doch hier und da drückt es noch, das dunkle Joch. Das Joch der eigenen Vergangenheit, der eigenen Bosheit und Schwäche. Das Joch... unserer... Vergangenheit.“


Der Arm des Hundes legt sich Zereo auf die Schultern, doch es lässt MacKenzie zusammen zucken. Denn es fühlt sich wie ein schwarzer Flügel an, der ihn hinab drückt.


Mad Dog: „Gemeinsam trägt es sich leichter, huh?! Das ist kein schlechter Ansatz, Gott bewahre! Aber dem stehen unsere Pflichten gegenüber, unsere Konflikte, in denen wir stecken. Was wird bei New Level sein?! Ihr fightet gegen Titan und Tha Bomb – ich kämpfe mit Stella Nova gegen die Modern Erasers. Willst du uns zur Seite stehen, um die Unterzahl auszugleichen?“


Der Mann aus Los Angeles bleibt das erste Mal still. Er blickt in die Augen seines Gegenübers und weiß nicht genau, was er dem entgegenbringen soll. Zereo Killer ist Derjenige, der vorschlägt, dass man eine Allianz bilden soll, allerdings ist Mad Dog Derjenige, der erneut in einem Handicap Match antreten muss.
Der Hund nimmt den Arm von ZK wieder weg.


Mad Dog: „Das dachte ich mir. Also wird es dabei bleiben, dass jeder erst einmal seine eigenen Wege geht. Selber mit den eigenen Unzulänglichkeiten umgehen muss. Und wer weiß, huh?! Wenn Stella und ich als Team so gut sind, dass wir bei New Level sogar drei Gegner schlagen, wären wir auch ein guter Herausforderer auf die Tag-Team Titel.“


Die unbekannte Konstante zieht die Augenbrauen empor, um dieser zweiten Herausforderung innerhalb von zwei Wochen Nachdruck zu verleihen; die Schultern des Tag-Champions hingegen scheinen noch einen Zentimeter hinab zu sinken.


Mad Dog: „So oder so… Wir sehen uns, Mike!“


Ein letztes Schulterklopfen, dann wendet sich der Fighter ab, greift seine Sporttasche und hebt die Hand zum Gruß. Zereo tut es ihm zaghaft gleich.


Mad Dog: „Ach so…“


MacKenzie blickt noch einmal hoffnungsvoll nach oben, dem Night Fighter genau in die Augen.


Mad Dog: „Hundert Prozent.“


Ein fragender Blick beim Tag-Team Champion. Was soll das jetzt wieder heißen?


Mad Dog: „Einhundert Prozent S1margl steckt noch in mir. Der fliegende Hund ist die andere Seite der Medaille. Meine Schwäche, mein Abgrund – der tiefe Verdruss und die Traurigkeit, mit denen mich dieses Geschäft schlug. Und doch auch der Wunsch nach Freiheit – mit allen Mitteln hinaus zu fliegen... Heraus aus dem Gewinnen-müssen, hinfort vom Beliebt-sein-wollen, weg von den Schmerzen. Das alles steckt in mir. Nach. Wie. Vor. Der Unterschied ist… ich kenne das jetzt. Und akzeptiere es. Bei dir… bin ich mir nicht sicher, Mike, kennst du deine Dämonen oder blendest du sie aus?“



Der Blick der Töle liegt wie ein Schatten auf ihm.



Mad Dog: „Was mich angeht, musst du dich entscheiden! Akzeptiere, dass ich S1margl bin oder... wir haben wirklich Grund zur Furcht!“



Die Kamera blendet auf und wir sehen ein großes GFCW-Banner, irgendwo in einem der Gänge in den Katakomben der Arena provisorisch installiert. Davor stehen unsere Basketballer, bereits in voller Spieltagsmontur. Chris Dimer tippelt aufgeregt umher, während James Hightower etwas zu lässig an der Wand lehnt.


Chris Dimer: „Unser erstes Match heute, James. Ich meine, unser erstes richtiges Match, das erste wirklich wichtige Match, unser erstes Pay-Per-View Match! Juchuuu!“

James Hightower: „Beruhige dich, Chris. Denk dran, was wir besprochen haben. Wir behandeln das Spiel wie jedes andere Spiel auch. Wir spielen vorne unsere Systeme runter, und hinten harte Defence. Dann gewinnen wir das und ziehen in die nächste Runde ein!“

Chris Dimer: „Meinst du echt? Ich meine, diese beiden Jägerkriegerinnen oder was auch immer sind deutlich erfahrener als wir. Die haben hier schon was erreicht und wir…“

James Hightower: „Wir? Wir haben auch schon was erreicht, Chris. Wir haben schon 2 Siege auf dem Konto und sind noch ungeschlagen. Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Und heute folgt Sieg Nummer 3 und wir schalten uns in Tag Team Title Picture ein, mein Freund!“


Dimer und Hightower jubeln zusammen und machen sich auf den Weg zum Ring.



Mac Müll: „Meine Damen und Herren, begrüßen sie mit mir gemeinsam den amtierenden GFCW World Champion… The End.“


Aus dem Hintergrund der Halle kann man bereits laute Jubelrufe vernehmen, als die Kamera nun so ausfährt, dass man auch den Champion im Bild sieht.

In einer Lederjacke gekleidet, aus der ein Motörhead-Shirt hervorragt, steht der Champion nun erhaben neben dem GFCW Hall of Famer, selbstverständlich mit dem begehrtesten GFCW-Gold auf seiner Schulter. End wirkt dabei recht sicher, gefestigt und überzeigt, wobei natürlich auch eine angespannte Wut mitschwingt, die er seinem heutigen Gegner entgegenbringen wird, denn Iray Burch hat ihn vor einigen Wochen ordentlich angegriffen und hier und heute bekommt er die Chance auf Rache.

Ein winziger Anflug von… naja… ist es Sorge? Ist allerdings auch mit dabei, denn auch, wenn er bereits gegen die verschiedensten GFCW-Legenden angetreten ist, auch, wenn er einen Krieg gegen James Corleone und die wahrhaftige Schlacht gegen Aldo Nero gewonnen haben mag… so einen Gegner wie Iray Burch hatte The End noch nicht.


Mac Müll: „Vielen Dank für deine Zeit, Champ. Heute ist der große Tag gekommen und dein Match gegen Iray Burch steht an. Wie geht es dir damit? Bist du vorbereitet? Und welche Rolle wird Shelly Nafe dabei spielen – die von James Corleone?“


Die Verbindung zu James Corleone ist nicht von der Hand zu weisen. Iray Burch als aufstrebender Durchstarter und mit ihm, seine Managerin, die für ihn spricht und denkt? Das erinnert zweifellos an das Duo End und Corleone. Und doch… ist es etwas anderes.


The End: „Nun. Ich will nicht bestreiten, dass Shelly Nafe wie ein Gruß aus dem Jenseits von James Corleone wirkt. Eine Frau, die ganz in seinem Sinne handelt und an mir haftet, wie der Fluch, der er nun mal ist. Die gleiche Formel, mit anderen Variablen. Dasselbe Stück, mit anderen Akteuren.

Aber…“


Ja, man konnte das „Aber“ hier schon riechen.


The End: „Aber… ich wäre zum Scheitern verurteilt, würde ich den Kampf heute so führen, wie ich ihn gegen James Corleone führen würde. Denn Shelly Nafe ist nicht James Corleone. Und Shelly Nafe ist auch nicht die Person, gegen die ich heute antrete. Das ist Iray Burch. Und Iray Burch macht sich nichts aus Kopfspielchen, aus hinterhältigen Taktiken und clever-fingierten Absprachen. Er braucht keine Nafe um heute in die Schlacht zu ziehen, keinen Back-Up Plan, der greifen soll, wenn er zu scheitern droht. Iray Burch braucht einzig und allein seine Zerstörungswut, seinen Körper, der einer Waffe gleicht. Iray Burch braucht die Bühne, auf der er mit mir tun und lassen kann, was er will, ohne, dass ihn jemand davon abhalten kann.

Will er den GFCW World Title dabei überhaupt gewinnen?“

Mac Müll: „Entschuldige, Champ, aber ich stelle hier die Fragen: also, was denkst du? Will er?“

The End: „Spielt es denn eine Rolle?“


Schon wieder wirft End eine Frage an Tammy zurück, aber während dieser sich in seiner Position hinterfragt fühlt, antwortet The End bereits selbst.


The End: „Nicht für Iray Burch. Denn, wie schon gesagt: Iray Burch will eine Bühne, für seine Zerstörung. Und welche größere Bühne könnte es dabei geben als den Main Event eines PPV? Als DEN Titelkampf der Liga? Auf dieser Bühne kann er das Gesicht der Liga, den Champion, vor allen Augen in Grund und Boden stampfen. Den Titel dabei zu gewinnen, bedeutet Chaos. Chaos für ihn, Chaos für die GFCW und folglich auch… den Triumph für Shelly Nafe.

