Auch,
wenn er sein Match bei New Level verloren hat und Game Over ging,
wird Ask selbstredend mit einem tobendem Applaus empfangen. In
Deutschland, in Schweden und offenbar auch in Portugal. Ein
wahrhafter Main Character halt.
Sven:
„Da kommt er, der GROßE Verlierer von New Level! Seht
ihn euch an, diesen Versag…“
Pete:
„Und ich frage dich nochmal: willst du wieder geworfen
werden?“
Sven:
„Seht ihn euch an, diesen überdurchschnittlichen
Wrestler, der beim PPV dann doch den Kürzeren gezogen hat.“
Pete:
„Besser, aber das bekommen wir schon noch hin. Egal. Ask
mag verloren haben, aber so ist das nun mal, beim guten, alten
Ask. Er gewinnt, er verliert, dann gewinnt er wieder und
vielleicht folgt daraufhin die nächste Niederlage…
aber unterkriegen lässt er sich nicht. Ask macht immer
weiter.“
Und
so tritt der Schwede nun auf die Stage, in recht zerrütteter
Klamotte, also scheint er zumindest nicht für ein spontanes
Match hier zu sein, sondern vielmehr dafür um zu verkünden,
wie genau es weiter für ihn geht, so wie es Pete gerade eben
angedeutet hat.
Allerdings…
wirkt Ask nicht sonderlich glücklich, sondern eher etwas
niedergeschlagen, ernüchtert, unmotiviert… traurig?
Aber gut, so fühlt man sich halt, wenn man ein wichtiges
Match verloren und damit auch ein wenig seine Chance vertan hat,
wieder um den World Title anzutreten.
Egal.
Ask läuft zum Ring, hier und da klatscht er trotzdem mit
einigen Fans ab, bevor er das Seilgeviert über die
Ringtreppe betritt. Auf der zweiten Stufe bleibt er kurz stehen,
um mit seinem Blick durch die Zuschauerränge zu gleiten,
bevor er schließlich durch die Seile in den Ring tritt.
Dort bleibt es nun aber aus, noch einmal auf dem Turnbuckle zu
posieren, stattdessen empfängt er ein Mikrofon und so stellt
er sich bereit.
Sven:
„Naja, da sind wir mal gespannt.“
Pete:
„Also ich bin es tatsächlich, vielleicht wird Asks
nächstes Ziel nicht der GFCW World Title, aber irgendwas
wird er schon im Sinn haben und was, das wird er uns sicher jetzt
erzählen.“
Die
Fans jubeln nach wie vor lautstark auf. Sie schreien Asks Namen
lautstark durch den gesamten Campo Pequeno.
Ask
scheint sich darüber zu freuen… oder zumindest, als
wolle er sich darüber freuen, aber… als könne er
es nicht so wirklich. Es ist offensichtlich, dass ihm etwas auf
der Seele liegt und so freudig ihn der Zuspruch der Fans auch
stimmt, so schafft es nicht einmal dieser, ihn davon abzulenken.
Ist
der Frust über die Niederlage diesmal so groß?
Die
GFCW-Galaxy scheint sogar mitzubekommen, dass Ask etwas down ist
und sofort scheinen sie noch mehr dagegen ankämpfen zu
wollen.
„ASK!
ASK! ASK!”
„ESTAMO
CONTIGO“
„FORçA
ASK!“
Es
schallt also massiven Zuspruch für Skógur durch die
Halle und damit schafft man es tatsächlich sogar, dem Main
Character ein Schmunzeln abzugewinnen… und schließlich…
ergreift er auch endlich das Wort.
Ask
Skógur: „Vielen Dank, Leute.“
Ask
unterstreicht seinen Dank mit einem wertschätzenden Grunzen.
Ask
Skógur: „Nach über vier Jahren… erstaunt
es mich immer noch, wie gut ihr zu mir seid. Und das offenbar auf
der ganzen Welt. Coole Nummer.“
Ask
tippelt immer mal hin und her, zwischendurch fährt er sich
zudem verlegen durchs verzottelte Haar.
Ask
Skógur: „Tja… und das offenbar auch, nachdem
ich mal wieder versagt habe.“
Ask
will hier wohl nicht wirklich nach compilments fishen, allerdings
ruft diese Aussage neuerlichen Zuspruch des portugisischen Teils
der Galaxy hervor.
„ESTAMO
CONTIGO“
„FORçA
ASK!“
Wieder
lächelt Skógur.
Ask
Skógur: „Nein, Mann, keine Angst. Ich nehms
gelassen. Ich weiß das doch selber und ich habs ja auch dem
jungen Pexianer gesagt, Niederlagen gehören dazu. Manchmal
gewinnt man, manchmal verliert man, so ist das Leben. In der
echten Welt und in der Wrestlingwelt.
Wichtig
ist nur der Blick nach vorn und wie es weitergeht.“
Wieder
jubeln die Fans auf, denn das ist genau das, was sie von ihrem
Liebling hören wollen.
… doch
dabei… schnauft Ask noch einmal durch, bevor sein Gesicht
wieder zusammenfällt.
Ask
Skógur: „Aber manchmal… tja… da…
da… da geht es eben auch mal nicht weiter.“
Mit
einem Ruck scheinen die Jubelrufe nun Schritt für Schritt zu
verstummen.
Ask
Skógur: „Hmm. Leider… habt ihr richtig
gehört. Ich habs eben schon mal gesagt, vor über vier
Jahren habe ich meine Reise begonnen. Meine Reise aus dem Wald,
in die Zivilisation. Ich hab das Leben in der Wildnis gemeistert
und brauchte ne neue Herausforderung und Mann, was war das für
eine gewaltige Herausforderung, der ich mich da gestellt habe. Ob
ich die auch gemeistert habe? Tja, Mann, keine Ahnung. Aber ich
weiß nur, dass ich jetzt wieder zurückgehen muss. Aus
der Zivilisation, zurück in den Wald. Nicht nur für gut
ne Woche, sondern für etwas länger.“
Und
mit einmal ändert sich das Stimmungsbild. Aus Jubel, wird
ein verzweifelter Hybrid aus Buh-Ruf und Trauerbekundung –
nicht, weil man Ask nicht mag, sondern, weil man nicht mag, was
Ask hier andeutet. Und Ask sieht so aus, als hätte er
gewusst, was kommt.