Und wer soll sich ihm dann überhaupt noch entgegenstellen wollen?“


Mac Müll scheint nicht so wirklich zu wissen, wie er an diese Aussage anknüpfen soll. Vielmehr scheint er in eine gewisse Lethargie zu verfallen, wenn er daran denkt, was passieren könnte, wenn Burch gewinnt. Während Müll dabei also in seinen Gedanken versinkt, knüpft End an…


The End: „Aber das werde ich nicht zulassen.“


Und während sich End bei seinen Worten selbst immer weiter reingesteigert und dabei Burch fast schon gehypt hat, spricht nun eine überzeugte Entschlossenheit aus ihm.


The End: „Ich werde nicht zulassen, dass das Chaos die GFCW übernimmt. Ich werde nicht zulassen, dass eine Person wie Shelly Nafe das Kostbarste in ihre Finger bekommt, was diese Liga zu bieten hat und ich werde nicht zulassen, dass ein Monster wie Iray Burch zum Anführer dieser Liga aufsteigt. Ein Monster, das diesen Titel nicht zu schätzen weiß und ihn nur als Ventil für seine Zerstörungswut nutzen will.“


Man könnte meinen, dass das würdige Worte eines überzeugten Champions sind, eines Champions des Volkes, der für sein Volk einsteht, aber wie es auch in den letzten Wochen immer wieder deutlich wurde, kommt man nicht umhin Ends Motivation dahinter in Frage zu stellen: versteht er sich tatsächlich als „Champion des Volkes“? Meint er das, was er sagt, so wie er es sagt?

Zu einem gewissen Teil bestimmt. Aber darüber hinaus? Darüber hinaus könnte man meinen, dass es fast schon etwas… übertrieben wirkt?

Als würde The End das Wohl der Liga für seine Taten vorschieben, aber als würde es ihm dabei eigentlich um etwas anderes gehen…

die eigene Machtposition?

Wie auch immer, man darf es wohl interpretieren, wie man will, dennoch bleibt die Situation, wie sie ist: The End ist derjenige, der die GFCW vor Iray Burch verteidigen muss.


The End: „Ich weiß, dass ich mich heute einem Gegner stellen werde, der mit keinem anderen vergleichbar ist, den ich bisher hatte. Iray Burch ist ein Monster, Iray Burch ist eine Festung, Iray Burch ist eine Bedrohung. Aber ich trage diesen Titel nun mal aus einem bestimmten Grund.

Könige, Legenden, Mathematiker, Seeungeheuer, Strippenzieher, …

Ich habe schon allen getrotzt. Ich habe schon alles besiegt. Und heute kommt nun eben auch ein Monster dazu. Ich werde einmal mehr diesen Titel verteidigen, ich werde einmal mehr diese Liga verteidigen und ich werde einmal mehr zeigen, dass ich derjenige bin, der diese GFCW anführen und zur besten GFCW machen wird, die es jemals gab.“


Weiter bleibt Müll stumm, diesmal aber vielmehr fast schon aus einer Art Ehrfurcht vor Ends Worten heraus.


The End: „Und nachdem ich Iray Burch heute besiegt habe, warte ich selbstverständlich auf die nächste Herausforderung.

und all das aus einem bestimmten Grund: nicht, weil ich es kann, sondern, weil ich es muss.“



Aus den Boxen in der Halle dröhnt nun generische Hip-Hop Musik und auf der Videoleinwand werden Basketballbilder abgespielt. Es sind Highlight-Zusammenschnitte von Hightower und Dimer, wobei diese hier KI-generiert zu sein scheinen, denn es sieht hier so aus, als hätten die beiden in der NBA vor zehntausenden Menschen gespielt, was nie der Fall war. Dazu werden Sammelkarten der beiden aus der aktuellen TOPPS Edition eingeblendet, die es natürlich auch nicht wirklich gibt.


DOINK

DOINK

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Und dann erscheinen die beiden auf der Stage, beide dribbeln dabei Basketbälle und zeigen ein paar Moves. Crossover, Behind the back, James Hightower lässt den Basketball auf seinem Zeigefinger tanzen. Die beiden haben natürlich ihre Basketballkluft an. Chris Dimer klassisch einfach nur Trikot, Hose und hohe weiße Socken. James Hightower hat Leg Sleeve und Arm Sleeve, dazu Gummibänder um die Handgelenke und getapte Finger und bunt glitzernde und glänzende Basketballschuhe.


DOINK

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Lachend und dribbelnd bahnen sich die Neulinge ihren Weg zum Ring. Dabei passen sie sich die Bälle gegenseitig zu und passen auch mal zu den Fans, mit denen sie auch rege abklatschen. Die Fan Reaktionen auf die beiden sind durchweg positiv, die Basketballer blicken in viele freundliche Gesichter.


Kaum ertönt „Northern Hemisphere“, da fällt die gefühlte Temperatur in der SAP Arena, nicht zuletzt weil die kühlen Klänge von Skadi Fenrirs Einzugsmusik von Schneeflocken begleitet werden, die von der Hallendecke rieseln. Es ist etwas her, dass diese Musik erklungen ist, die beiden nordischen Schwestern traten bisher stets gemeinsam zu „River of Souls“ auf, ein Wink an ihre dritte Schwester Hel. Sieht man wie knurrig die Schneewölfin mit der schneegrauen Zottelmähne durch den Vorhang kommt, kann man nur vermuten, dass die kalten, oppressiven Klänge von Northern Hemisphere dazu da sind ihr Gemüt kühl zu halten. Das verlorene Tag Team Titelmatch gegen ZerBeus ist Skadi doch stark aufs selbige geschlagen und obgleich es im WFW Tournament of Honor einen Sieg an der Seite von Schwester Idunn Jörmungandr und „The Aion“ Miria Saionji gab, war dieser Sieg ob Mirias illegitimer Aktionen auch kein Grund zur Freude gewesen. Genau in diese miese Laune hinein kamen dann die Basketballer und die will Skadi nun zum Frustabbau nutzen.

Augenblicke nach Skadi kommt dann auch Idunn durch den Vorhang geschlängelt. Die 2 Meter 2 Riesin sieht wesentlich weniger frustriert aus als Skadi, tatsächlich hat sie ihren üblichen Gesichtsausdruck zwischen harmonischer Seelenruhe und unverblümter Doofheit. Das von lila ins dunkle blaugrün übergehende Haupthaar trägt sie wie üblich bezopft mit der Zopfspitze im Mund, wie sich das für eine Ouroboros Riesenschlange auch gehört, da passt ihre persönliche Vorliebe perfekt zu ihrem Nachnamen Jörmungandr.

Groß posiert wird nicht, die beiden luftig-martialisch gekleideten Schwestern schreiten zum Ring, Skadi voran und Idunn folgt auf dem Fuße. Anders als die Basketballer nehmen sich die nordischen Schwestern keine Zeit fürs Abklatschen mit den Fans, tatsächlich blickt Skadi nicht mal in deren Richtung. Idunn schon, aber immer wenn sie doch mal abklatschen will, ist Skadi schon weitergelaufen und Idunn beeilt sich, um hinterher zu kommen. Ohne große Show setzt Skadi dann ihre Wolfskappe ab, ehe die Frau im wolfigen Top und Schurz in den Ring rollt ohne dabei die ihr so verhassten Seile zu berühren. Die im schlangenhaften Wickel-Top und dazu passenden Schurz gekleidete Idunn lässt sich etwas mehr Zeit ihre Schlangenmütze daneben zu legen und nimmt dann bereits ihre Position in der Wechselecke ein ohne den Ring überhaupt zu betreten. Es kann losgehen.


Tag Team-Match:

Die Basketballer (James Hightower & Chris Dimer) vs. Skadi Fenrir & Idunn Jörmungandr
Referee: Howard Eagle


Howard Eagle erklärt das Match für eröffnet und zu Beginn stehen sich James Hightower und Skadi Fenrir gegenüber. Mit seinen 2,06 Metern an Körpergröße überragt Hightower Skadi noch mal deutlich und ist sogar größer als Idunn, das ist für die nordischen Schwestern eine neue Erfahrung in ihren auch noch immer recht jungen Wrestlingkarrieren. 113 Kilo ist auch ein ordentliches Kampfgewicht, das deutlich über den nicht gerade schmächtigen, aber auch nicht muskelbepackten Schwestern einzuschätzen ist, auch wenn es von diesen keine offiziellen Werte gibt.

Los gehts jedenfalls per Lock Up oder besser gesagt per versuchtem Lock Up seitens Skadi, aber James Hightower beweist prompt seine Athletik, ist mit einem Ausweichschritt an Skadi vorbei und die greift ins Leere. Komplett verladen. James Hightower grinst und deutet einen Korbwurf an, als ob er gerade beim Basketball an einem gegnerischen Verteidiger vorbeigekommen wäre.

Klar, dass Skadi dadurch noch angepisster wird und prompt per Big Boot, bzw. Big Foot zutritt – aber Hightower weicht wieder aus und langt selber mit ein paar Punches zu, die er hier und da für angedeutetes Dribbling unterbricht, ehe er die Schlagsalve per Clothesline abschließen will – aber dieses Mal ist Skadi schneller, huscht in Hightowers Rücken, packt zu und legt ihn per Half Nelson Backbreaker übers Knie!

Klar, dass James Hightower sich nun den schmerzenden Rücken hält und erst einmal Distanz zwischen sich und Skadi bringt. Die sieht nun nach dieser gelungenen Aktion etwas zufriedener aus und wechselt mit Schwester Idunn – aber nicht für Double Teaming, sondern einfach um Idunn nun erst einmal das Match zu überlassen. James Hightower blickt zu Chris Dimer, der etwas zittrig andeutet, dass James das jetzt nicht nachmachen muss und er gerne gegen Idunn erst mal im Ring bleiben kann. Anders als Hightower ist Chris Dimer mit 1,83 und 85 Kilo zwar global und für die USA betrachtet überdurchschnittlich, aber in diesem Match ist er der Kleine und da muss er nicht unbedingt jetzt gegen eine völlig frische 2 Meter Riesenschlange ran.

Hightower bleibt also drin und dieses Mal gibt es den Lock Up, der zum ordentlichen Kraftduell von ihm und Idunn Jörmungandr wird. Erst einmal bewegt sich nichts, doch dann kann James Hightower seine Kontrahentin doch zurückdrängen. In der Ringecke angekommen wird gelöst, doch kurz darauf langt Hightower per Clothesline zu. Idunn will sich ducken, doch damit macht sie nur noch schlimmer, kriegt sie doch den Arm von Hightower gegen die Rübe. Groß sein hat nicht nur Vorteile.

James Hightower setzt weiter nach, mit einer kompletten Clothesline Salve, dann läuft er mit angedeutetem Dribbling eine Ehrenrunde durch den Ring und nimmt dabei Schwung um per eingesprungenem Back Elbow seine Offensivaktion abzuschließen. Problem: das war viel zu viel Show und Idunn kann nicht nur ausweichen, sondern danach Hightower auch noch aushebeln und per Snake Eyes auf die Ringecke krachen lassen, wonach sie nun selber eine Offensivsalve loslässt in der Form einer ganzen Reihe von Kicks gegen den in der Ringecke befindlichen Hightower! Das Tempo der Kicks ist zwar nicht ganz so hoch wie bei anderen, aber ob ihrer Größe ist eine Menge Wucht dabei, die Hightower jetzt ordentlich zu spüren kriegt. In ihren bisherigen Matches waren die Basketballer nicht groß gefordert worden, das ist die längste Reihe an Aktionen, die James Hightower bisher erdulden musste und zum ersten Mal in seiner GFCW Karriere realisiert der Basketballer nun so richtig:


Wrestling kann verdammt weh tun.


Idunn hätte auch noch weiter zgetreten, aber Skadi ist über den Apron herbei geilt, um ihrer Schwester zu signalisieren, dass Schluss ist – Howard Eagle hat nämlich fleißig angezählt und Skadi will sich nicht darauf verlassen, dass Eagle bei Idunn ähnlich viel durchgehen lässt, wie es die Referees bei Iray Burch zu tun pflegen. Ergo erklärt Skadi ihrer wenig intelligenten Schwester noch einmal, dass sie auf den Count der Referees achten muss. Skadi zählt mit ihren Fingern vor und Idunn zählt angestrengt mit.

Hightower wiederum fühlt sich langsam ignoriert und verarscht, springt hoch und fällt die Riesenschlange per Leaping Clothesline. Danach packt er sie noch mal, um sie per Bodyslam auf die Matte zu werfen, wonach James mit Chris Dimer wechselt, der nicht so aussieht, als ob er wirklich in den Ring will, aber wo Idunn nun schon mal am Boden liegt, kann er ja einen eingesprungenen Elbow Drop zeigen und das erste Cover.

Pflichtbewusst springt Howard Eagle auf die Matte, um zu zählen, aber kaum liegt er, da wirft Idunn den Basketballer auch schon von sich runter. Skadi atmet erleichtert auf, zumindest hat Idunn verstanden, dass sie Leute von sich runter kriegen muss, wenn die irgendwie auf ihr liegen. Vielleicht hat Idunn sogar kapiert, dass zur Not eine hochgerissene Schulter reicht, aber das zu erwarten wäre vermutlich zu viel verlangt.

Chris Dimer sputet sich, um sofort wieder bei der aufstehenden Idunn zu sein und nimmt die Riesenschlange in einen Side Headlock. Doch Idunn Jörmungandr stemmt Dimer mühelos hoch und setzt ihn auf die nächstbeste Ringecke – wonach sie ihn an der Gurgel packt. Chokeslam? Dimer fuchtelt entsetzt mit den Armen, als ihm Hightower auf den Oberschenkel klatscht zum Tag. Idunn hat Chris Dimer in die eigene Wechselecke getragen. Und so entert Hightower wieder den Ring und nimmt Idunn von hinten in einen Full Nelson. Dimer sieht nun seine Zeit gekommen und… schlägt mehrfach Idunn in den Solar Plexus, ehe er seine Schlagserie mit einem laut klatschenden Chop beendet… nach dem ihm die Hand wehtut.

Nichtsdestotrotz, das hat Idunn gespürt und sie spürt auch den nachfolgenden Full Nelson Slam von Hightower!

Eins!

Zwei!

Nein!

Idunn kriegt die Schulter hoch und so kann Skadi unverrichteter Dinge in die Wechselecke zurückkehren, sie wurde nicht benötigt. Mehr noch: sie wurde nicht benötigt, weil Idunn tatsächlich weiß, dass sie die Schulter im Zweifelsfall hochkriegen muss. So langsam Idunn im Kopf auch ist, lernfähig ist sie dann doch und wenn sie erst einmal etwas weiß, kann sie ihre Instinkte die Arbeit machen lassen.

Und die sind bei Idunn durchaus gut ausgeprägt, wie James Hightower nun feststellt, als er einen gewaltigen Elbow Drop versucht, der aber daneben geht, da sich Jörmungandr zur Seite schlängelt und wieder mit Skadi wechselt. Die springt mit dem Ellbogen voran per Swift Strike in Hightower hinein und umklammert ihn danach nur Wolf Bomb. Aber James Ellbogen finden Skadis Magengegend und so befreit sich der Basketballer, der mit einem raschen Axhandleblow nachsetzt und nun seinerseits zu seiner Jacknife Powerbomb ansetzt, dem Crunchtime Crusher. Aber Skadi blockt ihrerseits und wuchtet Hightower zum Back Body Drop hoch.

Der nächste Wechsel bei den Schwester folgt und sie bearbeiten nun den großen Mann als Duo – treten ihn schließlich per Kombination aus Big Boot und Superkick um, wonach Idunn auf die Ringecke steigt.


Big Splash!


Aber wie schon im Kampf gegen die regionalen Talente kriegt Hightower die Knie hoch und die Riesenschlange hat eine äußerst unsanfte Landung. Idunn orientiert sich gen Schwester, Hightower zu Chris Dimer. James ist schneller, dank einem Sprung nach vorn, wie er ihn früher für einen Slam Dunk gemacht hätte, nur ist nun sein Ziel die Hand des Partners. Dimer kommt rein und sieht sich prompt Skadi gegenüber, da Idunn auch gewechselt hat. Chris kann ein paar Punches durchbringen, doch dann packt Skadi ihn am zuschlagenden Handgelenk und revanchiert sich per krachendem Short-arm Clothesline, wonach sie Dimer um das Becken packt und zum Wheelbarrow hochnimmt – Idunn kommt von vorn per Clothesline, aber Dimer zappelt und duckt sich, womit Idunn die eigene Schwester umhaut!

Jörmungandr guckt verdutzt und ehe sie weiß, wie ihr geschieht, da ist Hightower hinter ihr und knockt sie per wuchtigem Shoulderblock gen Seile, die Dimer runterzieht! Idunn purzelt aus dem Ring und plötzlich haben die Basketballer eine von der eigenen Schwester angeknockte Skadi Fenrir vor sich ohne dass Idunn ihr helfen könnte! Das ist die Chance und die Chance will genutzt werden! Noch ist Restzeit nach dem Tag übrig für etwas Doubleteaming! Also packt Hightower Skadi und stopft deren Kopf zwischen seine Oberschenkel, Ansatz zum Crunchtime Crusher und Chris Dimer ist parat, um zu helfen, sollte Skadi sich wehren.

Da hören die Basketballer es.

Ein vertrautes Geräusch, das sie immer akustisch wahrnehmen können, egal wie viele Fans lautstark ihren Gefühlen Ausdruck verleihen.


DOINK

DOINK

DOINK


Irgendjemand dribbelt mit einem der beiden Basketbällen, die sie mitgebracht hatten. Ihre Augen suchen die Gegend ab, wo sie ihre Bälle zurückgelassen haben. Der Mann, der dribbelt ist nicht schwer ausfindig zu machen. Ja, man kann sagen er ist kaum zu übersehen. Er ist groß. Verdammt groß. Größer noch als James Hightower. Sein Gesicht ist dank seiner Kapuzenjacke nicht wirklich auszumachen, aber es ist zweifellos derselbe mysteriöse Mann, den die Basketballer schon einmal gesehen hatten.

Und dann ist der Moment vorbei, in dem Chris und James eine Chance hatten das Match möglicherweise zu entscheiden. Idunn packt Chris Dimer von hinten in den Cobra Clutch und vollführt den Cobra Clutch Legsweep, während sich Skadi abermals per Back Body Drop gegen James Hightower wehrt. James rappelt sich wieder auf, aber Idunn kommt heran gerauscht und knockt sich selbst und Hightower per Lariat über die Seile nach draußen. Derweil sammelt Skadi Chris Dimer aus, stemmt ihn zur Crucifix Powerbomb hoch und lässt ihn dann per Flip mit dem Kopf gegen ihr Knie krachen:


Frostbite!