Ask
Skógur: „Leute, ich dachte mir, ich lass die Bombe
erstmal platzen, aber natürlich will ich euch erzählen,
was ich damit meine, wieso, weshalb und warum. Also gebt mir ne
Minute, ok?“
Der
Schock sitzt tief, aber die Liebe der GFCW-Galaxy zu Ask ist zu
groß, als, dass man ihm diesen Gefallen verwehren würde.
Die
Reaktionen verstummen.
Ask
grunzt. Mit einer Mischung aus Traurigkeit, aber auch aus
Erleichterung.
Ask
Skógur: „Am 05.12.2021 hab ich meine erste
Grußbotschaft an die GFCW geschickt. Damals habe ich
gesagt, dass ich mich auf euch freue. Ich hatte natürlich
keine Ahnung, was das bedeuten und was auf mich zukommen würde,
aber… ich habs so gemeint, wie ichs gesagt habe. Ich habe
mich gefreut. Und in den viereinhalb Jahren, die darauf folgten,
da… da habe ich sämtliche Gefühle mitgemacht.
Ich
hab mich gefreut, ich hab getrauert, ich war verzweifelt, ich war
WÜTEND, ich war ganz unten, ich war ganz oben. Ich war
Herausforderer, ich war Champion. Ich war Verlierer, ich war
Sieger.
Vor
allem, war ich aber immer ich selber.“
Erneut
ein Aufschrei an Jubel aus dem Publikum.
Ask
Skógur: „Mit allem, was dazugehört.
Kein
Ahnung, ob ihr das nachvollziehen könnt, aber, wenn man mal
ne Weile allein da draußen in der Wildnis ist, allein mit
sich und seinen Gedanken, dann lernt man sehr viel über
sich. Darüber wie man denkt, wer man ist, über seine
tiefsten Abgründe und über all das, was man leisten
kann, wenn es drauf ankommt.
Und
trotzdem… oder gerade weil ich so oft allein da draußen
war, muss ich sagen… habe ich wohl nie so viel über
mich gelernt, wie in meiner Zeit hier, in der GFCW. Und, bei
allem, was mir heilig ist, das schwöre ich euch.
Ich
war so oft niedergeschlagen, habe mich so oft verloren gefühlt,
wusste so oft nicht weiter. So oft stand ich davor alles
hinzuwerfen und nicht weiterzumachen. Aber… ich tat es.
Wieder und wieder. Und wieder.
Ich
hab gekämpft, gegen die besten Wrestler dieser Liga und
gegen meinen größten Feind, meinen Erzfeind, den
schlimmsten Feind, den ich mir nur wünschen kann: gegen mich
selbst. Ich musste meine Grenzen austesten und sie überwinden,
ich musste mich mit meinen Schwächen auseinandersetzen und
sie zu akzeptieren lernen und ich musste besser werden. Ständig
und stetig. Immer wieder. Und besser werden bedeutet nicht, dass
ich bessere Erfolge erziele und mehr Matches, mehr Titel gewinne.
Ich musste einfach wachsen. Ich musste mich selbst akzeptieren.
Und das heißt, dass man akzeptiert, dass man nicht perfekt
ist. Das heißt, dass man die eigene Imperfektion zu
schätzen und zu lieben lernt.
Ach
Mann, keine Ahnung, was ich da rede…“
Ask
schnieft erneut.
Ask
Skógur: „Habe ich das geschafft? Hmm. Keine Ahnung.
Sicher… schafft man das nie… so richtig. Und genau
das ist der Punkt. Nur so kann man immer weiterwachsen und immer
besser werden. Man verändert sich, man wird weiser, aber
Fehler wird man immer machen und aus diesen kann man nur lernen,
verzweifeln sollte man daran aber nie.
Deshalb
glaubt mir, wenn ich sage, dass dieser Abschied nicht auf der
Niederlage gegen Danny Rickson basiert. Auf keinen Fall.
Wirklich. Das ist ok für mich, ich habe vorher verloren und
werde es wieder tun.
Aber
trotzdem… brauche ich jetzt ne Pause. Viereinhalb Jahre
und auch, wenn ich immer mal wieder ne Zeit weg war… war
ich konstant dabei. Ich habe gegen viele Leute gekämpft:
Danny Rickson, Aiden Rotari, Robert Breads, Alex Ricks, Antoine
Schwanenburg, der Puppenspieler, Zane Levy, Lionel Jannek…
natürlich Holly Hutcherson… ich habe Titel gewonnen,
wie den Intercontinental Championship und natürlich auch den
GFCW World Championship… und ich habe viele…
Freunde… so weit man das im Rahmen dieses Business so
nennen kann… gewonnen: Thomas Camden, Viggo, Monica Shade,
Ladi Rosi, Jona Pexianer… und aus all diesen Gründen,
ist jetzt erstmal Schluss.
Ich
brauch ne Pause, ich muss mich aufladen, ich muss regenerieren.
Ich
bin losgezogen, um in der „echten Welt“ zu bestehen
und das habe ich getan, jetzt muss ich schauen, ob ich auch noch
in „meiner Welt“ klar komme und das nicht, wenn sie
nur mein Rückzugsort, zwischen den Shows ist, sondern dann,
wenn sie der Mittelpunkt meines Lebens ist.“
Asks
Worte wirken inzwischen nicht mehr aus einer Trauer heraus
gesprochen, jetzt wirkt es vielmehr so, als sei eine Last von
seinen Schultern gefallen und als würde er jetzt mit einer
aufrichtigen Erleichterung sprechen. Als wäre er zufrieden,
glücklich und vor allem dankbar.