Natürlich ist das der KO Treffer, das Cover ist pure Formsache. Howard Eagle zählt und das ist dann das. Die nordischen Schwester gewinnen, eine große Siegesfeier gibt es nicht. Dennoch muss Skadi Fenrir sichtlich ein halbwegs zufriedenes Lächeln unterdrücken, was ihr nur bedingt gelingt. Chris Dimer und James Hightower wiederum müssen sich erst einmal wieder sammeln und täuschen einen enttäuschten Blick, ehe sie dahin blicken, wo gerade eben der mysteriöse Riese noch gewesen ist. Aber der ist schon wieder verschwunden...



Shelly Nafe: “Erinnerst du dich an den Inhalt unseres letzten Gesprächs?”

Danny Rickson: “Du tust es doch auch.”


Sie stehen vor der Halle und blicken in einen Himmel, dessen Helligkeit um diese Uhrzeit vom bevorstehenden Sommer kündet. Ein paar Vögel ziehen umher, aus der Ferne kommt das Geräusch hunderter Stimmen, die zu einem einzigen Hintergrundgeräusch verschmelzen.

Von Shelly Nafe zieht eine Rauchwolke auf. Rickson hat die Hände an einer Flasche Vitaminwasser, die Frage nach dem Hersteller ist schnell beantwortet, da das Logo auf dem Etikett dem Logo auf seine Shirt entspricht. Refuse to Age.


Shelly Nafe: “Ich habe dich gewarnt…”

Danny Rickson: “...dir nicht in die Quere kommen.”


Nafe nickt. Sie wischt sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, deren kastanienbraune Grundfarbe von einem leichten grauen Ansatz unterbrochen wird. Die Haare fallen auf Schultern, schmall und doch straff, die in einem Hosenanzug stecken. Sie lässt die Zigarette zu Boden gleiten und tritt sie mit dem Absatz ihrer Stilettos aus, ohne ein Blick daran zu verschwenden.


Shelly Nafe: “Und das bist du nicht.”

Danny Rickson: “Warum also wolltest du mich sprechen?”

Shelly Nafe: “Geschäftliches.”

Danny Rickson: “Natürlich.”


Der Engländer lacht auf und schüttelt gleichzeitig den Kopf. Er lässt das Wasser seine Lippen befeuchten und wendet den Blick zu Shelly Nafe. Blickt sie an. Sie hält stand.


Shelly Nafe: “Weißt du, warum wir uns nicht in die Quere gekommen sind, Danny?”

Danny Rickson: “Du wirst es mir sagen.”

Shelly Nafe: “Weil wir mittlerweile unterschiedliche Ziele haben. Damals war es das Werben um Iokepa. Jetzt jedoch haben wir anderes zu tun.”


Die Amerikaner öffnet ihr Jackett und reicht ihrem Gesprächspartner wortlos einen Flyer der heutigen Veranstaltung. Auf dem Titelbild: The End und Iray Burch. Zwischen ihnen der GFCW Heavyweight Titel. Und darunter, deutlich kleiner gedruckt: Ask Skógur und Danny Rickson.


Ricksons verzieht beim Anblick das Gesicht.


Shelly Nafe: “Heute wird sich mein Plan erfüllen, Danny. Wonach ich mich gesehnt habe. All das wird Wahrheit in jenem Augenblick, in dem Iray Burch The End pinnen wird.”


Bei der Ansicht von der verkniffenen Miene ihres Gegenübers lächelt Nafe ein freudloses Lächeln.


Shelly Nafe: “Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Eigentlich sind unsere Ziele nicht anders. Es sind die gleichen. Der Unterschied ist nur, wie nahe wir ihnen seit unserem letzten Gespräch gekommen sind.”

Danny Rickson: “Wir führen dieses Gespräch nicht, damit du mich provozieren kannst, dass ich die Titelchancen verpasst habe.”

Shelly Nafe: “Ist das deine Hoffnung - oder weißt du es?”

Danny Rickson: “Ich weiß es.”


Wieder sucht Rickson ihren Blick. Und Nafe schaut zurück.
Für einen Augenblick ist Stille zwischen ihnen. Eine Ruhe, von der sie nicht sagen können, ob sie unangenehm ist. Oder schön.


Nafe ist es, die sich zuerst abwendet.


Shelly Nafe: “Du hast Recht. Ich möchte dir ein Angebot machen.”


Sie zieht sich das Jackett glatt. Ihre Fußspitze scharrt über den Boden vor der Halle.


Danny Rickson: “Beim letzten Mal wolltest du einen Waffenstillstand. Vielleicht gar ein Bündnis. Wenn das wieder dein Angebot ist, wird meine Antwort dieselbe wie beim letzten Mal sein.”

Shelly Nafe: “Es ist mehr.”


Sie lächelt ihn an.


Shelly Nafe: “Ich will, dass du all das aufgibst.”

Danny Rickson: “Was meinst du?”


Wortlos hebt Shelly ihre Hand. Zarte Fingerspitzen kommen auf Rickson zu. Danny lässt es wortlos geschehen.


Ihre manikürten Hände legen sich auf Ricksons Brust. Der Halle of Famer setzt an, etwas zu sagen. Dann schaut er noch einmal hin. Fährt mit den Augen die schlanken Glieder bis zu den Fingernägeln ab.


Und sieht, dass sie über das Logo auf der Brust streichen.”


Shelly Nafe: “Refuse to Age.”


Ricksons nickt. Als wäre es selbstverständlich, dass die Andeutung und die Finger auf der Brust dahin führen musste. Nur dahin und nirgends anders.


Geschäftliches.


Ricksons beißt sich auf die Lippen und hört zu.


Shelly Nafe: “Ich biete dir an, all das hinter dir zu lassen.”


Sie zieht ihre Hand zurück.


Shelly Nafe: “Und zu mir zu kommen.”

Danny Rickson: “Also doch ein Bündnis.”

Shelly Nafe: “Nein.”


Sie schüttelt den Kopf. So vehement wie die Geste ist auch ihre Stimme, mit der sie die Verneinung in den Abendhimmel gesagt hat.


Shelly Nafe: “Ich will kein Bündnis mit dem, wofür du stehst. Nicht die Firma, nicht Robbin Zick. Ich will Danny Rickson.”


Die Stirn des Engländers kräuselt sich.


Shelly Nafe: “Ich will, dass du all das hinter dir lässt und den Irrweg erkennst. Du solltest kein Investment für eine Firma sein. Dich nicht vor den Karren spannen lassen.”

Danny Rickson: “Ich werde meine Unsterblichkeit nicht aufgeben, Shelly.”

Shelly Nafe: “Du bist unsterblich, weil du Danny Rickson bist. Wegen deiner Karriere. Nicht wegen dem hier.”


Sie nimmt ihm das Refuse to Age-Vitaminwasser aus der Hand und lässt es zu Boden gleiten. Ihre Blicke treffen sich wieder.


Shelly Nafe: “Danny Rickson, der ewige Danny Rickson…mit Shelly Nafe an seiner Seite. Es gibt Vorstellungen, die übler klingen, nicht wahr?”

Danny Rickson: “Ich werde mich nicht unterordnen.”

Shelly Nafe: “Und das musst du auch nicht.Du bist der Wrestler, ich die Managerin. Es gibt kein Unterordnen, nur ein Nebeneinander. Wir spielen auf verschiedenen Rollen. Doch zusammen können wir dafür sorgen, dass du deine Rolle wieder am besten spielst. So wie du es in der Vergangenheit getan hast.”


Ricksons steht da, fährt mit der Hand durch seine hellblonden Haare.


Danny Rickson: “Und wenn ich es nicht tue? Kommt dann die Drohung mit Iray Burch? Die Patrone, die du dir immer für den Schluss aufsparst bei solchen…Angeboten?”

Shelly Nafe: “Nein. Wenn du ablehnst, bin ich einfach nur enttäuscht. Du bist Danny Rickson. Mach dich nicht lächerlich - wenn ich einem Niemand wie Iokepa etwas anbiete ist es anders, als wenn ich dir etwas anbiete. Das weißt du auch. Du bist…”


Sie lässt das Ende des Satzes offen. Ihre Zungenspitze zieht sich in den Mund zurück.


Shelly Nafe: “Was wenn du nicht unsterblich bist, Danny? Wenn deine Karriere nur noch die zwei, drei Jahre geht, die Männern deines Alters im Ring nicht vergönnt ist? Du solltest sie nicht in Hoffnung investieren, sondern in mich. Heute Abend werde ich Iray Burch zum GFCW Heavyweight Titel bringen. Und ich weiß, dass dieser Satz dich ebenso beeindruckt wie neidisch macht.”


Keine Antwort von Rickson. Der Mann aus Newcastle steht stumm da, den Blick leicht gesenkt.

Nafes Hand kommt wieder vor. Nimmt ihm ein ausgefallenes Haar vom Kragen. Da ist sie wieder, diese Stille.