Und
die Fans jubeln inzwischen auch wieder, wenn auch, wie man an
vielen Shots auf einzelne GFCW-Fans, mit dem ein oder anderen
Tränchen in den Augen.
Ask
Skógur: „Ich weiß, das ist nicht das, was ihr
hören wolltet. Sicher wolltet ihr hören, dass ich
weiter an meiner Mission arbeite, den GFCW World Championship
zurückzugewinnen, aber manchmal… funktioniert das
Leben eben nicht so, wie man will. Und das ist in Ordnung.
Und
wenn ich eines in dieser Welt hier gelernt habe… naja, ist
schon einiges was ich gelernt habe, aber, worauf ich jetzt hinaus
will ist… nichts… ist für immer. Auch nicht
diese Pause.
Ihr
könnt euch sicher sein, dass ich wiederkomme. Ihr könnt
euch sicher sein, dass ich diesen verdammten GFCW Titel
zurückerobere und ihr könnt euch sicher sein, dass die
GFCW ihren Main Character zurückbekommt. Jetzt bin ich weg,
aber keine Sorge… ich komme wieder…“
Erneut
ein Aufschrei an Jubel…
Ask
Skógur: „… und zwar… im Jahr des
Hirsches…“
Ask
lässt das Mikrofon fallen. Wann das nächste Jahr des
Hirsches ist, sagt er nicht, wer weiß schon, wie Asks
Zeitrechnung funktioniert. Ist es in ein paar Wochen? In ein paar
Monaten? 2027 ist das chinesische Jahr des Feuer-Schafs, also
auch euer unwahrscheinlich… kurz gesagt: man weiß
nicht, WANN Ask zurückkommt, aber allem Anschein nach kommt
er zurück.
Irgendwann.
Jetzt
steigt Ask dann doch auf den Turnbuckle, von wo aus er sich noch
einmal feiern lässt.
Pete:
„Weinst du?“
Sven:
„… ich… ich… ich glaube heute ist mein
Glückstag… also… ja… ja ich weine. Weil
Ask ENDLICH weg ist…“
Pete:
„Naja… so wirkt es aber nicht. Die Tränen
kullern schon die ganze Zeit und ich hab auch den schockierten
Gesichtsausdruck gesehen, als Ask verkündet hat er würde
gehen… Sven… kann es sein, dass du Ask vermissen
wirst?“
Pete:
„Ich für meinen Teil werde es. Ask war nicht umsonst
einer der größten Stars der letzten Jahre und wann
immer er auch zurückkommen wird, ich bin mir sicher, er wird
wieder einschlagen wie eine Bombe. Und du wirst dir, nachdem dein
liebster Wrestler Aldo und nun auch dein vermeintlich größtes
Hassobjekt, Ask weg sind… neue Leute suchen müssen.“
Sven:
„…“
Ask
hat den Ring verlassen und ist nun tatsächlich auch bei Pete
und Sven. Er reicht Sven die Hand, bevor er auch bei Sven
vorbeischaut. Er hält ihm die Hand für einen Fist-Bump
hin, allerdings weiß Sven noch, was passiert ist, als Ask
das schon mal angedeutet hat. Der wird doch nicht nochmal oder?
… nein,
diesmal nicht. Das scheint Asks Friedensangebot zu sein. Sven
schlägt also ein…
… aber
Ask zieht wieder weg. Mit einem Schmunzeln verabschiedet er sich
bei Sven, bevor er zu Laura geht. Diese umarmt er zur
Verabschiedung, bevor er auch den Referees die sich dort gerade
tummeln, die Hand gibt.
Anschließend
läuft Ask um den Ring herum. Er klatscht bei so vielen Fans
wie möglich ab und erst, als er gefühlt jeden Fan
abgeklatscht hat, der gerade für ihn erreichbar ist, läuft
er die Stage hinauf, selbstredend wiederholt er das dort auch.
Nach
einer gefühlten Ewigkeit ist er oben angekommen. Mit einem
finalen Blick in die GFCW-Galaxy dreht sich Ask schließlich
um und verschwindet hinter dem Vorhang.
„THANK
YOU ASK“
Ein kurzer Werbespot erscheint.
GFCW
World Championship Open Challenge The End (c) vs. Night
Fighter Mad Dog
Referee: Jack Bobo
Dröhnend
scheppern die Klänge von Lynyrd Skynyrd durch die Halle
und die Menge jubelt erneut lautstark – selbst wenn es
das dritte Mal am heutigen Abend ist, dass sie den Night
Fighter in der Halle zu Gesicht bekommen. Und nochmal lauter
wird die Meute, als der verrückte Hund den Vorhang
beiseiteschiebt und erneut ins Campo Pequeno hinaustritt.
Broken
bones,
broken hearts
Stripped
down and torn apart
A
little bit of rust - I'm still runnin'
Countin'
miles,
countin' tears
Twisted
roads, shiftin' gears
Year
after year - it's all or nothin'
Der
Night Fighter nickt nur kurz in Richtung der Zuschauerränge,
dann geht er zielstrebig in Richtung Ring. Seine Gedanken
streifen nochmal das Gespräch mit The End zu Beginn der
Show. The End hatte sich gegen die schärferen Worte der
Töle verteidigt, aber dies war der unbekannten Konstante
klar – The End hält den Titel und damit alle
Argumente auf seiner Seite. Doch
heute Abend will die Töle diesen Umstand ändern.
But
I'm not
home,
I'm not
lost
Still
holdin' on to what I
got
Ain't
much left
No
there's so
much that's
been stolen
Kurz
vorm Squared Circle bleibt er stehen. Ein paar Fans verneigen
sich mit großer Geste vor dem Mann, den sie selbst
schon seit Kindheitstagen kennen. Aber auch das scheint MD
kalt zu lassen, kurz streicht er über die getapten Hände
– es sitzt alles. Es bereit für diesen Titel.
Dann
slidet er in den Ring, läuft ein paar Mal in die Ropes.
I
guess I've lost everything I've had
But
I'm not
dead,
at least not
yet
STILL
ALONE,
STILL
ALIVE,
STILL
UNBROKEN
I'm
still alone, still alive,
I'm
still unbroken
Die
letzten Worte des Chorus flüstert der mehrfache World
Champion fast unmerklich mit. Dann geht er in seine Ringecke
und starrt in Richtung Entrance, von wo aus der GFCW World
Champion kommen wird.
Pete:
„Main Event Zeit und damit beginnt nun gleich, die
nicht mehr ganz so open Challenge.“
Sven:
„Ein Match, was von der Paarung her, so ungern ich es
auch zugebe, ziemlich vielversprechend klingt, sollte man
meinen. Champion The End gegen Herausforderer Mad Dog. Sind
die Beiden nach ihren Matches bei New Level wirklich fit
genug, ist die große Frage.“
Pete:
„In ihrem Aufeinandertreffen zu Beginn der Show klang
es zumindest danach, beide wissen, dass es hier um den
wichtigsten Titel der GFCW geht und deshalb werden sie alles
geben, um diesen Titel entweder zu behalten oder zu
gewinnen.“
Sven:
„Dann schauen wir mal, ob Mad Dog es schafft den schier
unaufhaltsamen The End aufzuhalten. Er ist schließlich
kein Aldo Nero, also stehen die Chancen schlecht, aber
unmöglich ist es nicht.“
Die
Halle wird dunkel, der Spot erscheint auf der Stage, so wie
schon zu Beginn der Show. Dort hat The End noch über New
Level und die heutige Herausforderung gesprochen, die
eigentlich erst jetzt hätte angenommen werden sollen,
aber Mad Dog hat es Schlau angestellt und die Herausforderung
akzeptiert, bevor es irgendjemand anderes konnte.
Campo
Pequeno bebt, während End nun in den Spot tritt, in der
Lederjacke, Wrestling-Gear und mit dem GFCW World
Championship um die Hüften geschnallt. Erst vor zwei
Wochen musste er den Titel aufs Spiel setzen und jetzt wird
er es heute bereits wieder tun und das gegen die
Wrestling-Legende Mag Dog, die schon verschiedene Erfolge
erzielt hat. Wird nun auch noch der Gewinn des GFCW
Titelgoldes dazugehören?
End
läuft die Stage hinab in Richtung Ring, unter dem
tobendem Applaus der portugiesischen GFCW-Fans, wieder ohne
zu reagieren, aber durchaus zu registrieren.
Pete:
„Mad Dog hat es schlau angestellt, er hat die Open
Challenge angenommen, bevor ihm jemand zuvorkommen konnte
oder sich zumindest dafür empfohlen und da The End
bereits zu Beginn des Jahre Interesse daran bekundet hat,
dass er gern gegen Mad Dog antreten würde, war es
natürlich zu erwarten, dass er diese
Interessensbekundung annehmen wird.“
Sven:
„Und wieso wollte The End dieses Match? Weil er Mad Dog
als Trophäe in einem Schrank will, in dem auch Siege
über Robert Breads, Alex Ricks, Drake Nova Vaughn, Zereo
Killer und viele andere GFCW-Größen stehen. Da
fragt man sich ja wirklich, ob es ihm tatsächlich um das
Wohl der GFCW geht oder vielleicht doch um sein eigenes Ego?“
Pete:
„Echt Sven, ich bin sogar etwas überrascht, das
könnte eine treffende Analyse sein, ich persönlich
glaube allerdings an The End und daran, dass ihm die GFCW
tatsächlich am
Herzen
liegt und er für diese Liga das beste will und ein
solches Match bei einer War Evening ist ein eindeutiges
Plädoyer dafür.“
Sven:
„Und aus Gründen wie diesen, bist du auch nur die
Nummer 3 an diesem Kommentatorenpult.“
Pete:
„Wer ist denn Nummer 2?“
Sven:
„Das WAR James Corleone, als er hier noch ab und an mit
saß, bis ihn dieser Banause namens End vergrault hat,
in diesem Sinne bin ich voll für Mad Dog!“
Pete:
„Da ist er, der alte Sven.“
End
hat den Ring inzwischen erreicht, ihn betreten und bereits
Mad Dog ins Visier genommen. Man könnte fast meinen,
dass dies The Ends erste Titelverteidigung ohne weitere
Komplikationen ist: erst stand er in einem Three Way Dance,
dann musste er mit Shelly Nafe an der Seite klarkommen und
selbst in seinem Titelgewinn war James Corleone mit im Spiel.
Heute heißt es aber tatsächlich 1 gegen 1, ohne
Diskussion.
Laura:
„Meine Damen und Herren, das nächste Match ist
angesetzt für einen Fall und geht um den GFCW World
Championship! Begrüßen Sie mit mir gemeinsam, mit
einem Gewicht von 114 kg, aus Berlin, Deutschland, den
Herausforderer… MAD DOG!“
Mad
Dog bleibt komplett fokussiert und auf The End gerichtet, er
weiß, was hier auf dem Spiel steht und er weiß
auch, dass das hier keine Side Quest ist, wie The End es
angedeutet hat. Er mag gerade auf vielen Hochzeiten des
Wrestling-Business tanzen, aber er weiß um die
Wichtigkeit von dieser hier durchaus Bescheid.
Laura:
„Und sein Gegner, mit einem Gewicht von 108 kg, aus…“
Bevor
Laura weitersprechen kann, unterbricht The End sie. Er geht
auf sie zu und scheint ihr etwas zu sagen, was für eine
kurze Verwirrung bei Mad Dog sorgt, aber nicht weiter
auffällt, Laura nickt End zustimmend zu, bevor dieser
zurück zu seiner Position geht.
Dabei
verzieht End keine Miene, es ist vielmehr eine
Selbstverständlichkeit, vor allem in seiner Position,
dass geschieht, was er will.