Shelly Nafe: "Wenn du heute gegen Ask Skógur erneut verlierst, wird dein Comeback als Enttäuschung abgestempelt werden. Was ist dann? Midcard? Das würde dein Herz brechen und du weißt es.”

Danny Rickson: Es wird nicht passieren. Ich werde Ask…”

Shelly Nafe: “Es ist egal. Denk darüber nach Danny. Und du wirst genügend Argumente finden, warum es der beste Weg ist, Refuse to Age den Rücken zu kehren und zu mir zu kommen.”

Danny Rickson: “Du bist bemerkenswert, Shelly.”


Er schüttelt lachend den Kopf.


Danny Rickson: “Dein Spielzeug kann heute den Titel gewinnen. Und du bist hier - bei mir - und versuchst, die nächsten Fäden in deinem Spinnennetz zu spannen. Ich hoffe, du übernimmst dich nicht.”


Shelly Nafe: “Ich weiß, was ich will. Und wie ich es bekomme. Der Titel, Jake, dich.”

Danny Rickson: “Nichts von dem ist sicher.”

Shelly Nafe: “Die Möglichkeit, dass es passieren könnte, bedeutet, dass ich es auch bekomme. Ich bin eine Frau, die ihre Ziele erreicht.”


Sie wendet sich ab. Schaut ein letztes Mal über die Schulter zurück. Und sieht einen Danny Rickson, der ihr gedankenverloren nachschaut.


Shelly Nafe: “Du kannst dich heute davon überzeugen. Nach dem Titelgewinn von Iray wirst du anders denken. Und dann sprechen wir uns wieder.”

Danny Rickson: “Vielleicht.”


Sie schlägt die Augen nieder.


Shelly Nafe: “Ich freue mich darauf. Viel Erfolg bei deinem Kampf, Danny.”

Danny Rickson: “Dir auch.”

Shelly Nafe: “Das brauche ich nicht.”




Verdunkelte Hauptbeleuchtung, ein fahler Schein gen Einzugsrampe und die Töne von Lux Aeterna – die Anmoderation für eine Frau, die geradezu von ätherischer Übernatürlichkeit erstrahl, wie sie zu diesen Bedingungen durch den Vorhang schreitet. Das ausgesprochen lange, tiefschwarze Haar innenseitig blondiert, der delikate Körper im knappen, schlichten Kleid, ihr Gesicht makellos und einladend, mit einem charmanten und doch kalten Lächeln auf den Lippen und Augen, die ob des nahen Ponys nur umso mehr der Fokus ihres Antlitz sind – Augen, in denen man sich verlieren kann und die mit bestimmter Herrlichkeit auf die niederen Subjekte im Publikum blicken. Was sie für manch eine Person nur noch anziehender macht.

Die meisten Anwesenden buhen die Schönheit aus, aber nicht weil sie schön ist – das wäre auch schlimm – sondern weil sie berechnend, hinterlistig und vor allem mit Darragh Switzenberg im Bunde ist. Zuvor Aiden Rotari und Robert Breads für ihre Zwecke eingespannt zu haben, ist nicht besser, ganz im Gegenteil. Man kann nur spekulieren, dass sie Refuse to Age sofort zugesagt hätte, wenn die sich um sie bemüht hätten. Haben sie aber nicht. Vielleicht weil Miria für Refuse to Age zu berechnend ist und man stets befürchten müsste, dass Miria sie mehr ausnutzt als Refuse to Age es umgekehrt könnte? Auf jeden Fall kratzt dies an Mirias Ego, weswegen sie sogar einmal auf dem Weg zum Ring stehen bleibt, um einem Fanplakat besondere Beachtung zu schenken. Ein Fanplakat wo steht „Gegen Ask sieht Refuse to Age alt aus“. Dem gibt sie ein merkliches Nicken und flüstert sogar etwas von in die Kamera, dass sie Ask Skógur heute die Daumen drückt. So sehr auch die Fans Ask Skógur lieben, dies gesagt zu haben macht Miria nicht direkt beliebt, zumal die meisten es auch nicht mitgekriegt haben. Vielmehr halten die Buhrufe an, wie sie die Ringecke empor steigt, sich auf dem Apron elegant dastehend umsieht, wie eine Herrin auf den Pöbel, der nur dazu da ist, um ihr Tribut zu zollen und der über jeden Knochen, den sie ihnen hinwirft, dankbar zu sein hat. Nur wirft sie keine Knochen, sondern betritt den Ring, um in der nächstbesten Ringecke gemütlich auf ihre heutige Gegnerin zu warten, die sie bei der letzten Show mit einem Stuhl abgeworfen und so um ein Intercontinental Title Match gebracht hat.



In ihrer anderen Wrestlingheimat WFW hat Monica kürzlich die erste Runde im wieder angelaufenen, größten und bestbesetzten Turnier der Wrestlingwelt, dem Tournament of Honor, erfolgreich überstanden. Dabei ist die Schweinehirtin nicht wirklich gefordert worden. Tatsächlich hatte Monica sich sogar im Interview dafür entschuldigt ein gutes bisschen schlechte Laune an ihrer Gegnerin ausgelassen zu haben, wo doch der Quell ihrer negativen Emotionen hier bei GFCW auf sie wartet. Klar, heute hat Monica eine gerissene Gegnerin vor sich, die bisher noch jedes ihrer Matches vor Kameras gewonnen hat und dennoch sieht Monica sehr zuversichtlich aus, dass sie hier und jetzt eine ähnlich dominante Vorstellung wird abliefern können, wie es bei WFW der Fall war. Schließlich gilt es Miria nicht nur zu besiegen, sondern klarzumachen, dass man sich besser nicht in die Matches der Leopardin aus Long Island einmischen sollte. Dafür gilt es jetzt Miria ordentlich die Leviten zu lesen.

Monicas violette Augen sprechen auf jeden Fall schon mal Bände: zwar funkeln ihre Augen nicht vor Antipathie bis Hass, wie es gegen Mike Müller im letzten Jahr der Fall war, der von Monica in seinem vorletzten GFCW Match mit einer deftigen Tracht Prügel bedacht wurde, aber Monica ist doch noch einmal sichtlich aggressiver im Blick und Schritt, wie sie es etwa gegen Ask Skógur war oder bei der Anniversary Show gegen The End und Stella Nova. In den Matches war es Monica um den Sport gegangen – der ist heute zweitrangig. Und so gibt es keine Posen mit der Katzenpfote geballten Faust, nein, Monica setzt nur ruhig Lady Rosi auf ein Kissen bei den Kommentatoren auf deren Pult ab und ist kurz darauf ohne große Show im Ring, um der süffisant in eine Ringecke gelehnt dastehenden Miria jetzt deren erste Niederlage zuzufügen – und zwar so richtig.


Singles Match:

Die Verliererin muss die Assistentin der Gewinnerin werden
Miria Saionji vs. Monica Shade
Referee: Mike Gard


Los gehts mit einem Lock Up – oder eben auch nicht, da Miria einen Seitschritt macht und selbstherrlich an Monica vorbeigeht. Da hat The Aion die Leopardin schön blöd aussehen lassen, was Miria natürlich bestens gefällt. Monica guckt nur unbeeindruckt und fragt sich ihrerseits wie dämlich Miria ist ihr nun so großspurig den Rücken zuzuwenden.

Ehe Miria sich wieder umdrehen kann hat Monica die Schwarzmähnige von hinten umklammert, hebelt sie mühelos aus und lässt sie per German Suplex in die Brücke krachen: Eins, Zwei, Kick Out. So schnell zu verlieren wäre arg peinlich gewesen. Monica zeigt es Miria an wie knapp das war, was diese rasch zu einem Side Headlock veranlasst.

Den nutzt Monica aber für ihre eigenen Zwecke: Back Suplex.

Es ist wie schon zuletzt gegen Milly und auch im Tournament of Honor: man sieht, wie Monicas Kampfstil umso gefährlicher wird, wenn sie Gegnerinnen hat, die nicht deutlich größer und schwerer sind als sie selbst. Ein Ask Skógur oder ein The End mögen in der Lage sein sich mit ihrer Physis dagegen zu wehren von Monica ausgehebelt und herumgeworfen zu werden – Miria kann das nicht. Für Joshi Verhältnisse ist Miria mit 1,64 ganz gut dabei, aber sie ist durchaus eher von der fitten, aber schlanken Sorte. Und obgleich Monica nun nicht gerade eine muskelbepackte Bodybuilderin ist: wenn sie die Muckis anspannt, sieht man schon, dass sie welche hat. Und mit 1,69 ist sie auch noch die größere der beiden Frauen. Anders gesagt sollte Miria jetzt schleunigst aufhören zu denken, sie könnte mit Monica so verfahren, wie sie es mit Lukas Meyer-Gittenstein konnte, den sie ohne Mühe mit minimalem Aufwand abfertigen konnte. Gegen Monica braucht es schon eine sportlich konzentrierte Leistung, wie gegen Robert Breads, sonst wird das nichts.