Laura:
„Meine Damen und Herren, The End hat mich so eben
darauf hingewiesen, dass auch wenn er ursprünglich aus
Hamburg, in Deutschland kommt, er an einem anderen Ort groß
geworden ist, der vor allem im Rahmen dieser Tournee eine
besondere Bedeutung hat. In diesem Sinne, der Gegner von Mad
Dog, mit einem Gewicht von 108 kg, … aus Corleone,
Sizilien, er ist der GFCW World Champion… THEEE
ENDDD!“
Hamburg
ist Ends Ursprung, Sizilien ist mehr oder weniger der Ort, an
dem The End zu dem geworden ist, der er heute ist und da wir
uns auf direktem Wege nach Sizilien befinden, kann der
Champion auch genau so angekündigt werden.
End
streckt den Gürtel in die Luft, bevor er ihn an Jack
Bobo übergibt, der ihn noch einmal an End und Mad Dog
zeigt, bevor es auch schon losgehen kann.
~
Ding Ding Ding ~
Es
erübrigt sich wohl, noch einmal zu erwähnen, wie
sehr die Stimmung hier im Campo Pequeno in Lissabon bebt.
Ihnen wurde eine Open Challenge um den GFCW World
Championship versprochen und nicht nur bekommen sie damit ein
Titelmatch um den höchsten Preis der Liga, nein, zudem
handelt es sich um eine absolute Top-Paarung mit The End
gegen Night Fighter Mad Dog. Zuvor hat End den Durchstarter
Iray Burch und die WFW-Top-Wrestlerinnen Monica Shade und
Stella Nova, die ihrerseits auch in der GFCW einschlagen,
besiegt. Wird seine Streak heute weitergehen oder wird sie an
Wrestling-Legende Mad Dog zerschellen?
Da
es hier recht wenig Animositäten über die
Matchkonstellation hinausgibt, gibt es auch keinen Grund das
ganze zögerlich oder arg verbissen anzugehen, in diesem
Sinne beginnt der Kampf also nach einem kurzen Umtänzeln
mit einem Lock-Up. Das Kräftemessen geht dabei direkt
auch etwas hin und her, ohne, dass sich ein klarer Favorit
etabliert. Kurz dauert es noch, final stellt sich dann
allerdings doch The End als dieser heraus. Er ist etwas
kleiner und leichter als Mad Dog, dafür aber auch
deutlich jünger, weshalb er die Oberhand gewinnen und
Mad Dog schlussendlich sogar via Headlock auf die Matte
wuchten kann. End hält den Griff, Mad Dog kann sich aber
direkt wieder befreien und End in einen Waist Lock drehen.
End hält gegen, doch der Herausforderer hält den
Griff an, zieht End hoch und befördert ihn direkt noch
einmal zu Boden. Dann löst Mad Dog den Griff. End erhebt
sich auf der anderen Seite und so stehen sie nun einander
nochmal gegenüber, wobei Mad Dog ein leicht süffisantes
und forderndes Grinsen auf dem Gesicht hat, als wolle er
sagen: ‚Schau, ich krieg dich schon‘.
Erneut
soll sich der Lock-Up entwickeln, kurz bevor dieser aber
eingeloggt werden kann, verpasst End dem Night Fighter einen
Forearm. MD knickt kurz ein, hält sich den Kopf und
dabei setzt End nun seinerseits einen Waist Lock an, er
schickt Mad Dog auf die Matte, hält ihn kurz an,
woraufhin sich eine kurze Phase feinsten Mattenwrestlings
ergibt. Für beide nicht unbedingt DAS Metier, aber hier
wollen beide ja auch zeigen, wieso sie DIE Konstante der Liga
sind. End gewinnt das Duell auf der Matte, mit einem Front
Headlock, den er kurz ansetzt, bevor er den Griff selbst
löst, auf Mad Dog rutscht und ihn sich direkt zur
Powerbomb nehmen will… doch der ehemalige PCWAler hält
gegen -> Back Body Drop!
End
landet auf den Füßen, fällt nicht, sondern er
wartet lieber, bis Mad Dog sich ihm zuwendet, um zu
realisieren, dass End noch steht -> Superkick!
MD
hält den Fuß Ends fest, zieht den World Champ zu
sich heran, um ihn via Belly to Belly Suplex einmal über
die eigene Achse zu werfen, doch End hält gegen! Er
streckt beide Arme aus und schlägt diese dann
gegeneinander… und zwar gegen den Kopf von Mad Dog,
sodass dieser quasi in den Schlag eingeklemmt wird. MD löst
den Griff, taumelt zurück, bis End ihn sich schnappt!
ENDBREAKER
(Irish Curse Backbreaker)
… und
direkt aus diesem Angriff in einen…
NOTHERN
LIGHT SUPLEX
… was
dann sogar das erste Cover des Matches ergibt!
1…
Kickout
von Mad Dog!
End
richtet sich demonstrativ auf, selbstverständlich war
ihm bewusst, dass diese Aktion noch nicht das Match
entscheiden wird, während nun aber auch Mad Dog wieder
aufsteht, revanchiert sich End mit einem eigenen süffisanten
Grinsen – er
wird ihn
kriegen.
Pete:
„Ein bisher recht ausgeglichenes Match, aber davon war
wohl auszugehen bei zwei Wrestlern von diesem Kaliber.“
Sven:
„Ja, es läuft jetzt wohl darauf, wer den ersten
Fehler machen wird, dann könnte es eng werden.“
Pete:
„Und das will wohl keiner machen. Was außerdem
auffällt, bisher gibt es weder Anzeichen dafür,
dass End auf Mindgames setzt, noch muss er derartig brutal
vorgehen, wie gegen Burch. Es scheint, als würde End
auch erstmal recht bedacht und gediegen vorgehen wollen, ohne
sich in die Karten schauen zu lassen. Vielleicht als Reaktion
auf Mad Dogs Vorwurf, dass er immer der „Gegenpart“
von seinem Gegner sein will?“
Sven:
„Oder vielleicht auch genau die Bestätigung dafür,
denn Mad Dog agiert genauso.“
Mad
Dog stürzt auf End zu und konfrontiert ihn direkt mit
einigen seitlichen, aber ziemlich harten Sidekicks. End sieht
diese Gefahr zwar kommen, scheint dieser aber eher wie einem
Bienenschwarm gegenüberzustehen, dem auszuweichen
unmöglich ist. Er bekommt die Kicks also ab, die sogar
zunehmend noch härter werden, bis er irgendwann das Bein
Mad Dogs packen kann und nun ihn zu sich zieht.