Grund genug für Miria ihre Beinpartie zum Headscissor Chokehold um Monicas Hals zu schlingen – das ist zumindest für ein paar Augenblicke atemberaubend. Im wahrsten Sinne des Wortes. Zumindest bis Monica die Beine von Miria auseinander drückt und sogleich zu einem Half Boston Crab übergeht. So intelligent Miria auch ist, es wird überdeutlich, dass sie komplett falsch eingeschätzt hat wie groß der Unterschied in Sachen purer Kraft zwischen ihr und Monica ist. Und das lässt Monica sie nun büßen. Miria kämpft sich gen Seile, aber jeder Zentimeter ist hart erkämpft. Und kaum ist Miria bei den Seilen, da löst Monica extra fair – um Miria zu überraschen. Erneute Umklammerung und…


Deadlift German Sup… nein!


Miria hält sich eisern an den Seilen fest. Irgendwo Backstage erklärt Skadi Fenrir, dass dies einer der Gründe ist, warum sie Ringseile hasst. Doch so sehr Miria es auch versucht zu verhindern, letztlich ist Monica doch schon wieder zu stark und kann den German Suplex dennoch durchziehen. Erneut in die Brücke: Eins, Zwei, Nein. Miria kommt raus und krabbelt prompt erneut gen Seile, auf dass diese ihr etwas Schutz gewähren.

Tun sie aber nicht.

Ein klatschender Chop von Monica trifft Mirias Brust, die sich sogleich bei Mike Gard darüber beschwert, dass diese Aktion illegitim gewesen sei. Nicht ganz falsch, weswegen Mike auch eine seichte Verwarnung ausspricht, aber eher pro forma. GFCW Referees lassen bekanntlich mitunter eine ganze Menge durchgehen, bis sie mal eine DQ aussprechen. Wäre es anders, Iray Burch hätte die eine oder andere davon kassiert. Zugegeben: jemand anderes hätte diese DQs vielleicht auch gegen sich ausgesprochen bekommen, der Herausforderer auf den GFCW World Title tendiert schließlich dazu seine Umgebung einzuschüchtern und das ist bei Monica Shade nicht der Fall.

Noch nicht zumindest.

Wie Monica Miria aus den Seilen zerrt und per Short-arm Clothesline umhaut ist durchaus auch recht heftig. Miss Eternity findet bisher quasi nicht statt. „Bisher“ ist aber das Stichwort. Monica hält Miria weiter am Arm fest, zieht die Japanerin aus Shinagawa, Tokio, wieder hoch und will noch einen Short-arm Clothesline nachsetzen. Dieses mal duckt sich Miria aber, hat Monica prompt auf den Schultern und dann verliert Miria keine Zeit:


TIME BOMB!


Die Variante des Death Valley Drivers gelingt und Monica wird deftig auf die Matte geklatscht! Das Cover folgt sofort, geht aber nur bis zwei. Miria macht ein weinerliches Gesicht, um Mike Gard einzulullen, der fast schon entschuldigend erklärt, dass es nur bis zwei war. Beeinflussung erfolgreich. The Aion lächelt ob des erfolgreichen Schauspiels und will sich nun für den halben Boston mit einem regulären Boston revanchieren, auch doppelter Boston genannt, wie um darzustellen, dass anders als beim halben Boston beide Beine gepackt werden. Und ja, mathematisch macht das wenig Sinn, matchtaktisch schon eher. Monicas Rücken und Beine durch den Boston zu schädigen kann für Miria nur gut sein. Oder besser gesagt: es würde gut sein für Miria, wenn es ihr denn gelingen würde, stattdessen gibt es das Small Package!

Eins!

Zwei!

Nein!

Miria kommt raus und sieht aus als hätte sie einen Geist gesehen. Okay, das an sich wäre noch nicht mal ein Grund so blass zu sein, also sagen wir sie sieht aus als hätte sie einen komplett bescheuerten Geist gesehen, der eine Schweinskappe aufhat und mit der extra langen Zunge schnalzt, während er irgendwas vom Klimawandel ruft. Das war viel zu knapp und Miria weiß auch wie knapp das war.

Miria ist allerdings nicht so geschockt, dass sie sich einfach so hätte treten lassen – und so rollt sich Miss Eternity zur Seite, als sie den ersten Tritt im Rücken spürt, von der Art braucht sie nicht noch mehr. Einen zweiten Tritt kann Miria dann sogar blocken und nutzen, um Monica zum Teardrop Suplex auszuhebeln… was aber nicht heißt, dass die Aktion gelingt. Monicas Ellbogen saust nämlich auf Miria herab und so muss The Aion die Schweinehirtin wieder absetzen, die prompt per Headlock Takedown weitermacht. Miria hat nun einige Mühe in die Seile zu gelangen und sich so aus dem weiter festgehaltenen Headlock zu befreien.

Erneut löst Monica rasch, um einmal mehr einen German Suplex zu vollführen, doch dieses Mal wehrt sich Miria rechtzeitig mit ein paar Elbows und kann dann einen Crescent Kick landen, der Monica auf die Matte klatscht. Miria setzt aber nicht direkt nach, sondern pumpt wie ein Maikäfer, dieses Matchtempo und der Dauerdruck von Monica ist nicht ihre bevorzugte Art der Matchführung. Sie will lieber selber die Pace diktieren, doch davon ist Miria weit entfernt, sie hat genug damit zu tun Monicas Offensive zu überstehen. Mehr noch: auch wenn Monica jetzt auf der Matte ist, weiß Miria nicht so richtig, was sie jetzt machen soll, der Schock des Small Package ist noch präsent – und so muss The Aion nachdenken und landet während des Denkprozesses ein paar Stomps, die sie ohne großes Risiko anbringen kann, die aber auch nichts sind, was Monica nachhaltig schwächen wird.

Dennoch, zumindest ist Miria nun obenauf, dabei soll es aus Sicht von Miss Eternity auch bleiben. Da Monica sich anschickt wieder aufzustehen, schleicht Miria in Monicas Rücken und landet dann einen Shotgun Dropkick, der Monica in die Seile klatscht – die perfekte Position Monica die Füße auf die Gurgel zu stellen und etwas Choking zu betreiben. Klar, dass Mike Gard dagegen Einwände hat, aber Miria tut nicht mal so, als ob sie das juckt. Sie ist jetzt am Drücker – wortwörtlich – und das genießt sie.

Jede einzelne der knapp 5 Sekunden, die sie hat ohne Gefahr zu laufen vielleicht doch disqualifiziert zu werden. Dann lässt Miria ein paar Chops und Overhead Chops folgen, ehe sie Monica per Snake Eyes erneut mit dem Hals voran auf die Seile schickt. Mike Gard hat dagegen Einwände, denen Miria ausgiebig zuhört, während sie einen Fuß auf Monicas Nacken setzt und zudrückt. Die Leopardin stemmt sich dem Schmerz trotzend hoch, aber das ist für Miria das Zeichen Monica an beiden Armen zu packen, ein Knie vor Monicas Gesicht zu platzieren und sich fallen zu lassen! Eine neue Aktion in ihrem Repertoire, die sie Decadence nennt und die ihr beinahe den Sieg eingebracht hätte, aber Monica reit beim Cover kurz vor 3 doch noch mal die Schulter hoch!

Das pisst Miria jetzt doch sichtlich ein bisschen an. Fast als ob sie sich diese Aktion extra aufgespart hätte, um ein wichtiges Match mit ihr gewinnen zu können, bevor die Aktion bekannt ist und Gegner somit darauf besser vorbereitet sind. Dumm gelaufen. Sie bedankt sich dafür per Double Foot Stomp, ehe sie die Ringecke erklimmt und von da aus per Savage Elbow herab gesegelt kommt – aber Monica weicht aus und Miria knallt mit dem Ellbogen auf den Ring, der wesentlich weniger angenehm als Einschlagsort ist.

Sofort hält Miria sich den schmerzenden Ellbogen, während Monica hochkommt und keine Zeit verliert, um zu ihrem Double Underhook Dominator anzusetzen, dem Daedalus Destiny. Ein Ansatz ist aber noch kein erfolgreich ausgeführtes Manöver. Die vom Schmerz beschäftigte Miria hochzustemmen ist kein Problem, doch bei der Vorwärtsbewegung kommt Miria frei und landet in Monicas Rücken: Ansatz zur Timebomb II, dem Reverse DDT Driver, aber auch die Aktion bleibt im Ansatz stecken. Monica befreit sich per Elbow, wirbelt herum und trifft!


Backfist to the Future!


Miria kommt aus dem Cover raus, das aber auch etwas lasch war. Mit voller Absicht, wie man Monicas Gesicht entnehmen kann, hier kommt unweigerlich ihre Absicht durch hier kein Match gegen Miria gewinnen zu wollen, sondern sie im Idealfall ordentlich zu vertrimmen und so für das verpasste Intercontinental Title Match zu bestrafen – als Miria im Vorteil war hätte Monica den Sieg per Small Package mitgenommen, aber nun wo sie selber im Vorteil ist, da will sie Miria schon richtig umhauen.

Wenn sich das mal nicht rächt – aber ob ein besseres Cover bis 3 gegangen wäre ist natürlich auch rein spekulativ.