T-BONE-SUPLEX! Nein, MD kontert diesmal mit einer Backfist,
woraufhin End lockerlässt.
DDT
Cover
von Mad Dog, Kickout von End. Auch
der Herausforderer weiß aber, dass das keine
realistische Siegesschance war. Er setzt also direkt nach,
packt sich End und will einen Boston Crap ansetzen, der Champ
hält aber abermals gegen, zieht das Bein zurück,
nachdem Mad Dog ihn bereits eingedreht hat, um ihn leicht
zurückzustoßen, Schwung zu bekommen und ihn mit
einer Art hohen Eselstritt am Kiefer zu erwischen. Mad Dog
dreht sich – den Kiefer haltend – von End, der
ihn von hinten packt. GERMAN SUPLEX! Aber Mad Dog greift nach
den Seilen, sodass End ihn nicht gepackt bekommt. End löst
den Griff -> Side Kick von MD!
End
hält sich die Rippe, die nun gut getroffen wurde. MD
greift sich dementsprechend ihn und will nun auch mit
wahrhaftigen Poweraktionen nachlegen und zwar in Form eines
Powerslams. Er nimmt End also zu diesen, doch wieder kann
dieser die Aktion herumdrehen und einen eigenen Powerslam
andeuten, doch auch MD strampelt sich frei, sodass er hinter
End landet, aber noch dessen Kopf parat hat…
… das
ist der Ansatz zum MNI! Doch WIEDER kontert The End, in dem
er sich aus der Aktion herausdreht, Mad Dog dabei aber
festhält, um ihn auf seine Schulter zu nehmen. ENDLESS
PAIN! Aber nein, auch Mad Dog hält stand, er greift nach
End, SCREWDRIVER!
Aber
man wird es sich denken können, End entgeht dem Move,
indem er sein Gewicht verlagert und nachdem sich die beiden
nun scheinbar mit einem ähnlichen Vorgehen Aktionen und
Konter entgegengeworfen haben, scheint beiderseits eine
andere Strategie gewünscht und so gehen sie nun direkt
in einen Schlagabtausch über. Die Forearms fliegen sich
entgegen, sodass sich quer durch den Ring und in die Ecken
hineingeprügelt wird und auch dieser Schlagabtausch
bleibt tatsächlich für einige Zeit weitgehend
ausgeglichen. Mad Dog versucht sich zwischendurch immer mal
wieder an Side Kicks, während End ab und an versucht
sein Knie hochzubringen, um MD damit am Kopf zu erwischen,
doch der Kampf, aus dem inzwischen ein Brawl geworden ist,
bleibt ausgeglichen – Mad Dog, die unbekannte Konstante
und The End, der es ihm gleicht tut. Bestätigt End hier
tatsächlich, was Mad Dog vorher meinte?
… oder
will End diesen Anschein wahren?
Der
Brawl zieht sich für einige Minuten, zwischendurch
gelingt es den Kontrahenten dann sogar einander Suplessen zu
verpassen. German von End, Belly to Belly von MD. Und so
bleibt das Match noch weiter ausgeglichen, bis…
… End
sich im Double Underhook DDT von Mad Dog befindet. Anstatt,
dass sich End wieder aus der Situation herausdreht, um eine
eigene anzusetzen, befreit er sich, packt sich Mad Dogs
Oberkörper und zieht ihn via Reverse STO auf den
Ringboden! Direkt danach dreht sich End hinter Mad Dog und
schickt ihn via German Suplex zu Boden. Mad Dog landet auf
dem Nacken, der Aufprall lässt ihn aber direkt wieder
hochschrecken, worauf The End aber nur wartet, denn der ist
inzwischen in die Seile geflitzt und aus diesen
zurückgeschossen gekommen…
SPOTLIGHT
ATTACK
Und
die trifft!
End
packt sich Mad Dog direkt und zieht ihn in die Mitte des
Ringes, Cover.
1…
2…
Kickout.
Und diesmal sogar schon etwas knapper!
Pete:
„Nicht ganz unclever. End hat Mad Dog hier eine Version
von sich präsentiert, die vielmehr reagiert, als agiert
bzw. gewissermaßen war das das Vorgehen beider Männer.
Kurz ist ein Brawl ausgebrochen, der nach ähnlichem
Schema vorgegangen ist, doch jetzt scheint End den Ton
angeben zu wollen.“
Und
nun scheint End auch direkt nachsetzen zu wollen. Diese
Offensive war wichtig, aber reicht natürlich noch nicht
aus. Er packt sich Mad Dog direkt wieder, zieht ihn hoch und
trommelt dabei auf Mad Dogs Rücken herum. Wieder packt
er ihn sich zur Apocalyptic Powerbomb… allerdings will
MD wieder mit einem Back Body Drop kontern… aber das
scheint End zu antizipieren! Er geht einen Schritt zurück,
lässt MD quasi „frei“, der mit Druck
hochschnellt, sodass End zuschlagen kann. Es schmettert seine
flache Hand mit einem gewaltigen CHOP auf die Brust von Mad
Dog, der sich wieder eindreht. HALF NELSON SUPLEX!
Wieder
verfrachtet er Mad Dog auf den Nacken und wieder geht er
direkt in Position für seine Spotlight Attack, dafür
muss MD sich nur aufrichtet.
… und
das tut er. End kommt angerannt, aber Mad Dog duckt sich ab,
auch das scheint End aber wieder zu antizipieren, sodass er
rechtzeitig abbremst, um nicht in der Ringecke mit dem Knie
zu landen, allerdings erweist sich Mad Dog tatsächlich
als die unbekannte konstante, in dem er Ends Antizipation
antizipiert… er stößt End mit voller Kraft
in die Ringecke! Dann holt er selber etwas Anlauf und…
DOG
BITE
Mad
Dog geht einige Schritte zurück, End taumelt aus den
Seilen…
SIDEWALK
SLAM
Und
Cover!