Monica setzt also weiter nach, indem sie nun ganz eindeutig aufzeigt wie viel stärker als Miria sie eigentlich ist. Mühelos hievt Monica The Aion von der Matte, stemmt sie nach oben und lässt sie dann per Gorilla Press Slam durch den halben Ring fliegen. Miria kracht auf die Matte und hält sich den Rücken. Dass sie nun doch wieder so viel einstecken muss, war so sicher nicht geplant. Aber dann wiederum verläuft ja fast das ganze Match über nicht nach Plan, von daher sollte Miria sich da allmählich dran gewöhnt haben.

Hat sie auch.

Monica wird mit extra wehleidigen Krabbeln angelockt und dann schnellt Mirias Hand nach vorn zum Eye Poke! Aber Monica packt rechtzeitig zu und der Eye Poke ist vereitelt. Miria kann noch so sehr mit ihren Fingern wedeln, Monica hält sie fest wie ein Schraubstock und so ist es Mirias Fingern unmöglich die violetten Katzenaugen der Leopardin aus Long Island zu erreichen. Und als ob das nicht auch so schon peinlich genug aussehen würde, gibt es auch noch Gelächter von Seiten der Fans.

Miss Eternity versucht das Beste aus der Situation zu machen und mit der freien Hand zuzuschlagen, aber ehe dies durchgezogen werden kann, hat Monica ihre Kontrahentin erneut ausgehebelt, wirbelt herum und donnert die Ewige auf die Ringmatte!


Tour of the Islands!


Das Cover der Long Island Leopardin folgt, aber Miria hat die Zehenspitzen am Seil. Die rosarot bezopfte Schweinehirtin verzagt aber nicht, versichert sich mit einem Blick gen Lady Rosi, dass alles so läuft wie es soll und dann wird Miria abermals hochgenommen in einer Vertical Suplex. Und den hält Monica. Und hält. Und… hält. Dann geht es abwärts mit diesem Stalling Suplex und Monica schickt sich an das Match zu beenden. Sie erklimmt die Ringecke zum 5* Frog Splash, aber Miria bewegt sich noch. Aufstehen ist zwar nicht, aber aus dem Ring rollen, das geht gerade noch. Erst auf den Apron, von da aus kann sie dann in den Stand auf den Hallenboden, bzw. die ringnahen Matten fallen und durchatmen.

Kurz.

Denn nach wenigen Augenblicken ist Monica runter von der Ringecke und auch draußen. Einmal mehr viel schneller als Miss Eternity das lieb sein kann. Zu sagen, dass Miria verzweifelt aussieht, wie sie versucht Distanz zwischen sich und Monica zu bekommen wäre übertrieben. Dennoch, die sonst so selbstgefällige und souveräne Fassade bröckelt ein bisschen, „The Aion“ gehen sichtlich die Ideen aus, wie sie Monica beikommen soll. Ja, man kommt nicht umher zu vermuten, dass ihr die Ideen bereits ausgegangen sind und diese feige Flucht primär dazu dient Zeit zu schinden, um nachdenken zu können. Und wie Miria das macht, da blickt sie in die richtige Richtung, hält inne, lächelt kurz und flieht dann weiter – nun geradezu demonstrativ panisch. Monica Shade verfolgt Miria weiter und registriert natürlich auch, dass sich Mirias Verhalten verändert hat. Was hat Miria vor? Wo flüchtet sie mit gespielter Panik und tatsächlicher Berechnung hin?

Zum Kommentatorenpult.


Zu Lady Rosi.


Monica geht ein paar Schritte schneller, beginnt zu laufen und Miria nimmt dies zum Anlass selber zu laufen… und über die eigenen Füße zu stolpern, wobei sie 
ganz ungeplant mit den Armen rudert, wie sie fällt und dabei absolut zufällig Lady Rosi mit der Hand erwischt, die davon genug Schwung mitkriegt, dass sie nicht nur vom Kissen fällt, sondern… vom Kommentorenpult herunter rollt und auf den Boden fällt.

Ein lautstarkes Raunen geht durch die Fans, während Teil 2 von Mirias Masterplan ausgeführt wird. Der Zeitnehmer ist von seinem Platz geflohen, als Miria mit den Armen fuchtelnd in seine Richtung gefallen ist und Miria stößt nun komplett versehentlich dessen Stuhl in Richtung Monica. Anders gesagt will Miria, dass Monica in einem Moment der Wut den Stuhl nimmt und Miria überzieht, auf dass es den Sieg durch Disqualifikation für Miss Eternity gibt. Miria sieht, wie Monica sich dem Stuhl und ihr nähert, bereitet sich auf den Einschlag vor… aber der kommt nicht.

Miria guckt etwas verdutzt aus der Wäsche als Monica sie komplett ignoriert, sich bebend über Lady Rosi beugt und den ringnahen Mediziner herbeiruft. Der guckt noch dümmer aus der Wäsche als Miria. Soll er jetzt ernsthaft ein Stoffschwein untersuchen kommen? Das kann Monica nicht ernst meinen… oder? Als Monica von Lady Rosi zum Mediziner blickt mit einem intensiven Blick, der Unheil verspricht, da weiß der Mediziner, dass die Sache ernst ist. Zumindest für Monica – und ganz sicher auch für ihn, wenn er jetzt nicht seinen Job macht. Also eilt er zu Lady Rosi, begutachtet sie behutsam, nimmt sie ganz vorsichtig vom Boden, streichelt ein paar Fussel von ihr und setzt sie wieder auf das Kissen. Ein Check später gibt der Mediziner Entwarnung, sehr zur Erleichterung von Monica, deren Blick nun Miria sucht. Die Fans chanten bereits „you fucked up“ in der freudigen Erwartung, dass Monica ihrer Gegnerin jetzt noch heftiger aufs Maul gibt als eh schon… aber der Ringgong ertönt und Miria Saionji gibt Fersengeld. Monica ist mittlerweile ausgezählt worden und Miria Saionji ist die Siegerin durch Count Out. Eine Siegerin, die jetzt wirklich Distanz zwischen sich und Monica wissen will und ohne zurückzublicken, zu feiern oder sonst etwas zu tun gen Backstage entschwindet, auf dass Monica sie dort nicht findet. Miria Saionji ist hier und heute die Siegerin und damit muss Monica ihre Assistentin werden. Und doch kommt man nicht umher zu vermuten, dass Miria hier langfristig den vielleicht ersten Fehler ihrer Karriere gemacht hat...




Pete: „Uns hat eine Szene erreicht, die wohl zu früher aufgenommen wurde.“

Sven: „Schauen wir mal, was da passiert ist.“


Bella Venera: „Wir sollen in Raum 169.“


Bella lächelt leicht, als sie ihre Hand in die ihres Freundes Iokepa gleiten lässt. Gemeinsam sind sie gerade in der Halle angekommen, haben ihre Kabine erfragt und gehen nun zielstrebig durch die langen Korridore der SAP Arena in Mannheim. Überall präsent…das Logo des neuen und aktuellen PPVs…GFCW NEW LEVEL. Ihre Blicke sind fokussiert, schließlich steht heute ihr wichtiges Match gegen Stella Nova und Mad Dog auf der Card – ein Match, das sie unbedingt gewinnen wollen.


Als die beiden am Ende eines Flures abbiegen, scheinen sie ihr Ziel erreicht zu haben. Doch als sie ums Eck biegen laufen die beiden sprichwörtlich vor eine Wand. Bella fällt rücklings zu Boden. Sie sitzt auf ihrem Hosenboden und schaut erschrocken nach oben. Iokepa steht sichtlich geschockt und wie eingefroren da.


Ach ihr beiden seid es…“

Und hey…wieso sitzt du da auf dem Boden…??“


Iokepa steht vor Tha Bomb und Titan. Die beiden wirken nicht so elegant wie sonst. Sie tragen Arbeitskleidung. Auf dem Shirt steht in großen Buchstaben „T´n`B Inkasso… Abbruch und Umzug inklusive“.


Der Hawaiianer mustert die Zwei, ob eine Attacke zu erwarten ist. Dann hilft er seiner Freundin Bella Venera sich wieder aufzurappeln. Beide stellen sich jetzt gegenüber von T’n’B auf. Sie wirken mutig. Schauen die beiden kampfbereit an.


Iokepa: „WAS wollt ihr hier? Habt ihr nicht andere Gegner vor der Brust?“


Tha Bomb räuspert sich.


Tha Bomb: „ENTSCHULDIGUNG!!!“


Er hebt provokant abwehrend die Arme. Natürlich mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Ironie.


Titan: „Wir wurden gerufen, um einen Umzug und Renovierungen auszuführen. Aber ich hab das doofe Gefühl, dass wir uns in der Kabine vertan haben.“


Er hebt die Hand, mit der er einen Türgriff samt des dazugehörigen Stückchens Tür festhält. Tha Bomb sieht sich nochmal das Schild an, was er in der Hand hält.


Tha Bomb: „Raum 169…wisst ihr wem der gehört?“

Titan: „Naja…ich denke, dass es hier noch ne Rechnung geben wird, WENN es denn der falsche Raum war.“


Er lässt das Schild fallen und die beiden gehen an Iokepa und Bella vorbei. Als die beiden knapp hinter den beiden sind, erhebt Tha Bomb nochmal das Wort.


Tha Bomb: „Falls ihr wisst, wem die Kabine gehört, sagt Ihnen, dass es uns leid tut“


Er lacht laut.


Titan: „Ja… genau…Und wenn die Rechnung nicht endlich bezahlt wird, gehen die Renovierungsarbeiten weiter. Diesmal jedoch nicht mehr so glimpflich.“


Die Blicke der Modern Erasers verfinstern sich, als sie T’n’B hinterher starren.


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Genau in diesem Moment lässt uns die Regie ein weiteres Mal in den Raum blicken, der zu einem früheren Zeitpunkt der Show von Titan und Tha Bomb zerstört wurde. Zerschlagene Schränke, umgestoßene Bänke, Holz- und Glassplitter überall auf dem Boden. Das reinste Chaos. Inmitten dessen steht Iokepa mit einem Regalboden in der Hand, für den er den rechten Platz zu suchen scheint, aber nicht findet.


Ganz schöne Scheiße, huh?!“


Erschrocken fliegt der Blick des Hawaiianers herum. Und sogleich schaut er in die Augen einer Töle, die ihn halb schadenfreudig halb mitleidig anschaut. Entspannt lehnt MD am Türrahmen, während sich die Hand Iokepas in das Holz des Regalbodens krallt. Schließlich ist es nicht die Situation, in der er sich seinem kommenden Gegner unmittelbar vor dem Match zeigen wollte.


Mad Dog: „Es sieht so aus, als wären eure Pläne nach hinten losgegangen. Ich weiß nicht, wie du das siehst, aber meiner Meinung nach hast du dich eindeutig mit den Falschen verbrüdert.“


Der Surfer beißt sich auf die Unterlippe, während seine Augenbrauen wütend hinabrutschen.


Iokepa: „Ich habe mich nicht mit T’n’B verbrüdert!“


Erbost schmettert er das Stück Holz auf den Boden.


Iokepa: „Und ihre Attacke auf Zerbeus hat uns auch nicht geholfen! Wir hätten drei ehemalige Stars an einem Abend besiegen können, wenn diese Spinner nicht gewesen wären. Drei Männer, die jetzt ohne unser Zutun, ihr wahres Gesicht gezeigt haben, indem sie sich heillos miteinander zerstritten haben! Wer hätte gedacht, dass der große Mad Dog doch zu egoistisch ist, um seinen Platz zu räumen und sich unterzuordnen? WIR! Ich! Ich habe es von Anfang an gesagt.“


Ein Mundwinkel des Night Fighters zuckt kurz nach oben, während er sich an das Gespräch mit Zereo Killer in Nürnberg zurückerinnert. Dann aber schüttelt er die dunklen Gedanken fort und drückt sich vom Türrahmen ab, um sich Iokepa entgegen zu stellen.


Mad Dog: „Wenn du wirklich etwas in diesem Geschäft werden willst, wirst du früher oder später mit denselben Dämonen kämpfen müssen, wie Mike und ich das tun. Das ist nicht egoistisch, das ist… überleben.“


Die dunklen Augen der Töle fixieren seinen jungen Rivalen, während ihre Lehre im Raum nachhallt.


Mad Dog: „Im Übrigen meinte ich eben nicht T’n’B! Ich meinte, dass es falsch von dir war, sich mit Bella und Ben zu verbrüdern!!! Streit kann reinigen, Streit kann Inneres nach außen bringen, kann einem zeigen, was einem wirklich wichtig ist, ja, wer einem wirklich wichtig ist. Aber in sich reinfressen? Schlucken? Die eigenen Ideen und Ideale hinten anstellen?! Huh?!“


Die Augen der beiden treffen sich für einen Moment. Dann deutet der Hund mit dem Kopf zur Seite… auf jenes Holz, auf dem deutlich die Abdrücke der Fingernägel Iokepas zu sehen sind und an dem nun auch der Blick des jungen Hawaiianers haften bleibt.


Mad Dog: „Wer sich unterordnet, wird auch schnell ausgenutzt… Oder wo sind deine beiden Verbündeten, huh?! Lassen sie dich wieder die Drecksarbeit erledigen?“


Einem tiefen Einatmen folgt ein ebenso lautes Ausatmen bei Iokepa. Er schließt die Augen, denn er weiß, dass der Night Fighter den Finger auf die Wunde gelegt hat, die ihn seit Wochen schmerzt.


Iokpea: „Bella will uns eine neue Kabine besorgen und Ben… Ben wird sicher bald auftauchen!“


Es klingt wie eine Entschuldigung. Und das fuckt ihn ab.

Der Surfer fletscht die Zähne, was sein Genervt-Sein nur noch deutlicher macht. Entschlossen geht er auf MD zu.


Iokepa: „DU!“


Simargl streckt unschuldig die Arme zur Seite aus, während Iokepas Finger auf ihn deutet.


Iokepa: „Du willst einen Keil zwischen uns treiben! Du willst, dass ich sie hintergehe! Aber diesen Gefallen tue ich dir nicht! Nur weil du erkannt hast, dass du gleich keine Chance hast, dass du zusammen mit dem Leitstern von den Modern Erasers ausradiert wirst. Ja, es ist die Angst vor der Niederlage, die dich hierher geführt und deine scheiß psychologischen Spielchen spielen lässt! Fahr zur Hölle, Hund! Fahr zur Hölle!“


Die Spucke des Surfers fliegt dem Night Fighter entgegen, den die wütenden Blicke des Jungen erbost erwidert.


Mad Dog: „Scheiße! Ich dachte, du bist schlauer, als den Mist deiner Verbündeten nach zu labern.“


Die Töle schüttelt den Kopf und kickt ein paar weitere Bretter weg.


Mad Dog: „Ich hätte mich wirklich gerne mit dir gemessen. Fair und square. Bei der Anniversary Show. Aber du musstest dich ja mit diesem Ben Slate einlassen, dich von ihm manipulieren lassen! Wo ist der Iokepa, der sich mir vor der AS Show so mutig in den Weg stellte?! Wo ist der Iokepa, der allein die GTCW dominiert hat? Hat dir Bella das Gehirn aus dem Leib gefickt?“


Verzweifelt schmettert nun auch noch die Faust des Hundes gegen die Wand.
Dann ein weiteres Kopfschütteln und ein erbost grollendes Ausatmen.


Mad Dog: „Hör auf mit diesem Quatsch, dass das Office dich unten halten will. Du hälst dich selbst unten.“


Ein letztes Mal schaut MD direkt zu Iokepa.


Mad Dog: „Ich weiß nicht, ob es Ironie ist – aber, dass Titan und Tha Bomb erst meine Verbündeten aus dem Rennen nehmen und nun dafür sorgen, dass meine Gegner einen Denkzettel bekommen, ist schon sonderbar, huh?! Ich habe meine Lehren daraus gezogen und das Bündnis mit Zerbeus aufgelöst. Was sind deine Erkenntnisse, Iokepa?“


Der Hawaiianer hält dem Blick der unbekannten Konstante nicht Stand, er schaut nachdenklich zu Boden. Nur noch hörend vernimmt er die Schritte der Töle, wie sie den Raum verlässt.




Kyle Douglas, Mr. Unpinnable steht beim rasenden Reporter MacMüll. Der junge Kanadier scheint mehr als bereit für den Titelkampf heute Abend. Bereits in seiner üblichen Ringgarderobe steht er da und schnauft. Er kann scheinbar kaum noch an sich halten….


MacMüll: „Kyle, nachher stehen sie endlich in ihrem ersten Singles Title Match. Der Intercontinental Title steht auf dem Spiel!“

Kyle: „Gut erkannt, Mac. Und ich habe sehr lange auf diesen Tag mich vorbereitet. Ich bin in absoluter Topform und habe vor nicht allzu langer Zeit auch einen starken Champion Zac Alonso bezwungen. Heute ist die Nacht, in der es passieren wird.“

MacMüll: „Ah, das erinnert mich an meine Schulzeit. Aber es geht heute nicht nur gegen Zac Alonso…“

Kyle: „Das ist leider so. Auch Milly Vermillion ist im Match. Das wird ein schwieriges Unterfangen. Nicht nur habe ich vor Milly einen Heidenrespekt. Es wird auch herausfordernd die dritte Person immer in Schacht zu halten. Und erschwerend kommt noch hinzu, dass da Switzenberg auch noch seine Finger im Spiel hat. Ich habe schon viele mysteriöse Entwicklungen in der GFCW mitbekommen und heute Abend scheint sich da ja wieder allerlei Spektakuläres anzukündigen?“

MacMÜll: „…Verstehe. Wie gehen sie als Mensch damit um?“

Kyle: „Ja, gut. Tolle Frage übrigens. Ich wein mich jetzt nicht jede Nacht in den Schlaf, aber es ist mir auch mittlerweile egal. Ich werde heute Abend den Bock umstoßen und Feierabend! Ich hole mir das Gold, weil es mit gebührt. Ich mag Zac, er ist ein anständiger Kerl. Bei Milly bezweifele ich, dass es noch zu einer lebenslangen Freundschaft kommt. Aber auch egal. Ich werde auch heute nicht gepinnt, dafür aber das große Gold um die Hüften tragen. Dann ist es mir auch egal, wer das EI innehält. Ich bin da mental ganz entspannt.“

MacMüll: „Danke, Kyle. Wir geben wieder zurück an die Regie!“