1…
2…
Kickout!
Jetzt
scheint das Match so richtig zu laufen.
Sven:
„Krass, wie die sich hier beide liefern. Da denkt man,
der eine hätte den anderen durchschaut, da kommt der
andere wieder mit einer Überraschung um die Ecke.“
Pete:
„Ein Match auf hohem Niveau, aber man merkt bei Mad Dog
doch etwas mehr, dass es ihn mitnimmt, was auch nicht ganz
unverständlich ist, schließlich ist der
Altersunterschied ja doch nicht ganz unbeachtlich.
MY
NAME
IS
MAD
DOG
…
MNI
Direkt
die nächste Trademark-Aktion vom Herausforderer der die
Angeschlagenheit des Champions ausnutzt! Und damit schickt er
ihn wieder zu Boden. Mad Dog lässt noch eine Offensive
nachfolgen, um End am Boden zu halten, bevor er… und
das ist heutzutage eher selten… den Weg auf den
Turnbuckle angeht! Besondere Ereignisse, erfordern besondere
Maßnahmen und das ist eine solche. Mad Dog geht in
Position, schaut zu The End und die Halle bebt…
TOP
ROPE ELBOW
… der
TRIFFT!
Sofort
hakt Mad Dog das Bein von End ein!
1…
2…
Nope.
Das reicht nicht.
Aber
Mad Dog verzweifelt nicht. Wie schon im ganzen Match versucht
er, wie auch End, gehaltvolle und effektive Aktionen
anzubringen, nur, dass der andere immer etwas gegenzusetzen
hat, sobald also ein Fenster offen ist und man mal keine
Gegenwehr bekommt, muss man das ausnutzen.
End
hat das offensichtlich versucht und nun auch Mad Dog.
Und
der geht direkt aufs Ganze.
DOG
LEASH
NEIN!
End
erkennt die Gefahr, in die er sich hier begeben würde
und sofort hechtet er vor in die Seile! Jack Bobo weist Mad
Dog daraufhin, doch der scheint wiederum auf Ends
Kraftmobilisierung zum Erreichen der Seile gehofft zu haben.
Er stellt sich auf, zieht End am Fuß zurück und
loggt einen anderen Griff ein…
STF
End
ist im Submission-Hold!
Und
für diesen Moment sieht es auch tatsächlich erstmal
seeehr schlecht für The End aus. Mad Dog hat den Griff
gut angesetzt und man sieht, wie sehr End kämpfen muss,
in erster Linie natürlich darum, nicht das Bewusstsein
zu verlieren.
Sven:
“So eine wirkliche Strategie, im Sinne von man kann den
Körper des Gegners gezielt bearbeiten, konnten beide
hier nicht auffahren, aber trotzdem hat Mad Dog The End jetzt
genau da, wo er ihn haben will.“
Hat
er das?
Ends
Kraftreserve sind natürlich noch lange nicht
aufgebraucht und wie schon gesagt, am Ende des Tages ist er
der jüngere Part.
Er
hält mit aller Kraft gegen und kann sich nach einiger
Zeit des Kämpfens tatsächlich aus dem Aufgabegriff
befreien! Und nicht nur das… er kann Mad Dog sogar
umdrehen… SLEEPER HOLD! Aber Mag Dog ist in der
deutlich besseren Position, er rollt sich über End,
sodass er dessen Kopf und Nacken auf die Matte drückt…
Cover!
1…
2…
3…
NEIN!
Knapp,
aber nein!
Beide
schnellen hoch, CLOTHESLINE von Mad Dog gegen End!
… doch
der… weicht diesmal nicht aus! Stattdessen fängt
er die Pranke Mad Dogs mit beiden Armen ab. Für einen
kurzen Moment erfolgt dabei ein intensiver Blickkontakt
zwischen den Beiden, bevor End schließlich ausholt.
CLOTHESLINE
Mad
Dog taumelt zurück, fällt aber nicht, er hält
sich dennoch den Brustkorb, der hier gut in Mitleidenschaft
gezogen wurde. End greift nach Mad Dogs Arm, um diesen noch
einmal heranzuziehen, sodass er den nächsten Clothesline
auf den Brustkorb anbringen kann. Und weils so schön
war, wiederholt End das auch ein drittes Mal. Anschließend…
CHAOS
DRIVER
1…
2…
Knapp.
Sehr
knapp.
Richtig
knapp.
Aber
es reicht nicht.
End
braucht nun definitiv eine kurze Pause. Einmal mehr hat ihn
hier das Adrenalin angetrieben, aber nach der Gefangenschaft
im STF und dem Hochfahren aller Kräfte, um die
Konterserie anzubringen, muss er nur kurz durchschnaufen.
Sein
Glück, dass es Mad Dog da nicht anders geht, auch der
hat nun ordentlich einstecken müssen. Beide verhaaren
also für kurze Zeit in dieser Verfassung, bis es
weitergeht.
Und
dabei lässt The End nicht locker.
Wie
schon Mad Dog zuvor, sieht auch er die Chance hier direkt
weitermachen zu müssen. Und deshalb soll nun erneut die
Apocalyptic Powerbomb folgen. Wieder setzt End sie an und
wieder scheint MD gegenhalten zu wollen. Back Body Drop?
Nein, er zieht Ends Bein weg und… will wieder den STF
ansetzen! End rollt sich aber gleich auf den Rücken, um
Mad Dog in die Seile zu stoßen, in die dieser auch
rückwärts hineinfällt, als er zurückkommt,
steht End bereits wieder…
SPEAR
Wieder
hakt End Mad Dogs Bein ein.
1…
2…
Nein,
nein,
nein.
End
hockt neben Mad Dog, er streift sich durch die Haare –
das hätte es sein können, das hätte es sein
müssen, aber es war es nicht.
Einer
der Parademoves von The End, ein Move, der ihn schon viele
Matches gewonnen hat, aber nicht dieses. Mad Dog entkommt der
Niederlage einmal mehr.
Pete:
„Jetzt geht es hier aber wirklich heiß her. Es
wird sich nichts geschenkt, Mad Dog tut alles und kämpft,
um den Titel zu gewinnen und The End tut alles und kämpft,
um ihn zu behalten. Sieht mir tatsächlich nicht nach
Sidequest aus.“
Sven:
„Und The End hat die Herausforderung bekommen, die er
wollte.“
Der
Spear, als einer der Parademoves hat nicht gereicht,
allerdings hat The End noch mehr im Petto, unter anderem die
wahrhaftigen Geheimwaffen und so, hievt er MD nun ein
weiteres Mal hoch, um ihm den Gnadenstoß zu verpassen.
Es ist Zeit den Sack zu zumachen und das Match zu
entscheiden. Er will ihn auf die Schulter nehmen, zum Endless
Pain, doch langsam kommt Mad Dog wieder zu sich. Wieder setzt
er die Side Kicks an, wieder will er damit Rippen und
Oberkörper von End bearbeiten, wieder kann End nicht so
recht reagieren. Mad Dog macht das gut, es funktioniert, also
macht er weiter, bis er die Kicks schließlich gegen
Ends Beine zielt, wodurch End ins Stolpern kommt. Kurz bevor
End zu fallen droht, greift Mad Dog nach den Beinen, um sie
zurückzuziehen. Soll wieder ein STF kommen?
Nein,
vielmehr ein Bosten Crab… oder? Nein, Mad Dog ist
unberechenbar. Mad Dog lässt nicht mit sich spielen und
so… KATAPULT!
End
kracht in die Ringecke, fängt sich aber ab – End
kann jeder ausweglosen Situation entkommen, deshalb ist er
DIE Konstante.
Mad
Dog erkennt Ends Konter, er richtet sich auf und will erneut
mit einem DOG BITE angesprungen kommen, doch diesmal taucht
End weg, denn er hat dazugelernt. Mit einem überraschenden
Manöver packt er sich Mad Dog also wieder zum Endless
Pain… doch Mad Dog, wie im gesamten Match, kontert, in
einen Ansatz zum Screwdriver… und tatsächlich
schafft er es sogar End hochzuhieven… doch auch The
End befreit sich abermals… und im Anschluss versucht
er sich an einer Aktion, die zuvor schon weniger gut geklappt
hat.
SUPERKICK
Aber
wie zuvor fängt Mad Dog Ends Fuß ab! Man darf sich
fragen, warum The End eine Strategie fährt, die vorher
schon nicht funktioniert hat, doch diesmal… reagiert
End anders. Anders als zuvor… anders als jemals?
End
springt quasi in eine Rolle nach vorn!
Mad
Dog, der Ends Fuß noch in der Hand hält, wird
dadurch nach vorn gewuchtet und zwar direkt in eine Ringecke!
Gegen diese prallt er mit voller Kraft, sodass er auch aus
dieser zurückgeprallt kommt… um von The End
abgefangen zu werden.
POP-UP
APOCALYPTIC POWERBOMB!
Mit
leichtem Wink in Richtung Aldo Nero, aber, wenn End seine
Version der Powerbomb ebenso nicht hinbekommt, muss er
improvisieren. Mad Dog denkt er wäre die unbekannte
Konstant? End kann das auch.
Mit
voller Drehung und daraus resultierender Kraft schmettert End
Mad Dog auf die Ringmatte und sofort wirft er sich auf ihn,
um das Cover folgen zu lassen.
1…
2…
3.
~
Ding Ding Ding ~
Laura:
„Meine Damen und Herren, der Sieger des Matches und
WEITERHIN GFCW World Champion… THEEE ENDDD!“
Pete:
„Wow.“
Sven:
„Joa.“
Pete:
„Das war nun schneller vorbei als gedacht, ein
hektisches, schier durchweg ausgeglichenes Match, voller
Angriffe und Konter, beide wollten den anderen überraschen,
zuvorkommen, beweisen, dass sie besser sind. Zu guter Letzt
hat The End es aber clever angestellt, er hat die Konter von
Mad Dog studiert und fast schon heraufprovoziert, um ihn
damit zu überraschen. Als wolle End beweisen, dass er
sich eben tatsächlich NICHT über seinen Gegner
definiert.“
Sven:
„Naja, aber lass uns mal Mad Dog nicht unterschlagen.
Der hat End auch ordentlich zugesetzt und den Ton angegeben,
als es hieß, seinem Gegner keine Möglichkeit zu
geben wieder ins Match zu finden. Das war ein ausgeglichener
Kampf, aber wieder hat The End mal gezeigt, wieso er da
steht, wo er ist.“
Pete:
„An der Spitze der Liga.“
Portugal
feiert. Sie haben eine Titelverteidigung gesehen und sie
haben ein tolles Match gesehen, das genauso gut hätte,
anders ausgehen können.
Aber
das tat es nicht.
The
End erhebt sich, das ist direkt die nächste
Titelverteidigung, die seinen Platz an der Spitze weiter
unterstreicht. Er bekommt seinen Gürtel von Jack Bobo
überreicht und streckt ihn sogleich in die Luft, unter
dem tobendem Applaus der GFCW Galaxy.
Auch
Mad Dog hat sich inzwischen wieder aufgerichtet. Er schaut zu
The End, der seinerseits zu seinem heutigen Gegner schaut.
Nun gut, den Handshake, den Mad Dog heute zu Beginn der Show
angedeutet hat, bekommt er nicht, aber zumindest ein
anerkennendes Nicken vom GFCW World Champion.
Nach
der fatalen Enthüllung von Ask Skógur, gibt es
zumindest ein fulminantes Ende für diese Show. Mit einem
respektvollen Blickkontakt der beiden Kontrahenten des
heutigen Main Events, einem triumphierenden Champion und
einer feiernden Crowd verabschiedet sich die GFCW daher aus
Lissabon.